Die eine Hand weiß nicht, was die andere tut...

Die eine Hand weiß nicht, was die andere tut...Hallo,

wir sind nun seit einiger Zeit dabei, unser von 1805 stammendes Bauernhaus zu sanieren. Als kleines Weihnachtsgeschenk fanden wir am 23.12.2013 einen Bescheid im Briefkasten, daß unser Objekt nun Denkmalschutz habe.

Nicht, daß wir darum gebeten hätten, aber sei´s drum.

Bei einer Begehung forderte die Vertreterin der oberen Denkmalschutzbehörde, daß die in einigen Räumen noch vorhanden Lehmwickel in der Decke erhalten bleiben müssen.

Das Bauamt fordert aber eine Mindestdeckenhöhe von 2,20 m. Wenn wir das unter Erhalt der alten Decke ausmessen, liegen in den Ecken von Fußboden und Wänden später einige Steine des Felsenfundamentes über der Oberkante Fertigfußboden.

Da kannste keinen Schrank mehr an die Wand rücken.

Kann man hier irgendwie eine Ausnahmegenehmigung für eine Unterschreitung der Deckenhöhe über den Denkmalschutz begründen? Die Dame von der oberen Denkmalschuztbehörde hat mich an die Frau der unteren Denkmalschutzbehörde verwiesen, die bis neulich im Bauamt gesessen hat. Diese verwies mich dann an ihren Nachfolger im Bauamt, welcher vage andeutete, daß eine Stellungnahme des Denkmalschutzes hilfreich sein könne.

Für die in absehbarer Zeit geplante private Nutzung könne er sich zu einer Ausnahme vielleicht hinreißen lassen. Da wir aber in Zukunft eine gewerbliche Nutzung einiger Räume anstreben, wäre wir damit wohl voran, aber noch nicht am Ziel angekommen.

Hat jemand hier Erfahrung, wie wir vorgehen können? Im Moment gefährdet diese Unklarheit den Baufortschritt und wir laufen Gefahr, eine gewährte Förderung wegen Fristüberschreitung zu verlieren.

Ich bin für jeden Tipp dankbar.

Gruß

Martin
Den frühen Wurm fängt der Vogel...
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 26.08.14

Kommt darauf an ...


... was Ihr für ein Verhältnis zu den jeweiligen Personen habt. Persönlich komme ich mit meinem Ansprechpartner bei der unteren Denkmalschutzbehörde in unserer Stadt sehr gut klar. Sollte dies bei Euch ebenfalls der Fall sein würde ich versuchen diesen und den Mann vom Bauamt zu einem gemeinsamen Termin mit Euch zu terminieren. Wenn ich das richtig verstanden habe sitzen die beiden ja eh im gleichen Haus/Amt. Dann kann jeder seinen Senf zu dieser Thematik ohne Zeitverlust und Interpretationsfehler dazu geben. Eventuell lässt sich dann gemeinsam rasch eine gangbare sowie genehmigungsfähige Lösung finden.

Toi toi toi vom südöstlichen Berg des Wuppertals
Karsten
Nichts ist so schlimm, wie wir fürchten, nichts so gut, wie wir hoffen.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 26.08.14

Die kennen sich


Hallo Karsten,

Frau R. vom Denkmalschuzt ist die Vorgängerin des Herrn M. vom Bauamt. Die kennen sich. Herr M. hat heute nebulös zu verstehen gegeben, daß eine Stellungnahme des Denkmalschutzes hilfreich wäre, hat dabei aber auf Frau S. von der oberen Denkmalschutzbehörde abgestellt. Selbst der kommt mit Frau R. nicht klar.

Die hat schon letztes Jahr im Bauamt unseren Bauantrag verschlampt. Und dann im Denkmalschutz 3 Monate für eine Stellungnahme gebraucht, die Voraussetzung für unsere Baugenehmigung war. Alles nicht so einfach.

Nun war mit Frau R. heute vereinbart, Herrn M. aufzusuchen, mit ihm das Problem zu besprechen und ich könne ihn dann später direkt anrufen.

Als ich das tat, stellte sich raus, daß sie nur meinen Anruf angekündigt hatte. Kein inhaltliches Gespräch.
Den frühen Wurm fängt der Vogel...
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 26.08.14

Als ich an meiner Bude


mein Büro verputzte gab es eine Kontrolle der Berufsgenossenschaft. Da ich als selbstständiger Zimmerer OHNE Angestellte am eigenen Objekt arbeitete, ging's die Dame aber nix an.
ABER: Deckenhöhe unter 2m! Sie teilte mir mit, dass es sie sehr wohl was anginge, wenn ich eine Bürokraft beschäftigen würde. Das wäre dann nicht erlaubt. Nicht mal bei einer kleinen Bürokraft.
Da Ihr Objekt auch gewerblich genutzt werfen soll, kann aus dieser Ecke auch noch Ärger drohen.
Ralph Schneidewind
Wir können's zusammen!!!
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Ralph Schneidewind Zimmerer | | 27.08.14

Auweia ...


Das sind ja nicht grade die besten Aussichten. Ich hoffe Ihr bekommt doch noch die beiden mit Euch an einen Tisch ... .
Wie groß wäre denn ungefähr der Absatz zwischen den Steinen und der Wand?

Grüße vom südöstlichen Berg des Wuppertals
Karsten
Nichts ist so schlimm, wie wir fürchten, nichts so gut, wie wir hoffen.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 27.08.14

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