Erfahrungsberichte, Lehmbausteinen, ernstgemeinten

Hallo,

wir überlegen, ein neues Fachwerkhaus bauen zu lassen.
Dabei geht es uns sehr ums gesunde Wohnen.
Aktuell wäre da wichtig, ob sich innen nicht mit Lehmbausteinen auch die Frage der Dämmung (auch für EnEv 2016) befriedigend klären ließe.
Wenn ja, sind die Kosten höher, als zB mit Poroton oder Rigips/Mineralwolle.

Vielen Daank im Voraus für alle ernstgemeinten Tipps, Erfahrungsberichte und Angebote.


Berger | 19.11.15

Fachwerkneubau


Nein.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 19.11.15

Wohngesundheit


ist keine Frage des Baustils. Heute ein FWH neu zu bauen ist nicht zeitgemäß und konstruktiv (Schlagregendichtigkeit) nicht mit nachvollziehbarem Aufwand zu realisieren. Lehmbausteine sind in Punkto Wärmedämmung wirklich nicht die erste Wahl; die EneV-Anforderungen sind ohne massive, zusätzliche Gebäudedämmung nicht einzuhalten.

Ja, ein FW-Neubau wird deutlich teurer sein als ein Massivbau.
... den Dingen auf den Grund gehen ...
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pickartz architektur | | 19.11.15

Fachwerkbauten neu - also nicht ratsam?


Vielen Dank für die Hinweise!

Es werden doch aber neue Fachwerkhäuser gebaut, zum Beispiel von "DLK" oder "von Elling".
Sind auch die also nicht rentabel?

Und "wolkensteiner" bieten direkt Lehmbauten an.
Ist auch davon eher abzuraten, wenn es (auch) um Kosten/Nutzen überlegungen geht?

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| 19.11.15

Fachwerk Neubau


Meint ihr ein traditionell gebautes Fachwerkhaus?

Geht es euch dabei mehr um die Gestaltung mit außen sichtbaren Fachwerkbalken zur Gliederung der Fassaden?

Oder geht es primär um die Verwendung schadstoffreier,ökologischer Baustoffe?

Wenn vieles selber gemacht wird können ökologische Bauweisen/Dämmungen auch günstiger sein als wenn Firmen konventionelle Baustoffe verwenden.

Primär wird aber die Konstruktion, Raumaufteilung, Gestaltung die Kosten beeinflussen-
dh ein konventionell, kompliziert gebautes Haus mit vielen kleinen Räumen wird teurer sein als eins mit einfacher Baukonstruktion mit wenigen größeren Räumen und offenem Grundriß aber ökologischen Baustoffen.

Ihr müßtet mehr zu euren Vorstellungen und Wünschen mitteilen.

Andreas Teich

Wer


gesund wohnen möchte sollte mehr auf die Baustoffauswahl achten als auf die Baukonstruktion. Der moderne Holzbau ist der Holzständerbau.

Das Fachwerkhaus ist aufwendig in der Konstruktion, der Fehlerhäufigkeit ist hoch.

Nein mit Lehmbausteinen läßt sich die Frage der EnEv nicht richtig klären dafür ist das Material zu schwer.

Wobei es viele Gründe gibt Lehm in den gesunden Innenausbau zu integrieren.

Grüße
Spezialisten für Lehmbaustoffe, Dämmstofftechnik Wandheizungen und Naturfarben
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Meurer NATÜRLICHES BAUEN GmbH | | 19.11.15

was


soll an einem Ziegelbau ungesund sein ?
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
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| 19.11.15

Ziegel ist nicht alles, oder?


http://www.tuv.com/de/deutschland/gk/bauen_immobilien/bauen_baustoffe/schadstoffarmes_bauen/schadstoffarmes_bauen.html


H. B. | 19.11.15

Schadstoffarme Bauprodukte


Welche zugelassenen Bauprodukte sind denn besonders schadstoffbelastet und in welcher Weise?
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 20.11.15

Ziegel Skandal


Moin,
ist das eigentlich bekannt hier:
http://hessenschau.de/wirtschaft/neuer-woolrec-skandal-millionen-belastete-ziegelsteine-in-wohnhaeusern,woolrec-ziegel-100.html
und das:
http://www.hogn.de/2015/07/28/1-da-hogn-geht-um/nachrichten-in-freyung-grafenau/woolit-woolrec-grafenau-knauf-amf-umweltskandal/70692
und das:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/schrott-beton-besondere-mischung-1.197092
Man will gar nicht wissen, welcher Sondermüll so alles reingekippt wird!


Methusalem | 20.11.15

das


jemand von Haus aus unbedenkliche Baustoffe mit "Abfall" verseucht - das kann überall passieren. Im Normalfall sind aber Ziegel unbedenklich, zumal diese ja verputzt werden. Jahrtausende hat der Ziegelbau den Menschen gute Wohnhäuser geliefert. Ich frage bei solchen Diskussionen immer, wer von Euch ein Auto ohne schädliche Kunststoffe, Öl und Benzin fährt und ob Ihr Eure Arbeistelle, an denen man oft ebensolange aufhält wie in der eigenen Wohnung, nach möglichen Schadstoffquellen untersucht. Man soll seinen Hausbau durchaus ökologisch gestalten, aber es gibt nicht mehr genug Höhlen und Holz für alle 6o Mio Deutsche plus deren Gäste - wir würden in anderen Ländern deren Natur zerstören um selber ökologisch wohnen zu können. Der Ziegel, Sand, Kalk sind mit Sicherheit geeeigente Baustoffe, um ein stabiles Haus energetisch sinnvoll und preislich akzeptabel zu errichten. Meine Meinung !
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
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| 20.11.15

Baustoffqualität


Ich hatte um Auskunft über die Liste erbeten die Sie in Ihrem ersten Link angegeben haben.
Leider bekomme ich dazu keine Informationen. Kann es sein das Sie die Liste überhaupt nicht kennen bzw. gelesen haben?
Ich verstehe nicht was immer wieder auftretende Skandale, verursacht durch Gier, Dummheit oder andere kriminelle Machenschaften einzelner mit der Bauregelliste zu tun haben. Nemathoden im Fisch, Gammelfleischskandale, Nudelskandal, Pferdefleisch in der Pizza, Ekelküchen in Restaurants- deshalb essen Sie trotzdem weiter gekaufte Lebensmittel und gehen ins Restaurant.
Einzelfälle kann man nicht mit dem von Ihnen suggerierten Anspruch gleichstellen, alle modernen Baustoffe seien ungesund und nur Lehm, Kalk o.ä. sei frei von Schadstoffen oder Skandalen.
Im Lehm findet man auch giftige Schwermetalle und radioaktive Elemente, sogar ohne Giftmischer bei den Lehmverarbeitern.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 20.11.15

Versteh mich nicht falsch


Ich bin auch ein Ziegelfreund. Um so mehr geschockt über diesen Skandal. 2 der besagten Firmen sind sozusagen direkt vor meiner Haustür.


Methusalem | 20.11.15

Ich meinte Olaf


Aber Herr Böttcher war schneller


Methusalem | 20.11.15

Material


Man sollte solche Pressemeldungen immer relativieren.
Das mit dem Betonhersteller hat z.B. nichts mit gesundem Wohnen (was immer das auch sei) zu tun. Da wurden auch keine Schadstoffe in den Beton gemischt sondern, laut Artikel, Rezepturen verändert um höherwertigen (und teuren) Zement zu sparen.
Ob das so oder zum Teil der Wahrheit entspricht geht auch nicht aus dem Artikel hervor.
Analogkäse oder Formfleischschinken auf der Pizza ist nicht schädlich, nur billiger.
Veganer wiederum zahlen eine Menge Geld für diesen Analogkäse den andere für billigen Schund ansehen. Alles eine Frage des Standpunktes.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 20.11.15

Marktlücke Ökobeton "Ö-ton"


Zitat Süddeutsche: "Anstelle von hochwertigem Zement sei billiges Kalksteinmehl beigemengt worden."
Wenn der Betonwerkunternehmer pfiffig gewesen wäre, hätte er seinen Minderwertigen Beton einfach Ökobeton getauft. Weniger Zement = weniger Schadstoffe.
Vorsicht (Real-)Satire!! So läufts aber!!!


Methusalem | 20.11.15

Überprüfte Baustoffe - Sicherheit durch den TÜV Rheinland


Um den Skandalen entgegenzuwirken, kann es doch durchaus sinnvoll sein, rechtssicher(!) abklären zu lassen, dass mit den Baustoffen alles seine Ordnung hat.
https://www.tuv.com/media/germany/10_industrialservices/downloads_teu/Kriterienkatalog_Schadstoffgeprueft_TUV-Rheinland.pdf
http://www.tuv.com/media/germany/10_industrialservices/downloadsi05/Baubegleitendes_Qualitaetscontrolling.pdf
http://www.sentinel-haus.eu/fileadmin/shi/Technik/Gesundheitspaesse/130214_Kriterien_Gesundheitspass.pdf


Gibt es hier im Forum dazu entsprechende Erfahrungen und fundierte Meinungen?!

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| 20.11.15

Bauüberwachung


Das sind privatrechtlich arbeitende Firmen, genau wie der Betonhersteller oder die Abfallbeseitiger in den Skandalen. Sie haben die selben Beweggründe: Geld verdienen und nicht die Menschheit retten. Sie sind damit also auch nicht vor Fehlern und Fehlentscheidungen geschützt.
Das was Sie verlinkt haben sind Werbeprospekte. So sollten Sie die auch lesen.
Unsere Welt kann einfach nicht bis ins letzte Detail absolute Sicherheit bieten, das geht nur bis zu einem gewissen Grad. Für den Rest ist man selbst verantwortlich.
Früher hieß das mal "mündiger Bürger" und heute wohl "verlinkter Bürger".
Noch was zur Frage der Baumaterialien:
Der TüV hat damit nichts zu tun, es gibt dafür gesetztliche Regelungen. Das beginnt mit dem § 3 Abs. 3 S. 2 der Musterbauordnung (MBO), der Bauproduktenverordnung (BauPVO) und daraus ableitend die Bauregellisten A, B und C. Weiterhin gibt es noch allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen (ABZ) allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnisse und Zustimmungen im Einzelfall (ZiE) für nicht geregelte Bauprodukte. Auf die anderen Richtlinien wie die VOC- Richtlinie will ich erst gar nicht eingehen. Verantwortlich für die Führung der Bauregellisten ist das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt), nicht der TüV. Um als Bauprodukt in Deutschland zugelassen zu werden müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden; dazu gehören auch Umweltstandards.
Zum Schluß noch ein Hinweis: Wenn Sie wissen wollen wie gefährlich ein Bauprodukt ist und was da alles drin ist können Sie in das Sicherheitsdatenblatt und die Produktbeschreibung bzw. Deklaration hineinschauen. Wenn Sie dann noch die Anwendungsrichtlinien lesen wissen Sie auch wofür das Produkt eingesetzt werden soll.
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 20.11.15