Fachwerk.de - TRITTSCHALLDÄMMUNG VON UNTEN??? GEHT DAS ÜBERHAUPT???

...folgende Situation...mein Haus hat 2 Wohnungen eine im EG, eine im OG... das Haus hat Holzbalkendecken, von oben Holzdielen, von unten Pliesterlatten mit Gipsputz in der Zwischenlage ist Teilweise eine Art Bimsstein in Plattenform.
Die Wohnungen sind sehr hellhörig. In der unteren Wohnung hört man jeden Schritt, in der oberen Wohnung hört man jedes Wort.
Da die untere Wohnung leer steht, würde ich gerne evtl. die Decke abhängen und eine Isolierung gegen Trittschall und Schall einbringen. Die Deckenhöhe beträgt nun etwa 3,20 m.

Eine Isolierung nach oben ist nicht möglich, da die obere Wohnung bewohnt ist und zudem der originale Holzboden erhalten bleiben soll.

Ist ein Abhängen und Isolieren sinnvoll?
Was ist möglich?

Wer kann mir einen Tip geben. Danke im voraus.
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frank grob | 02.11.07
Decke von unten isolieren
Guten Tag,

in Ihrer Decke scheint ja gar nichts drin zu sein. Dann müssen Sie zunächst einmal die Resttragfähigkeit der Decke bestimmen:
Balkenquerschnitte, Abstände, Stützweiten.
Daraus ergeben sich dann die weiteren Möglichkeiten.

Man kann allerdings sagen, daß das Aufbringen von Trittschall von oben, Zimmer für Zimmer, sinnvoll und zumutbar ist. Ich seh auch nicht, warum ein Mieter widersprechen sollte oder könnte.

Grüße
Neue Nutzungen für alte Gebäude
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Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | Dietmar Beckmann | 03.11.07
...NUR VON UNTEN MÖGLICH
In der Decke ist eine Art Blähton vorhanden.
Balkenquerschnitte sind ausreichend, lt. Statiker.
Eine Aufbringung von Trittschalldämmung von oben soll nicht erfolgen, weil der originale Holzboden erhalten bleiben soll.
Deshalb hier die Frage nach den besten möglichkeiten "von unten"???

Welche Materialien, welches Vorgenen???
Danke...
lieber ehrlich als beliebt
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frank grob | 05.11.07
Trittschall von unten
Hallo, habe gerade ein bisschen im Forum gestöbert und Ihre Frage gefunden. Da dies genau auch mein Problem ist möchte ich Anfragen ob Sie eine Lösung gefunden haben, denn leider war keine Antwort auf Ihr Schreiben im Forum

Würde mich freuen von Ihnen zu hören

Gruß Karin Merkle k.merkle@gmx.de


Karin Merkle | 02.02.08
Abgehängte Decken
Eine einigermaßen gute Tritschalldämmung von unten ist sehr aufwendig und detailspezial.
Gute Ergebnisse konnten wir mit Schwingungsabhängern und Lehmbauplatten oder doppelter Fermacell erreichen.
Sehr wirkunksabhänige Details sind die Anschlüße zu den Wänden (Ähnlich wie eine Schattenfuge jedoch nicht mit der Decke mechanisch verbunden, Anbringung der Schwingungsdämpfer und das Füllmaterial in der abgehängten Decke.


Jan Diamantopoulos | 03.02.08
Nun,
grundsätzlich unterscheidet sich der Schall in 2 Formen, Körperschall und Luftschall. Die Bekämpfung erfordert unterschiedliche Massnahmen. Speziell der Trittschall ist eigentlich nur durch Massnahmen an der Fussbodenoberfläche zu reduzieren. Allseitig weich gelagert und ohne Verbindung zum Bauwerk. Durch unterseitig angebrachte Konstruktionen lässt sich nur der Luftschall verringern, das aber bei entsprechenden Materialien sehr effektiv. Dadurch wird auch der Luftschallanteil, der beim Trittschall entsteht, gemindert. Allerdings ist der Effekt nur minimal.
MfG
dasMaurer
alt und neu ist kein widerspruch
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Maurermeister | Ulrich Warnecke | 03.02.08

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