Fachwerk.de - Innenfenster laufen stark an ?
Vielen Dank
Nora | 14.11.11
reicht der Luftaustausch doch noch nicht !
Wie hoch ist den die Luftfeuchte (gemessen, nicht gefühlt!)?
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Olaf aus Sachsen | 14.11.11
Hallo Nora,
das ist ganz einfach: die Isolierwirkung der Fenster reicht nicht aus - sie ist viel zu schlecht.
Da Du schon Isolierglas drinnen hast, ist es am einfachsten, wenn Du in die Fenster neues Glas einsetzen lässt. Da gibt es Firmen, die solche Dienste anbieten.
Wenn es schnell gehen soll, und Du erst einmal durch den Winter kommen willst, dann probiere es doch mal mit fix-o-moll Fensterfolie. Das funktioniert ziemlich gut. Ist natürlich keine Lösung für immer....
Viele Grüße
Wolfgang
Wolfgang Mües | 14.11.11
Vielen Dank für die Antworten. Die Luftfeuchtigkeit werde ich noch mit einem Hygrometer genau messen. Falls diese doch sehr hoch sein sollte, evtl. ein Raumentfeuchter aufstellen ?
Das mit der Isolierung der Fenster leuchtet mir ein. Wo bekomme ich denn diese fix-o-moll Fensterfolie her ? Ist es wirklich sinnvoll nur die Scheiben auszutauschen, ist es nicht besser, gleich komplett neue Fenster einbauen zu lassen, evtl. mit Rollläden?
Nora | 15.11.11
Hallo Nora,
Wenn Sie neue Fenster einbauen, kann es passieren, dass die warme gesättigte Luft sich eine andere kalte Stelle sucht und dort kondensiert.Wenn es die Wand wird,gibt es dann Schimmel.
Auf jeden Fall sollte die Luftfeuchtigkeit gemessen werden.
Sie können die jetzige Situation auch positv sehen:
Ihre Fenster wirken wie ein Kondensattrockner, nur ohne Strom;-))
viele Grüße
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Architekturbüro | Robert Göbel (Dipl. Ing . FH) | 15.11.11
Wenn ich die Fenster austausche und eine kältere Ecke im Haus habe als die Fenster, habe ich ruck zuck Schimmel an den Wänden. Ich werde morgen im Baumarkt den Hygrometer kaufen.
Falls die Luftfeuchtigkeit doch zu hoch ist, sollte ich dann ein Bautrockner aufstellen oder was sollte ich dann machen ???
Vielen Dank für Antworten.
Nora | 16.11.11
Hallo Nora,
Dein Lüftungsansatz ist im Prinzip richtig, aber nicht konsequent zu Ende geführt:
Beim normalen Lüften ist stets darauf zu achten, dass die Temperatur der Außenluft kühler ist als die Oberflächentemperatur der Innenwände. Im Winter kein Problem denn besonders in Zeiten mit niedrigen Außentemperaturen ist das Lüften ganz besonders wirksam, da die kalte Luft - die eben gerade wenig Feuchte enthält - beim "einströmen" an den Oberflächen erwärmt wird. Hierbei sinkt die relative Luftfeuchtigkeit, die Luft wird „trockener“ und gerade jetzt erst richtig aufnahmefähig für die abzutransportierende Feuchtigkeit. Die relative Luftfeuchtigkeit steigt nun wieder an, bis auf etwa 70%, dann ist die normale Aufnahme weitgehend erschöpft, ein erneutes Lüften ist nötig. Je kälter die Außentemperatur ist, um so effektiver erweist sich die Lüftung.
Am wirksamsten ist eine kurze Stoßlüftung, bzw. bei höherem Feuchtegehalt mehrere. Aber: Der Abtransport der von der ausgewechselten Luft aufgenommenen Feuchtigkeit geschieht immer erst mit der nächsten Stoßlüftung. In Deinem Falle bringst Du frische Luft in die Räume, führt Diese, wenn sie Feuchtigkeit aufgenommen hat aber nicht wieder ab.
Schlafzimmer und Bad sind die Klassiker. Hier fällt besonders viel Feuchtigkeit an und es wird am wenigsten geheizt.
Möglicherweise ist auch noch Feuchtigkeit aus der Umbauphase mit im Spiel. Luftfeuchtigkeit messen ist schon mal ein guter Ansatz, bin gespannt.
Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer
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Architekturbüro Kornmayer | Christoph Kornmayer (Architekt) | 16.11.11
normalen Isolierfenster nehme ich mal an:
Iso-Scheibe, mit Dichtung zwischen Flügel und Rahmen.
Jahrelang habe ich ebenso in Wohnungen mit Isoglas k<3,0 gelebt - bei uns lief maximal im Bad nach dem Duschen oder in der Küche beim Einkochen mal die Scheiben an.
Ich nehme deshalb an, daß der Vorteil des Lehm - Feuchte zu speichern und langsam wieder in den Raum abzugeben, deine Raumfeuchte nach dem Lüften kaum sinken lässt. Zusammen mit dem Messen würde ich wohl die Lüftungsrate und die Dauer ganz einfach mal verdoppeln. Du wirst bei Querlüftung sogar beobachten können, wie die feuchte Luft sich an der Außenscheibe als Beschlag und als Dampf in der kalten Winterluft abzeichnet. Da Du Angst um deine Wärme hast - beobachte doch mal nebenbei das Zimmerthermometer, wie langsam es sinkt und wie schnell nach dem Schließen der Fenster die Heizung die Raumluft wieder anwärmt.
Ein guter Grund, mal eigene Beobachtungen anzustellen und zu experimentieren.
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Olaf aus Sachsen | 16.11.11
Wenn ich mir das Eingangs-Posting nochmal ansehe, dann lese ich da "Wir haben dieses Jahr im Februar das Haus gekauft und teilkernsaniert" und "Es bildet sich auch bei geschlossenem Fenster so eine Art Feuchtigkeit in der Luft".
Ich vermute mal, Ihr habt die sanierten Wände/Decken/Böden nicht genug trocknen gelassen. Lehm ist da besonders schlimm, da Wasser nicht chemisch gebunden wird. Man rechnet 1 Tag Trockenzeit pro mm Schichtstärke.
Dieses Wasser will jetzt raus, und die normale Lüftung ist da unzureichend. Da würde ich auch einen Luftentfeuchter aufstellen!
Viele Grüße
Wolfgang
Wolfgang Mües | 18.11.11
Hallo Nora,
die Messung der relativen Luftfeuchte ist zwar hilfreich. Sie ersetzt jedoch nicht die Suche nach der Ursache der hohen Luftfeuchtigkeit. Wenn die Ursache gefunden und die Beseitigung des Mangels erfolgt ist, wird es zu einer Normalisierung der relativen Luftfeuchte kommen.
Mit freundlichen Grüßen
Bauing. F. Teichmann
Sachverständiger
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Sachverständigenbüro | Bauing. Friedrich Teichmann | 08.12.11