Estrich oder kein Estrich

... bzw. Anhydritestrich?

In unserem Hause (Bj. 1907) gibt es einen Anbau. Der Anbau ist von (wahrscheinlich) unmittelbar nach dem Krieg in den End40ern oder 50ern. Aber genauer kann es uns keiner sagen. Der Oberboden des EG ist m.E. ein Verbundestrich - mit sehr feiner, dunkelgrauer, fast anthrazitfarbener Oberfläche. Da diese Oberfläche aber durch Öffnungen die nachträglich eingeschlagen und mit Zementestrich verschlossen wurden und im Übrigen mit Kleber und Farbresten versaut ist, möchte ich Ihn wieder herrichten.

Jetzt die Frage: Ist es wahrscheinlich, dass hier (am Niederrhein) in den 50ern Anhydritestrich verwendet wurde, oder gibt es dazu noch eine Alternative?

Einen fröhlichen Gruß ins Rund

raimund
aus alt mach NICHT neu
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| 25.08.10

zur


Klarstellung: Verbundestrich wird unmittelbar auf den Untergrund als "Mörtel" augebracht und darf sich nicht lösen. Die beschriebene Farbe deutet aber auf Zementestrich hin, Anhydrit kenne ich eher gelblich und ist weich. Zementetrich ähnelt eher Beton und ist relativ kratzfest.
Wobei vor Jahrzenten noch mehr Zementsorten im Angebot waren als man heute im Handel Kaufen kann. Das könnte farbliche Unterschiede beim Zementestrich erklären.
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 25.08.10


Hallo,

so ist es, habe selber gerade ziemlich rätselhafte Zementestriche, ungerissen, mit extrem dünner Schicht. Baujahr: 1935. Dmals gab es noch andere Mischungen, wahrscheinlich mit gewissem Kalkanteil.

Grüße vom Niederrehin
Neue Nutzungen für alte Gebäude
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Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | | 26.08.10

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