ENEV 2014/2016 bei Fachwerksneubau

Hallo,

habe zwar einen Theard hierüber gefunden aber der benatwortet mein eigentliche simple Frage nicht:

Muss ich beim Neubau die Anfordeungen an den U-Wert einzelner Gebäudeteile einhalten oder ist nur der Transmissionswärmeverlusts des gesamten Gebäudes entscheidend?

Hintergrund ist, dass ich mir schwer eine Innendämmung vorstellen kann, die einen U-Wert von 0,024 erreicht und keine Problem mit sich bringt.

Der Geplante Aufbau ist hier zufinden (Putz, Wandheizung etc nicht berücksichtigt):

https://www.u-wert.net/cad/?pid=-1&c=2&M0=774&d0=11.5&M1=25160&d1=10&M2=47934&d2=23&M3=35&d3=23&y3=0&w3=20&R3=80&bt=4&unorm=enev14alt&T_i=20&RH_i=50&Te=-5&RH_e=80&outside=0&name=Fachwerk

Danke und Grüße

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 28.12.16

wandheizung


ist denn eine Wandflächenheizung geplant?
ich persönlich würde auf jeden fall auf der Innenseite der Eichenbalken ,Aussenmauerebene(raumseitig) eine Lehmschicht aufputzen um eventuell auftretendes Kondenswasser vom Holz fernzuhalten.

wenn man dann noch die Dämmung doppelt so dick macht,passt das auch mit der Enev...

ob man allerdings Innen eine Zweite Mauerschale Braucht als "verlorene Schalung oder ob nicht eine Konstruktion aus Lehmbauplatten oder Schilfrohr (70)Stängelig ausreicht müsste man mal durchrechnen aber U.wert.net kennt kein Schilfrohr als Putzträger/verlorene Schalung.

so würde man Zumindest etwas an Wandstärke wieder Verringern .
greets Flakes..
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| 28.12.16

Neubau


Solche Wandaufbauten gibt es natürlich, auch bei Neubau- Fachwerk.
Was Sie sich da ausgedacht haben kann ich mit dem Link nicht herauskriegen.
Das ist eben die Kunst und das Fachwissen eines Planers Bauteile zu entwerfen und aus denen Gebäude zu konstruieren die Ihren Zweck und die Anforderungen daraus erfüllen.
Versuchen Sie es mit einer Beschreibung des Schichtaufbaues der Außenwand und mit einer Begründung warum Sie den Schichtaufbau so gewählt haben. Vielleicht kommen wir dann weiter.
Ein Tipp dazu: Halten Sie sich an das Prinzip "KISS" (keep it simpel, stupid!)
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 28.12.16


Hallo,

danke fuer die Rückmeldung.

Folgender Aufbau ist geplant (innen -> aussen):

- Lehmputz - 30mm mit Wandheizung
- Leichtlehmsteine 700kg/m3 - 115mm
- Hanf-Leichtlehmschuettung 300kg/m3- 100mm
- Eichenfachwerk. Gefachte aus Lehmstein oder Strohlehm, So dämmend wie durch Schlagregen etc möglich ist.

Je nach Art der Gefachfuellung U Wert von 0,34 - 0,46 je nach Gefachausfuellung.

Aufbau möglichst Diffusionsoffen und kapillar.

Wurde mir so von einen Fachhändler fuer Lehmbaustoffe (http://www.naturbauhof.de/lad_lehm_daemm.php) empfohlen und entspricht den Vorgaben des Herstellers. dicker Daemmschicht oder z.B. zusätzliche Holzfaserplatten seien nicht ratsam, da die kapillaren Wirkung und Diffusionsoffenheit damit ggf zu weit reduziert wird.

Laut U-Wert Rechner nimmt zwar die Taufeuchtigkeit bei dickerer Hanf-Leichtlehmschuettung ab, aber das kann ich nicht so richtig glauben.

Werde das selbstverständlich mit Architekten, (Fachleuten) etc abstimmen, habe aber gerne zusätzlich eine unabhängig Praxiserfahrung.

Gruesse

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| 28.12.16

das Gewicht


ist etwas Höher.
bei etwa 420-450kg/cbm trocken.
und bei Strohlehm und Holzhackschnitzellehm funktionieren solche aufbauten ja auch in puncto Dampfdiffusion ,und da sind die Wandstärken meißt noch grösser..
zusätzlich Holzweichfaserplatten würd ich auch nicht empfehlen, wenn schon dann im System bleiben.
greets Flakes
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| 28.12.16

Daemmschuettung ??


Meinst du die Hanf-Leichtlehmfuellung? Die hat zwischen 200-300kg/m3 ->http://www.naturbauhof.de/lad_daemm_hanf_leichtlehm.php

Oder auch LLS 200. Soll durch das leichte verdichten, welches im vertikalen Aufbau notwendig ist, um absacken zu verhindern dann auf eher 300kg/m3 steigen.

Welche Dicken sind in sollen Daemmsystemen nach Erfahrung machbar?

Und ws ist mit der EnEv 2016 Konformität???

Gruesse

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| 28.12.16

Fachwerkneubau


So funktioniert das nicht.
Einfach Wandbaustoffe aneinanderreihen nur weil Sie glauben diese Baustoffe seien ökologisch wertvoll mag zwar den Zeitgeschmack treffen aber ob es funktioniert glauben Sie nur, wissen es nicht. Der U-Wertrechner aus dem Internet hilft da leider auch nicht weiter. Für solche Berechnungen braucht es dynamische Rechenmodelle.
Ob ein Wandaufbau funktioniert hängt von einer Reihe Faktoren ab wie Mikro- und Makroklima vor Ort, Dachüberstand, Statik, Lüftungskonzept,Heizungsverhalten, Raumnutzung und letztendlich vom Preis.
Fachwerk sieht romantisch aus, ist aber eine Bauweise die sich bei Neubau nur schwer an die heutigen Bedingungen was Nutzunggewohnheiten und Bauvorschriften betrifft anpassen lässt. Deshalb gibt es nur wenige Anbieter die sich an Neubauten in Fachwerkbauweisen, sowohl im modernen als auch historischen Stil, herantrauen.
Ich empfehle Ihnen sich ein darauf spezialisiertes Architekturbüro zu suchen und sich dort vorab beraten zu lassen.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 29.12.16

Herr Böttcher


Hallo Herr Böttcher,

Vielen dank fuer Ihr Antwort... allerdings finde ich Art und Weise nicht angemessen!

1. Mir wurde dieser Aufbau von einem versiertem Baustofflieferanten empfohlen
2. ich habe klar gesagt, dass eine Fachberatung (Architekt etc) gemacht wird und eine weiter Meinung haben möchte
3. Wie kommen sie zu der Aussage, dass ich ohne tieferen Sinn aus einem Trend heraus mir Dämmaufbauten ausdenke?
4. Die Unsicherheit beim U-Wert Rechner habe ich auch angeführt.

Ich bin selbst Dipl Ing Maschinenbau und restauriere seit Jahren Holzboote. Mir ist daher bewusst, dass am Ende viele Frage von Fachleuten beantwortet werden müssen.

Ich verstehe Ihr Art nicht, zumal sie die Kernfrage überhaupt keinen Beitrag geleistet haben.

Jetzt weiß ich aber zumindest wieder, warum ich Foren normalerweise meide!!

Gruesse

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| 29.12.16

In ihrem Link


haben sie selbst die Dämmschüttung LLS400 benannt,die hat das von mir angegebene gewicht,warum sie jetzt mit dem Gewicht der LLS200 weiterrechnen,das entzieht sich meiner kenntnis.

Die LLS200 ist nicht für diese Zwecke geeignet.

und ich gehe davon aus das diese Aufbauten erstmal auf m Architektentisch landen.

sollte der Aufbau dann doch so funktionieren , bitte ich dann um Kurze rückmeldung.

Ich selbst habe genau Dieses Produkt noch nicht Verwendet,aber ein Ähnliches Holzhackschnitzelprodukt,welches etwas Schwerer war, das hat Prima funktioniert.

greets Flakes
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| 29.12.16

Fachwerkneubau


Der Hauptzweck meines Beitrages war genau diese Reaktion; Sie zum Nachdenken zu bringen.
Die meisten Architekten und Planer winken bei Neubau mit Sichtfachwerk ab weil Ihnen das Thema zu heikel ist, das sollte Ihnen als Maschinenbauer und Nichtbaufachmann zu denken geben.
Natürlich kommen Sie um einen Planer nicht herum, aber wenn der mit einem Bauherren zusammenarbeiten muss der glaubt alles besser zu wissen kann das für beide zum Desaster werden. Ich kenne mehrere solcher Fälle wo Bauherren den Architekten nur als lästigen Knecht für die Erarbeitung des Bauantrages empfanden und die Leistungsphasen der HOAI als überflüssige Geldschneiderei ansahen. Die Ergebnisse die sich aus so einer Haltung ergaben waren für den Bauherren in finanzieller und terminlicher Sicht verheerend; oft endete so etwas vor dem Kadi.
Ich versuche nur Sie auf den Boden der Tatsachen zurückzubringen; die besteht nicht darin sich darüber zu ergehen welche Dichte einer Trockenschüttung die beste ist. Der Wärmeschutznachweis kann übrigens auf verschiedene Weise geführt werden sowohl über den Mindestwärmedurchgang der Bauteile als auch nach dem Wärmebilanzverfahren.

Das Baumaterialhändler Ihnen was vom Pferd erzählen muß Sie nicht wundern. Die wollen verkaufen; als Beratungsquelle sind die nicht die erste Wahl.
Besser sind da Bezirksvertreter von Baumaterialherstellern, die verfügen in der Regel über sehr gute Detailkenntnisse und praktische Erfahrungen. Eine Werkplanung können die aber auch nicht ersetzen, ebensowenig wie Sie.
Lassen Sie sich vom Planer alle Details die Sie nicht verstehen erklären, dazu ist er verpflichtet. Genauso wie er verpflichtet ist Ihnen verschiedene Möglichkeiten bzw. Lösungen zur Auswahl zu stellen. Er ist auch verpflichtet seinen Kunden manchmal von gewissen Vorstellungen abzuraten die nicht mit den Bautraditionen oder dem Klima des Standortes übereinstimmen.
Ich denke das sollte die bessere Herangehensweise sein.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 29.12.16

Danke fuer die Antwort


Hallo,

@ flakes: mit der Daemmschuettung haben wir aneinander vorbei geschrieben... Sorry. Aber gut zu wissen, dass die Holzhackschnitzel Variante grundsätzlich machbar ist.

@ Herrn Boettcher:
Das kann ich gut nachvollziehen und damit rennen sie bei mir offene Türen ein!. Danke.

Ich war nur etwas irritiert, da Sie den geplanten Aufbau wissen wollten, und mir dann zu verstehen geben, dass ohne die nötigen Randbedingungen ein Aufbau nicht zu bewerten ist. Und das war nicht meine Ausgangsfrage.

Mir geht es eigentlich gar nicht um die konkrete Ausführung. Ich stehe an dem Punkt zu entscheiden, ob ich ein solches Projekt angehe und dafür muss ich grundsätzlich wissen, welche Problemfelder es gibt und ob man es daher ggf. gar nicht weiter verfolgt.

Daher kam ich zu der allgemeinen Frage bezgl. der EnEv 2014/2016 Erfüllung und der Innendämmung. Da nach meinem Wissen dies durchaus kritisch ist.

Das mit dem Waermebilanzverfahren ist genau die Antwort die ich gesucht habe -> Danke!

Danke und Grüße

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 29.12.16

Was soll es geben...


wenn es fertig ist ?

Sichtfachwerk wird heute selten neu gebaut da der Aufwand zu hoch ist, und die Konstruktion anfällig ist (Schlagregen, Fugen zwischen Holz und Gefachen usw).

Grundstücke sind teuer, da will man nicht Platz für ineffiziente Dämmstoffe vergeben. Und mit Verlaub, Lehm und Schilf fallen in diese Kategorie.
Ich habe einen einfachen Geschmack - ich bin mit dem möglichen zufrieden. (frei nach Oscar Wilde)
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| 29.12.16

Neues Fachwerkhaus


Hallo Yogumon,

Fachhäuser mit Sichtfachwerk aus Eichenholz wurden hier schon immer gebaut und werden auch noch aktuell gebaut. „Natürlich“ nicht so wie oben diskutiert.

Ich selber kann Garnichts anderes (lach) mehr bauen.

Vor Weihnachten hatte ich noch mit einem Baubetreuer der hier im Umkreis von 200m 20 neue Fachwerkhäuser aus Eichenholz gebaut hat, ein Gespräch.

Immer nach den aktuellen Vorschriften.

Seine letzten Ausschreiben für ein Fachwerkhaus hier in der Region ergaben Kosten von 1500EUR/m2 Wohnfläche. Für Steinhäuser lagen die Preise bei den letzten Berechnungen bei 1400EUR/m2. Schwankt natürlich je nach Ausstattung.

Viel Erfolg
Heinz-Josef
Kleines Fachwerkdorf
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 29.12.16

Sichtfachwerk


Ich habe deshalb danach gefragt um wenigstens eine Idee erkennen zu können.
Beispiel: Bei der Sanierung von Sichtfachwerk geht man von einer moderaten kapillaraktiven Innendämmung mit einem U- Wert von ca. 0,8 in Kombination mit einer Wandheizung aus. Damit kann die Auffeuchtung von Fachwerk quasi von innen heraus durch Wärmezuführung und Austrocknung gebremst werden.
Das ginge auch im Neubau mit dem Wärmebilanzverfahren. Bei einem günstigen Hüllflächenfaktor, wenig Fassadenfläche, günstiger Platzierung des warmen Kernbereiches und anderen energieoptimierenden Maßnahmen spart das Geschossfläche.
Eine andere Strategie beim Neubau von Sichtfachwerk ist das Fachwerk quasi wie eine vorgesetzte Klinkerschale zu betrachten. Zwischen der tragenden und dämmenden inneren Wand und der vorgesetzten Fachwerkschale liegt ein Luftspalt, das Fachwerk somit komplett im kalten Bereich. Hier muß durch konstruktive Maßnahmen wie Dachüberstand, Konstruktion, Materialwahl sowie die klimatischen Randbedingungen das Holz geschützt werden. Schon die Auswahl der Ziegel ist dabei eine potentielle Fehlerquelle. Das Verhältnis von kapillarer Wasseraufnahme und diffusiver Wasserabgabe muß genau stimmen.
Bei beiden Varianten sind dynamische Feuchtesimulationen unverzichtbar, nicht nur für einen Punkt sondern für viele gefährdete Detailpunkte wie Fensterlaibungen, Wandecken usw.
Um hier befriedigende Lösungen zu finden muß man sich das gesamte verfügbare Potential an Dämm- und Wandbaustoffen offen halten und nicht nur das was der Öko- Baustoffhändler des Vertrauens empfielt.
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 29.12.16

Fachwerkneubau


Warum nicht die äußere Lehmsteinschicht durch Holzfaserdämmplatten ersetzen, die verputzt werden?
ZB Steico Protect H dry, 220 mm mit 10 mm Putz.

Dann handelt es sich um eine übliche Außendämmung, die bauphysikalisch problemlos ist, problemlos die U-Wert-Anforderungen an Außenwänden erfüllt und günstiger und einfacher ist.
Masse für Schalldämmung und Speichervermögen liefert die innere Lehmwand zur Genüge.

Alternativ:
Fachwerk erstellen, Putzträgerplatten in den Gefachen auf Holzleisten befestigen, die innere Lehmwand mit entsprechendem Abstand zum Fachwerk aufbauen und den gesamten Zwischenraum mit Zellulose ausblasen.
Vorteil:
technisch sehr einfach, preisgünstig, kapillaraktiv und hohlraumfrei einzubringen, bauphysikalisch einwandfrei und problemlaos auch in Passivhausniveau herstellbar.

Bei derart großen Eichebalkendimensionen muß auf genügende Holztrockenheit geachtet werden, um Verwerfungen und große Fugen zu vermeiden. Lärchen-BSH wäre leichter zu bekommen und zu verarbeiten.
Optisch nach einigen Jahren Vergrauung kaum von Eiche zu unterscheiden.Ggf bürsten oder strahlen, wenn Oberflächenrauhigkeit gewünscht wird.

Andreas Teich

Fachwerkneubau aus Lärchen BSH in Hamburg ???????????


Dazu fällt mir gerade diese Geschichte ein:

Drei Ingenieure sitzen beim Bier und reden über Gott und die Welt.

Gott hat die Welt und den Menschen erschaffen und es ist gut geworden.

Was für eine Ingenieur war Gott, dass er so etwas erschaffen konnte???

Der Erste meinte, er muss ein Maschinenbauingenieure sein, alles funktioniert bei dem Menschen über Gelenke und Muskeln.

Der Zweite ist der Meinung, er muss ein Elektroingenieure gewesen sein, alle Steuerungen gehen über kleine elektrische Impulse.

Der Dritte ist der Meinung, Gott war ein ganz normaler Bauingenieur. Wer sonst käme auf die Idee, die Abwasserleitung durchs Vergnügungscenter zu führen????
Kleines Fachwerkdorf
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 30.12.16

Holzfasserdämmplatte im Gefach (aussen)


Hallo,

danke für die Beiträge soweit.

Gibt es Erfahrungen zu dem Vorschlag:

"Warum nicht die äußere Lehmsteinschicht durch Holzfaserdämmplatten ersetzen, die verputzt werden?
ZB Steico Protect H dry, 220 mm mit 10 mm Putz."

Grüße

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 02.01.17

Fachwerkdämmung und - Putz mit Holzfaserplatten


Prinzipiell ist das eine übliche Variante wie bei jedem WDVS, nur eben nicht auf EPS, sondern auf techn zuverlässigeren Holzfaserplatten, die für diesen Zweck eine Zulassung haben.
Alle großen Holzfaserplattenhersteller bieten für diesen Zweck spezielle hydrophobierte Platten an.
Bei kleinteiligeren Dämmungen wie bei Gefachen sind auch Risse wesentlich unwahrscheinlicher, da nur 1 Plattenfuge besteht.

Die Platten selbst arbeiten ähnlich wie das Fachwerk, dass aus entsprechend vorgetrockneten Hölzern erstellt werden soll (15 +/- 3 %HF)

Als Putz am besten solche auf rein mineralischer Basis verwenden- entweder eingefärbt oder mit Rein-Silikatfarben streichen.

Ein einfacher Wandaufbau ohne viele Schichten ist bautechnisch einfacher, kostengünstiger und schadensresistenter, wobei der beschriebene Wandaufbau mit Außendämmung ohnehin üblich und bauphysikalisch unproblematisch ist.
In welcher Gegend von Hamburg soll das Gebäude erstellt werden?
Gibt es Altbestand mit Fachwerk?

Andreas Teich


Hallo,

Es soll auf Basis eines bereits restauriertem Fachwerksgerüst von 1770 aufgebaut werden.

Lage wahrscheinlich im Osten Hamburgs. Bin noch auf Grundstückssuche, da beim Fachwerk ja z.B die Wetterseite wichtig ist. (Giebel nicht wetterseitig und Dachüberstand 1-2m an Wetterseite).

Grüße

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 02.01.17

mögliche weitere Ansatzpunkte


die vom zukünftigen Planer mit einbezogen werden können sind:

- detaillierte Wärmebrückennachweise (bei diesen Nachweis
kann der konkrete Wert in der Wärmeberechnung angesetzt
werden und nicht der vorgegebene Pauschalwert für Wärmebrücken

- optimale Auslegung des Heizsystems

- Fenster

die Gefach Aufbauten wurden oben ja schon diskutiert, was schlussendlich in den Gefachen (basierend auf historischer Bauweise) verwendet wird liegt am Planer und am Bauherr selbst.
Hohe Masse in den Wänden bringt gute Werte in der Phasenverschiebung.

Die Wände sind zwar Bestandteil der Thermischen Hülle, aber diese beinhaltet ja nicht nur die Wände.
Fällt die Dämmstärke, konstruktionsbedingt geringer aus, so kann dies durch eine effizientere Heizung wieder ausgeglichen werden.

In der EnEv geht es um die Gesamtbilanz und nicht um einzelne Bauteile

Mitglied der Fachwerk.de Community
ST-Service & Trade UG | | 02.01.17

ENEV-Bilder aus der Bilddatenbank: