styropor oder steinwolle




Hallo,
ich möchte meine Hausfassede Isolieren lassen.
Was ist besser, Styrofor oder Steinwolle und
sollte es mit zwischenlüftung (oder wie man es
sonst nennt) gemacht werden.
Vielen Dank im Voraus.



Eindeutig...



... lässt sich sagen, dass die beste Dämm-Methode vom Rest des Hauses abhängig ist...

LG,
Sebastian Hausleithner





Wenn es doch so einfach wäre...

Bernd Kibies



beschreiben sie



doch bitte mal den momentanen istzustand .



Hausfassade isolieren ...



... so allgemein angefragt wird es schwierig mit einer konkreten Antwort. Einfach mal hier über die Suche das Thema durchforsten, dann kommt schon was dabei raus.

Eine "Zwischenisolierung" macht schon mal keinen Sinn - eher schon die Hinterlüftung einer vorgehängten Fassade - aber dazu braucht es noch konkrete Details: Bestand der Außenwand, Baujahr, Dicke, Fenster, Sockel, Decken, Himmelsausrichtung - das hat u.U. alles Auswirkung auf das Für und Wider von Materialien. Allerdings auch, ob es überhaupt Sinn macht.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Dritte Möglichkeit mit pflanzlichen Dämmstoffen dämmen



Guten Tag,

es gibt zu den zuvor genannten Dämmstoffen noch die pflanzlichen Dämmsoffe wie Holzfaser - Hanffaser - Kokosfaser usw...

Der Dämmwert von pflanzlichen Dämmstoffen steht den mineralischen sowie aufgeschschäumten Dämmstoffen mit einem Wert von 036 nahezu zu gleich.

Pflanzliche Dämmstoffe haben zudem Eigenschaften wie Wärmespeicherfähigkeit, Feuchtigkeitsregulierung, Akustik, und einiges mehr...

Bei den konventionellen Dämmstoffen werden zudem Farben mit Fungiziden und Bioziden an der Fassade eingesetzt, die bei pflanzlichen Dämmstoffen nicht benötigt werden, da keine Entkopplung vom Innenraum zur Aussenfläche entsteht.

Wie zuvor bereits angesprochen wird die Konstruktion benötigt. Im Internet gibt es kostenlose U-Wert Rechenprogramme, damit kann eine Vorabberechnung über die gewünschte U-Wert Verbesserung getätigt werden.

Zudem gibt es Investitionszuschüsse mit 7,5 Prozent oder einen Zins zu 1,00 Prozent (KfW) und 0,75 Prozent (L-Bank) für Modernisierungen (Stand Sept. 2012).
Ein Energieberater kann hierbei die notwendigen Anträge für Ihre Maßnahme als Sachverständiger für die Beantragung unterzeichen.

Grüße aus Aidlingen
von Reselw.de





Vielen, herzlichen Dank für alle Antworten.
Der Momentane Zustand ist, normaler,fester Putz auf 20cm Lochziegelsteinmauerwerk.
Genau, Hinterlüftung meinte ich, ich weiss nicht genau was das ist, wofür es gut ist und ob und was es bringt.
Ich hatte mal irgendwo gehört dass die Mauern schwitzen würden bei Steinwolle ....
kann mir dazu auch jemand etwas kontretes sagen ?
Danke und vlG aus Berlin.



Pflanzliche Dämmstoffe…



… sind vom Materialpreis her gar nicht so sehr viel teurer als chemisch hergestellte, aber weil die meisten Firmen lieber mit Sto & Co. arbeiten, fallen die Angebote schon ganz anders aus.

Wollt Ihr den Auftrag komplett vergeben oder setzt Ihr auf Eigenleistung?





Einiges von der Arbeit könnte ich auch selbst, wie z.B. die Dämmplatten anbringen und am ende Streichen aber dazwischen....bezweifle ich....und das eine Firma halbe Sachen annimmt.



Mit den 20cm Lochziegel ...



... hast Du gerade mal einen Faktor genannt, den man bei so einer Maßnahme berücksichtigen muß. Es gibt noch viele andere: Beschaffung der Decke, des Sockels, der Fenster, der Himmelsausrichtung, der Anschlüsse zum Dach, evtl. Zerklüftung der Fassade, etc., etc.

... und dann bleibt noch die Frage: Warum willst Du dämmen?

Bevor nun Materialien und Fördergelder festgelegt werden, braucht es noch ein Abklären, was tatsächlich möglich und nötig ist.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de





was die Decke damit zu tun haben soll weiß ich nicht. Das Dach ist gut isoliert, Sockel ? Kellerwände sind trocken,
keine Feuchtigkeit usw. Fenster sind o.k. Schüko, an der Himmelsausrichtung kann ich nichts ändern....was bedeutet
Fassadenzerklüftung ??
Dämmen möchte ich damit ich Heizkosten sparen kann.



Ich möchte...



Dir einen Energieberater vor Ort empfehlen...

Sich auf einen Baustoff nach dem Motto "es muss gespart werden, koste es was es wolle" von vorneherein festzulegen, kann mächtig nach hinten losgehen...

Wenn Fördergelder fließen sollen ist das ohnehin unabdingbar...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Heizkosten sparen ....



... das ist durchaus eine Überlegung wert.

Aber den Aufwand einer Fassadendämmung rechtfertigt dieses Motiv alleine nicht.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Welcher "Energieberater"...



... würde denn von einer Dämmung abraten, auch wenn diese im Gebäudezusammenhang noch so absurd wäre?

Jeder Berater, auch die angeblich so unabhängigen BAFA-Berater werden ihre Beratung doch zumindest hinsichtlich der Förderrichtlinien ansetzen, also dem Bauherrn evtl. eine Overkill-Dämmung empfehlen, nur damit die rechnerisch benötigten Werte für die Förderung erreicht werden.

Rechnen im Sinne von Effektivität tun sich diese Dämmmaßnahmen üblicherweise nicht und wie die tatsächliche Umweltbilanz angesichts der Produktion der Dämmstoffe, Kleber etc. und der späteren Entsorgung aussieht, steht auch auf einem anderen Blatt, aber irgendwie passt das alles zu unserem Zeitgeist, ist wahrscheinlich alternativlos oder so...



Jede "offizielle"



Energieberatung enthält Hinweise auf Amortisationszeiten unter Simulation verschiedener finanzieller Faktoren.

Dann liegt es immer noch am Kunden...

Wenn Fördergelder für die Maßnahme fließen sollen, müssen eben gewisse Rahmenbedingungen eingehalten werden... übrigens auch, wenn "nur" privat gebaut wird, z.B. die doofe EnEV...

LG, sh



Das Ganze entspricht...



... für mich nur dem üblichen Zeitgeist des "In die Zukunft hinein Schmarotzens". Diese hochgerechneten Amortisationszeiträume sind doch Luftschlösser, vergleichbar nur mit den immer neuen Euro-Meldungen der Experten, die schon heute nicht mehr wissen, was sie gestern gesagt haben.





Ehrlich, meine Herren, ich bin kein Stück weitergekommen mit all den Aussagen. Ich werde meinem Haus eine möglichst
gute Dämmung verpassen lassen, mit oder ohne Fördergelder,
ist mir nicht so sehr wichtig....ich wollte doch nur wissen
welcher Dämmstoff besser ist und was eine "Hinterlüftung"
bewirkt.
Wenn mir jemand in diesen Fragen helfen könnte wäre ich unendlich dankbar.



Worauf bezieht sich die Bewertung "gut" bei Dämmung?



Wenn es Dir um eine gute Dämmung in Bezug auf Heizkostenersparnis geht, dann muss die halt möglichst dick sein - allerdings könnte das wieder schlecht für die Bausubstzanz und dem Blick aus dem Fenster werden.

"Besserer" Dämmstoff wäre die Holzdämmplatte mit hinterlüfteter Holzfassade.

Eine hinterlüftete, vorgehängte Fassade würde ich immer einem Wärmedämmverbundsystem mit Dämmplatte und Putz vorziehen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Die Fragestellung, ...



... die nur zwischen Styropor und Mineralwolle entscheiden lässt, erinnert an Geiselnehmer, die ihrer Geisel die Pistole an die Schläfe halten und dann sagen "Ihr alle seid Schuld, dass ich die Geisel erschießen muss, wenn Ihr nicht genau tut, was ich will!".

Mit anderen Worten: Vergebliche Liebesmüh'



Es gibt...



...verschiedene Methoden, eine Fassadendämmung von außen durchzuführen...

Die eine nennt sich "Wärmedämmverbundsystem" (WDV). Hier wird meist ein Plattendämmmaterial auf die gereinigte und geglättete bestehende Fassade "aufgeklebt", verdübelt und die Fugen nachgearbeitet. Anschließend kommt ein Oberputz darauf.

Eine andere Variante ist die Geschichte mit der hinterlüfteten Vorhangfassade. Dabei wird eine Lattung auf die bestehende Fassade aufgebracht, zwischen die Lattung kommt der Dämmstoff (Platten- oder Rollenware), oft und gut gemacht wird dies zweilagig, einmal längs, einmal quer, damit die Lattung nicht zur Wärmebrücke wird, dann gibts noch 'ne Windbremse und abschließend wird dann mit gewissem Abstand eine Fassade aus einem wie auch immer geartetem Plattenmaterial als Wetterschutz vormontiert. Das kann Holz, Bauplatten als Putzträger, Schiefer, Kunststoff, was weiß ich, sein.

Rein von der Dämmwirkung bei gleicher Dämmdicke ist die Wärmeleitgruppe (WLG) des Dämmstoffes entscheidend. Diese ist abhängig vom Material. Sozusagen je kleiner, desto besser die Dämmwirkung.

Aber entscheidender ist, dass durch die Dämmung nicht nur die Wärmeströme, sondern vielmehr auch die Feuchteströme eines Gebäudes u.U. entscheidend verändert werden; daher kamen ja auch die Nachfragen nach dem Gebäudebestand. Und hier liegt die Tücke im Detail.

Aber ohne zu sehr ins Detail zu gehen haue ich hier mal beispielhaft ein paar Schlagworte hin:

- Tauwasser
- Taupunkt
- Offenporigkeit
- kapillare Leitfähigkeit
- Schlagregenbeanspruchung
- Wärmebrücken
- Verdunstungsfähigkeit

Wie Du siehst, gibt es eine Menge bei der Planung einer Dämm-Maßnahme zu beachten. Da ist es mit "Material A ist besser" nicht getan. Und deshalb mein Hinweis auf jemanden mit Fachkunde vor Ort, der sich das Ganze mal ansieht ohne einem gleich was Verkaufen zu wollen.

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Vorgehängte hinterlüftete Fassade und eine Betrachtung zur Wirtschaftlichkeit



..
vorab ein Link wie eine vorgehängte hinterlüftete Fassade aussieht:
http://www.google.de/imgres?hl=de&client=firefox-a&hs=kBC&sa=X&rls=org.mozilla:de:official&biw=1280&bih=805&tbm=isch&prmd=imvns&tbnid=pT_zs2P_NFIAIM:&imgrefurl=http://www.giebelverkleidung.de/hinterlueftetefassade/index.html&docid=x1_F2S8ZYodOGM&imgurl=http://www.giebelverkleidung.de/images/unbenannt_510.jpg&w=510&h=302&ei=qStTUMr9HYOo4gTgv4GoAg&zoom=1&iact=rc&dur=464&sig=100074812678731906836&page=1&tbnh=130&tbnw=220&start=0&ndsp=23&ved=1t:429,r:0,s:0,i:73&tx=110&ty=73

Da oftmals Unkenntnis über den "EnEV-Zwang" herrscht, anbei eine gängige Vorgehensweise kostengünstig energetisch modernisieren:

Die grundliegende Betrachtung einer Dämmung sollte immer auf Kosten und Nutzen betrachtet werden.

Selbst die EnEv 2009 bietet die Möglichkeit nach §25, die Wirtschaftlichkeit zu beachten.
Das heisst, wenn die Amortisation der Investition zur Energieeinsparung nicht innerhalb 10 Jahren erfolgt, ist diese nicht Rentabel.
Anders ausgedrückt, Dämme nur soviel dass Heizenergie reduziert wird, zugleich keine Bauschäden entstehen
und das Geld bei Dir bleibt und nicht bei der Bank.

Eine Reduzierung des geforderten U-Wertes kann über einen Nachweis der Wirtschaftlichkeit, der U-Wert Berechnung / Transmissionswärmeverluste der Maßnahme; hier Wand erfolgen.

Ob Privatmann oder Fachunternehmer muss in diesem Fall des geringeren U-Wert ein Nachweis in Form einer Berechnung erbracht werden.

Über diesen Nachweis eines Sachverständigen, der die Wirtschaftlichkeitsberechnung durchführt, kann entgegen der geforderten EnEV Mindest-U-Werte, die kostengünstige Dämmmaßnahne erfolgen. Zugleich ist damit der Fachunternehmer von der Haftung befreit, denn unabhängig muss dieser eine Fachunternehmererklärung gemäß EnEV unterschreiben.
Eine Vorlage zur Fachunternehmererklärung kann hier kostenlos runtergeladen werden: http://www.reselw.de/Fach-Unternehmererklaerung.html

Wie zuvor beschrieben, wird bei einer Energieberatung immer die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund stehen.

Da jedoch die öffentlichen Fördermittel die EnEV und die verschärfteren Anforderungen bei Einzelmaßnahmen voraussetzen, ist hier wieder Akt aufgetan.
Der Kunde braucht den Zins/Förderung mit derzeit 1,00 Prozent und dämmt nach EnEV oder er zahlt aus seinem Vermögen und modernisiert nach der Wirtschaftlichkeit zur Energieeinsparung.

Liebe Grüße aus Aidlingen
Reselw.de



Dämmung ,womit ?



hej steve, bei der Fragestellung ist zu Mineralwolle zu raten.Wenn - was keiner hofft - ein Feuerfall eintritt schmilzt und brennt das Styropor. Berliner Feuerwehr 2011!



... oder der Düsseldorfer Flughafen 96



... aber jetzt müsste doch steve endlich unendlich dankbar werden - oder?

Grüße,

Frank





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