Dachsanierung/-Wärmedämmung von Innen

Hallo, habe mich als neues Mitglied hier eingelesen, aber keine Antwort auf mein Problem gefunden. Deswegen nun meine Frage an diese tolle Expertengemeinde:

Habe ein Haus gekauft (BJ 1990, dessen Dachgeschoss für einen späteren Ausbau vorbereitet wurde. Die Dachkonstruktion (ca. 110qm) besteht aus 240 mm tiefen Balken, darauf Gitterfolie (wahrscheinlich nicht diffusionsoffen), Konterlattung, Dachlattung, Braas Betonziegel. Das Dach wurde nur halbherzig wärmegedämmt, sprich 120mm alukaschierte Glasfaser, "lustlos" auf die Balken aufgetackert, d.h. mit jeder Menge Ritzen und Luftdurchlässen. Hinzu kommt, dass hier wohl eine zeitlang ein Marder gehaust hat, der teilweise Löcher in die Isolierung, aber auch die Gitterfolie gefressen hat. Sowohl am First, als auch an den Traufen sind Gitter zur Hinterlüftung angebracht. Auch wenn ich das Dach nicht sofort ausbauen möchte, so ist es doch sinnvoll, die angefallenen Schäden zu beseitigen und zwar jetzt schon so, dass ich das beim endgültigen Ausbau nicht noch einmal anpacken muss.

Lässt sich mein Problem, da ich von einem Abdecken des Daches absehen möchte, überhaupt von innen lösen? Ich habe mal gehört, dass man veraltete Unterspannfolie durch Faserplatten ersetzen kann, wie sieht in diesem Fall der Aufbau einer solchen Konstruktion unter Berücksichtigung der vorhandenen Konterlattung aus? Auf die Hinterlüftung würde ich gerne verzichten und die alukaschierte Glaswolle würde ich auch gerne rausschmeißen. Lässt sich eine solche Konstruktion bei meiner Balkentiefe (240mm) realisieren oder muss da noch aufgedoppelt werden? Wie gesagt, mir geht es in erster Linie um die kaputte Unterspannbahn und deren Reparatur, bzw. Ersetzung. Der innere Aufbau mit Dampfbremse usw. ist mir eigentlich klar und wurde hier auch eingehend beschrieben. Ich würde mich sehr über konstruktive Vorschläge und Lösungen freuen. Gruß, Ralph
Der Weg ist das Ziel
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 27.12.06

Das geht sogar prima.


Zur UnterstützungIch habe hier schon ein paarmal die beigefügte Skizze gezeigt. Vielleicht hilft diese schon weiter. Eine Aufdickung der Sparren ist vermutlich nicht erforderlich, aber die Skizze gilt sinngemäß.
Der Weg ist das Ziel
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | | 27.12.06

Wie ist das mit der Konterlattung?


Wow, das ging aber schnell, vielen Dank! Eine ähnliche Lösung schwebte mir auch vor. Über die mittlere Latte, die sich an der Dachlattung abstützt, wird eine Biegung der Faserplatte erreicht, clever. Ich habe da aber noch die Konterlattung auf der Außenseite der Dachsparren. Soll ich wie auf dem Bild dargestellt vorgehen und in der Mitte eine entsprechend dickere Latte verwenden, oder kann ich mit der Faserplatte sogar auf die Aussenseite der Sparren bis direkt an die Konterlattung gehen? Dann wird aber der Spalt zwischen Dachlattung und Faserplatte zu klein oder?
Der Weg ist das Ziel
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 27.12.06

Der Spalt


sollte mindestens 4 besser 6 cm sein. Wenn die Folie herausgeschnitten wird läßt sich das sicherlich so machen. Will man die Folie belassen benötigt man den Spalt unter der Folie, mit einer funktionierenden Belüftung unten und einer entsprechend großen Entlüftung oben.
Grundsätzlich habe ich solche Konstruktionen vor allem bei vorhandener Folie auch schon ohne die mittlere Latte ausgeführt.
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Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | | 27.12.06

Latte-Bilder aus der Bilddatenbank: