Deckenaufbau

Hallo beisammen,
wir haben gerade an unserem vor kurzem gekauften Altbau(Jahrhundertwende)im Erdgeschoß in einem Raum den Dielenboden entfernt, der teilweise im Außenwandbereich etwas angefault war und roch. Der Grund war ein defekter Fenstersims der über Jahre nicht repariert wurde. Auch die Trägerbalken(Eiche) waren teilweise angefault und liegen in einem Schlackenbett, das über einem Kellergewölbe aus Sandstein liegt. Jetzt wollen wir einen Leicht-Estrich das ist eine Mischung aus Styropor, Styrodur als Dämmung und Niveauausgleich und darüber einen 5cm Normalestrich einbringen. Hat jemand im Forum schon Erfahrungen zu dieser Maßnahme gemacht oder eine Meinung dazu? Ich habe hier im Archiv schon gestöbert, aber diesen speziellen Fall noch nicht gefunden.

Vielen Dank Reinhard K.


Reinhard Kohn | 25.08.04


moin,
mein Betonwerk meinte, dass das normale und auch das Trittschall-Styropor für einen normalen Estrich nicht tragfähig genug sei,
man solle lieber Hartschaumplatten nehmen, z.b. Jackodur.

ersma,
Heuerlingshaus renovieren
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| 26.08.04

Tragfähigkeit Styropor


Bei vielen Fußbodenaufbauten mit Estrich wird Styropor sprich Polystyrol als Dämmstoff eingesetzt und ist als Plattenware in der Trittschallausführung auch tragfägig genug. Das die Dämmung etwas nachgibt und sich setzt ist normal und kommt bei vielen Dämmstoffen mehr oder weniger stark vor.
So wie ich das verstehe ist Leichtestrich zementgebundenes Dämmmaterial, das als Ortbeton aufgebracht wird und als Untergrund/Niveauausgleich eingesetzt wird. Die Lieferanten/Hersteller sollten Datenblätter zu den Eigenschaften zur Verfügung stellen können.
Ich empfehle aber zusätzlich unbedingt das Gewölbe statisch überprüfen zu lassen, da mit dem neuen Fußbodenaufbau einiges an Mehrgewicht kommt.
Schöne Grüsse aus Franken.
... sinnvoll sanieren ...
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Ingenieurbüro Leyh | | 26.08.04

Dämmung


Guten Morgen,

@Andreas Hagen: Jackodur eignet sich prima zum Modellbau aber wegen seiner Steifigkeit nicht für den Schallschutz. Um den optimalen Trittschallschutz zu erhalten, sollte man in Abhängigkeit vom gewählten Estrich (nass oder trocken) und dessen Masse die Zwischenlage (Dämmung) aussuchen. Wenn Sie mir den Estrich angeben, sage ich Ihnen gerne, welche Dämmung geeignet ist.

Auch ich habe gegen Leichtbetone, die unter verschiedenen Markennamen angeboten werden, keine Bedenken. Wenn es damit gelingt, eine Rohdichte von unter 0,4 zu erreichen, dann ist möglicherweise gegenüber der Schüttung sogar eine Entlastung zu verzeichnen. Sie können bei manchen Herstellern auch selber durch verschiedene Mischungen die Eigenschaften beeinflussen. Ganz wichtig war hier der Hinweis auf die Produktdatenblätter.

Viel Erfolg
Neue Nutzungen für alte Gebäude
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Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | | 27.08.04

Dämmung-Bilder aus der Bilddatenbank: