Fachwerk.de - Holzbalkendecke - alter Lehmeinschub wiederverwendbar?

Hallo in die Runde!
Wir beginnen gerade mit dem Ausbau unseres Dachbodens und da steht zuerst die Geschossdecke an.
Der Aufbau von oben:
Dielenbretter, ca. 2cm Spreu, ca. 6-8 cm Lehm auf Schwartenbrettern, diese auf Kantkölzern, die seitlich an die Deckenbalken genagelt wurden.
Das ganze ist von der Unterseite gekalkt, so dass es wohl mal ursprünglich die Sichtfläche darstellte.

Heute gibt es darunter allerdings nochmals eine (abgehängte?) Decke etwa 1m unterhalb. Man kann leider nicht so viel erkennen, da der Vorbesitzer mit Mineralwolle und losem Styropor gedämmt hat.

Meine Frage bezieht sich auch auf die "echte" Balkendecke. Die Dielenbretter sind nicht zu retten. Und der Statiker möchte zur Stabilität der Deckenbalken so keine Auskunft geben, sondern erst wenn diese freiliegen. Also muss der Einschub aus Lehm und Spreu sowie die Schwartenbretter raus.

Lohnt es sich, diesen Einschub wieder zu verwenden? Wir haben begonnen, die Spreuschicht abzuschaufeln und diese im Garten zu vergraben. Aber kann man den Lehm nicht wieder aufbereiten? Und wenn ja, wie? Wie sauber muss er von der Spreu getrennt werden? Oder sind Spreuanteile egal? Wie dick muss die Schüttung eigentlich sein?

Am liebsten würden wir auch die Schwartenbretter wieder verwenden. Spricht da etwas dagegen? Was empfiehlt sich als Rieselschutz? Obenauf kommt dann eine Lattung mit Niveauausgleich und dann OSB-Platte. Was gibt es dabei noch zu beachten?

Die Decke soll später evtl. mal von unten freigelegt werden, so dass man wieder die urspüngliche Sicht auf die Deckenbalken und den Streifboden hat.

Für Tipps vorallem bezüglich des Lehmeinschubs wäre ich dankbar!

Grüße, anjorke.
heute von gestern für morgen
Mitglied der Fachwerk.de Community()
anjorke | 01.11.11
alter Lehmeinschub wiederverwendbar
Spricht nichts dagegen. Lehm langsam mit Gartenspritze einweichen und dann Einbauen oder besser Trocken wieder einbringen. Ich bin allerdings der Meinung dass Sie die Tragfähigkeit der Deckenbalken ohne das Entfernen der Einbauten mit Sandsäcke oder Gewichte messen können Fragen Sie einen erfahren Statiker.
Viel Glück und gutes Gelingen
A. R. Thams
Alte Häuser erzählen Geschichten
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Architekt Thams | Freischaffender Architekt A. R. Thams | 03.11.11
alten Lehmeinschub aufbereiten
Sollte der Lehm vor dem Einweichen zerstampft werden? Und wenn er dann gewässert ist, wie lange muss der Boden offen bleiben bis die OSB-Platten verlegt werden können? Ist die dampfsperrende Eigenschaft von OSB grundsätzlich problematisch? Wir dämmen (und heizen) das DG erst im Frühjahr. Bis dahin wird nur das EG sporadisch (in den Bauphasen) geheizt. Kann es da Probleme mit der Kondensfeuchte an der OSB-Schicht geben? Wenn man den Lehm Trocken einschüttet, wie "homogen" muss er dann sein?
Viele Fragen. Danke für Antworten!

Grüße, anjorke.
heute von gestern für morgen
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anjorke | 03.11.11
Bitte keine
Bitte keineOSB in dieser Konst. wozu auch? (Schimmelbildung wahrscheinlich). Nehmen Sie lieber Holzdielen.
Die Konst. soll bis der Lehm Trocknet offenbleiben und gut lüften.
MfG
A. R. Thams
Alte Häuser erzählen Geschichten
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Architekt Thams | Freischaffender Architekt A. R. Thams | 03.11.11
Wände auf Dielen?
Kann man dann die Trockenbauwände auf die Dielung stellen?
Oder würde man die Raumaufteilung schon bei der Lattung auf den Balken berücksichtigen und die Dielen dann in jedem Zimmer separat einlegen? Sorry für meine Laien- Fragen.
anjorke.
heute von gestern für morgen
Mitglied der Fachwerk.de Community()
anjorke | 03.11.11

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