Dampfsperre unter Massivholzdielen ?

Fußboden

Hallo, in unserm alten Haus, ca. 1910 erbaut, möchten wir im Erdgeschoss einen Massivholzboden verlegen. Dazu eine Frage bezüglich der Dampfsperre :
Muss diese zwischen dem Massivholzdielen und der Dämmung verlegt werden, so wie beim Dach, zwischen Kälte und Wärme? Das Fundament ist nicht gedämmt und sieht bisher so aus:

Erdreich
Betonplatte
Bitumenbahn als Horizontalsperre

Darauf sollen Kanthölzer, dazwischen eine wasserfeste Dämmung 

Nun ist die Frage, ob zwischen Daemmung und den  Massivholzdielen  noch eine Dampfsperre angebracht werden soll.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 04.01.14

Wenn...


die Bitumenbahn in Ordnung ist (wie alt?), benötigen Sie keine weitere Sperre. Wenn nicht, ist die Bitumenbahn zu erneuern und an den Wänden bis UK Dielung hochzuziehen.

Eine Dampfsperre ist im Fußbodenbereich nicht erforderlich.

Warum eine WASSERFESTE Dämmung? Hochwassergefahr?

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
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Restauratio GmbH | | 04.01.14

Dampfsperre unter Massivholzboden


Bei uns in der Gegend ist das Grundwasser sehr hoch.

Welche Dämmung eignet sich am besten

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 04.01.14

Mehr Angaben wären schön


Wie dick ist die Bodenplatte?
Wie dick ist die Außenwand und woraus besteht sie?
Gibt es eine Dämmung im Bereich Außenwand/ Sockel?
Wie liegt sie im Verhältnis zum Außengelände?
Wie dick soll gedämmt werden?
Welche Änderungen wurden durchgeführt?
Wasserfeste Dämmung wäre eine Perimeterdämmung. Als Dämmung zwischen den Lagerhölzern eignet sie sich nicht.
Der Weg ist das Ziel
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | | 04.01.14

Detaillösung


Wie bereits Fred Heim schrieb, müssen mehr Informationen bekannt sein, um zu Ihrer Frage eine konstruktive Empfehlung zu geben. So muß vor Ort entschieden werden, wie z.B. mit einer nicht vorhandenen Horizontalsperre im MW verfahren wird, ob Feuchtebelastungen aus unterschiedlichen Situationen (Sockelbereich) vorhanden sind.

Wenn Sie ein Problem mit einem zu hohen Grundwasserstand haben, dann hilft natürlich auch keine Bauwerksabdichtung, wie Sie sie eingebaut haben. Dieser Punkt muß zweifelsfrei gelöst werden. Über den Bemessungswasserstand gibt entweder die Untere Wasserbehörde Auskunft oder Sie fragen bei einem Bauvorhaben in der NAchbarschaft nach, ob der Wasserstand anhand eines Bodengutachtens gemessen wurde. Oder Sie geben selbst eine solche UNtersuchung in Auftrag, damit das eventuelle Problem "Grundwasser im Haus" nicht nur auf Vermutungen und Geraune basiert.

Sollten Sie tatsächlich ein grundsätzliches Problem mit drückendem Grundwasser haben, muß über Ihre Frage ganz neu nachgedacht werden. Sofern es im Zusammenhang mit dem Altbau überhaupt eine Lösung dafür gibt.

Als Perimeterdämmung auf der Bodenplatte würde ich, im Zusammenhang mit der horizontalen BAuwerksabdichtung, Schaumglasplatten verkleben. Sie sind absolut dampfdicht, wasserfest und verrottungssicher. Darauf können Sie Ihren Dielenboden beruhigt aufbauen.

Haben Sie bis dato ein konkretes Problem damit gehabt? Wassereintritt im Keller etc.?
... den Dingen auf den Grund gehen ...
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Will Pickartz Architekt AKNW | | 04.01.14

Dampfsperre-Bilder aus der Bilddatenbank: