Fachwerk-Gartenhaus auf Sandstein-Fundament

Hallo!

Wir sind gerade dabei ein Gartenhaus zu errichten.

Dazu haben wir eine Beton-Bodenplatte gegossen und als Fundament eine Reihe Sandsteine (40x20x20, Bruchsteine mit gesägten Lagerfugen) gemauert. Hierzu haben wir Trasskalk verwendet und in die Fuge eine Bitumenbahn eingearbeitet.

Darauf soll nun der Fachwerkaufbau gesetzt werden.

Meine Frage wäre, ob nun zwischen Sandstein und Balken nochmals eine Feuchtigkeitssperre gelegt werden muss oder reicht es durch Gummilager einfach einen Luftspalt zu bilden?

Vorab vielen Dank für eure Ratschläge.

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| 09.03.17

Gartenlaube


Wie hoch ist der gemauerte Sockel, bezogen auf die Oberfläche Gelände?
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 09.03.17

Pflaster


Um die Bodenplatte, bzw. den Sockel befindet sich Pflasterfläche.

Pflaster-Oberkante liegt größtenteils über der Fuge (ca. 1-6 cm gefälleabhängig), Pflaster hat vom Sockel weg abfallendes Gefälle, aber der Fugensand steht am Stein

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| 09.03.17

Gartenlaube


Noch mal:
Wie hoch liegt die Oberkante des Sockelmauerwerkes (das ist das Sandstein-Zeugs) über der Geländeoberfläche, hier das Pflaster?
Die Bodenplatte, also das Fundament, interessiert nicht.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 09.03.17

Gartenlaube


Sorry habe die Frage missverstanden.

Es handelt sich nur um eine Reihe Sandsteine (20cm hoch), diese stehen ca. 15-20 cm über die Pflasterfläche hinaus.

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| 09.03.17

Gartenlaube


Dann haben diese Steine herzlich wenig mit einem Sockel zu tun. Ein Sockel aus frostsicherem, kapillar nicht leitfähigem Material soll dafür sorgen das die Grundschwelle eines Fachwerkgebäudes außerhalb des Spritzwasserbereiches liegt, das sind mindestens 30 Zentimeter. Das wären bei Ihnen 2 Steinschichten.
Wenn Sie bei einer Steinreihe bleiben dann sorgen Sie für einen ausreichenden Dachüberstand.
Eine weitere waagerechte Abdichtung auf dem Sockel wäre kontraproduktiv, sie sorgt nur dafür das Wasser darauf stehenbleibt und so die Schwelle von unten befeuchtet.
Setzen Sie Hartholzplättchen o.ä. unter die Stabknoten (das ist da wo die senkrechten Stiele bzw. Pfosten und die schrägen Bügen in die Grundschwelle eingezapft sind). Damit haben Sie auch einen Höhenausgleich zum Ausrichten der Schwelle. Die Grundschwelle sollte außen leicht überstehen.

Vergessen Sie nicht die Schwelle und damit das Fachwerk mit der Fundamentplatte als Sicherheit gegen Verschieben zu verankern. Das sollte auf jeden Fall an der Tür geschehen falls die Schwelle hier unterbrochen wird. Das Sockelmauerwerk taugt dafür nicht, es steht auf einer Trennlage (Schweißbahn).
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 09.03.17

Gartenlaube


Vielen Dank für die Ausführung und die Hinweise, auch v.a. das mit dem Verankern.

Sie haben Recht, es stellt nicht den typischen Sockel dar.

Primär dient diese Steinreihe zum Erhöhen des Bauwerks, da eine Dachfläche als Vordach verlängert werden soll und so eine ausreichende Vordachhöhe gesichert wird. Das Fachwerkgerüst wurde so fertig gekauft (hat sich jemand vom Zimmermann abbinden lassen aber letztlich nie aufgestellt).

Habe vergessen zu erwähnen (bzw. dachte nicht dass dies relevant sein könnte), dass das Fachwerk außen verschalt wird (Sichtschalung + Dampfsperre + 30mm Styrodur + Baufolie + Lärchen-Deckel-Stülpschalung). Die Lärchenschalung mit Tropfkante wird über den Sockel hinausragen.

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| 09.03.17

Ausfachung


Womit sollen die Gefache gefüllt werden? Ist eine Dämmung für ein Gartenhaus, das ja i.d.R. nur in der Saison genutzt wird nötig?
Leben ist das was passiert, während Du eifrig dabei bist andere Pläne zu machen. (J. Lennon)
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| 09.03.17

Besser leben durch Chemie ?


Was soll das Styrodur mit zwei Folien ?

Das Gartenhaus wird ja wohl nicht dauernd beheizt, da kann man sich m.E. die Folien sparen. Statt XPS würde ich hier an 35 mm Holzweichfaserplatten mit Nut und Feder denken.

Also:

innen sichtbares Fachwerk
innere Schalung als Verkleidung
Holzweichfaser zur Dämmung
Traglattung / Hinterlüftung
äussere Schalung
Ich habe einen einfachen Geschmack - ich bin mit dem möglichen zufrieden. (frei nach Oscar Wilde)
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| 09.03.17


Gefache werden nicht gefüllt.
Isolierung ist wohl nicht unbedingt nötig, aber die Nutzungsdauer lässt sich so relativ einfach erweitern (Übergangszeiten).

@yogumon: erst vollflächig die Isolierung und darauf die Lattung oder könnte die Isolierung in die Lattenzwischräume eingebracht werden? Wieviel Hinterlüftung wäre das Mindeste?

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| 09.03.17

Gefache


Und warum nicht einfach die Gefache ausmauern, innen Verputzen und außen Unterkonstruktion mit Schalung oder bei ausreichendem Dachüberstand Fachwerk sichtig lassen, spart alle Folien und Bremsen, Styropor und Gebastel - und sieht ordentlich aus.
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| 09.03.17


Natürlich macht ein ausgemauertes Fachwerk etwas her - keine Frage.

Aber irgendwie scheue ich diesen Aufwand.

Welcher Stein könnte verwendet werden? Ytong?
Müssen an den Balken zur "Halterung" solche Dreiecksleisten angebracht werden?

Ein Punkt, der für die Holzvariante sprach: sowohl Fichten- als auch Lärchenbretter aus dem eigenen Wald sind vorhanden. Hobelmaschine ebenfalls. Regionale Produktion und so... ;-)

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| 09.03.17

Wandfläche


Um wieviel qm Wandfläche geht es denn? Soll im Gartenhaus geduscht werden? Küche? Wenn Holz in Hülle und Fülle vorhanden sind,ist folgender Aufbau möglich ( von innen nach außen): Holzverkleidung-Fachwerk mit Ausfachung aus flexibler Holzfasermatte auf Balkentiefe-Unterdeckbahn-hinterlüftete Vorhangschale aus Lärche. Alles hohlraumfrei verlegen.
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| 09.03.17

Hinterlüftung


Die 35 mm Holzweichfaserplatten an die ich dachte (Pavatex Isolair oder ähnlich) sind ziemlich stabil, als Unterdach sogar bedingt begehbar. Sie können also vollflächig verlegt werden, Latten für die Hinterlüftung darauf. Der Dämmwert ist natürlich nicht so gut wie bei XPS, aber hier geht es ja wohl eher um Winddichtung und eine minimale Grunddämmung für die Behaglichkeit.

Die nötige Hinterlüftung hängt von der Grösse und der Art der Schalung ab - aber einfache 24x48 oder 30x50 Dachlatten sollten für diesen Zweck reichen.

In den Gefachen könnte man natürlich auch dämmen, aber ich vermute hier ist eine sichtbare Holzkonstruktion gewünscht.
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| 10.03.17

Schalung


Korrekt - die Gefache sollen sichtbar bleiben.

Werde es wohl wie von yogumon beschrieben umsetzen.

Danke!

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| 10.03.17

Gartenhaus-Bilder aus der Bilddatenbank: