Fachwerk.de - Was mache ich mit der Silikatdispersionsfarbe?

Nach langem Hin und Her haben wir endlich eine Innendämmung in zwei Räumen an je einer Wand anbringen lassen. Es handelt sich um das Ambio-System von Getifix.
Gestern ging ich nun in das Farbengeschäft meines Vertrauens und ließ mich wegen der darauf zu verwendenden Wandfarbe beraten. Man riet mir zu einer Silikatfarbe und da ich schon gelesen hatte, dass die u.a. geeignet ist, wählte ich einen leicht abgetönten Farbton, der für mich gemischt wurde. Zufrieden ging ich mit meinem 15l-Eimer nach Hause.
Heute morgen entdeckte ich, dass auf dem Eimer Silikatdispersionsfarbe steht. Und die ist ja wohl nicht so diffusionsoffen wie reine Silikatfarbe? Umtauschen kann ich das teure Zeug nicht, da der Farbton für mich angerührt wurde. Kann ich die Farbe mit gutem Gefühl verwenden oder muss ich in den sauren Apfel beißen und neue Farbe kaufen? Die teuren Platten will ich mir nicht versauen.
Altbau statt Zersiedlung
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Britta | 04.02.11

Kannst du ruhig verwenden!
Es gibt Wichtigeres im Leben,als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.
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Malermeister | Thomas Lingl | 04.02.11

Hallo Britta,

Silikatdispersionsfarbe enthält bis zu 5 % Reinacrylat, was die Diffusionsoffenheit etwas vermindert. In den meisten Fällen dürfte das keinen wesentlichen Unterschied machen.
Wenn es an diesen 5% liegen sollte, dass die Diffusionsfähigkeit einer Wand soweit herabgemindert wird, dass es zu Feuchteproblemen führen sollte, wäre die Ursache an anderer Stelle zu suchen.
Ich hätte keine Bedenken bei der Verwendung

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer
Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden. (Mies van der Rohe)
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Architekturbüro Kornmayer | Christoph Kornmayer (Architekt) | 04.02.11

Vielen Dank für die hilfreichen Antworten.
Eine Nachfrage hat sich noch ergeben: Muss ich vor der s.-d.-Farbe grundieren? Ich streiche die Mineraldämmplatten und "normal" verputzte Wände ohne Altanstrich.
Altbau statt Zersiedlung
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Britta | 04.02.11
Mineraldämmplatten
Hallo Britta,
Sind denn Ihre Mineraldämmplatten nicht verputzt?
Sind es hydrophil eingestellte Platten?

Wenn Sie die unverputzt und ungrundiert mit Silikatfarbe streichen,können Sie 1/4 Std später die Pigmente mit dem Besen abkehren;-))

viele Grüße
Denkmäler schützen heißt nicht Genuß suchen,sondern Pietät üben (Georg Dehio)
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Architekturbüro | Robert Göbel (Dipl. Ing . FH) | 04.02.11

Die hydrophilen Platten sind, bis auf die Nahtstellen, noch unverputzt. Reicht eine Grundierung oder müssen sie noch verputzt werden?
Altbau statt Zersiedlung
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Britta | 04.02.11

Hallo,

ich würde das wegen der zu erwrtenden Kosten eines Verputzes mal auf einer Testfläche probieren. Grundieren für Silikatfarbe geht mit Kaliwasserglas.

Allerdings hätte ich wenigstens einen dünnen Spachtelputz aufgezogen.

Grüße
Neue Nutzungen für alte Gebäude
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Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 05.02.11

Nahezu alle ähnlichen Systeme bestehen aus den Dämmplatten, dem eigenen Kleber, einem raumseitigen Gewebe, den Systemdübeln und der systemkompatiblen Spachtelmasse. Fehlendes Gewebe kann zur Rissbildung führen.

Die Farbe kommt auf die geglättete Spachtelmasse/Putz, nicht auf die Dämmplatten.

Systemkomponenten bei Deinem gewählten System:
• Getifix ambio (Weißkalkhydrat, Siliciumdioxid)
• Getifix Spezialkleber K und Spezialkleber KS (Montage)
• Getifix Putzgewebe 070 / 165
• Getifix Spezialspachtel K (zum vollflächigen Verspachteln)
• Getifix Klimagrund (für Untergrund und raumseitige Oberfläche)
Dübel Ejotherm (Verankerungstiefe im tragfähigen Mauerwerk = 35 mm!)
• Verarbeitungsrichtlinien befolgen.

Solche Wände sollten hinsichtlich Tauwasserausfall durchgerechnet sein.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer
Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden. (Mies van der Rohe)
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Architekturbüro Kornmayer | Christoph Kornmayer (Architekt) | 07.02.11

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