Fachwerk.de - Wasser zwischen Bodenpaltte und Estrich

Hallo, ich habe erst komplett neu gebaut (Wiederaufbau nach Brandschaden). Jetzt hat der Wassermonteur einen Fehler gemacht und das Wasser ist 7 Tage innerlich im Ziegel unter den Estrich gelaufen. Das heißt, die komplette EG Wohnung mit über 100 m²steht zwischen Bodenplatte und dem Fließestich unter Wasser. Eine Fließe haben wir im Haus entfernt, den Estrich aufgehaunen und dann die Isolierung (Styropor und Jackodur)entnommen. Dann stand das Wasser 8 mm hoch unter dem Estrich. Heute war eine Gebäudetrocknungsfirma im Hause. Der Herr hat gesagt, dies ist kein Problem es Trocken zu bringen, indem man ein paar Fließen entfernt, bzw. den Laminatboden am Rand entnimmt und dies dann Trocknet. NUN MEINE FRAGE: Kann es sein das wirklich trochen wird, wenn man auf über 100 m², verteilt auf 5 Räumen und Flur nur einige Löcher bohrt und austrochnet, oder ist es am Ende ratsam den ganzen Boden nochmal zu entfernen ? P.S. Wir sind gerade mal eine Woche eingezogen und hätten nur noch 2m Sockelleichten anbringen müssen, dann wär das Haus fertig gewesen !!! DANKE für Antworten


Pankraz | 25.06.07
Wasser zwischen Bodenplatte und Estrich
Ich hatte vor einigen Monaten einen ähnlichen Fall in einem WU- Keller.
Die Trocknung im Zeitraum von mehreren Wochen hat nicht funktioniert.
Der Fußboden (Dämmung, Estrich) musste bis auf die Bodenplatte ausgebaut und nach Trocknung neu aufgebaut werden.
Die Nässe betrifft nicht nur den Fußboden, auch die Wände beginnen sich mit Wasser vollzusaugen.
Lassen Sie sich auf keine Experimente ein und bestehen Sie auf Auswechseln des Fußbodenaufbaues!

Viele Grüße
Georg Böttcher
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | Georg Böttcher | 26.06.07
Estrich abgesoffen
Es muß noch nicht alles verloren sein. Beim Trocknen kommt es auf den richtigen Überdruck (200 - 300 mbar), die Temperatur (20 bis 22 Grad) und die Feuchtigkeit der eingeblasenen Trockenluft an. Ein professioneller Prozeßlufttrockner sollte selbstverständlich sein.
Wenn ein Keller drunter sein sollte: Gut so, dann kann man minimalintensiv, mit 20 mm Bohrlöchern, die Trockenluft gezielt einblasen. Mauern haben eine Isolierung (sollte jedenfalls dasein), schlimmstenffalls kann die eine Schicht austrocknen.
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Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | Dietmar Beckmann | 26.06.07

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