Fachwerk.de - Fachwerke in ÖSTERREICH

guten tag,

ich bin studentin an der fh campus wien für bauingenieurwesen-baumanagement und bereite mich derzeit auf meine Diplomarbeit vor, thema "fachwerke". fachwerke sind in österreich leider schwer zu finden, ich habe bis jetzt erst 2 ausfindig machen können... deswegen hier in diesem forum meine frage: kennt vielleicht jemand von ihnen fachwerke in österreich??? für hilfe wäre ich sehr dankbar, liebe grüße,
andrea pacher


andrea | 03.02.08
Suchen Sie mal unter freilichtmuseen
Hallo,
Als Deutscher sind mir Fachwerkstädte aus ihrem Ländle nicht so geläufig, deshalb googelte ich unter Freilichtmuseum Österreich(Wikipedia Europa Freilichtmuseum)
Gru
metallfreies Fachwerk ist wahres Handwerk
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Marc Hohnsbehn | 03.02.08
Fachwerke in Österreich?
Hallo Andrea,

Fachwerke in Österreich? Das gibt es so gut wie gar nicht. Wenn, dann ist in Ostösterreich alemannisches Fachwerk vorzufinden, beispielsweise im Vorarlberg. Das alemannische Fachwerk galt schon früher als relativ instabil und der Bau wurde in manchen Regionen ab dem 16. Jhdt. verboten.

Einige Bauten gibt es in Dornbirn und vorallem in der Bregenzer Oberstadt, z. B. das Alte Rathaus oder über dem Deuringschössle.

Gruß aus Wiesbaden & viel Erfolg bei der Suche,

Christoph Kornmayer
Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden. (Mies van der Rohe)
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Architekturbüro Kornmayer | Christoph Kornmayer | 04.02.08
Wir haben
vor drei Jahren in Buchkirchen, bei Wels, ein Fachwerkhaus errichtet. Sollten Sie mehr Infos wünschen, bin ich unter
49 (0)33055 - 71801 oder über www.landhausbauten.de zu erreichen. Schöne Grüße aus dem sonnigen Kremmen
NEU BAUEN - TRADITION BEWAHREN
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INNOVATIONSBÜRO Dipl.-Ing. Ingolf Christianus | Ingolf Christianus | 06.02.08
Alemannisch=relativ instabil ?
Hallo,Herr Kornmayer
worauf stützt ihre Annahme?
von Hermann Phleps (Alemannische Holzbaukunst)hab ich solch aussage nicht erlesen können .
Gru
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Marc Hohnsbehn | 06.02.08
Danke bis jetzt - neue Frage:
Guten Tag,

danke für Ihre Antworten und Hinweise. Nach unzähligen Stunden habe ich mittlerweile ca. 60 historische Fachwerksbauten aus Holz in Österreich ausfindig machen können, wobei zu 90% das Fachwerk nur im obersten Geschoss zu finden ist. Auch wenn ich nun sicherlich nicht alle Bauten gefunden habe - viel haben wir echt nicht :-)

Ich hätte nun eine andere Frage, schreibe diese aber vorsichtshalber auch noch in einen eigenen Thread:

Wissen Sie wo ich mir Informationen beschaffen kann, WIEVIELE historische Fachwerksbauten es in Deutschland/Frankreich/England etc. gibt? Sind das Daten, die irgendwie irgendwann mal erfaßt wurden? Gibt es grobe Schätzungen darüber? Bis jetzt konnte ich nichts finden, vielleicht haben Sie Rat.

Vielen Dank im Voraus,
Andrea Pacher


Andrea Pacher | 28.02.08
alemannisches vs. fränkisches Fachwerk
Hallo Herr Hohnsbehn,

mal verkürzt dargestellt: Im deutschsprachigen Südwesten war zu Anfang des 16. Jahrhunderts verblattetes, also nicht verzapftes Fachwerk die Regel. Verblattung bedeutet, dass Ständer und Streben jeweils so tief eingeschnitten wurden, dass sie in einer Ebene lagen. Diese somit hälftige Schwächung des Holzes führte auf Dauer zu einem schnelleren Durchfaulen und was noch schlimmer war, zu einer schnelleren Schwächung im Brandfall.

Diese "oberdeutsch" und „alemannisch“ benannte Konstruktionsart wurde in Württemberg durch die 1. herzogliche Bauordnung von 1568 verboten.

Es setzte sich auf Dauer die fränkische Zapfart mit Innen liegendem Zapfen durch, die sich als stabiler erwies, da der Zapfen geschützter lag als das freiliegende Blatt.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer
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Architekturbüro Kornmayer | Christoph Kornmayer | 28.02.08

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