Fragen zur Finanzierung




Halli-Hallo,
wer kann uns mit Ideen, Tipps, Anmerkungen helfen??? Also wir haben unser "Traum.Haus" gefunden: Bauernhaus mit integrierter Tenne von 1893, sanierungsbedürftig, mit 17 900 qm Land davon 3000 qm Baugrundstück, Wertgutachten vom Verkäufer 190 000 Euro (davon 166 000 Euro Grundstück). Wir haben leider kein Eigenkapital! aber ein sehr gutes mon. Einkommen (netto 5300 Euro) und 3 Kinder (Eigenheimzulage etc.= 30 000 Euro). Wird die Eigenheimzulage nicht als Eigenkapital gewertet (ausage einer Bank)sondern nur bei der Tilgung berücksichtigt??? Ist es korrekt den Grundstückspreis einheitlich zu bewerten (egal ob Ackerland oder Bauland)??? Der Gutachter hat einen Tabellarischen-verkehrswert angegeben (wobei Baugrund teurer veranschlagt wurde), die Bank zählte die gesammte Fläche nur als Ackergrund, sodass der errrechnete Verkehrswert zur Sicherheitsvergabe der Bank deutlich unter dem Gutachterverkehrswert lag (bei nur 100 000 Euro zu 190 000). Da wir auch die geschätzten 50 0000 Euro Sanierung finanzieren müßten, gab es eine Blankoschere von 140 000 Euro (50 000 Sanierung/90 000 Preis) ohne Sicherheit und die Bank lehnte ab. Sie gab uns jedoch zu verstehen, einen NEUE Immmobilie über 230 0000 Euro zu finanzieren (was wir aber überhaupt nicht wollen)... Irgentwelche Ideen eurerseits???? Hoffe auf rettende emails, liebe Grüße
Melanie





Hallo
die Wege der Banken sind unergründbar, oder wie war das?
Ich kann natürlich den Wert der Immobilie und des Grundstückes nicht wissen, aber es gibt ja viele Finanzierungsmöglichkeiten und Geldinstitute, also nicht entmutigen lassen, Es muss ja nicht überall so enden wie bei dieser einen Bank.
Manche Banken machen ja noch gerne Geschäfte.
Wünsche euch eine gute Entscheidung und ein schönes Haus.
Gruß
Hartmut



Eigenheimzulage



Hallo Melanie,
die EHZ ist klassisch kein Eigenkapital. Es gibt aber die Möglichkeit sie kapitalisieren zu lassen. Einfach mal googeln. Da macht man natürlich Zinsverluste, weil der Betrag von der Bank vorgestreckt wird, aber dafür ist es Eigenkapital.
Ich würde Dir auch raten einen seriösen (leider eine Branche, in der sich viele schwarze Schafe tummeln)Finanzierungsvermittler aufzusuchen, vor allem, wenn Eure Situation nicht Schema F entspricht. Klar, der kostet am Ende auch, dafür ist er daran interessiert, für Dich eine Finanzierung möglich zu machen, denn sonst geht er leer aus. Und er wird versuchen, Deine Wünsche zu berücksichtigen, nicht wie die Banken selbst, die Dir hier noch eine Lebensversicherung, da noch einen Bausparvertrag aufs Auge drücken. Ich habe als Selbstständige damit gute Erfahrungen, denn wir stehen bei den Banken seit Basel II ja auch nicht mehr hoch im Kurs.



ja, das kenn ich auch....



Wir haben vorab selber schon Auflistungen und Aufstellungen gemacht und uns vorher ausgerechnet, wie viel Geld wir monatlich "entbehren" können (mein Schwager ist Revisor und hat uns geholfen). Für uns und ihn stand fest: Ok, ein Haus ist finanzierbar. Eigenkapital hatten wir so gut wie keins. Wir haben dann alle festen Kosten (Auto, Sprit zur Arbeit, Telefon, Versicherungen etc.) aufgelistet, um uns auf das Bankgespräch vorzubereiten. Bei der einen Bank, am Ort, wo unser Haus steht, der war so hin und weg von unserer Vorbereitung, der hat uns sofort alles ausgerechnet, bat uns jedoch, Kostenvoranschläge zur Sanierung beizuschaffen (was wir dann auch gemacht haben). Als "Eigenkapital" gilt auch, wenn man selbst bei der Sanierung Hand anlegt. Um ein Vergleichsangebot zu erhalten, sind wir noch zur V-Bank gegangen. Erstmal kam die Dame zu spät zum Termin, dann wollt die überhaupt nix von uns wissen (wir hatten wieder alles da, Gehaltszettel, unsere Auflistungen...), hat gesagt, sie kenne das Haus und sie würde uns nicht empfehlen so ein altes Haus zu Kaufen und überhaupt wären neue Häuser viel besser, weil man dann die Kosten abschätzen könne. Dann hat sie uns von ihrem neuen Haus erzählt, wo sie eine Überschwemmung hatte und keiner hat gewusst, wo's herkam und sie mussten dann den ganzen Kachelfußboden nochmal aufreißen... *Ahah, soviel zu den kalkulierbaren Kosten?...* Wir sollten eine Auflistung machen *ähm, hallo, hier in meiner Tasche...* und wiederkommen, sie müsse jetzt Mittagessen gehen... Diese Bank war dann für uns gestorben... Also: Nicht den Kopf in den Sand stecken, es gibt ja schließlich noch andere Banken. Und nicht als Bittsteller hingehen, immer dran denken, die verdienen ne Menge Kohle mit Euch, der Berater kriegt nochmal, wenn Ihr Bausparverträge abschließt, 1% der Abschlusssumme als Provision, also irgendwo werdet Ihr schon landen. Alles Gute und viel Glück Annette



nochwas



... nur nochwas am Rande... wir haben einen Kredit über 10 Jahre. Zusätzlich haben wir noch 3 Bausparverträge abgeschlossen, die alle in 8 - 10 Jahren fällig werden. Wir zahlen jetzt also einen Teil an die Sparkasse, einen Teil auf die Bausparverträge. Ein Bausparvertrag bezahlt sich sozusagen selber, da dort die EHZ und die VL draufkommen. Nach den 8 - 10 Jahren zahlen wir dann mit unseren fälligen Bausparverträgen den Kredit bei der Sparkasse ab und zahlen dann unseren Kredit 10 Jahre bei der Bausparkasse weiter (und haben bei der Sparkasse keine Schulden mehr). Einerseits ein bisschen teurer, andererseits haben wir so über die gesamte Laufzeit einen garantierten Zinssatz bei unseren Schulden - und das über die ganzen 20 Jahre. Vor 20 Jahren gabs das mal, dass die Leute über 10 Jahre einen festen Zinssatz bei der Bank ausgemacht haben und danach neu verhandeln wollten, nach den 10 Jahren aber war der Zinssatz bei 15% und alle hatten ziemliche Probleme. Deswegen bin ich zumindest froh, zu wissen, was auf mich zukommt. Grüße Annette



Bodenpreis



hallo melanie schäfer
für den bodenpreis gibt es bei euerer gemeinde oder stadt
einen "" auszug aus der bodenrichtwertkarte""
unter Flur und flurstücke kann mann den preis einsehen
und zum Verkehrswert zur sicherheitsvergabe der bank sie bewerten alles höstens mit 50%
die antwort von Bettina ist auch sehr gut
also immer amball bleiben
ich hoffe ich kann dir darmit weiter helfen den ich finanziere
grade ein fachwerkzentrum und habe auch kein eigenkapital
wenn du noch fragen hast kannst du dich ja bei mir melden

mit zimmerlichem gruß
andreas vollack
aus hann.münden



EHZ ist Eigenkapital



Hallo Melanie,

unsere Bank hat die EHZ problemlos als Eigenkapital anerkannt (War unser einziges). Mit den monatlichen Belastungen hatten sie am Anfang Probleme, aber als wir gesagt haben, wieviel Miete wir zahlen, war das auch vom Tisch. Was die Banken als Sicherheit ansehen und der wahre Wert sind zwei verschiedene Dinge.

Normalerweise ist das Land, auf dem die Gebäude stehen und ein bisschen mehr Bauland und kein Ackerland, dass wird zumindest der Verkäufer so sehen.

Die Qualität der Bank sieht man auch, ob sie die KfW-Kredite akzeptieren. Die machen der Bank in der Regel nur Arbeit. Eine wollte bei uns gar nichts davon wissen und die andere hat es von selbst in das Finanzierungskonzept genommen.






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