Einfahrt Pflastern mit bruchsteinen

Einfahrt Pflastern mit bruchsteinenHallo Fachmänner,
ich mache ja ziemlich viel selbst, aber hier brauche ich bitte einen guten Ratschlag.
Ich möchte gerne den Garagenvorplatz mit Bruchsteinen (unterschiedlich stark- 10 25 cm dick, siehe bild 1 = das Beispiel und im Kommentar das Bild der Steine die ich zur verfügung habe) pflastern.
Soweit bin ich fürs erste mit der groben idee:
1) mind 50-60 cm Ausbaggern
2) Kiesgrob ca. 15-20 cm, verdichten
3) Kiesfein ca. 10 cm, verdichten
4) dann kommts: Kann ich die Steine in Mineralbeton legen? ich benötige ja ein aushärtendes Material das mir trotzdem die flexiblität (10 -20 cm dicke) beim setzen aufgrund der unterschiedlichen Dicke der Steine lässt, oder muss ich das alles anders angehen?
(Anschliessend mit splitt ausfugen--Siehe das bild einer Fläche die mir gut gefallen hat)
Über eine Unterstützung von jemanden der hierzu einen guten tipp hatt, bin ich sehr dankbar!
Vielen Dank!+ Viele Grüße!

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| 29.02.16

Weiteres Bild


Weiteres BildAnbei noch das bild der Steine die ich zur verfügung habe.

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| 29.02.16

Pflastern


Beim Pflastern MÜSSEN die Steine eine in etwa gleichbleibende Höhe haben.
Dickere Steine aussortieren und als Rückenstütze bzw. Widerlager am Rand einsetzen.
Ob die Aushubtiefe erforderlich ist hängt vom Untergrund (Frostsicherheit) ab. Bei bindigen Böden (ab Frostschutzklasse F2) ist eine Frostschutzschicht erforderlich, sonst nicht. Es reichen ca. 10 cm mineralische Tragschicht, ca. 5 cm Bettung aus Kiesssand, Brechsand/Splitt und darauf das Pflaster. Eine Kalk- bzw. Zementstabilisierung der Bettung ist nur bei hoher Belastung erforderlich; bei Ihnen wohl kaum vorhanden.
Die Fugenbreite sollte nicht mehr wie 15 mm sein.
Das Pflaster auf dem ersten Foto ist weder in der Steinauswahl noch in der Fugenausbildung regelkonform und handwerksgerecht ausgeführt.
Wissen Sie wie man pflastert?
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 29.02.16

Bruchstein-Grobpflaster


Bruchstein-GrobpflasterIch habe im letzten Jahr ein Grobpflaster im Gartenbereich verlegt, als "Resteverwertung" der Bruchsteine, die vor Jahren beim Aushub (Bodenklasse 6-7, anstehender Fels) übriggeblieben sind. Nicht ganz regelkonform, aber bisher sehr haltbar und sehr schmuck:

- Auskofferung ca. 50-60cm
- 15-20 cm Mineralbeton (Kalksteinschotter 0-45, mit größerem
Mehlkornanteil) nivelliert und verdichtet mit Handstampfer
- Bruchsteinplatten / Bruchsteinfindlinge, 10-30cm dick, z.T. mit sehr
unregelmäßiger Bruchfläche unterseitig, in Estrichbeton C25/30,
Fertigmischung / Sackware(Körnung 0-8mm), gesetzt und nivelliert auf
vorgegebene Höhe OK Gehbelag
- Randeinfassung z. T. als Betonstufe, Breite 20cm, geschalt, C25/30,
unbewehrt, oder in die angrenzende Rasenfläche auslaufend.

Die breiten, sehr unregelmäßigen Fugen habe ich mich Bruchsteinresten, Schotter und in den letzten 5 cm bis OK Bruchstein, mit Rundkies, gewaschen, 4-8mm aufgefüllt ("Biergartenkies"

War eine Menge an Arbeit, hat sich aber gelohnt und würde ich jederzeit wieder so machen wollen. Bei einem befahrenen Garagenvorplatz gelten natürlich andere Anforderungen an den Unterbau. Bei einer Auffüllung der -auch breiteren- Fugen mit 8/16 Splitt halte ich es aber grundsätzlich für machbar.
... den Dingen auf den Grund gehen ...
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pickartz architektur | | 29.02.16

Pflaster


Ich bin von einer Stell- bzw. Verkehrsfläche ausgegangen.
Gartenwege sehen bei mir auch anders aus.
Trotzdem sollte man bei einer Stellfläche bemüht sein, eine einigermaßen ebene Fläche hinzukriegen aus der nicht zentimeterhoch Steinspitzen ragen und handbreite Splittfugen zu finden sind. Das geht auch bei polygonalem Pflaster wenn man sich Mühe gibt.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 29.02.16

Einfahrt pflastern


Ich würde möglichst keinen Beton verwenden-
die Entwässerungsmöglichkeit wird verschlechtert und dein Konstrukt ist kaum reversibel und schwieriger reparierbar.

Dein Problem sind natürlich die sehr verschiedenen Dicken.

Je nach Untergrundbeschaffenheit und Tragfähigkeit zuerst eine grobe Tragschicht als Frostkoffer aufbringen, dann feineren Splitt zum ungefähren Höhenausgleich wegen unterschiedlicher Steinhöhen, dann Brechsand.

Wenn alles fertig ist Fugen mit Feinsplitt oder Brechsand ausfüllen, dann solange mit möglichst schwerer Rüttelplatte mit Gummi-/Hartplastikauflage darüber fahren, bis alles eine einheitliche Höhe hat.

Andreas Teich
Fugen mit Spl

ZUSAMMENFASSUNG


Hallo,

herzlichen Dank schonmal für die Hinweise. :o)
Natürlich wird das nicht ganz regelkonform laufen mit meinem Steinen, aber soweit ich das nun verstanden habe, kann ich es bei meiner Stellfläche schon so machen, dass ich die Steine nicht in Mineralbeton sondern Splitt oder Brechsand legen, ich denke auch damit kann ich die unterschiedlichen Höhen relativ ausgleichen (die Steine haben zudem relativ gerade Oberflächen).

Zusammnfassend:
1) mind 50-60 cm Ausbaggern
2) Kiesgrob ca. 15-20 cm, verdichten
3) Kiesfein ca. 10 cm, verdichten
4) dann Splitt (nicht verdichtet) zum Höhenausgleich und dann noch Brechsand fürs Steinbett und anschliessed mit Brechsand und ganz oben Splitt ausfugen.

Ist die Kombi Splitt und Sand okay?

ich habe bereits "gepflastert" aber nur Polygonalplatten auf der Terasse.
Die Steine die ich habe sind aber realtiv groß und schwer, ich hoffe damit schon eine tragfähige Lösung schaffen zu können. Für die am meisten belastete Fläche würde ich dann vorsortiern, damit dort die Steine relativ gleich dick sind.

Viele Grüße!

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| 04.03.16

Pflastern


Steine mit unterschiedlichen Höhen lassen sich nicht pflastern! Das werden Sie selber merken.
Jedenfalls kommt da eine Berg- und Talbahn heraus.
Möglich wäre eine Bettung aus erdfeuchtem Beton bzw. eine Kalk- oder Zementstabilisierung des Bettungssandes.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 04.03.16

Natursteinpflaster


als Stellfläche,kann man Prima legen wenn man das nötige Augenmass hat.
wenn mein dickster Stein 25 cm hat dann Schotter ich die Fläche auf -28 unter geländeoberkante ab(gerüttelt).
dann Brechsand einbauen und den nicht verdichten..
Dann Spannen sie sich ne Menge Schnüre an denen sie sich in der fläche orientieren können.(ich spanne mir in solch einem Fall die Schnüre direkt 2 Cm höher dann stören auch die Buckel auf den steinen nicht so den ablauf)
Die dicksten Brocken würde ich im wilden Verband als Fahrspuren verbauen.und damit würde ich auch beginnen.
dann kann man eventuell nochmal 3-4 cm aufschottern neben den Fahrspuren und nachverdichten mit einem handstampfer.
und dann den rest der Fläche mit den Kleineren Steinen ausklopfen.
Nicht zu kleine Steine Verwenden ,die verschwinden ganz schnell im Plan.und nur "gesundes"Material einbauen.

Der Einbau erfolgt bei den Grossen Steinen mit Gummihammer(schwer) und die Kleineren kann man ganz gut mit nem Setzhammer oder nem Fäustel setzen.

die fugen würde ich persönlich eher auch mit Brechsand machen ,ich denke die Splittfuge wird etwas absacken,weil die Korngröße sehr different ist zum Brechsand.

auf einbau in Endhöhe ist zu achten weil die Fläche wird sich nachher kaum mit nem Rüttler noch verdichten lassen,wenn dann mit Vulkolan(gummi)matte.

gutes Gelingen greets Flakes..
mehr Bäume Pflanzen als Bäume Fällen
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| 04.03.16


Hallo Zusammen,
herzlichen Dank den beiden Kommentarverfassern für die Mühe :o)!!!

...Herr Böttcher sagt nein, oder zumindest "jein" und Flakes sagt ja.

Hm, das ist wohl nicht so einfach, danke aber Flakes sehr für seine Darstellung - so könnte ich es mir schon auch logisch vorstellen. Irrtiert bin ich aber schon noch etwas durch 2 unterschiedliche Meinungen...
...nun--Mit oder ohne Zementabilisierung---?

Kann sonst noch jemand im Forum etwas dazu beitragen?

Herzliche Grüße und dankeschön!

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| 07.03.16

Pflasterung


"Sag mal, wie ist deine Frau so im Bett..
- Tja ich weiß nicht so recht, der eine erzählt dies und der nächste ganz was anderes..."

Versuchen Sie es und werden dann selber entscheiden können was besser geht. Manches lernt man nur durch Selbsterfahrung.
You consider the blancmange by eating...
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 07.03.16

Einfahrt pflastern


Grundsätzlich ist natürlich beides möglich.
Zementhaltiger Unterbau ist aufwendiger bei späteren Änderungen und nicht/kaum wasserdurchlässig.

Dafür setzt sich das weniger und ist sicherer in der Ausführung.

Wenn du die Setzung berücksichtigst und die Fläche abrüttelst ist die Stabilität bei zementfreier Ausführung völlig ausreichend für die Belastung- aber zeitaufwendiger herzustellen.Dafür leichter zu reparieren oder zu ändern.

Direkt beim Pflastern wirst du sicher viele Steine nochmal herausnehmen und mit einer dünnen Sandschicht die Höhe ausgleichen müssen.
Je schwerer die Rüttelplatte um so besser kannst du kleinere Unebenheiten einebnen.

Andreas Teich

Bruchsteinverlegung


ich habe es so gemacht wie von flakes beschrieben, die großen Brocken zuerst eingesetzt, ausgerichtet und mit Brechsand (feucht) und einem Hammer die unebenen Hohlräume drunter richtig verdichtet. Nach dem Verlegen, vor dem Verfugen mit Sand habe ich nochmal richtig mit dem Schlauch eingeschwemmt, das der Sand die Hohlräume füllt und wieder Sand nachgefüllt, dies auch beim Fugen. Ich habe keinen Beton benutzt, auf der Fläche parkt ein T4 schon 4 Jahre ( natürlich nicht ununterbrochen) und alles hält. Wichtig finde ich eine gute Schicht Frostschutzschotter ganz unten. Erwarte aber von Herrn Teichs Rüttelvorschlag nicht, dass Du damit eine lgeichmäßige Höhe herstellen kannst, das Rütteln kann wirklich bloss eine minimale Nachverdichtung bewirken.
Ich glaube, dass Herr Böttcher mit Pflastern eben den Fachbegriff für das Verlegen von definierten Granitsteinen meint und das trifft ja bei Dir überhaupt nicht zu. Eine Trockenmauer bauen bedeutet eben auch nicht, nur Feldsteine lose übereinander zu schichten.
Leben ist das was passiert, während Du eifrig dabei bist andere Pläne zu machen. (J. Lennon)
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| 07.03.16

bruchsteinen-Bilder aus der Bilddatenbank: