Fachwerk.de - Fußbodenaufbau: Schwimmender Estrich; OSB; Dielen

Hallo,

noch eine Frage an die freundliche Community:

Ohne auf die peinlichen Umstände eingehen zu wollen, ich muss auf fast 50m² meinen schwimmenden Estrich um 12mm aufstocken vor der Verklebung unserer Dielen. Da ich die heftigen Extrakosten von Lösungen aus dem Hause Ardex oder PCI im Momement etwas scheue, war meine Idee, vollflächig OSB Platten zu verlegen. Im Überschwang habe ich die OSB Platten bereits bestellt.
Jetzt kommen aus verschiedensten Ecken diverse gut gemeinte Ratschläge und Warnungen.
OSB schwimmend Verlegen vs. OSB mit dem Estrich verschrauben (Nageldübel) vs. OSB verkleben.
Der von mir angedachte Aufbau hätte so ausgesehen

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20mm Nussholzdielen - verklebt auf OSB
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OSB Platten (Nut und Feder verleimt) verschraubt mit Unterboden; ca 10 8er Nageldübel je m²
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3mm Gummikork matten (schwimmend)
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Estrich
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Wie sehen die Fachleute das? Ist eine auf schwimmendes OSB verklebte Diele nicht sowas wie ein Bimetallstreifen? Wie stark arbeitet Holz über das Jahr? Können 10 Schrauben je m² eine OSB Platte in der Längenausdehnung fixieren? Letztendlich ist das ja auch nix anderes als Dielen direkt auf Estrich geklebt oder?

Grüße,
Ximmix
Hart im Nehmen!
Mitglied der Fachwerk.de Community()
XimmiX | 28.01.10
Da würde ich die Finger von lassen.
Zunächst ist der Aufbau keineswegs entkoppelt, dank der Nageldübel. Zudem sind Nageldübel keine wirklich feste Lösung unter Trittlast, knirschen (jetzt oder Später) ist wahrscheinlich.

Da hilft nur kleben.

z.B. http://www.kiesel.com/texteinfothek/okaphoneu540.pdf

Entweder sie bauen Ihrem Sohn ein schönes Häuschen aus den OSB-Platten und arbeiten nur mit der Oktaphone-Platte, oder sie verkleben die 4mm Platte, darauf verkleben Sie die OSB-Platte, und bringen dann die Dielung.

Grüße

Thomas
Mut zum Holz
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Restauratio GmbH | Thomas W. Böhme | 28.01.10
Da würde ich die Finger von lassen.
Doppelt gespeichert.
Mut zum Holz
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Restauratio GmbH | Thomas W. Böhme | 28.01.10
Nageldübel also keine gute Idee
Mmm .. ok. Aber was spricht dann gegen einen entkoppelten Aufbau. Also OSB schwimmend und darauf die Dielen geklebt?
Hart im Nehmen!
Mitglied der Fachwerk.de Community()
XimmiX | 29.01.10
Ich frage mich,
was der schwimmende Estrich hier soll. So schöne Dielen und dann verkleben?
Handelt es sich um eine Geschosswohnung, wo ein Schallschutzwert eingebalten werden muss? Wie sieht die Decke unter dem Estrich aus?
.
Eine radikale Lösung, aus meiner Sicht aber die Beste ist das Entfernen des Estrichs, Verlegen von Lagerhölzern mit Dämmung und Trittschallschutz und dann die Dielen verschrauben.
Zugegeben nach dem Einbau des Estrichs ziemlich aufwändig, aber bis auf die Dielenbehandlung ganz ohne Chemie!
Der Weg ist das Ziel
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | Fred Heim | 29.01.10
@XimmiX
Wenn Sie meinen link nicht lesen, ist Ihnen schwer zu helfen. Der von mir empfohlene Aufbau ist durch die Okaphone-Platte entkoppelt. Eine Entkoppelung kann nicht nur durch schwimmenden Verbau, sondern gleichwohl durch das Zwischenkleben eines entkoppelnden Materials, wie die empfohlene Platte, oder Kork größerer Rohdichte erreicht werden.

Die von Ihnen in nahezu Furnierstärke angedachte OSB-Platte kann weder schwimmend, noch in punktuell befestigter Form die Kräfte kompensieren, die ein arbeitender Vollholzboden erzeugen kann. Das kann zum Beispiel dazu führen, daß sich die Ränder heben, sich in der Mitte ein süßes Buckelchen bildet, oder aber daß die Leimverbindung der OSB-Platten miteinnder aufgedrückt werden, womit der konstruktive Zusammenhalt des gesamten Bodens fraglich wird.

Auch ich frage mich: Brauchen Sie den Trittschallschutz überhaupt? Im EFH wird das Thema überbewertet.

@ Fred

Die generelle Ablehnung von "Chemie" beim Bau führt in's Leere, das wissen wir ja beide. Mittlerweile gibt es lösemittel- und weichmacherfreie, selbst in der Verarbeitung nahezu geruchsneutrale Kleber, die dank hoher Elastizität und Wasserfreiheit auch sehr gute technische Eigenschaften haben.

Mit einem Lagerholzaufbau (den ich wo möglich sebstredend bevorzuge) hätte ich hier neben der Aufbauhöhe das Problem, daß die Dielenlängen wohl kaum gleich oder in Rastermaßen gegeben sind. Hirnseitig stoßen will ich jedoch nur auf den Lagerhölzern, auch wenn manche Verlegeanleitung mittlerweile anders aussieht. Holz ist ein heterogenes Material, und an freischwebenden (oder nur durch HWPl unterfütterten) Hirnfugen wird sich das am ehesten zeigen.

Grüße

Thomas
Mut zum Holz
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Restauratio GmbH | Thomas W. Böhme | 29.01.10

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