Fachwerk.de - Welcher Anstrich auf alter Dispersionsfarbe in einem Gewölbekeller?

Hallo liebe Community,

ich habe einen großen Gewölbekeller (erdfeuchte Wände mit Natursteinboden), dessen Wände vor Jahren leider mal mit Dispersionsfarbe weiss gestrichen wurden - der Zustand ist inzwischen alles andere als schön, was ja eigentlich keine Überraschung ist, wenn man die Beiträge über Dispersionsfarbe in Kellerräumen liest. Ich möchte die Farbe auffrischen. Das Ergebnis muss nicht ganz perfekt sein, da der Raum eher als Keller/Weinkeller genutzt wird. Ziel ist es, Kosten und Aufwand gering zu halten.

Fragen:
- Welche Farbe soll ich nehmen???
- Welche vorbereitenden Massnahemn sind unbedingt erforderlich???

Dispersion halte ich für falsch da nicht diffusionsoffen. Silikat funktioniert auf Disersion nicht. Ich hatte an Sumpfkalk (z.B. Kreidezeit) gedacht, dazu scheint es aber hier im Forum sehr unterschiedliche Meinungen zu geben.
immer werkeln
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Populi | 26.04.11
Ich
würde die alten Farbreste erst einmal gründlich entfernen, kräftiger Wasserstrahl (Hochdruck, schwach eingestellt) dürfte im Keller weniger Schaden anrichten, aber trotzdem erst mal kleine Fläche testen, ev. Sumpfloch mit Pumpe im Lehmboden (?) einrichten.
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Olaf aus Sachsen | 26.04.11
Moin Populi,
Dispersionssilikatfarben halten durchaus auf alter Dispersionsfarbe, zumal im Keller ja auch niemand dauernd an der Wand langschubbert.

Die Diffusionseigenschaften werden davon natürlich nicht besser.

Gruss, Boris
Wer viel fragt, kriegt viel Antworten....
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Boris Webler | 27.04.11
Anstrich auf Dispersionsfarbe
Hallo Populi ...
wenn ich auch jetzt ein wenig Eigenwerbung mache - man möge
es mir hier verzeihen - aber ich würde die Gekkkosolfarbe von
Kreidezeit empfehlen. Sowohl die Farbe, als auch die Gekkkosol-Putze sind speziell geeignet für einen neuen
Aufbau auf Dispersion.

LG Christine
... und Mensch & Material können aufatmen
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Leinöl natürlich | Christine Siebert | 27.04.11
Leinöl ist gut; aber doch nicht im Keller!
Aufgrund der Feuchtebelastung sollte tatsächlich die alte Farbe abgestrahlt werden, und dann Kalk.

Ölfarben sind an dieser Stelle falsch, nicht zuletzt deshalb, weil sie den Feuchtetransport zwar nicht verhindern, aber doch stark einschränken. Warum wohl hält sich die Anzahl der historisch mit Ölfarbe gestrichenen Kellerwände in äußerst überschaubaren Grenzen?

Grüße

Thomas
Mut zum Holz
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Restauratio GmbH | Thomas W. Böhme | 28.04.11
Dispersionsfarbe
Na, das war klar, dass da wieder ein Kommentar von Dir kommt. Hallo Thomas ...
Ich glaube, wenn Du meinen Namen liest, denkst Du auch
nur an Leinöl...da liegst Du aber in diesem Fall falsch ...
ich redete von Gekkkosol ... das ist ein Putz bzw. auch
eine Farbe auf Silikatbasis, d.h. Inhaltsstoffe sind
Wasserglas, Silizimminerale, Kreide, Talkum, Wasser, Soda,
Zellulose, Titandioxid etc.
Aber schön, wieder von Dir zu hören ... LG Christine
... und Mensch & Material können aufatmen
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Leinöl natürlich | Christine Siebert | 28.04.11
Das hab'ich...
...vor dem Morgenkaffee tatsächlich verwechselt. Ist sowas wie ein Pawlowscher Reflex: Christine = Leinöl.

Trotzdem sollte for einem Farbauftrag die alte Farbe runter. Ob Gekkosol da trotz Zelluloseanteil funktioniert, kann ich nicht einschätzen; traditionell bewährt ist Kalkfarbe, mehrfach sehr dünn aufgetragen. Dann ist es auch hinreichend abriebfest.

Grüße

Thomas
Mut zum Holz
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Restauratio GmbH | Thomas W. Böhme | 28.04.11
Lieber Thomas ...
ist schon ok ... lass Dir den Morgenkaffee schmecken,
ich trinke grad meinen zweiten.

LG Christine
... und Mensch & Material können aufatmen
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Leinöl natürlich | Christine Siebert | 28.04.11

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