Fachwerk.de - Alte Holzdielen bergen. Schnelle Antwort?!
Bei den Fliesen sehe ich nicht so ein großes Problem, das habe ich schon mal gemacht.
Was aber ist mit den Holzdielen? Es sieht so aus, als seien die Dielen mit Nut und Feder versehen, und mit Nägeln durch Nut und Feder auf der Balkenlage befestigt.
Gibt es eine relle Möglichkeit, die Dielen ohne oder nur mit geringen Beschädigungen zu bergen? Ich weiß nicht, was es für ein Holz ist, sie sind aber recht dick, geschätzt (Zolli vergessen...) 4 cm.
Ich hatte gedacht, eine Diele am Anfang zu zerstören, und dann, wie weiter, Knippeisen?
Oder Handauflegen oder Uri Geller?
Wir haben leider nicht viel Zeit für experimente und Bergung, desewegen bitte ich um und danke für schelle Antworten!!
Schöne Grüße im schönen Spätsommerfrühherbst, Mario Albrecht
Dielenbodenrettung
Hallo Mario,
ich habe den einzig erhaltenswerten Boden in meiner Hütte einigermaßen unbeschadet rausbekommen. Ich hatte in meinem Bauerhaus sowohl im zukünftigen Wohnzimmer, als auch im darüberliegenden zukünftigen Schlafzimmer Pitchpine-Dielen (auch Nut-Feder). Die im Wohnzimmer waren stark lediert und ich konnte sie als Übungsobjekt benutzen. Ich habe auf der Seite, auf der der Boden mit der Feder endet das erste Brett entfernt (ging aber kaputt). Danach bin ich Balken für Balken durch gegangen und habe mit einem Brecheisen immer stückchenweise gehebelt /Eisen auf Balken, freies Ende vom Eisen schräg unter die Diele im Feld. Dann immer zentimeterweise von Balken zu Balken und wieder vorne anfangen. Wenn die Diele dan lose war, umdrehen und Nagel durchlagen, mit Latthammer und Unterlage ziehen. Ein paar Verlußte gab es aber trotzdem. Pitchpine ist relativ hart, bei einem weichern Nadelholz könnten die Verluste steigen... Einfach probieren.
Gruß Patrick.
P.S.: Aus den Dielen mache ich "Pitchpine-Leimbinder" und mache daraus ein Bett.
Hallo Mario,
ich habe den einzig erhaltenswerten Boden in meiner Hütte einigermaßen unbeschadet rausbekommen. Ich hatte in meinem Bauerhaus sowohl im zukünftigen Wohnzimmer, als auch im darüberliegenden zukünftigen Schlafzimmer Pitchpine-Dielen (auch Nut-Feder). Die im Wohnzimmer waren stark lediert und ich konnte sie als Übungsobjekt benutzen. Ich habe auf der Seite, auf der der Boden mit der Feder endet das erste Brett entfernt (ging aber kaputt). Danach bin ich Balken für Balken durch gegangen und habe mit einem Brecheisen immer stückchenweise gehebelt /Eisen auf Balken, freies Ende vom Eisen schräg unter die Diele im Feld. Dann immer zentimeterweise von Balken zu Balken und wieder vorne anfangen. Wenn die Diele dan lose war, umdrehen und Nagel durchlagen, mit Latthammer und Unterlage ziehen. Ein paar Verlußte gab es aber trotzdem. Pitchpine ist relativ hart, bei einem weichern Nadelholz könnten die Verluste steigen... Einfach probieren.
Gruß Patrick.
P.S.: Aus den Dielen mache ich "Pitchpine-Leimbinder" und mache daraus ein Bett.
Die Feder kann man meisst abschreiben,
die platzt auch bei grosser Vorsicht gerne weg.
Darum und zum Abkürzen der Aktion: neues Hartmetallblatt in die HKS und alle Fugen samt Nägel aufschneiden.
Dann mit Kuhfuss und viel Gefühl wie von Patrick beschrieben.
Verluste unbedingt einplanen!
Der Tischler deines geringsten Misstrauens fräst dir dann wieder neue Federn ein.
die platzt auch bei grosser Vorsicht gerne weg.
Darum und zum Abkürzen der Aktion: neues Hartmetallblatt in die HKS und alle Fugen samt Nägel aufschneiden.
Dann mit Kuhfuss und viel Gefühl wie von Patrick beschrieben.
Verluste unbedingt einplanen!
Der Tischler deines geringsten Misstrauens fräst dir dann wieder neue Federn ein.
Klingt ja barbarisch -
der Tip kam jedenfalls nicht vom Tischler.
Nach den leichten Hochhebeln kann man die Nägel auch mit den elektrischen Fuchsschwanz und geeignetem Blatt durchsägen. Dann sollte auch die Feder im wesentlichen ganzbleiben.
Grüße
Thomas
der Tip kam jedenfalls nicht vom Tischler.
Nach den leichten Hochhebeln kann man die Nägel auch mit den elektrischen Fuchsschwanz und geeignetem Blatt durchsägen. Dann sollte auch die Feder im wesentlichen ganzbleiben.
Grüße
Thomas
Die Methode...
...von Jens klingt männermaßig. Habe ich noch nicht probiert, würde aber aufgrund der Kosten eher zu Thomas Idee raten. Während langes Sägen, womöglich noch so Materialien wie Laminat das Kreissägeblatt bloß stumpf macht, wird bei dem Einsatz wohl die Kariesgefahr recht hoch sein. Da stehen dann 30 Euronen aufwärts für ein Kreissägeblatt gegen ein paar Euronen für Metallsäbelsägenblätter...Die halten recht lange, wenn sie bloß 100 Jahre alte Nägel zu kauen haben.
Geschmacksache. Die Säbelsägennummer hat gegenüber meiner halt den Vorteil, daß du nicht die ganze Nägellänge raushebeln mußt, was unter Umständen je nach Nagellänge die Nut oder Feder beschädigt (Verkanten und Sprengen durch großen Winkel).
Gruß Patrick.
...von Jens klingt männermaßig. Habe ich noch nicht probiert, würde aber aufgrund der Kosten eher zu Thomas Idee raten. Während langes Sägen, womöglich noch so Materialien wie Laminat das Kreissägeblatt bloß stumpf macht, wird bei dem Einsatz wohl die Kariesgefahr recht hoch sein. Da stehen dann 30 Euronen aufwärts für ein Kreissägeblatt gegen ein paar Euronen für Metallsäbelsägenblätter...Die halten recht lange, wenn sie bloß 100 Jahre alte Nägel zu kauen haben.
Geschmacksache. Die Säbelsägennummer hat gegenüber meiner halt den Vorteil, daß du nicht die ganze Nägellänge raushebeln mußt, was unter Umständen je nach Nagellänge die Nut oder Feder beschädigt (Verkanten und Sprengen durch großen Winkel).
Gruß Patrick.
Auf die harte Tour gehts auch
Falls beim ersten Probebrett zu sehen ist, dass sich die Nägel durchziehen wollen oder die Schäden durch die (dafür ungegeigneten) Nageleisen im Randbereich der Diele überhand nehmen, bleibt noch die Durchschlagsvariante. Also alte Nägel durch die Diele treiben, entweder mit einem Durchschläger manuell oder einem Bohrhammer mit speziell abgedrehten Meissel. Klingt barbarisch, aber: bei Notbergungen, wo der Bagger schon tuckert, bleibt wenig Zeit zum Anmeditieren. Die in den Balken getriebenen Nägel sind bei deren Bergung sehr lästig, aber oft bekommt man ja gerade noch den Belag gerettet. Die Nagellöcher sind dadurch etwas grösser, müssen aber beim Wiedereinbau sowieso geschlossen werden.
Für die nächste Dielenrodung vielleicht überlegenswert
Falls beim ersten Probebrett zu sehen ist, dass sich die Nägel durchziehen wollen oder die Schäden durch die (dafür ungegeigneten) Nageleisen im Randbereich der Diele überhand nehmen, bleibt noch die Durchschlagsvariante. Also alte Nägel durch die Diele treiben, entweder mit einem Durchschläger manuell oder einem Bohrhammer mit speziell abgedrehten Meissel. Klingt barbarisch, aber: bei Notbergungen, wo der Bagger schon tuckert, bleibt wenig Zeit zum Anmeditieren. Die in den Balken getriebenen Nägel sind bei deren Bergung sehr lästig, aber oft bekommt man ja gerade noch den Belag gerettet. Die Nagellöcher sind dadurch etwas grösser, müssen aber beim Wiedereinbau sowieso geschlossen werden.
Für die nächste Dielenrodung vielleicht überlegenswert
Durchnageln ..
ist unter Umständen sogar die schonendste Methode , mit Splintentreiber oder mit abgesägtem 180er Nagel . Bleiben die meisten Dielen heile !!
Gruß Jürgen Kube
ist unter Umständen sogar die schonendste Methode , mit Splintentreiber oder mit abgesägtem 180er Nagel . Bleiben die meisten Dielen heile !!
Gruß Jürgen Kube
FensterEcke Brüggemann + Kube / Brüggemann + Kube ZiMMEREi
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Brüggemann + Kube ZiMMEREi | Jürgen Kube | 25.09.07
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