Fachwerk.de - Türbeschläge restaurieren

Liebe Fachwerk-Freunde,
einer meiner Vorgänger hat sich beim Anstrich der Türen nicht viel Mühe gegeben. Er hat einfach mit der Farbe Tür und Schild und Türgriff dick mit Farbe überstrichen. Es ist wohl eine Lösungsmittelfarbe.

Habt Ihr nun einen Tip, wie ich möglichst effizient und einfach die Farbe wieder von den Beschlägen kriege??? Es sind alte Türgriffe, eiserne, ggf. geschmiedete.

Grüße an Alle,
Tom
Haus = Organismus
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Tom | 22.06.11

Zuerst alles abmontieren.
Mach einen Brei aus gleichen Raumteilen gesiebter frischer weisser Holzasche und Kalkhydrat (aus dem Baustoffhandel) und Regenwasser und leg die Sachen in einem Plastikeimer in den Brei.
Achtung, das Zeug ist scharf - Handschuhe, Schutzbrille tragen!
So nach einem Tag sollte sich die Farbe abbürsten lassen.
Mit reichlich klarem Wasser nachspülen.
Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe! Nicht für das, was Du verstehst!
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Jens Paulsen | 22.06.11
Eine 5%ige
Salmiaklösung tut's ebenfalls.

Grüße

Thomas
Mut zum Holz
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Restauratio GmbH | Thomas W. Böhme | 23.06.11

Für die Chemie-Freunde: Aceton! Ganz tolle Sache. Aceton in Eimer, Beschlag hinzu, eine Nacht stehen lassen und dann mit der Drahtbürste abbürsten. Die Farbe (je nach Art)bleibt als feines Gekrümel oder wie Hautschuppen übrig und kann entsprechend entsorgt werden. Aceton verfliegt. Ist aber nicht all zu gesund.... ;0)
Das ist nicht kaputt, das ist antik.
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Noober | 29.06.11
Vergiß das besser!
Aceton ist sehr leicht entzündlich, und in Menge recht gefährlich als sehr gut fettlösendes Mittel. Die (fettreichen) Zellen im Hirn mögens z.B. nicht. Zudem werden ausgehärtete Ölfarben nur mäßig angegriffen.

Letzter Punkt: wohin entsorgen? Abfackeln, Abwasser oder Schadstoffsammlung? Nicht empfehlenswert bzw. umständlich.

Grüße

Thomas
Mut zum Holz
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Restauratio GmbH | Thomas W. Böhme | 29.06.11

Abgesehen davon, dass Thomas augenscheinlich den Unterton meines Acetonbeitrages ueberlesen haben duerfte, steht man bei JEDER Loesung des hier zur Debatte gestellten Problems letztendlich vor der Frage, wo ich den Brei entsorge.
Ausserdem ist Ammoniak (Salmiakgeist/Zellgift!) keines Wegs gesuender oder umweltfreundlicher und loest sich ebenfalls nicht in Wohlgefallen auf!
Herzliche Gruesse, Olli
Das ist nicht kaputt, das ist antik.
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Noober | 29.06.11
Farbentfernung mit Aceton
Lieber Noober,
a) Titel wären hilfreich und deshalb nett
b) Chemie war nicht Deine Stärke ...
Die Farbe ist sowieso da, und chemische Farbentferner sind prinzipiell problematisch.
Ich mag Salmiak wegen dem Gestank überhaupt nicht.
Immerhin sind Kalk, Kaliumhydroxid und Ammoniak in der Umwelt allgegenwärtig und werden relativ rasch neutralisiert, was man von abdampfenden Lösungsmitteln nicht so leichtfertig behaupten sollte. Schäden durch die extremem pH-Werte sind natürlich möglich.
Aus Ammoniak, das sich in jedem Stall aus Harnstoff bildet, wird ein Pflanzennährstoff (reagiert mit Luft-Kohlensäure zu Ammoniumcarbonat, das man als Backpulver verwenden könnte), aus Kaliumhydroxid ebenso.
Ausserdem ist Aceton in benötigter Menge deutlich teurer.
Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe! Nicht für das, was Du verstehst!
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Jens Paulsen | 29.06.11
Nun,
Salmiakgeist kann ebenso wie Natriumhydroxid in geringen Mengen im Abwasser entsorgt werden, NaOH gilt ja sogar als Rohrreiniger. Verbliebe nur der Bodensatz der Farbe, bei einigen Türbeschlägen nach den Trocknen wohl 2 Fingerhut voll Restmüll.

Unterton? Wozu schreibst Du etwas, was Du offenbar nicht meinst? Oder zu meinen glaubst? Ironie etc. geht im Getippe zudem unter, deshalb gibt es wohl auch kein Kabarett-Forum. Glücklicherweise ist die direkte Kommunikation nicht so ganz entbehrlich.

Grüße

Thomas
Mut zum Holz
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Restauratio GmbH | Thomas W. Böhme | 29.06.11

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