Fachwerk.de - Alte Dielen neu verlegen
Eine befreundete Architekin meinte, am besten/einfachsten sei es, die Dielen einfach mit Lücke zu Verlegen (5-8mm Fuge) und dann ein "Sikaflex-Zeugs aus dem Boostbau" dazwischen einbringen. Macht sowas Sinn ? Erspart ja das Fräsen...
Freu mich auf eure Antworten,
Grüße aus Hamburg
Sikaflex
Danke. Ich habe lange nicht mehr so herzhaft gelacht als über die Aussage der befreundeten Architektin.
Bitte ganz ganz ganz schnell diese Möglichkeit vergessen.
Ich finde die Nut - lose Feder Lösung gut und habe sie auch bereits mehrfach angewandt. Mit einer Handoberfräse würde ich aber den Weg nicht einschlagen. Eine Tischfräse mit autom. Vorschub sollte es schon sein. Gerne dann auch die Oberseite der Diele auf den Tisch. (Achtung sauber halten sonst verkratzt die leider bereits geschliffene Oberfläche)
Aus welchem Material sind die Dielen und welche Abmessungen haben sie jetzt nach dem Bearbeiten noch ?
Danke. Ich habe lange nicht mehr so herzhaft gelacht als über die Aussage der befreundeten Architektin.
Bitte ganz ganz ganz schnell diese Möglichkeit vergessen.
Ich finde die Nut - lose Feder Lösung gut und habe sie auch bereits mehrfach angewandt. Mit einer Handoberfräse würde ich aber den Weg nicht einschlagen. Eine Tischfräse mit autom. Vorschub sollte es schon sein. Gerne dann auch die Oberseite der Diele auf den Tisch. (Achtung sauber halten sonst verkratzt die leider bereits geschliffene Oberfläche)
Aus welchem Material sind die Dielen und welche Abmessungen haben sie jetzt nach dem Bearbeiten noch ?
Fachwerkflüsterer - Häuser ihre Geschichten und Geschichte erzahlen lassen
Mitglied der Fachwerk.de Community(Profil)
Ingenieurbüro Bergisches Land - Markus Mattonet | M. Mattonet | 18.11.11
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Dielenabdichtung
Diese lustige Idee der Architektin sollten Sie nicht aufgreifen.
Da beim Verlegen der Dielen schnell ein paar hundert Meter an Kantenlängen zusammenkommen, würde ich mir überlegen, mit dem Dielenstapel zu einer Schreinerei zu fahren, alle Dielen durch die Abrichte/Dickte zu schieben, damit sie die gleiche Materialstärke haben und dann eine passende Nut mit der Tischfräse anfertigen zulassen. Passende Federstreifen aus Hartfaserplatten lassen sich bei der Gelegenheit auch sägen.
Sollten Nut/Feder dennoch in Heimarbeit verbleiben, ist ein sog. "Lamellofräser" einfacher, sicherer und schneller zu verwende als die Hand-Oberfräse. Der Lamellofräser wird mit Anschlag auf die Oberfläche gesetzt und schlitzt die KAnte, entweder punktuell, um einen Lamello einsetzen/einleimen zu können, oder über die gesamte Länge als Nut. Was dann aber auch wiederum sehr zeit und kraftaufwändig ist. Die Schreinerei ist die bessere Alternative.
Als Unterkonstruktion können sie beide beschriebenen Varianten nutzen. Sollte Trittschalldämmung ein Rolle spielen, dann die schwimmende Lösung mit Trittschalldämmplatte punktuell unter der Lattung
Diese lustige Idee der Architektin sollten Sie nicht aufgreifen.
Da beim Verlegen der Dielen schnell ein paar hundert Meter an Kantenlängen zusammenkommen, würde ich mir überlegen, mit dem Dielenstapel zu einer Schreinerei zu fahren, alle Dielen durch die Abrichte/Dickte zu schieben, damit sie die gleiche Materialstärke haben und dann eine passende Nut mit der Tischfräse anfertigen zulassen. Passende Federstreifen aus Hartfaserplatten lassen sich bei der Gelegenheit auch sägen.
Sollten Nut/Feder dennoch in Heimarbeit verbleiben, ist ein sog. "Lamellofräser" einfacher, sicherer und schneller zu verwende als die Hand-Oberfräse. Der Lamellofräser wird mit Anschlag auf die Oberfläche gesetzt und schlitzt die KAnte, entweder punktuell, um einen Lamello einsetzen/einleimen zu können, oder über die gesamte Länge als Nut. Was dann aber auch wiederum sehr zeit und kraftaufwändig ist. Die Schreinerei ist die bessere Alternative.
Als Unterkonstruktion können sie beide beschriebenen Varianten nutzen. Sollte Trittschalldämmung ein Rolle spielen, dann die schwimmende Lösung mit Trittschalldämmplatte punktuell unter der Lattung
retrogarde
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pickartz.architektur | Will Pickartz Architekt AKNW | 18.11.11
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Man kann
auch eine Hand-Oberfräse heimwerkermäßig in eine Tischfräse verwandeln ;-)
Auf diese Art haben wir uns passende Parkettstäbe zuM Ausbessern gefertigt. Und zwar: Es gibt in SOnderangeboten immer wieder Tische, die unter Namen wie "Werk- und Spanntisch" verkauft werden. Dort haben wir die Fräse mit einem 5mm-Nutfräser bestückt eingespannt, so dass der Fräser waagrecht zeigt und grob in der Höhe ausgerichtet, so weit nach unten wie es eben ging. Anschließend haben wir aus passend auf Dicke gehobelten Brettern eine Auflage gebastelt, die für die exakt passende bzw. gleichbleibende Höhe der Nut sorgte. Dann kann man das Werkstück einfach an der Fräse vorbeiziehen.
Nur: mit max. 40cm langen Parkettstäben funktioniert das wesentlich leichter, als mit 3, 4 oder gar 5m langen Dielen...
auch eine Hand-Oberfräse heimwerkermäßig in eine Tischfräse verwandeln ;-)
Auf diese Art haben wir uns passende Parkettstäbe zuM Ausbessern gefertigt. Und zwar: Es gibt in SOnderangeboten immer wieder Tische, die unter Namen wie "Werk- und Spanntisch" verkauft werden. Dort haben wir die Fräse mit einem 5mm-Nutfräser bestückt eingespannt, so dass der Fräser waagrecht zeigt und grob in der Höhe ausgerichtet, so weit nach unten wie es eben ging. Anschließend haben wir aus passend auf Dicke gehobelten Brettern eine Auflage gebastelt, die für die exakt passende bzw. gleichbleibende Höhe der Nut sorgte. Dann kann man das Werkstück einfach an der Fräse vorbeiziehen.
Nur: mit max. 40cm langen Parkettstäben funktioniert das wesentlich leichter, als mit 3, 4 oder gar 5m langen Dielen...
Der Architekt...
hält den Löffel beim Suppeessen sicher verkehrt herum. Wirklich heiter.
Ich halte weder (Schaft) Nutfräser noch Lamellofräse für praktikabel, und bei der Tischfräse würde sich jede Unebenheit rächen. Der langen Dielen wegen müssten die Tische denn auch länger (und stabil) werden, als viele Werkstätten Platz haben. Mit Rollböcken wird das nix.
Nehmen Sie einen Scheibennutfräser 5 oder 6mm mit Anlaufring, der eine Nuttiefe von 10mm bietet. Damit können Sie wie angedacht auf der Oberseite schieben, und die Nut ist immer an Ihrem Platz.
Grüße
Thomas
hält den Löffel beim Suppeessen sicher verkehrt herum. Wirklich heiter.
Ich halte weder (Schaft) Nutfräser noch Lamellofräse für praktikabel, und bei der Tischfräse würde sich jede Unebenheit rächen. Der langen Dielen wegen müssten die Tische denn auch länger (und stabil) werden, als viele Werkstätten Platz haben. Mit Rollböcken wird das nix.
Nehmen Sie einen Scheibennutfräser 5 oder 6mm mit Anlaufring, der eine Nuttiefe von 10mm bietet. Damit können Sie wie angedacht auf der Oberseite schieben, und die Nut ist immer an Ihrem Platz.
Grüße
Thomas