Eigenleistungen; Finanzierung eines Denkmals




Hallo!
Wir befinden uns momentan in der Situation, dass wir mit unserer Hausbank Gespräche bezüglich der Finanzierung einer Denkmaltranslozierung und dessen Wiederaufbau an neuem Standort führen. Generell möchte uns die Bank unterstützen bei der Verwirklichung des Projekts. Allerdings wird ein "Liebhaberobjekt" ja nicht ebenso beliehen, wie ein Neubau und die Bankmenschen möchten uns nicht abnehmen, dass man selbst viele Eigenleistungen erbringen kann. Wir (4 Personen) gehen allerdings von einer etwa 2-jährigen Bauphase mit enorm viel EL aus, die wir allerdings (bisher?) nicht gerade stichfest "nachweisen" können. Gibt es (unabhängig vom Objekt und den damit verbundenen Kosten) vielleicht eine Möglichkeit, der Bank das "Eigenleistungs-Potential", das in den anfallen den Gewerken steckt, aufzuzeigen? Denn man kann ja ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus nicht mit einem Neubau vergleichen, der heutzutage tatsächlich wenig Möglichkeiten für Eigenleistungen der Bauherren und -frauen lässt...
Ich habe schonmal von Richtwerten oder einer Checkliste von Eigenleistungen gelesen, kann soetwas aber nirgends im www finden.

Vielen Dank im Voraus für Eure Antwort, Tipps und Anregungen!

Lieben Gruß!
Petra





Guten Morgen,
auch wenn man einen Beitrag mehrfach in diesem Forum einstellt, erzielt man dadurch keine höhere Aufmerksamkeit. Nur mal so am Rande.
Ein Richtwert für Arbeiten in Eigenleistung ist mir nicht bekannt, diesen würde ich aber auch für unseriös halten.
Da hilft es Ihnen wenig, Sie sollten einen Fachplaner einschalten, der Ihnen eine detaillierte Kostenschätzung (gewerkeweise) aufstellt. Danach können Sie in dieser weitere Spalten einfügen, in denen Sie Ihre Eigenleistung aufsplitten. Berücksichtigen Sie Materialien und andere Fremdleistungen. Sein Sie realistisch, schätzen Sie Ihre Eigenleistung wirklich nach Ihren Fähigkeiten ein! Sie haben Familie, einen Beruf sicherlich auch, dann halte ich Ihr Zeitfenster für unrealistisch, die erste Krise kommt schneller als gedacht.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Kibies



Den Fachmann



benötigen sie also sowieso, um festzustellen, welche Kosten grundsätzlich entstehen - egal ob mit oder ohne Eigenleistung! Die Begleitung durch einen Fachmann wird den Banker auch lockerer werden lassen. Schöne Grüße. Jürgen Maier



um genauer zu sein ;o)



Hallo und vielen Dank schonmal für die ersten Antworten! :o)
Wir arbeiten bereits mit einer sehr kompetenten Architektin zusammen, die sich fast ausschließlich mit Fachwerkhäusern beschäftigt und uns zu Anfang des Projekts bereits eine grobe Schätzung der Gesamtkosten aus ihren bisherigen Erfahrungswerten erstellt hat. Diese Schätzwerte haben wir dann nach und nach "mit Leben gefüllt" und uns konkrete Angebote für die einzelnen Gewerke bei Fachfirmen eingeholt. Außerdem wurde durch ein äußerst kompetentes Zimmermeister-Team eine genaue Schadenskartierung gemacht, um genauer (wenn auch nicht 100%ig genau!) abschätzen zu können, welche Kosten auf uns zukommen werden. All diese Angebote, Pläne usw. füllen mittlerweile (nach fast 18 Monaten Arbeit) mehrere Ordner, die wir natürlich unserer Bank vorlegen können. Nur leuchtet es den zuständigen Bankkaufleuten nicht so wie uns ein, dass man z.B. bei der kompletten Innendämmung, beim Verputzen der Wände, beim Verlegen der Fußboden- und Wandheizung, beim Dacheindecken oder Streichen der Wände viele Eigenleistungen erbringen kann, wenn man ein wenig handwerklich begabt ist und nicht davor zurückscheut, sich mit der Thematik intensiv zu beschäftigen...
Daher hatte ich auf so etwas wie eine Tabelle gehofft, der zu entnehmen ist, für welche Gewerke evtl. weniger Fachkenntnisse notwendig sind und die man demzufolge auch gut selbst ausführen kann (z.B. mit ein wenig fachmännischer Anleitung). Und da ich schon mal etwas davon gelesen habe (wo nur?), muss es so etwas doch auch geben! :o/ Dann hätten wir ja etwas, dass wir der Bank schwarz auf weiß vorlegen könnten.
Freue mich also weiterhin auf jeden kleinen Tipp! ;o)

Viele liebe Grüße!
Petra

@ Herrn Kibies: Wir sind nicht eine vierköpfige Familie mit zwei Kindern, sondern zwei erwachsene Paare. ;o) Außerdem haben wir nicht vor uns und der Bank etwas vorzumachen, was die Menge der Eigenleistungen angeht - der Schuss soll doch auch nicht irgendwann nach hinten losgehen...



Da seid ihr ja supergut!



Vielleicht solltet ihr mal das eine oder andere Gegenangebot einer anderen Bank einholen.
Geht doch mal an Hersteller von Lehm (z.B. Claytec oder lehmbau-ts) oder Wandheizungen (z.B. WEM) etc.
Die weisen immer darauf hin, dass Eigenleistungen gut zu erbringen sind. Wenn eine fachliche Begleitung dabei ist, kann das auch wertsteigernd qualitätvoll gelingen. (Leider gibt es auch viele andere Heimwerkerergebnisse, welche die Banker halt auch kennen). Ihr seid auf dem richtigen Weg!!
Schöne Grüße Jürgen




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