Dosen setzen in geklebtem Fermacell

Hallo!

Ich habe eine etwas unebene Wand auf die ich Fermacellplatten Kleben will um Ausgleich zu schaffen. Wie setze ich denn dann die Dosen für die Elektroinstallation? Die Platte liegt ja so gut wie direkt auf der Mauer auf. Das Loch für die Dose muss also durch die Platte und auch in das Mauerwerk. Wie gehe ich da schlau vor?

Platte anhalten, Loch durch Platte und Mauer in einem Zuge, Platte abnehmen, Kabel durch das Loch in der Platte ziehen, dann ankleben, dann Dose einschrauben?

Hört sich irgendwie kompliziert an ... gibt's einen besseren Weg, der mir nicht einfällt?


anoehre | 08.06.10

Gängige, aber auch nicht ideale Methode:


Normale UP-Dosen mit Gips in die Mauer setzen, Platte rund um die Dose einschneiden und dann erst befestigen.

Variante 2: großes Loch in die Mauer, Platten kleben, Loch in die Platten schneiden, Leitung angeln und Hohlwanddose einbauen. Dabei sollte die Leitung tunlichst nicht in Kontakt mit der Lochsäge kommen.
Kann man eventuell auch kombinieren - Große Löcher und Hohlwanddosen, aber Platten schon vor dem Kleben schneiden.

Oder Fermacell wegschmeißen und ordentlich verputzen.
Des woa scho immer so!
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| 08.06.10

Na das wird ja was ...


Wenn ich wohnzimmertauglich putzen könnte, wär das schon erledigt ... mit Fermacell kann sich halt der Durchschnittsheimwerker selber helfen.

Dann werd ich das mal hinfummeln. Oder gibt's noch weitere Ideen?


anoehre | 08.06.10


Besser geht es mit Lerrohren, dann kommt die Verdrahtung erst wenn der Gipsbottich wieder draussen ist.
--> Da, wo die Dose hin soll, ein genügend tiefes Loch in die Wand machen, entstauben, schlitzen und Leerrohre einlegen (mit Gips befestigen). Leerrohr (die flexiblen mit Querrillen) soll etwa 2 cm zu lang sein.
In die Fermacell oder GK-Platte das Loch an der richtigen Stelle in passender Grösse schneiden, Platte befestigen. Loch für das Leerrohr in die UP-Dose schneiden, Gips ins Loch geben, Dose einsetzen und dabei das Leerrohr ins Loch der Dose fummeln, Dose mit Holzstück in die Wand drücken, bis Aussenkante mit Plattenoberfläche bündig ist, warten bis Gips angezogen hat, dann ausputzen, Leerrohrende bündig zur Innenwand der UP-Dose abschneiden und verkabeln.
Keinen gewöhnlichen Baugips nehmen, sondern etwas, was einem ein wenig mehr Zeit zum Arbeiten lässt.
Ob man schlitzen darf, hängt von der Bauart der Wand ab.
Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe! Nicht für das, was Du verstehst!
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| 08.06.10


Besser geht es mit Lerrohren, dann kommt die Verdrahtung erst wenn der Gipsbottich wieder draussen ist.
--> Da, wo die Dose hin soll, ein genügend tiefes Loch in die Wand machen, entstauben, schlitzen und Leerrohre einlegen (mit Gips befestigen). Leerrohr (die flexiblen mit Querrillen) soll etwa 2 cm zu lang sein.
In die Fermacell oder GK-Platte das Loch an der richtigen Stelle in passender Grösse schneiden, Platte befestigen. Loch für das Leerrohr in die UP-Dose schneiden, Gips ins Loch geben, Dose einsetzen und dabei das Leerrohr ins Loch der Dose fummeln, Dose mit Holzstück in die Wand drücken, bis Aussenkante mit Plattenoberfläche bündig ist, warten bis Gips angezogen hat, dann ausputzen, Leerrohrende bündig zur Innenwand der UP-Dose abschneiden und verkabeln.
Keinen gewöhnlichen Baugips nehmen, sondern etwas, was einem ein wenig mehr Zeit zum Arbeiten lässt.
Ob man schlitzen darf, hängt von der Bauart der Wand ab.
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| 08.06.10

So könnte es klappen


Vielen Dank für den Tipp mit den Leerrohren. So könnte es gut klappen.
Wenn zwischen der Platte und der Wand etwas Luft ist (durch den Kleber) vielleicht kann ich mir das Eingipsen der Dosen sparen und es mit Hohlraumdosen versuchen? Mal sehen. Hab mit den Dingern noch nie was gemacht kann das funktionieren? Wenn nicht muss ich halt die normalen Dosen mit Gips nehmen.

Grüße!


anoehre | 08.06.10

wenn


noch nie gemacht wurde - vielleicht an einer anderen Wand ausprobieren, Ehe man`s Wohnzimmer versaut. Aber auch mit fermacell wird es als Laie nicht unbedingt besonders gut. Gerade die Fugen sind dann ein störendes "Wandgestaltungselement". Sind das denn Vollziegel oder Hohlkammer. bei letzteren kann man ja auch Platte und Ziegel in einem Ritt bohren und dass auspuhlen. Aber auch da wäre ein zuvor verlegtes Lehrrohr an der richtigen Stelle wichtig.
Putz würde das alles einfacher machen ....
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
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| 08.06.10

Rohre und Hohlwanddosen


sind sicher die einfachste Lösung, die Rohre sollten aber gut befestigt werden, sonst gibts beim Einziehen Probleme (besonders Bögen sollte man tunlichst deckend eingipsen!). Nicht befestigte Wellrohre wellen sich beim Ziehen *ggg* und die Leitung verklemmt sich.

Randnotiz zu Hohlwanddosen: Geräte dürfen dort natürlich nur mit den mitgelieferten Schrauben befestigt werden, die Krallen an Schaltern Steckdosen usw. würden die Dosen beschädigen.
Die Rohre kann man auch getrost 5-10cm länger lassen wenn zwischen Plate und Wand genug Platz ist um die Rohre dann durch das Loch ziehen zu können.
Die Rohre führt man dann zuerst in die Dosen ein und dann steckt man die Dosen schräg durch das Loch.

Kleine Randnotiz zu Hohlwanddosen: damit die richtig sitzen muß man entweder einen Dosenbohrer mit Randversenk benutzen oder die fertigen Löcher vor dem Setzen der Dosen mit dem Messer o.ä. anfasen, sonst stehen die Dosen über.
Des woa scho immer so!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 09.06.10


Verputzen wäre wohl einfacher. Weshalb soll den unbedingt Fermacell verwendet werden?

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer
Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden. (Mies van der Rohe)
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Architekturbüro Kornmayer | | 09.06.10

Putzen ...


Ich würde das sofort putzen, wenn ich das gerade hinbekommen würde. Mir fehlt da einfach das Putz-Know-How und ich wollte mir das Geld für einen Maler / Maurer sparen.
Ein paar Platten ordentlich ausrichten bekomme ich selber hin.

Ich probier das mal mit den Leerrohren. Wenn es mir zu blöd wird, nehme ich die Platten für was anderes und hole mir jemanden zum Putzen.

Vielen Dank!


anoehre | 09.06.10


Nein, ich ziele mehr auf folgendes: Ob das Material (Gipsfaserplatte) tauglich ist hängt nicht zuletzt vom bestehenden Untergrund ab. Also: Mauerwerk, Fachwerk, verputzt (wenn ja: mit welchem Produkt?) Womit soll geklebt werden?
Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden. (Mies van der Rohe)
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Architekturbüro Kornmayer | | 09.06.10

Das geht schon


ist halt eine lästige Arbeit. Meiner Meinung nach die anfängertauglichste Methode mit der ich als 14-jähriger einen Keller leidlich gerade verputzt habe: Latten in gewünschter Putzstärke sorgfältig ausgerichtet an die Wand nageln. Entlang dieser Latten mal etwa 15cm breite Streifen verputzen, immer mit einer Latte an den senkrechten Führungs"schienen" abziehen, abbinden lassen und Holzlatten weg. Dann den Grobputz dazwischen anwerfen und mit der Latte abziehen.

Mit etwas mehr Mühe und Übung kriegt man die "Faschen" auch ohne die Führungslatten, nur mit langer (2m) Wasserwaage hin.

Feinputz wird dann freihändig verrieben, sehr dünn (meistens angegebene Putzstärke 2-4mm).

Meiner Meinung nach stören leichte Putzunebenheiten in einem Altbau VIEL weniger als bei seitlichem Licht deutlich sichtbare gerade und regelmäßige Plattenstöße!
Des woa scho immer so!
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| 09.06.10

Untergrund


Der Untergrund ist eine Ziegelwand auf der mal ein Fliesenspiegel war. Dementsprechend ist die Wand sehr uneben und voller "Mörtel-Pocken". Außerdem muss ein Kasten verdeckt werden in dem mal Gewichte von einem Schiebefenster (amerikanischer Art) gelaufen sind.
Ich wollte Fermacell und Fermacell-Kleber benutzen.


anoehre | 09.06.10

oder doch ...


Hmmm ... wenn ich das so lese... Bin ja schon etwas älter als 14. Vielleicht versuch ich es mal. Irgendwann muss man das ja mal lernen. Mit der Abzieh-Methode kann ich mir vorstellen es hinzubekommen.
Das mit den Platten wird schon sehr fummelig und so eine ganz leichte Welle würde in unserem alten Haus wahrscheinlich gar nicht auffallen.


anoehre | 09.06.10

In unserem Haus


von 1913/14 liegen die Wellen des originalen Verputzes eher im Zentimeterbereich... einerseits gibt es Wellen aus der Senkrechten heraus, also Beulen (sieht man sehr schön, wenn man größere Gegenstände an die Wand dübeln will), andererseits Wände die komplett um mehrere cm aus der Senkrechten kippen, teilweise sogar in sich verwunden (rechts neigt sich die Wand zum Nachbarhaus, links nach innen, im gleichen Zimmer und offenbar so gebaut, denn es sind keinerlei Risse in den Ecken).
Des woa scho immer so!
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| 09.06.10

Dosen-Bilder aus der Bilddatenbank: