Feldstein und Ziegelfundament Sanierung

Feldstein und Ziegelfundament SanierungHallo,
wir haben in unserem Ferienhaus um 1900 unseren Fußboden ausschachten lassen (kein Keller vorhanden) und wollen eine Fußbodenheizung einbauen lasssen, da wir keine Heizung hatten, nur einen Kachelofen.Das Haus sollte nun auch im Winter nun beheizt werden.Der Sockel besteht aus Feldsteinen und Ziegeln.

Hier der Bericht unseres Bauuntenehmers:

1. Fussboden ist bis zur UK Unterbeton rausgenommen

Nun, da alles freigelegt ist, zeigen sich folgende Probleme an den Fundamenten:

1. Wand zum Nachbarhaus: Hier wurde einfach ein Bankett aus Feldsteinen ( d= 30-40 cm) gelegt und die Wand darauf aufgebaut. Hier haben wir keine ersichtlichen Probleme mit Feuchtigkeit. Die Fugen der Feldsteine sollten lediglich gereinigt und neu verfugt werden, anschliessend einen Betonsockel davor, diesen bis ca. 30 cm über FFB mittels mineralischer Schlämme abdichten. damit sollte hier alles OK sein.
2. Wand zwischen Bad/Küche und Wohnzimmer, Aussenwände: Hier wurden Feldsteine und Ziegel zu einem Fundament ausgebildet. Zustand ist teilweise sehr marode, in der Aussenwand nach hinten Fehlstellen, in welche wir teilweise den Arm bis zum Ellenbogen reinstecken können. In der Wohnungstrennwand liegt unter OK FFB ein sehr maroder Holzbalken, welcher auch zu tauschen ist. Die Fundamente sind sehr feucht, und verursachen den muffigen Geruch den Sie mir beschrieben haben. Hier muss alles gereinigt werden, fehlende Stellen müssen geschlossen werden.

So nun stehen wir da und müssen uns wahrscheinlich mit hohen Sanierungskosten anfreunden.
Wir hatten vor 3 Jahren ab Oberkante Fußboden eine Hoizontalsperre machen lassen, diese wurde fehlerhaft gemacht. Wir haben eine Sachverständigen kommen lassen, der Bericht steht noch aus,
aber es wurde ein marodes, feuchtes Fundament mit viel Arbeit bestätigt.
Was sollen wir tun, wieder zuschütten lassen und einen fachgerechten Aufbau des Fußbodens wie geplant durchführen lassen und nur den Außensockel sanieren?
Würde mich über eine Antwort freuen.

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| 04.11.16

Fotos


Weitere Fotos wären hilfreich, vor allem welche, wo die Gesamtsituation des Zimmers/der Zimmer zu sehen sind. Von welchem Unterbeton ist die Rede -Unterkante des Unterbetons wäre ja das gewachsene Erdreich ? Ein feuchtes Fundament ist erstmal nichts außergewöhliches oder ist hier der Sockel über Geländeniveau gemeint? Ich meine mich zu erinnern, dass die Gewährleistung über 5 Jahre dauert, also müsste die Horizontalsperre nachgebessert werden - aber ich bin kein Rechtsanwalt. Wie ist die Horizontalsperre ausgeführt? Woraus besteht die Wohnungstrennwand wenn die offensichtlich auf einem Schwellbalken steht?
Zum Fußbodenaufbau erdberührt bitte bei Georg Böttcher auf der homepage einlesen, dass kann auch dem Bauunternehmer nicht schaden.
Leben ist das was passiert, während Du eifrig dabei bist andere Pläne zu machen. (J. Lennon)
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| 04.11.16

Fußbodenaufbau


Ich wollte mich eigentlich zu diesem Fall nicht äußern, es steht alles in meiner Homepage.
Was mich erschüttert ist wie hier Geld verdient wird.
Der Aushub bis in diese Tiefe war völlig unnötig, wahrscheinlich sogar der Ausbau des Unterbetons. Das Fundament hat über hundert Jahre klaglos funktioniert und hätte das auch noch die nächsten paar hundert Jahre getan. Feuchteerscheinungen sind auf den Fotos nicht sichtbar, noch nicht mal Tauwasserspuren. Auch die nachträgliche Abdichtung halte ich für überflüssig.
Lassen Sie wenigstens den Ofen stehen, der Abbruch ist ebenfalls überflüssig.
Ich hoffe das jetzt wenigstens beim Neuaufbau des Fußbodens nicht so weiter gewütet wird wie beim Ausbau.
Es ist Ihr Geld was diese netten Werktätigen da verbraten.
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 05.11.16

Feldstein und Ziegelfundament Sanierung


Danke für die Nachricht, die mich jetzt sehr verunsichert hat.
Die Wand wo der Kacheloffen steht ist nass.
Der Boden musste raus, Schimmel an der Wand,trotz undichter Fenster,wir immer eiskalte Füße hatten, es waren nur etwas Beton und Fliesen vorhanden direkt auf dem nackten Boden ohne irgendwelche Isolierung bzw. Sperre.
Die Frage, ob man so tief musste, ist sicherlich berechtigt, wurde von uns so nicht veranlasst, es hieß 30 cm und dann sehen wir, wie die Fundamente aussehen.
Der Fußbodenaufbau ist, wie er vorgesehen ist, von unserem Bauunternehmer sehr kompetent geplant, laut unserem Sachverständiger, den wir erst hinzugezogen hatten, nachdem ausgehoben war.
Dieser meinte auch, dass es nasse Stellen gibt und Löcher gibt, wo man die Hand durchstrecken kann und lose Steine und zerbröselter Mörtel.
Leider habe ich das Forum erst so spät entdeckt, sodass ich
Ihre Homepage erst heute studieren konnte.
Allerdings ist unser Sockel außen auch feucht, da blättert die Farbe ab.
Wem soll ich jetzt glauben? Ich muss einem Sachverständigen vertrauen oder ? Ich habe aber verstanden, dass Fundamente feucht sein dürfen.
Viele Grüße


grit | 05.11.16

Feldstein und Ziegelfundament Sanierung


Hatte die Frage noch vergessen,
mit was schüttet man das jetzt zu, bis 30 cm OK Fußboden,
wenn wir die Fundamente so lassen , wie sie sind ?
Geht das überhaupt noch ?
Danke


grit | 05.11.16

Geländerniveau


Wie hoch liegt denn die OK Außengelände, wenn man sie mal nach innen durchnivellieren würde? Die Außenfarbe kann aus vielerlei Gründen abblättern, falsche Farbe, Feuchtebelastung durch Spritzwasser, wenig Dachüberstand, unsachgemäße Wegleitung des Oberflächenwassers vom Haus etc.. Zum Fußbodenaufbau und dem Auffüllen des ausgeschachteten haben Sie einen Sachverständigen und einen Bauunternehmer engagiert.Wie haben Sie denn das Haus bis jetzt genutzt, Sie schreiben Ferienhaus- das läßt hauptsächlich eine Sommernutzung vermuten.
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| 05.11.16

Fußbodenaufbau


Erst mal zur Feuchte:
"Die Wand wo der Kacheloffen steht ist nass."
Was hat das mit dem Boden zu tun?
Gar nichts.
Wie nass war die Wand? Nur die Tapete bzw. der Anstrich feucht? Schon der Putz darunter kann staubtrocken sein wenn es sich um Tauwasseranfall handelt, im Sommer kein Wunder da der ausgekühlte massige Ofen die Wand mit abkühlt. Man nennt das Sommerkondensation; dieses Jahr hatte ich besonders viele Fälle.
Was ist mit dem Schornstein? Wenn der Ofen im Winter längere Zeit nicht in Betrieb ist wirkt der wie eine riesige Kühlrippe da er Verbindung zur kalten Außenluft hat- das nennt man Winterkondensation.
Regenwasser und Schnee kann bei Nichtbetrieb in den Schornstein hineingelangen wenn es keine Abdeckung gibt. Gibt es eine Abdeckung?
Um festzustellen welche Art die Feuchte an der Wand ist muß man ein Feuchteprofil des Wandquerschnittes messen. Hat das Ihr Bauunternehmer und/oder Ihr Sachverständiger gemacht?
Ich vermute nein.
Für einen neuen, wärmegedämmten Fußbodenaufbau mit Heizestrich braucht man etwa 20-22 cm Aufbauhöhe bis Oberkante Fußboden, mehr nicht.
Alles was darunterliegt muß wieder aufgefüllt werden. Da beim Verdichten dieser Auffüllung die Fundamente belastet werden, muss man die vorher mit einem Betonkeil sichern.
Das sind unnötige Zusatzkosten, vom Bauunternehmer verursacht.
Zur Heizung an sich:
Für ein Ferienhaus das im Winter nur sporadisch genutzt wird halte ich eine Fußbodenheizung für ungeeignet, sie ist zu träge bzw. sie muß den ganzen Winter über zur Sicherung der Frostsicherheit im Haus laufen. Besser sind Einzelöfen die schneller ansprechen, dazu Kollektorflächen auf dem Dach zur Warmwasserbereitung kombiniert mit einer Heizpatrone im Speicher. Zusätzlich sollte man über eine partielle Innendämmung im Bad nachdenken.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 06.11.16

Feldstein und Ziegelfundament Sanierung


Unser Haus ist ein altes Reetdachhaus,hatte abgeplatzten Putz in den Innenräumen von der Feuchtigkeit vor der Injekion Horizontalsperre.Den Feuchtemief haben wir danach trotzdem nicht rausgekriegt.
Es steht auf einem leicht abfallenden Gelände, das heißt, Rückseite Fußboden OK fast gleich Außengelände, so wie ich das einschätze und Vorderseite müssen wir 3 Stufen hoch.
Der Schornstein hat eine Abdeckung, sie wurde vor 2 Jahren erneuert. Ein Feuchteprofil werde ich ansprechen, ob das gemacht wurde.
Zur Fußbodenheizung, die wollte ich , weil wir immer eiskalte Füße hatten, auch wenn der Ofen an war und innen schön warm und ich da gesundheitlich sehr aufpassen muß.
Die Fußbodenheizung soll ja auch den Winter bei 15 -16 Grad Innentemperatur laufen, damit das Haus nicht ganz auskühlt, wenn wir dort sind,braucht es 3 Tage bis es mal richtig warm wird. Wir haben einen lieben Nachbar der da guckt.
Wir werden einen Solarlüfter an die Hausrückseite montieren
lassen, damit frische warme Luft bei Sonnenschein ins Haus reingeblasen wird.
Auf das Dach können wir nichts machen und ich will es auch nicht, da es ein Reetdach ist.

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| 06.11.16

Vorderseite


und Rückseite, wo sind die nun auf den Fotos? Dachte ich mir,dass es wenigstens zum Teil gar keine Fundamente sind (z.B. auf der Vorderseite) sondern der Sockelbereich. Steht der Ofen an der Vorderseite? Das würde die Winterkondensation an dieser Wand verstärken.
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| 06.11.16

Feldstein und Ziegelfundamentsanierung


das ist die Vorderseite

2. Bild die Rückseite ist innen linke Seite gegenüber vom Kachelofen
4.Bild rechte Seite ist Rückseite

also überall Fundamente
Der Kachelofen steht in der Mitte, Trennwand von Küche und Wohnzimmer und wird von der Küche aus beheizt

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| 06.11.16

Kaum zu glauben welch sinnloser Aufwand...


Mir geht es ähnlich wie Herrn Bötcher - eigentlich sollte man sich nicht einmischen wenn schon Bauunternehmer und "Sachverständige" vor Ort sind.
Aber um auch Andere vor solch fragwürdigen Aufwand zu schützen ist es angebracht auf einige Punkte einzugehen.
Ohne zu prüfen woher die Feuchte kommt wurde der Bodenaufbau rausgerissen?? Wegen was?
Unter einer (jeder) Bodenkonstruktion ist es immer feucht. Jedes Haus steht im feuchten Dreck.
Einbau einer Horizontalsperre wegen was? Wie hoch ist der Anteil "aufsteigender Feuchte" zu welchem Feuchtegehalt? Welcher Anteil davon ist Tauwasser?
Was soll der Solarlüfter erreichen? Soll der auch noch die warme und feuchte Luft ins Haus eintragen?
Alles gegen feuchte Wände und Keller
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| 06.11.16

Geländehöhe


wenn Ihr an der Vorderseite 3 Stufen hoch müßt, um auf das ehemalige Fußbodenniveau zu kommen bedeutet dies, dass das Gelände vorn immer noch tiefer liegt als das jetzige ausgeschachtete Innenniveau. Fundament nennt man die Gründung des Hauses unter der Erde - hier habt Ihr vorn ein Sockelproblem. Besprecht Herrn Böttchers Beiträge ernsthaft mit dem Bauunternehmer und laßt Euch genau, genau erklären, was welche Maßnahme bringen soll und zwar solange, bis Ihr es wirklich verstanden habt. Was passiert an der Rückseite außen mit dem anstehenden Oberflächenwasser? Wird das weggeleitet bevor es an die Hauswand kommt?
Laßt das mit dem Solarlüfter, nicht die Luft muss erwärmt werden, sondern die Bauteile, z.B. mit einer Außenwandtemperierung.
Leben ist das was passiert, während Du eifrig dabei bist andere Pläne zu machen. (J. Lennon)
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| 06.11.16

Feldstein und Ziegelfundament Sanierung


Feldstein und Ziegelfundament SanierungDer Boden wurde herausgerissen, weil eine Fußbodenheizung rein soll und nur etwas Beton und Fliesen auf dem nackten Boden waren. 30 cm sollten es laut Angebot sein
Eine Horizontalsperre über OK Fußboden wurde vor 3 Jahren gemacht, da unser Putz durch die Feuchtigkeit innen abgeplättert war. Die Wand wurde danach auch nachweislich trockener. Wir hatten innen eine Luftfeuchte von 70 % und mehr.
Das Oberflächenwasser versickert, die Voreigentümer hatten am Dach eine Holzregenrinne angebracht, die in ein Regenwasserrohr mündet,vorne und hinten, weiterer Verlauf ist unbekannt.
Die Solarlüftung bläst keine Feuchte Luft rein, diese wird
mit bis zu 15Grad plus zur Außenluft erwärmt, bei Sonnenschein ins Haus geblasen und drückt die feuchte oder verbrauchte Luft durch die Ritzen,davon haben wir genug. siehe Solarventi

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| 07.11.16

Regenwasserableitung


sollte vielleicht auch mal überprüft werden!? Daher ist es wichtig auch so ein Haus als System zu betrachten und nicht nur an den einzelnen Symptomen rumzudoktern.
Leben ist das was passiert, während Du eifrig dabei bist andere Pläne zu machen. (J. Lennon)
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| 07.11.16

Haussanierung


Welcher Bodenaufbau wurde vorgeschlagen?

Bei genügend Raumhöhe hätte uU auch eine Feuchtigkeitssperre auf dem vorhandenen Boden aufgebracht werden können, darauf Dämmung und Holzdielen, die immer fußwarm und angenehm zu begehen sind.
Zur Reduzierung der Wandfeuchtigkeit würde auch eine Wandheizung beitragen-zumindest Einzelheizkörper mit rundum auf der Wand verlaufenden Rohren.

Statt Solarlüfter kann auch eine feuchtegesteuerte kleine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung montiert werden.
Ich montiere so eine bei mir-Infos per email.

Ein Bautrockner kann auch sinnvoll sein, der bei überschreiten bestimmter Feuchtewerten anspringt-
das wäre sicher die günstigste Möglichkeit,
Feuchtigkeit zu reduzieren.

Bei Hohlräumen im Mauerwerk werden keine dünnflüssigen Mittel verwendet, da die in den Hohlräumen verschwinden und entweder nicht funktionieren oder/und unwirtschaftlich sind.

Gibts ein Foto vom Haus im Gelände, um die Feuchtebelastung beurteilen zu können?
Rügen dürfte doch eher gut versickerungsfähigen Sandboden haben, sodass aufstauendes Wasser unwahrscheinlich ist und ganz überwiegend Erdfeuchte vorliegen wird-
oder sind die Verhältnisse ganz anders?

Der lose Feldsteinsockel hat scheinbar bisher funktioniert.
Wenn ein Sockel davor betoniert wird sind flexible Dichtungsschlämmen bis 30 cm über Außenniveau sinnvoll-
ich mache das hier mit Multi-Baudicht 2K (von Remmers)- auch für Innenabdichtungen geeignet.

Andreas Teich

Feldstein und Ziegelfundamentsanierung


Wie so ein altes Reetdachhaus ist, hat es nur eine Raumhöhe von 1,95 bis 2 m.
Daher konnten wir nichts aufbauen, auch der Boden hatte unterscheidliche Höhen.

Der Bodenaufbau ist so gedacht:

PE Folie unter einzubrigendem Unterbeton
2.7 Unterbeton als Beton C 15/20 liefern
und herstellen, d= 10 cm zur Aufnahme
der Abdichtung glatt abgezogen
2.8 horizontale Abdichtung herstellen

Schweissbahn V 60 S4,talkumiert
inkl. Voranstrich( Eine erhebliche,
kurzfristige Geruchsbelästigung ist
unvermeidbar)
2.9 Estrich Z 20, Stärke 6 cm liefern und
zur Aufnahme eines Bodenbelages
herrichten, als Heizestrich, inkl.
Faserarmierung und Heizmittel
Dämmung bauseits/ durch Heizungsbau

Die Fußbodenheizung ist schon in Auftrag sowie der Solarlüfter.
Der Außenbereich besteht aus lehmigen Sand oder sandigem Lehm und der Sockelbereich beinhaltet Sand.
Es wurde auch ein Ingenieur von der Firma Remmers hinzu gezogen.
Danke für die Ratschläge, ich werde einige kritische Fragen stellen können.

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| 08.11.16


"die Horiontalsperre ab OK Sockelleiste funkioniert.
die Wand ist ca 60 cm von da nach oben trocken, dann ist jede Wand im Inneren durchfeuchtet bis zur Decke"

also keine aufsteigende sondern absteigende Feuchtigkeit!
Was ist denn mit dem Dach?

Das mit dem Solarlüfter bei warmem Wetter ist kontraproduktiv!
Warme Luft in eine Kalten Raum, dass muss schiefgehen!
es gibt viel zu tun, fangt schon mal an
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| 25.11.16

Heizung Ferienhaus


Für ein Ferienhaus in der Lage halte ich eine Fußbodenheizung für suboptimal. Bei der temporären Nutzung im Winter für einige Tage bis max. einige Wochen ist ein träge reagierendes Wärmeübertragungssystem schlecht geeignet. Wenn schon eine zentrale Heizung verbaut wird reichen auch ein paar Heizkörper und ein Kamin aus um a) schnell Wärme in die Räume und b) Bedarfsspitzen bei extremer Kälte abzufangen. Selbst elektrisch betriebene Strahlungsheizungen auf Carbonbasis und/oder elektrische Fußbodenheizungen können als Zusatzheizungen in einzelnen Räumen sinnvoll sein, es ist ja kein dauernd genutztes Wohnhaus. Für den Fußboden halte ich die Kombination:
- 50 mm Sauberkeitsschicht
- Abdichtung
- 80 mm Dämmung
- Trockenestrich
- Belag
für kostengünstiger und effektiver.
Natürlich kann man eine Abdichtung an der Wand hochziehen und an einer waagerechten Abdichtung anschließen. Dafür eignen sich mineralische elastische Dichtschlämmen.
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 25.11.16


Das Haus hat ein altes Reetdach,siehe Bild, die Feuchte steigt lt.Aussagen vom Sockel oder Fundament hoch,
unser Haus müssen wir auch im Sommer abends heizen, da es einfach zu viel Kälte abstrahlt, das hatten wir mit Elektroradiatoren gemacht und im Frühjahr und Herbst den Kachelkamin befeuert.
Müssen wir den Putz herunternehmen, dass das trocknet, müssen Bautrockner aufgestellt werden? Das Problem ist wohl, dass dieser regelmäßig geleert werden muss und wir nicht vor Ort sind. Kann man diese Dinger auch mit einem Abflussschlauch bedienen? Irgendwo habe ich gelesen,
dass es 10 Jahre dauern würde bis das alles ohne trocknet.
Welchen Putz macht man darauf ?

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| 25.11.16


das verstehe ich nicht!

Horizontalsperre ok

darüber 60 cm trocken

darüber nass.

wie kommt das Wasser aus dem Sockel durch die Horizontalsperre und die 60 cm trockene Wand noch oben?


Das Haus steht auf Rügen und es ist auch im Sommer innen kalt. Am Meer dürfte im Sommer die warme Luft viel Feuchtigkeit enthalten. Diese feuchtwarme Luft dringt ins Haus (oder wird sogar aktiv hineinbefördert) kühlt dort ab und das Wasser kondensiert.
M.E. sollte bei Kälte regelmäßig geheizt werden und bei Wärme nur gelüftet, wenn wirklich notwendig, insbesondere dann nicht, wenn man gar nicht da ist.

Was spricht eigentlich gegen eine Wandheizung?
Da kann man sogar einiges in Eigenleistung machen und die ganze Gerätschaft automatisch laufen lassen, oder auch per Fernsteuerung mit dem Smartphone, z.B. 24 h vor Ankunft.

Solche Steuerungen gibt's heute an jeder Ecke.
es gibt viel zu tun, fangt schon mal an
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| 25.11.16

Wandfeuchtigkeit durch Salze?


Bei Häusern am Meer solltet ihr evt überprüfen lassen, ob die hohe Feuchtigkeit von Salzen im Mörtel verursacht wird- bei Verwendung von salzhaltigem Sand wird ständig Feuchtigkeit aus der Luft hygroskopisch angezogen. Wenn die Wand über der Feuchtigkeitssperre wieder feucht ist wäre das eine mögliche Ursache.

Das Kondensat aus dem Trockner kann genauso gut durch einen Schlauch in die Kanalsisation oder nach draußen abgeführt werden- das läßt sich auch selber herstellen.

Zuerst außen mögliche Feuchtigkeitsursachen abstellen, Spritzwasser reduzieren, ggf Folie unter einer Kiesabdeckung um das Gebäude Verlegen (mit Gefälle vom Gebäude nach außen)

Wenn die Horizontalsperre funktioniert und eine Feuchtigkeitssperre auf dem Estrich verlegt wird ist es vollkommen egal ob es darunter feucht ist.
Die Bodenabdichtung muß nur bis zur horizontalen Feuchtigkeissperre geführt werden.

Wenn ihr gesundheitlich empfindlich seid würde ich eher einen Holzdielenboden auf Dämmung verlegen und zur Trockenhaltung der Wände entweder Wandheizung oder Plattenheizkörper Typ 10 oder 11 mit hohem Strahlungsanteil und über den Fußleisten auf Putz verlegten Vor- und Rücklaufrohren aus Kupfer verwenden.
Unter dem Dielenboden zuerst 6-8 cm Estrich, Feuchtigkeitssperre dann entweder Dämmplatten, Traglattung und Dielen
oder KVH als Unterkonstruktion (ab ca 16 cm Aufbauhöhe würde ich eine Kreuzunterkonstruktion wählen) dazwischen Dämmung (Zellulose, Schüttung oä.).

Wenn warme Luft ins Gebäude geblasen wird muß sichergestellt werden, dass die Wände nicht ausgekühlt sind (oder die Luft entfeuchtet wird) da sich anderenfalls Kondensat und damit immer mehr Feuchtigkeit bildet- besonders bei nur sporadisch beheizten Gebäuden.
Besser eine kleine Lüftungsanlage mit Feuchtefühler für Innen- und Außenluft installieren, die nur dann lüftet wenn es dadurch nicht zu Kondensatausfall kommen kann.

Es gibt günstige Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsdatenlogger (Aufzeichnung und Speicherung der Daten), die sinnvoll sind zur Überprüfung der tatsächlichen Verhältnisse. Gleichzeitig kann die Wandoberflächentemperatur aufgezeichnet werden.

Wenn die Wandoberflächentemperatur zu kalt ist und dadurch Kondensat entsteht muß ggf gedämmt oder die Luftfeuchtigkeit reduziert werden.

Das zuerst herausfinden ist wesentlich günstiger und sinnvoller als teure Sanierungsmaßnahmen vorzunehmen, die nicht die Ursachen beseitigen.

Putz muß zB zur besseren Trocknung des Gebäudes nicht abgeschlagen werden-
nur wenn er geschädigt oder versalzt ist oder eine falsche Zusammensetzung hat.
Zur Untersuchung gibt's Labore für Baustoffuntersuchungen. Am besten auch Proben vom Mauermörtel prüfen lassen.

Andreas Teich

Ferienhaus


Also was jetzt, wohnen Sie ständig in dem Haus oder nur im Urlaub oder am Wochenende? Wie oft sind Sie im Winter und für wie lange im Haus?
Was ich Ihnen versucht habe zu erklären:
Mit einer (trägen) Fußbodenheizung dauert es eine ganze Weile bis die Wände so warm werden das sie keine Kälte mehr abstrahlen. Was übrigens Quatsch ist Kälte wird nicht abgestrahlt. Wenn Sie nach dem Wochenendurlaub im Dezember wieder abreisen hat sich die Bude gerade mal richtig aufgewärmt. Verschwendete Heizenergie.
Die Oberflächentemperatur der Innenwandflächen kann man mit Innendämmung schneller verändern da die thermische Trägheit drastisch verringert wird.
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 25.11.16

Feldstein und Ziegelfundament Sanierung


Die Wände sind schon seit Jahren nass, da sich nach Probebohrungen ergeben hat, dass sich Salze gebildet haben. Über der Horizontalsperre ist nun nach 3 Jahren trocken, und der Rest bis zur Decke eben noch nicht.
Ich darf aus gesundheitlichen Gründen keine kalten Füße bekommen, und habe davon die Schnauze voll. Energie hin oder her. Wochenendurlaub gibt es bei uns nicht und Minimum sind wir immer mal 14 Tage dort und werden auch eine Gastherme haben, die von zu Hause gesteuert werden kann. Zur Not hilft zusätzlich unser elektrischer Heizkamin oder auch der Kachelkamin zum schnellen Aufheizen.
Warum muss der alte Putz nicht abgeschlagen werden, lt. unserem S-Verständigen ist ein Silikatputz oder ich glaube Kalkputz die bessere Variante, da dieser die Feuchtigkeit raus und reinlässt und da noch Latexfarbe oder ähnliches drauf ist und jetzt ist durch die Erdfeuchte alles schimmelig.
LautS-Verständiger funktioniert das mit der Abdichtung bis zur
Horizontalabdichtung nicht, weil da immer kleine Kapillare offen sind, es soll 5 cm unter Fertigfußboden Kiesol C von Remmers als Horizontalsperre gemacht werden,Verkieselungskonzentrat auf Sockel und Mauerwerk sowie Sulfatexschlämme, dichtspachtel und dichtungskehle usw.

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| 25.11.16

Fußbodenaufbau


Irgendwie habe ich jetzt das Gefühl mich ausklinken zu müssen weil mir der Informationsfluß zu widersprüchlich wird.
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 25.11.16

Feldstein und Ziegelfundament Sanierung


????
Sorry ich bin Laie, so langsam habe ich das Gefühl hier wird alles zerissen, nur damit man ins Geschäft kommt.

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| 25.11.16

Liebe Grit


so kommen Sie zu keinem Ergebnis. Was hier im Forum nicht verstanden wird ist, dass die Horizontalsperre funktionsfähig sein muss, weil darüber auf 60cm die Wand trocken ist. Danach wird sie wieder feucht. Daher erscheint es unsinnig, unter der jetzigen Horizontalsperre nochmal eine einzubringen. So jedenfalls habe ich den Vorschlag des Sachverständigen aufgefasst. Wo sind denn die Probebohrungen gemacht worden, an mehreren Stellen von unten nach oben ? Wenn das Mauerwerk tatsächlich versalzt ist, müßte auf der Oberfläche des bereits trockenen Mauerwerks ( also auf den ersten 60cm nach der Horizontalsperre) ausblühende Salze zu sehen sein. Auf den Fotos kann ich keine entdecken, eine Nahaufnahme wäre besser. Zur Frage des Putzabschlagens: Wenn der Putz runter muss nach Aussage des SV um eine Abtrocknung zu ermöglichen, wie sind denn dann die unteren 60cm getrocknet, obwohl der Putz noch drauf war?
Eigentlich ist es üblich bei einem Sachverständigengutachten, dass das Begutachtungsergebnis schriftlich mitgeteilt wird und zwar mit Aussagen zum Durchfeuchtungsgrad und der Meßmethode, bei Salzbelastung zudem die Art der Salze und der Belastungsgrad, also Nitrate, Chloride etc. Besonders höfliche Sachverständige geben auch grobe Sanierungshinweise.Gibt es so ein Gutachten, wenn ja wäre es sinnvoll, es mit einzustellen bzw.Auszüge daraus.
Übrigens, bei welchem Kommentator haben Sie denn konkret das Gefühl, dass er ins Geschäft kommen will? Diesen Verdacht habe ich eher von Ihrem Sachverständigen, mit Verlaub. Was wäre außerdem so verwerflich daran, auch hier im Forum seine Dienste beruflich anzubieten, ansonsten opfern hier alle Ihre Zeit ehrenamtlich, um Ratschläge zu erteilen.
Leben ist das was passiert, während Du eifrig dabei bist andere Pläne zu machen. (J. Lennon)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 25.11.16

Feldstein und Ziegelfundament Sanierung


Mein Sachverständigen habe ich beauftragt und nicht umgekehrt und er hat sich für mich die Hacken in unserem Häuschen schon ausgerannt und jedesmal wenn wir telefonieren, nimmt er sich wahnsinnig viel Zeit um mir alles zu erklären.
Er meint, dass man sich aus der Ferne kein Bild machen kann,
aber durch das Forum kann ich schon kritische Fragen stellen.
Dieser Satz von Herrn Böttcher, es ist alles widersprüchlich, kann man nicht so einfach hinwerfen ohne es zu begründen.
Ich finde es toll, dass man von Ihnen Informationen bekommt, auf die man nicht achtet und es ist nicht verwerflich seine Dienste hier anzubieten, aber manches kommt schon überheblich herüber, aber gut ich bin eine Frau....

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 25.11.16

Sachverständige


Was sagt denn nun dein Sachverständiger genau?
Woher kommt die Feuchtigkeit?
Remmers-Produkte sind sicher ok zur Abdichtung. Ich nehme für Teile unserer Innenabdichtung Multibaudicht 2K von denen, womit auch der Boden, die Kehle und das kurze senkrechte Wandstück bis zur horizontalen Abdichtung behandelt werden könnte-
nur auf die notwendige Schichtdicke achten.

Und wie erklärt er die trockene Wand über der funktionierenden Horizontalsperre und die Feuchtigkeit darüber?
Wofür ist er sachverständig?

Wenn Putz durch und durch schimmelig sein sollte und es sich um reinen Zementputz oder Gipsputze handelt ist Abschlagen sinnvoll.
Woher weiß man bei Latexfarbe, dass die Wand feucht ist?
Ich würde dabei zumindest die Möglichkeit von Kondensfeuchte in Betracht ziehen, da Latexfarbe ziemlich diffusionsdichter ist.

Bei dem Baujahr sollte es sich beim Putz eher um Kalkputz handeln.
Farbe und die oberste Putzschicht kann mit einer Sanierungsfräse beseitigt werden- komplettes Abschlagen halte ich Normalerweise für sinnlos aufwendig.
Kalkputz kann als dünne Putzschicht auf den vorhandenen Putz aufgetragen werden, dann mit Kalk- oder besser Silikatfarbe streichen, da diese länger alkalisch bleibt.

Salze bilden sich nicht- sie sind im Mauerwerk vorhanden und werden erst bei Trocknung des Mauerwerks sichtbar.

Die geplante Nutzung des Gebäudes ist natürlich von Bedeutung, da hiervon Dämmmaßnahmen, Heizsystem und sinnvolle Sanierungsmaßnahmen abhängen.
Eine Wandheizung oder große Flachheizkörper und Rohre auf der Wand sprechen viel schneller an als Fußbodenheizungen-Holz- oder Korkboden ist per se fußwarm-notfalls kann dieser zusätzlich temperiert werden.

Das ganze Projekt muß ja mittlerweile schon recht teuer geworden sein-
da sollte nun eine genaue Analyse der Schadensursachen erfolgen und effektive Maßnahmen ergriffen werden.

Andreas Teich

Nicht Ihr Licht unter den Scheffel stellen


dass Sie im Alltag oft damit kämpfen müssen, als Frau nicht anerkannt zu werden, kann ich nachvollziehen. Das erlebe ich in meinem beruflichen Alltag sehr oft. Aber hier im Forum habe ich die Beobachtung noch nicht gemacht, im Gegenteil, wir haben viele Frauen als Forumsmitglieder. Daher kann ich Ihren letzten Satz im Zusammenhang mit den Beiträgen zu Ihrer Frage nicht nachvollziehen. Aber das eigentlich am Rande. Die Hilfe könnte effektiver werden, wenn Sie auf die gestellten Fragen eine Antwort geben könnten. Es liegt mir fern, Ihrem SV etwas unterstellen zu wollen, allerdings sind seine Vorschläge nicht nachvollziehbar, vor allem vor dem Hintergrund fehlender, zumindest für uns, konkreter Informationen zu Durchfeuchtungsgrad etc.
Leben ist das was passiert, während Du eifrig dabei bist andere Pläne zu machen. (J. Lennon)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 25.11.16

Ziegelfundament-Bilder aus der Bilddatenbank: