Eilt: Leinölfarbe auf Caparol, mit Acryl FW Fugen ausspritzen

Hallo,

vorab ich bin kein Sachverständiger o.ä. so dass ich für Murksnachweis mir hier Hilfe erhoffe, bevor ich die Hauseigentümerin versuche zu veranlassen sich Sachverständige Hilfe zu suchen. Selbst bin ich hier nicht involviert. Erstmal geht es darum die aktuellen Arbeiten zu stoppen und irgendwie schriftl. (DIN, WTA etc.) dem Meister amtliche Zettelchen unter die Nase reiben zu können und eine Diskussionsgrundlage zu haben:

Auftragsbeschreibung: Schäden am FW beseitigen, Neuanstrich der Balken und der Gefache mit diff.offener Farbe.

Ausführung:
1. Auf leicht angeschliffene Caparol Wetterschutzfarbe von ca. 1998 soll Leinölfarbe aufgetragen werden.
2. Risse zwischen Gefachen und FW werden aktuell mit einer faserverstärkten Acryldichtmasse ausgespritzt.
Fasserverstärkt, deshalb weil dadurch die Struktur der Gefacheoberfläche leichter nachgebildet werden könne (lt. Maler).


3. Gefache sind mit Vollziegeln ausgemauert und mit Zementputz verputzt (1998).
Beschichtung der Gefache alt: vermutlich
Acrylfassadenfarbe, neu derzeit noch unbekannt, wahrscheinlich Silikatfarbe ohne jedoch den Altanstrich zu entfernen.


Gibt es hier irgendwie ein Regelwerk (zu 1, 2, 3,), woraus es sich ableitet, das die o.g. Ausführung Murks ist?
Fundstellen?

Gruß
Selle
Krumm und schief hat was
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.05.14

Fachwerk.de-Mitglied


Dipl.-Ing.(FH) Mathias Heine
Sachverständigenbüro
Dippoldiswalder Str. 66

01731 Kreischa bei Dresden

Tel.: 035206 – 21147
Fax.: 035206 – 30348

m.heine@baubiologie-heine.de
www.baubiologie-heine.de

Hier ist ein Ansprechpartner und ihn ganz einfach mit ins Boot holen.
Anrufen und auf AB sprechen.
In ca. 2 Stunden treffe ich mich mit ihm zu einer eigenen Baubegehung bei Kunden.

Grüße Udo
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community
LehmHandWerk Udo Mühle | | 13.05.14

Ergänzung


Dresden ist bissele,weit weg, trotzdem danke, werdeden Kontakt suchen.

zu.oben, Eingangsfrage Eigenschaften, Verarbeitung Anwendungsbereich o.g. Materialien und Aufbau ist mir bekannt.

Der Maler wird wohl schriftlich bestätigen, das es sich um eine fachgerechte Ausführung handelt...
Nur dadurch wird es nicht besser, und seinenn Werklohn will er wohl auch

Gruß
Selle
Krumm und schief hat was
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.05.14

Quatschen


Lass uns doch mal schnell telefonieren.
Kannst mich auch über Festnetz erreichen.
035936-45398

Grüße
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community
LehmHandWerk Udo Mühle | | 13.05.14

Absatz Fachwerk


Absatz FachwerkDas ist in der Tat "Murks" und geht gar nicht.
Sie sollten mit rohem Leinöl testen, ob die
alte Wetterschutzfarbe durchlässig genug ist,
ansonsten reicht Anschleifen nicht, sondern Abschleifen.
Ich glaube, die Maler heute mit ihrem Splien für Acryl
wissen gar nicht, wann es wo, wie oder wann es überhaupt nicht anzuwenden ist ... nämlich genau da, zwischen Gefach und Fachwerk, wenn dann alles offenporig sein soll.
Sie sollten wissen, dass sich Acryl nicht mit Leinöl
verträgt ... es wird Konsequenzen haben. Risse können
problemlos mit Leinölkitt geschlossen werden ... also
offenporig und mit Leinöl bzw. Leinölfarbe kompatibel.
Falls Sie noch Fragen haben, fragen Sie !
Zum Absatz 3 Fassadenfarbe möchte ich Ihnen jetzt gar kein Roman schreiben ... gehen Sie einfach mal im Internet
auf die Seite von Kreidezeit Naturfarben und unter den
Link "Was wofür" = Untergrund - Vorbereitung - Endanstrich
und wenn Sie noch Fragen haben ... einfach melden.
LG Christine
... und Mensch & Material können aufatmen
Mitglied der Fachwerk.de Community
Leinöl natürlich | | 21.05.14

macht nix, der murks geht weiter


ich kann an dem Objekt nichts testen, ist auch nicht nötig, weil die alte Farbe (von ca. 1995-1998, Kernsanierung) sich abschält, es war von Consolan, nicht caparol. Balkenrisse wie Gefachefugen sind schon fast fertig mit Acryl verspritzt.
Die Eigentümerin vertraut auf den Maler , ein Meisterbetrieb seit über 45Jahren, der kann sich ja nicht irren und der Maler hat es immer schon so gemacht.

Mir geht es ausschließlich darum, ob es irgendwo schriftlich fixiert ist oder aus allgemeinem Regelwerk subsumiert werden kann, das diese Ausführung Murks ist. Mit gesundem Menschenverstand kommt man hier leider nicht weiter.

Ist hier nicht das erste dekmalgeschützte FW-Haus, das wegen dieser Ausführung kräftig an Substanz eingebüßt hat. So schafft man Luft, Licht und Baugrund in der Innenstadt.
Krumm und schief hat was
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 22.05.14

Consolan ... Acryl .... ein Hoch an den Denkmalschutz !


Für was wird denn noch diskutiert bzw. für was werden denn solche Fragen gestellt, wenn es eh schon zu spät ist? Bei gefährlichem Halbwissen stellen sich meine langen
Haare zu Berge, und am Schlimmsten ist die Aussage
"...das haben wir schon immer so gemacht !"
Dann würde ja dieses Forum hier, das eigentlich sehr hilfreich sein soll und dazu dienen soll, Fehler im Vorfeld zu vermeiden und wahrscheinlich von Herrn Stöpler mit viel Zeit, Aufwand und Kraft gepflegt wird, überhaupt keinen Sinn???

Gruß
Christine
... und Mensch & Material können aufatmen
Mitglied der Fachwerk.de Community
Leinöl natürlich | | 23.05.14

Aufregen hilft nicht.


Hallo,

die Frage war, ...gibt es irgendwo, Richtlinien, Wta-Blätter, Untersuchungen von unabhängigen Instituten, Aufsätze (unabhängig/wissenschaftlich) aus denen es sich ableiten läßt oder direkt hervorgeht, dass das verschließen der Fugen zwischen Fachwerk ud Gefachen, sowie das Ausspritzen von Fugen im Fachwerk mit Acryl (oder evt. Silikon)heute nnicht mehr dem Stand der Technik entspricht. Ich hatte bereits selbst recherchiert aber leider ohne Erfolg.

Einen SV o.ä. wie z.B. Schiedsverfahren kann ich nicht beauftragen.

Gruß
Selle
Krumm und schief hat was
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 23.05.14

Moin


Wende dich doch direkt an die WTA oder Probstei Johannisberg,habe da immer schnellen Kontakt gehabt.
Es gibt wohl ein WTA-Gruppe die sich mit Altholz beschäftigt,aber irgendwie scheint das eingeschlafen zu sein.

So wie ich das sehe ,gibt s da eher Empfehlungen ,aber keine schriftlichen Regeln.

Nöö,zu spät isses doch noch nicht,kann Maler ja wieder alles rausreissen.

Grüße Martin


Martin Linden | 23.05.14

Leinölfarbe-Bilder aus der Bilddatenbank: