Fachwerk.de - Isolierung eines Streifenfundamentes

Ich errichte derzeit auf einem Streifenfundament ein Holzblockhaus, Balkenstärke 18 cm. (Grundriß 9 x 10 m) in Hanglage, wobei eine ebenerdige Teilunterkellerung (ca. 40 %) vorgesehen ist. Bei der Bauausführung wurde das in der Erde eingebaute Streifenfundament ( durchschnittliche Tiefe ca. 1,10 m), bestehend aus festen Betonsteinen (Breite 40 cm), nicht isoliert. Ich befürchte nun, dass aufsteigende Feuchtigkeit langfristig dem Holzblockhaus schadet (zwischen den Holzblockbohlen und den Betonsteinen wurde Pappe als Isolierung gelegt.) Sollte ich nachträglich um das gesamte Streifenfundament noch eine Außenisolierung im Erdbereich vornehmen und ggf. am Fundamentboden noch eine Drainage anlegen lassen? Das Fundament wurde auf einem Boden errichtet, der im tieferen Bereich festen Felsenschutt aufweist und somit wasserdurchlässig sein müßte.


Richard Wittfeld | 13.10.05
Aufsteigende Feuchtigkeit
Wo soll das wasser denn hinsteigen? Wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es eine Sperrbahn unterhalb der ersten Bohle. Dadurch wird verhindert, dass die Feuchtigkeit weiter aufsteigt. Im Fundament wird immer Feuchtigkeit sein, aber die kann ja nichts schädigen. Auch auf eine Dränage können Sie verzichten, wenn es nur um die Streifenfundamente geht.
Altbauten qualitätvoll sanieren
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Architektur + Baubiologie Rainer Stasch | Rainer Stasch | 14.10.05
Richard
Zuerst einmal vielen Dank für die schnelle Antwort! Ich befürchte nur, das sich langfristig die Isolierung unter dem ersten Balken zersetzt und daher bei einer Isolierung des Fundamentes weniger Feuchtigkeit nach oben steigen kann. Auch würde ich mir dabei erhoffen, dass die innenliegende Kellerwand des tlw. unterkellerten Gebäudes, die ich ebenfalls Isolieren wollte, weniger Feuchtigkeit aufnimmt. Wenn diese Isolierungen nichts bringen, dann würde ich mir die Arbeit ersparen.


Richard Wittfeld | 14.10.05
Lass es so, wie es ist!
Hallo!

Also die Idealvariante wäre natürlich gewesen eine ordnungsgemäßige Abdichtung (nach Norm) auf dem Streifenfundament aufzubringen und dann die Bohlen zu verlegen. Ich weiß nicht, welche Art von "Pappe" du eingelegt hast, aber diese sollte einige Jahrzehnte verhindern, dass Wasser in den Balken eindringt. Und selbst wenn diese kaputt ist, ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass Feuchtigkeit über ein Betonfundament in den Balken aufsteigen kann. Beton leitet die Feuchtigkeit nicht besonders gut und auch meistens nur wenige Zentimeter weit.

Also lass es so, wie es ist!
Sanierung unter Beachtung der historischen Materialien!
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ThomasU | 15.10.05
Ich nehme an,
dass hier mit Isolierung die Abdichtung unter dem Holztragwerk gemeint ist. Welche Bitumenbahn wurde verwendet?
Der Weg ist das Ziel
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Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | Fred Heim | 15.10.05
Bitumenbahn
Nochmals danke für Eure Antworten! Bei der Bitumenbahn, die verwendet wurde, handelt es sich um doppelt unterlegte leicht mit Sand beschichtete Dachpappe (die genaue Bezeichnung kenne ich nicht).
Aber aufgrund Eurer Ratschläge werde ich mir die Arbeit erst einmal ersparen und die Außenisolierung der Betonsteine lassen. Die innenliegende Kellerwand werde ich vorsorglich isolieren, da ich später hier nicht mehr einfach daran komme.

Richard


Richard Wittfeld | 15.10.05

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