Aussendämmung mit Polystyrol????

Aussendämmung mit Polystyrol????Hallo zusammen,

dämmt man ein Fachwerkhaus mit Polystyrol oder doch besser mit Rockwoll?

Wir hören so viele Meinungen:

- wäre kein Problem mit Polystyrol zu dämmen

- Holz "fault" schimmelt schnell mit Polystyrol lieber Rockwoll verwenden, weil`s atmen kann

- Rockwoll zu teuer lieber Polystyrol verwenden

Nun stellt sich mir einfach die Frage, ob es nicht sinnvoller ist mit Rockwoll zu dämmen und ein paar Euros mehr auszugeben, als mit dem eher günstigen Polystyrol und mit der Gefahr leben, dass irgendwann mein Holz verfault ist....

Ich hoffe diese Frage wurde noch nicht gestellt (hab nichts gefunden) und das Thema nochmals durchgekaut.
Schaffa, Schaffa Häusle baua :-)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 31.12.08

Mit keinem von beiden!!!


Beide Varianten haben große bauphysikalische Schwachstellen.
Wenn, dann mit Holzweichfasersystemen oder auch Korkdämmstoffen.

In diesem Sinne erst einmal einen guten Jahreswechsel, etwas neue Überlegung und nach den Feierlichkeiten etwas mehr zu diesem Thema.

Guten Rutsch,
Udo Mühle
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community
LehmHandWerk Udo Mühle | | 31.12.08


Guten Tag,
beides sollten Sie nicht verwenden!
Wenn ich mir das Foto Ihres Hauses genauer anschaue, stellen sich vorab ganz andere Fragen.
Was sehe ich: Dispersionsbeschichtungen, Zementputze, Feuchteschäden, Fliesen auf Fassade, Putzrisse usw.
Konstruktive Schäden am Fw sind somit nicht auszuschließen.
Hier eine WD aufzubringen, führt zu einer Verlagerung des Problems. Glücklich werden Sie damit langfristig nicht.
Einen guten Rutsch wünscht
Bernd Kibies
DOKUMENTIEREN-UNTERSUCHEN-BEWERTEN-PLANEN Baudenkmalpflege und Altbauerhaltung
Mitglied der Fachwerk.de Community
Baudenkmalpfleger.de | | 31.12.08

Weder - noch !


Bei 3 gleichlautenden Antworten dürfte die Auswahl leicht fallen. Sparen Sie sich das Geld für andere, wichtigere Dinge und heizen Sie mit Strahlungswärme, damit erhalten den Wert Ihres Hauses und sparen dabei Energie.

Fragen Sie sich durch und denken Sie über die geschilderten Antworten nach, damit Sie nicht im Nachhinein noch mal von vorne anfangen müssen.

Mit freundlichen Grüßen
Bernhard Fürstberger
Vernünftig bauen + richtig heizen = schöner wohnen
Mitglied der Fachwerk.de Community
BF-Dienstleistungsservice / Heizungs-&Ofenberatung | | 01.01.09

Auch ich rate zu...


Polystyrol- und Mineralwolleabstinenz.

Grundsätzliche Fragen sind zu klären, und eine sichere Antwort werden Sie so aus der Ferne vermutlich nicht (nur) über dieses Forum erhalten können. Sie benötigen nicht die Antwort auf einige Teilfragen, sondern ein Sanierungskonzept.

Vielleicht laden Sie Bernd Kibies 'mal auf einen Baustellentee ein?

Grüße und gutes Gelingen

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 01.01.09

Aussendämmung mit Polystyrol????


Hallo @ all,

erst Mal viele Dank für die Antworten.

Eine Dämmung brauchen wir in jedem Fall, da wir über die Kfw die Sanierung finanzieren und deshalb eine Vollwärmedämmung benötigen. Also, Oberste Geschossdecke, Aussendämmung, "Keller"dämmung, neue Fenster usw.

Wir hatten auch schon einen Energieberater da, der uns zu Polystyrol geraten hat. Ein Stukkateur hat uns aber eher zu Rockwoll geraten.

Das die Fassade vorher genau angesehen wird und Schadstellen "ausgebessert" werden ist ganz klar. Das Erdgeschoß wurde gemauert, erst am dem 1. Stock beginnt das Fachwerk, das Holz ist so weit in Ordnung (befreundeter Zimmerermeister).

Das große Schaufenster wird rausgenommen, hoch gemauert, zwei Fenster und eine Haustür eingebaut, somit wird dieser Teil von der Fassade komplett erneuert.

Es werden in der nächsten Zeit nochmal ein bis zwei Stukkateure kommen und das Haus anschauen, mal sehen ob wir dann wieder drei verschiedene Meinung hören :-) Ich laß mich mal überraschen.

Nochmals vielen Dank....
Schaffa, Schaffa Häusle baua :-)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 02.01.09

Einen Energieberater...


...interessiert häufig nur der Dämmwert (und der ist bei Polystyrol gut), ein Stukkateur muß nicht zwingend etwas von Dämmung oder gar Bauphysik / -biologie verstehen.

Kompetenten Rat bekommt Ihr eher von einem in solchen Fragen erfahrenen Planungsbüro. Es könnte zum Beispiel auch innen gedämmt werden in Verbindung mit einer Wandheizung und Lehm- / Kalkputz. Durch niedrige Vorlauftemperaturen wäre dann eine Wärmepumpe effektiv einsetzbar...

Zumindest Dämmung und Heizung sollten komplex betrachtet werden, und das kann kein Stukkateur, und auch nicht jeder Energieberater.

Eine Adresse in Euerer Umgebung wäre z.B.

Ing.-Büro Gänßmantel
Jürgen Gänßmantel
Marktplatz 6
72355 Schömberg/Zollernalb
Tel.: 07427-914746
Fax : 07427-914964
eMail: buero@gaenssmantel.de


Ingenieurbüro für Baubiologie Ott
Thorsten Ott
Hornstraße 3
72406 Bisingen-Thanheim
Tel.: 07476/391785
eMail: info@ifbo.de

Manderscheid Partnerschaft Freie Architekten
Christoph Manderscheid
Ostendstr. 106
70188 Stuttgart
Tel.: 0711.45957961
Fax : 0711.487469
eMail: email@manderscheid-architekten.de

Lehmbau / Trockenbau
Bernd Hepperle
Gottlieb-Stoll-Str.48
73272 Neidlingen
Tel.: 07023/72669
Fax : 07023/957647
eMail: info@lehmbau-hepperle.de

Alle im Forum gefunden, Bernd Kibies hat sich ja auch schon zu Wort gemeldet. Grundsätzlich gilt: Nur wenn man die richtigen Leute fragt, bekommt man brauchbare Antworten. Fehler bei der Dämmung von Fachwerksubstanz können nach Jahren gravierende Folgen haben. Das Geld für einen kompetenten Berater wiegt dagegen fast nichts.

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 02.01.09

Leider, leider...


Fassadendefekte...sind viele Energieberater übers Wochenende fit gemacht worden.
So ein Schein ist dann auch geduldig und die Berechnungprogramme bekommt man u.U. dann vielleicht gleich noch mit!
Und das diese wiederum von der Dämmstoffindustrie gesponsert (entwickelt!!) wurden, weiß der Laie leider nicht.
Und nun sind Sie aber in der misslichen Lage, wegen der KfW-Förderung Maßnahmen zu ergreifen, die dann vielleicht nach hinten losgehen und in ein paar Jahren bei Ihnen zu Bauschäden führen könnten.
Die KfW übernimmt diese Dinge dann aber leider nicht!!!!

Auch sollte Ihr Objekt komplex betrachtet werden, denn da zählt Heizungsanlage, Dachdämmung, Deckenbereiche etc. auch mit hinein.

@ Th.W.B.

Diese Antworten und Recherchen sind nicht von schlechten Eltern und könnten für Sie sicherlich hilfreich und zukunftsträchtig sein.
Dazu gibt es ja diese Plattform, um Alleingänge überschaubarer zu halten.

Man kann z.B. auch mit Kork außen dämmen, Holzweichfasersystemen oder auch mit mineralische Baustoffen. Im Innenbereich mit Lehmbaustoffen oder anderweitige Meterialien.
Kunststoffe und chemische Dämmmaterialien werden über kurz oder lang eher sehr kritisch betrachtet werden müssen.
CO²-Bilanzen dieser Industrie sollten da einmal beäugt werden!
Sollte jetzt kein Ökobericht entstehen, sondern nur einmal eine kleine Randbemerkung zur Sache werden.

Unterstützende Grüße
Udo Mühle
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community
LehmHandWerk Udo Mühle | | 02.01.09

Legen Sie in Ihrem Interesse die Beratungsresistenz ab!


Hallo Thomas,
danke für die Empfehlung, aber ich wohne doch in Köln und nicht im Schwabenländle.
Die Städte liegen nur mal eben schlappe 399 km geographisch auseinander!
Vor Energieberatern mit Halbwissen möchte ich an dieser Stelle auch noch einmal eindringlich warnen.
Langfristig werden Sie mit den geplanten Maßnahmen nicht glücklich. Aber was soll ich mich da wiederholen.
Ich kann nicht mehr mitlesen, ich ertrage es einfach nicht mehr.
Grüße,
Bernd Kibies
DOKUMENTIEREN-UNTERSUCHEN-BEWERTEN-PLANEN Baudenkmalpflege und Altbauerhaltung
Mitglied der Fachwerk.de Community
Baudenkmalpfleger.de | | 02.01.09


Doppelpost, gelöscht. Zwischenzeitlich kam die Mitteilung, daß der Artikel nicht mehr zur Verfügung steht.
Bernd Kibies
DOKUMENTIEREN-UNTERSUCHEN-BEWERTEN-PLANEN Baudenkmalpflege und Altbauerhaltung
Mitglied der Fachwerk.de Community
Baudenkmalpfleger.de | | 02.01.09

Was sind denn schon 399?


Besser als 405!
Wenn man vernünftig helfen kann und somit Fachwerkmitgliedern eine fundierte Basis schaffen kann, dann sollte die Entfernung zweitrangig sein.
Die Frage ist eben nur, will die Gegenseite nur Wissen, oder auch gute Unterstützung erfahren.
Unsere weiteste Beratungsreise war ca. 700 km.
Hat der Bauherr auch honoriert, weil er unterm Strich komplex beraten wurde und gute Lösungsansätze durch die Begehung bekommen konnte.

Also ab auf's Fahrrad und die paar Meter gestrampelt!

Scherzhafter Gruß
Udo
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community
LehmHandWerk Udo Mühle | | 02.01.09

Ändern Sie so viel wie nötig – aber so wenig wie möglich!


Hallo Lena,

Kreditanstalt für Wiederaufbau (etwas spitz bemerkt), heißt nicht unbegründet so; sie finanziert Altbauten, damit sie w i e d e r - (nach der „Sanierung“) aufgebaut werden. Wenn Sie so sanieren, geben Sie anfangs viel Geld aus, dass Sie dann unter Umständen bitter nötig haben.

Energieberater ist kein geschützter Begriff (es kann sich jeder so nennen) und übernimmt – selbst wenn er öffentlich bestellt ist – für seine Aussagen keine Garantie (max. in der Höhe des Beratungsgespräches).

Sie brauchen keinen Energieberater und es helfen ihnen auch keine drei Stuckateure. Sie brauchen jemanden mit Fachverstand, der nicht vorhat, die gleiche Arbeit nach ein paar Jahren noch mal zu machen um ein zweites Mal zu kassieren. Konsultieren Sie einen geeigneten Architekten (in Ihrer Nähe), das was er sagt (schreibt!) hat zumindest die Gültigkeit, dass er dafür haftet.

Sparen Sie sich das Geld für die Dämmung und investieren Sie
gegebenenfalls in eine richtige Heizung, damit Ihr Haus ohne
Bauschaden noch hunderte von Jahren alt wird.


Mit freundlichen Grüßen
Bernhard Fürstberger
Vernünftig bauen + richtig heizen = schöner wohnen
Mitglied der Fachwerk.de Community
BF-Dienstleistungsservice / Heizungs-&Ofenberatung | | 02.01.09

mal was zum Thema...wenns interessiert...


hallo...wenns nur um die Frage polysscheiterol oder Mineraldämmung...nimm Mineralwolle, die diffusionsoffen, bei richtigem Aufbau, dann kann evtlelle Feuchte weg, bei polystroyl ziest deinem haus eine tüte über den kopf...das findet das Haus auch doof...wohne in E...wenn du wilst, sachwas...bin Zimmerer und Bautechniker, mit Muskelhypothekrückvergütungssystem...gruß
einer für alle - alle für einen
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 08.02.09

EPS-Dämmstoffe


Das ist so grundsätzlich falsch !
Siehe z.B. ALPOR-EPS ,dessen Wasserdampfdiffusionswert wie der bei Fichtenholz liegt und auch noch 100% recylebar ist .
Man darf einfach nicht so oberflächlich urteilen wenn man sich nur halb informiert hat und das glaubt und verbreitet was man selbst glauben will .
immer neugierig bleiben
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 08.02.09

@ Emil


Innovation aus Österreich!!!!!!!!!!!!!Also die "Grüne"-Dämmplatte!
http://www.ecodesign-beispiele.at/data/art/91_3.php

Ich weiß ja nicht, aber viele Dinge funktionieren ja bekanntlich im Labor und dann auf dem Papier.

Viele Innovationen werden Ihre Stärken erst mit den Jahren erhalten.

Grüße Udo
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community
LehmHandWerk Udo Mühle | | 08.02.09

@ Emil


Auch wer die Stichzeilen werbewirksamer Homepages für bare Münze nimmt, ist bestenfalls halbinformiert.

Das Alpor-EPS unterscheidet sich m.E. in nichts von X-Beliebigen anderen EPS.

Neben der Diffusionsfähigkeit eines Baustoffes ist sein Wasseraufnahmevermögen durchaus wichtig. Im Innenbereich als Dämmung eingesetzt, produziert ein Stoff wie EPS ein Barackenklima, da Feuchtespitzen nicht weggepuffert werden. Man muß mehr lüften und die Wand fällt als Wärmespeicher weg.

Als Dämmaterial für Außen sind hochgedämmte, massearme und nicht wasseraufnahmefähige Fassaden oft mit Algenbewuchs verziert, da an ihnen unter bestimmten Bedingungen das Wasser kondensiert.

Fachwerkbauten verotten oft unter EPS-Dämmungen, das ist leider auch hier im Forum immer wieder ein Thema. Das der Wasserdampfdiffusionswert von EPS ähnlich dem von Fichtenholz sei, lese ich zuweilen. Wenn dem wirklich so ist, so ist das offenbar nur ein Faktor unter vielen, und wohl nicht der bestimmende.

Das Ausgangsprodukt für EPS ist Styrol und extrem gesundheitsschädigend. Wer garantiert mir, daß in meinen Platten keine nichtpolymerisierten Styrolreste vagabundieren, ferner, daß sich das Polystyrol nicht unter dem Einfluß von Bakterien, UV, Alterungserscheinungen etc. nicht auch wieder zu Styrol aufspalten kann?

Wenn's brennt, ist sowieso die Hölle los.

Wie jedes Baumaterial sollte auch EPS differenziert wahrgenommen werden. Werbung hilft da nur wenig.

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 08.02.09

EPS-DIFFUSIONSWERTE my


Das ist doch wieder mal nur eine Vermutung weil man die Wahrheit nicht sehen und erkennen will.
Da wird der EPS-Dämmstoff als eine Art Plastikhülle.hochtoxisch propagiert ohne sich die Werte zu verinnerlichen .
Werte > 10 = sehr guter Diffusionswert
""""" 10-50= mittlerer """""""""""""""
""""" 50-500= eingeschränkter """""""""
erst bei 15000-100000=wsserdampfsperrend
PS:EPS 15 liegt bei 26 in obiger Skala , ---nur am Rande bemerkt.
>100000 heisst DAMPFDICHT !
Also lasst die Märchen bei ANDERSEN
immer neugierig bleiben
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 08.02.09

Brandverhalten?


Und wie sieht es damit aus?
Welcher Brandklasse gehört es an?
Wenn Wohnungsbrand, dann doch sicherlich schnell das Weite suchen (wenn man's schafft!!!).

Erklärungsbedarf!

Grüße Udo Mühle
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community
LehmHandWerk Udo Mühle | | 08.02.09

ERKLÄRUNGSBEDARF


liegt hier scheinbar vor wenn man vom Diffusionsverhalten plötzlich zum Brandverhalten kommt ,was wohl das grösste Übel sein muss wenn sonst nichts mehr greift .
Das ist so wie dieses schöne Sprüchlein vom Richter :
"Sind sie still , Angeklagter
gestohlen haben sie auch !
immer neugierig bleiben
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 08.02.09

Betrachtungsverhalten!


Mensch "Emil", natürlich hat das eine mit dem anderen nicht unmittelbar etwas zu tun, doch sollte die Entscheidung für EPS z.B. auch aus den verschiedensten Betrachtungen heraus erfolgen.
Also so z.B. Deine angesprochene Diffusion, Brandverhalten (B-Klassen!), eigene Energiebilanz des Materials, Entsorgungsfaktoren, usw.
Aus diesem ganzen Wust sollte dann die entsprechende Entscheidung fallen.
Und trotzdem sehe ich dieses Material im Fachwerksanierungspotential eher als kritisch an, auch wenn der Hersteller sagt, es würde "Atmen wie Fichtenholz!"

In welcher Funktion sind Sie zu diesem Material so offen?
Haben Sie eine physikalisch-chemische Bildungsrichtung?
Würde uns hier sehr freuen, wenn man über diese Schiene mit Ihnen da auch weiterkommen könnte, um aus Ihren Erfahrungen mit schöpfen zu können.

Grüße in die neue Woche,
Udo
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community
LehmHandWerk Udo Mühle | | 09.02.09

Nun, die


hohe Diffusionsfähigkeit führt hier in Verbindung mit der geschlossenzelligen Struktur zum Problem. Der Wasserdampf kann zwar durch, aber wenn es zum Kondensation kommt, kann der Wassertropfen die Kügelchen nicht mehr verlassen. Dadurch wird im Lauf der Zeit die Dämmwirkung gegen Null gebracht. Allerdings kann Schimmel diese Feuchtigkeit als Lebensgrundlage nutzen.
Da nimmt man bei einem Umbau eine trockene Styroporplatte aus der Wand und wundert sich über das enorme Gewicht, die Kügelchen waren randvoll mit Wasser.
Wenn man dann noch die hohe Toxizität im Brandfall berücksichtigt, sehe ich für dieses Material kaum sinnvolle Einsatzmöglichkeiten auf dem Bau.
MfG
dasMaurer
PS: Die Naturgesetze liessen sich noch nie durch Reklame beeindrucken.
alt und neu ist kein widerspruch
Mitglied der Fachwerk.de Community
Maurermeister | | 09.02.09

@ Emil


Ein bisschen sachlicher ist immer auch ein bisschen besser.

EPS-Fabrikanten schreiben einhellig, das das Zeug kaum Wasser aufnimmt:
"Unter den für alpor Dämmsysteme vorgesehenen Einbaubedingungen kann der Dämmstoff kein Wasser aufnehmen und weist zuverlässig Feuchtigkeit und Nässe ab"

Das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen. Wie das Material dann auf die angegebenen Diffusionswerte kommen kann, ist mir momentan unverständlich.

Alpoor wirbt mit "atmungsaktiven" Eigenschaften Ihres Produkts. Ich frage mich, was das sein soll, wenn der Stoff andererseits "höchst luftdicht" ist. Hier wird m.E. mit Floskeln herumgefuchtelt, die gerade im Trend liegen.

Auch wenn Du das ignorierst, die Wasseraufnahme- und abgabefähigkeit von Baustoffen ist wichtig, sie sorgt u.a. für eine ausgeglichene Luftfeuchte im Raum. Wenn ich zu einer EPS-Innendämmung noch einen Laminatboden kombiniere (BAU-GAU), dann gehts es nur noch mit einem aufwendigen Lüftungssystem, oder ich vermiete das Haus an Leute, die ich überhaupt nicht mag. In solchen Räumen sind Luftfeuchten unter 20% leicht zu erreichen, mit allen gesundheitlichen Konsequenzen.

Übrigens: Auch EPS kann als organischer Stoff schimmeln. Bauliche Fehler rächen sich da besonders, weil das Material keine Feuchte aufnehmen kann. Wenn's nass wird, dann richtig.

Nähern wir uns doch 'mal der Ausgangsfrage wieder an: Selbst wenn man eine EPS-Dämmung auf einem Fachwerkhaus nicht als einen Baufehler an sich betrachtet, und von einer zunächst fehlerfreien Montage ausgeht, alle Anbindungen wirklich 100%ig abgedichtet hat etc.; ein Fachwerkhaus steht nicht so fest wie eine massive Konstruktion, allein schon durch das Arbeiten der Konstruktionshölzer kommt Bewegung in die Sache, eine gewisse Flexibilität ist der Konstruktionsform ohnehin eigen. Die Tübinger Ecke ist überdies seismisch deutlich reger als Hamburg oder Berlin. Wenn's also anfangs tatsächlich dicht war, es bleibt höchstwahrscheinlich nicht dicht. Was dann passiert, ist bei Alpoor sehr schön dargestellt:

http://www.alpor.at/at/Produkteigenschaften_Dichtigkeit.htm

Statt Diffusion haben wir plötzlich in Größenordnungen Konvektion, was bei einem nicht wasseraufnahmefähigen Baustoff zu Schäden in der Konstruktion, besonders an den Konstruktionshölzern, führen wird. Schon bei einer Bauteilfuge von 1mm hat man da den 360-fachen Wassertransport ausgerechnet. Das ist interessant. Und plötzlich tropft es aus der weißen Wunderdämmung.

Aber dafür gibt es bei OBI kostenlose Eimer mit dem freundlichen Hörnchen drauf (Kritikmodus an - Das war jetzt nicht sachlich - Kritikmodus aus- Aber vielleicht ja lustig. Bauen soll(te) Spaß machen.).

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 09.02.09

Auch wenn Thomas hier schon viel


richtiges geschrieben hat, möchte ich auch noch ein paar Fakten hinzu fügen:
Denn die Bemerkungen von Emil kann man nicht so einfach stehen lassen und es geht nicht um einzelne Nachteile, sondern um die Frage, ob man Materialien mit so vielen Nachteilen überhaupt in die Welt setzen sollte.
(Die Seiten von dem hier genannten Alpor-EPS zeichnen sich vor allem durch Schlagworte, schön reden und fehlende bzw. schwer zu findende technische Angaben aus. Eine Verwendung des Materials als WDVS kann ich auf die Schnelle gar nicht finden.)
Hier einmal einige Bemerkungen zu den genannten Schlagworten:
.
Dampfdiffusion: Der Diffusionswert von Polystyrol nach DIN EN 13163 liegt nach den gültigen Tabellen zwischen 20 und 100. Polystyrol nach DIN EN 13164 zwischen 80 und 200. Der von Holz mit der Rohdichte 500 (trockenes Nadelholz) zwischen 20 und 50. Es ist nicht in Ordnung, den oberen Wert eines Materials mit dem Mittelwert des eigenen Materials zu vergleichen (wenn ich voraussetze, dass es sich um ein Material nach DIN EN 13163 handelt). Im übrigen liegt der Wert von Mineralwolle bei 1. Hinzu kommt, wie Thomas es schon beschrieben hat, dass Holz im Gegensatz zu Polystyrol kapillar leitfähig ist. Holz wird aber nicht als Dämmung eingesetzt, in sofern ist der Vergleich perse schon unseriös. Der hier in Frage kommende vergleichbare Holzwerkstoff hat einen Diffusionswert von 5, also einen um den Faktor 4 bis 20 niedrigeren Wert.
.
Styrol: Der Grundstoff Styrol ist krebserregend. Thomas hat dieses auch schon beschrieben. Neben möglichen Gefahren beim Einsatz in Wohnräumen, darf man die Gefährdung in der Herstellung (normalbetrieb und Unfall) auch nicht außer acht lassen. Die Aussage „frei von Schadstoffen“ ist in diesem Zusammenhang also eigentlich eine Augenwischerei.
.
Nicht brennbar: Aber heiß abtropfend und im Brandfalle Entwicklung hochgiftiger Gase. Im Brandfalle ist heute nicht mehr das Feuer das größte Risiko, sondern die Entwicklung giftiger Dämpfe durch Dämmstoffe wie Polystyrol, davon kann jeder Feuerwehrmann berichten. Die Brandschutzklassen werden nur erreicht durch die Beplankung mit anderen Baustoffen. Das kann jeder andere Dämmstoff auch und hier ist die Mineralwolle unschlagbar.
.
Recyclebar: Zitat: „Gemahlene EPS-Reste dienen als wärmedämmender Leichtzuschlag für Beton, Mauerziegel, Mörtel und Putze. Darüber hinaus findet EPS-Recycling-Granulat seit langem als Pflanzensubstrat und Bodenhilfsstoff zur Dränung, Bodenlockerung und Kompostierung Verwendung.“ Dazu kann ich nur sagen, dass ist in meinen Augen kein Recycling sondern Endlagerung in der Natur und in Wohnhäusern bzw. Müllverbrennung (Mauerziegel) ohne Abgaskontrolle.
Der Weg ist das Ziel
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | | 09.02.09

Ich setze jetzt noch eines drauf!


@ Thomas & Fred

Zusammengefasst kann man also sagen, moderne Entsorgung des recycelten EPS zu Ungunsten der Natur;
unkontrollierte Verhaltensweisen bei kritischen Grenzwerten (Brand);
kapillar leitfähig = Fehlamzeige! Somit also eine Anhäufung von Feuchte unter der Platte am Baukörper.

Also Hände weg damit beim Fachwerkhaus!!

Grüße Udo
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community
LehmHandWerk Udo Mühle | | 09.02.09

zuerst Energie-Verbrauchs-Analyse erstellen


Bin erstaunt, dass meine Fachkollegen immer noch im U-Wert-Mittelalter verharren.
Kellerdecke und Dachboden dämmen ist ja wohl klar.
Fenster ersetzen nach Bedarf.
Farbe weg auf Fassade und allenfalls einen neuen Kalk-Verputz aufbringen.
Wer mehr über derartiges erfahren will, schaue hier:
www.baufachforum-rottach-egern.eu
Herzliche Grüsse
Paul Bossert


Paul Bossert | 09.02.09

Diffusion und Kapillarität – der entscheidende Unterschied


Die Werbung schreibt eben nur das, was wirksam sein soll. Der
Dampfdiffusionswert von EPS ist dem von Fichtenholz ähnlich,
das heißt jedoch keinesfalls, das dieser Sondermüll mit Fichten-
holz gleichzustellen ist, wie einem hierzu die Werbung glaubhaft
machen will. Die wesentlich wirkungsvollere Kapillarwirkung ist
beim Holz im Gegensatz zum EPS sehr stark vorhanden. Beide
können sich mit Dampf voll saugen, aber bei der Abkühlung im
Material kondensiert dieser und ist im Styro… solange gefangen,
bis sich dies auf einem Temperaturniveau befindet, bei dem
aus den Tropfen wieder Dampf wird, also höchstens im Sommer
auf der Südseite.

Wirklich recyclebar ist dieser Kunststoff nur, wenn keine Farbe, kein
Putz, kein Kleber, usw. ist, in der Praxis sinnvoll demnach nie.

Luftfeuchte unter 20% wird man dadurch sicher nicht erreichen, da
kaum mehr etwas da ist, was die Luftfeuchte aufnehmen kann.
Die gesundheitlichen Konsequenzen haben andere Ursachen.


Mit freundlichen Grüßen

Bernhard Fürstberger
Vernünftig bauen + richtig heizen = schöner wohnen
Mitglied der Fachwerk.de Community
BF-Dienstleistungsservice / Heizungs-&Ofenberatung | | 09.02.09

@Paul Bossert


Bevor es einreisst: Ich bitte darum, bei Antworten zu Antworten und nicht auf anderen Foren zu verweisen. Mit Konrad Fischer habe ich ein stillschweigendes (na ja, ganz so still war es anfangs nicht ;-)) Abkommen getroffen. Hier wird in ganzen Sätzen geantwortet und nicht mit Links.

Ich hoffe, wir können genauso verfahren. (Das Nacharbeiten und Löschen von Links ist es lästig.)

Gruß
Hartmut Stöpler
Alles unter Dach und Fach
Mitglied der Fachwerk.de Community
Fachwerk.de | | 09.02.09

SONDERMÜLL


Dann hab ich wohl gestern an der Imbissbude Meine Currywurst aus Sondermüllteller gegessen!!
immer neugierig bleiben
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 10.02.09

@Herr Bossert....


...könnten Sie mir den Begriff "U-Wert-Mittelalter" bitte etwas näher erläutern?
Es würde mich interessieren, was damit gemeint ist.

Und Lena, bitte hier berichten, in welche Richtung die Entscheidung fiel und ein bißchen von der Sanierung berichten, aus dem Haus kann man sicher was schönes machen.

Gruß Patrick Neika.
Neu bauen kann jeder...
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 10.02.09

@ Bernhard Fürstberger


"Luftfeuchte unter 20% wird man dadurch sicher nicht erreichen, da kaum mehr etwas da ist, was die Luftfeuchte aufnehmen kann."

Genau deswegen kann die Raumluft (bei einer Innendämmung mit EPS) sehr trocken werden: Soweit keine kontrollierte Zu- und Abluft installiert wurde, ist zu beobachten, daß solche "Dämmstoffvillen" oft einen Teil der (rechnerisch) eingesparten Heizenergie durch übermäßiges Lüften, oft mit längere Zeit angekippten Fenstern, wieder verballern. Die Speichermasse der Wände fällt weg, und die warme Luft wird ständig gegen kalte ausgetauscht, und nimmt die Luftfeuchte mit nach draußen.

Ungeachtet dessen ist natürlich ein Kondensateintrag in einer fehlerhaften Konstruktion möglich.

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 10.02.09

U-Wert-Mittelalter


Im Gesundheits-Ingenieur vom 24. 4. 1915 schrieb Osc. Knoblauch eine Abhandlung: Über den Wärmedurchgang durch ausgeführte Bauten. Q = k x F x dT
Er wird damals wohhl nicht der Erste gewesen sein.
Seit dieser Zeit geistert die Vermutung in den Köpfen von drittklassigen Bau-Bastlern, dass man nur mit einem Wert, dem U-Wert, den Energieverbrauch eines Gebäudes berechnen könnte.
Nebst dem U-Wert sind aber noch weitere 7 energierelevante Faktoren massgebend. (sorry Herr Stöpler, hier verweise ich auf das Internet, wo man das einsehen kann)
Die Ganze, vom Gesetzgeber verordnete U-Wert-Rechnerei ist somit ein aufgelegter Schwindel!
Übrigens hat schon VITRUV vor über 2000 Jahren geschrieben, dass man Fachwerk am Besten nie erfunden hätte!
Nachzulesen in seinen 10 Büchern über die Architektur.
Plinius beschreibt, wie man sonnengerechte Häuser baut.
Schaut mal da nach!
Herzliche Grüsse
Paul Bossert


Paul Bossert | 10.02.09

Alles klar...


...vielen Dank, bei der Google Suche von "energierelevanten Faktoren" bin bei ib-rauch gelandet. Dazu sag ich mal nix.

Mfg.

Patrick Neika.
Neu bauen kann jeder...
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 10.02.09

Ihr Ton, Herr Bossert,


lädt nicht gerade ein, sich mit Ihren Aussagen tiefer zu beschäftigen - auch deshalb nicht, weil sachlich bislang wenig kommt. Statt Vitruv hier an den (längst ausgefallenen) Haaren über die Rampe zu zerren( das hatten wir hier schonmal vor gar nicht allzulanger Zeit), würde mich Ihre etwas detailreichere und begründete Meinung zur Ausgangsfrage interessieren.

Die Fragestellerin wird ihr Haus sicher nicht wegreißen, weil Vitruv mit Fachwerkbauten nicht klar kam, und dann einen Plinus-konformen Entwurf von Paul Bossert umsetzen.

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 10.02.09


@Paul Bossert

Aus Link Rottach-Egern:
„Als Teilnehmer des Forums wünschen wir uns interessierte Baufachleute,
insbesondere Architekten, Bauunternehmer, Bauingenieure,
Versicherungen, Baufachanwälte, Richter und Bauherrschaften.
.
Die Forumsteilnehmer sind aufgerufen, ihre Fragen über die Tauglichkeit von
Konstruktionen, Systemen und Details vorab dem Referenten einzureichen.
.
Im Baufachforum werden die Fragen beantwortet und diskutiert.
...
2 Tage gemeinsam diskutieren und sich fortbilden,
fernab vom störenden Telefon daheim,
dass soll Ziel unserer Veranstaltung sein.“



330 € + Mehrwertsteuer für eine 2-tägige Fragestunde? Im Ernst?


Scaramanga | 10.02.09

@ Mensch Emil


Also ich genieße die Curry-Wurscht immer vom Pappteller bzw. der Pappschale.
Wenn Du die aus der EPS-Schale verdrückst, dann wird der Sondermüllberg natürlich größer!

Nachdenklicher Genießergruß

Udo

LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community
LehmHandWerk Udo Mühle | | 10.02.09

PAPIERTELLER


Du meinst sicher die Currywurst wenn Du von Sondermüll schreibst , oder ???
immer neugierig bleiben
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 11.02.09

Ihr könnt noch lachen,


weil Ihr nicht wisst, was alles in die Wurst kommt.

Ein ansehnliches Stück Fleisch muß man ja nicht durchleiern, färben, Gammelgeschmack wegwürzen...

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 11.02.09

Jau...


...lieber ein Schwein über die Glut ziehen :-).
Sooo, jetzt kann der Schröters wieder einen Kommentar abgeben :-).

Gruß Patrick.
Neu bauen kann jeder...
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 11.02.09

Außendämmung


Das ist so eine Sache mit nachhaltig erhitzten Teilen von totn Tieren.
Ich finde so ein selbst gegrilltes Essen auch ehrlicher und leckerer.
Aber es wächst eine ganze Generation auf, die Tiere in hoch verarbeiteter (die Lebensmittelindustrie nennt das hoch veredelter) Form esssen. Aber wehe das Essen schaut sie vorher mit traurigen Augen an!

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 11.02.09

Übrigends:


Currywurst ist besonders bio, und das hat sie mit EPS gemeinsam, weil 100% recyclebar :-)

Guten Appetit

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 11.02.09

SHWEIN ÜBERN GRILL ZIEHEN


Wenn man den Gedanken so weiter spinnt , dann soll ja das Grillen auf Holzfeuer und Hlzkohle auch nicht so gesund sein und den Krebs fördern .
immer neugierig bleiben
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| 11.02.09

Ach was,


...in meinen besten Zeiten habe ich den Grill schon mit 1:25 Mischung oder Super verbleit angeschmissen, wenn nix anderes da war. Mit dem Schwein muß man halt warten, bis es etwas weniger rußt. Man darf nur den Gästen nix von der Starhilfemethode erzählen, sonst muß man alle Steaks selber essen :-).

Gruß Patrick.
Neu bauen kann jeder...
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| 11.02.09

... und jetzt das Polystyrolschwein?


Das ist ja ganz interessant, wie man plötzlich von einer Wärmedämmung zu einer Currywurst abschweifen kann. Typisch ist auch, dass der Scaramanga kein Geld hat um sich ausbilden zu lassen. Dabei ist der Preis ein Schnäppchen, verglichen mit dem Wissen, was man sich da einhandelt. Es werden ja nicht nur Fragen beantworter, sondern die Anliegen der Forumsteilnehmer aufgearbeitet. Thomas wird ja wohl auch kein Baufachmann sein, wenn er so despektierlich über VITRUV urteilt. Ja nu, hängt weiter in den Currywürsten rum!
Gruss Bo


Paul Bossert | 11.02.09

Herr Bossert,


ich habe gar nicht über Vitruv geurteilt, und auch nicht despektierlich. Tot ist er allerdings, und zwar schon ziemlich lange. Auch wenn neben seinen Säulenordnungen noch manches andere in die Neuzeit gerettet wurde und die abendländische Baukunst beeinflussen konnte, ein Fachwerkspezialist war er wohl eher nicht, nach eigenen Aussagen.

Hier gab es vor ein paar Monaten einen Vitruv-"Spezialisten", der den Namen des Meisters nicht mal richtig schreiben konnte, und ein beachtliches Nichtwissen zu architektonischen Basics offenlegte. Nicht daß ich Ihnen das unterstellen möchte, aber mit hingeworfenen Brocken wie "Vitruv" und "Plinus" werden Sie hier keine Bewunderung wecken, schon allein deshalb nicht, weil es gar nicht zur Frage passte. Ihr Lösungsvorschlag steht noch aus, oder gibt es den nur kostenpflichtig auf dem Seminar?

Bei dem dürftigen Seminarprogramm:
"2 Tage gemeinsam diskutieren und sich fortbilden,
fernab vom störenden Telefon daheim,
dass soll Ziel unserer Veranstaltung sein."
erscheint mir allerdings auch ein Gegenwert in Höhe der Kosten einer Curry-Wurst schon zu hoch. Hinzukommen Nebenkosten für Übernachtung, Essen, Fahrtkosten in ähnlicher Höhe, sowie das wertvollste, was ich habe: meine Zeit. Seminare gibt es wie Sand am Meer. Mich interessieren Sie mit einem detailliertem Seminarprogramm, mehreren kompetenten Referenten, einer Liste schon angemeldeter Teilnehmer. Wo es das nicht gibt, kann es leicht passieren, daß da 2 Tage Plapperstunden stattfinden und ein Bau-Generalissimus Hof hält. Vielleicht sehe ich da zu schwarz, und Sie haben Ihr Seminar einfach schlecht dargestellt, aber gegeben hat's das schon.

Ich freue mich also noch immer auf Ihre Gedanken zur Lösung des Problemes der Fragestellerin.

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
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Restauratio GmbH | | 11.02.09

Herr Böhme


Ich habe es doch zu Beginn geschrieben: Zuerst Energie-Verbrauchs-Analyse machen, damit man weiss wo man steht.
Vermutlich ist ein spez.-E-Verbrauch von 0.24 W/m3K vorhanden, dann kann man einfach nur die flankierenden Massnahmen: Kellerdecke und Dachboden etc bearbeiten.
Zu den Matierialien: Polystyrol ist ein Verpackungsmaterial und keine Bauwerkstoff. Da er wie auch alle Faserdämmungen nicht sorptionsfähig ist, ist er für diesen Fall nicht anwendbar. Funktionieren würde Hartschaum-Leichtbeton, doch diesen Werkstoff gibt es seit 25 Jahren nicht mehr. Ausserdem wäre diese Lösung für den vorliegenden Fall zu teuer.
MfG Bo


Paul Bossert | 11.02.09

Wenn ich mir


das Bild von Lena's Haus ansehe, hätte ich sowieso Bedenken, dass Sie bei einem derartig schmalen Bürgersteig(an der Ecke) eine Genehmigung für eine Außendämmung bekommt.

Aus der Dämmstoffdiskussion halt ich mich mal raus.

Gruß Marko
...und immer an der Zukunft bauen!
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| 11.02.09


@Paul Bossert

Aus Link Rottach-Egern:

„Das Ziegel-Geheimnis
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir im Baufachforum wissen warum...
...die Energieeffizienz von Backsteinbauten unterschätzt wird
...die Feuchtigkeit in Backsteinbauten kaum beachtet wird
...die DIN-Normen grösstenteils Teil fehlerhaft sind
...die EnEv und EEG am Ziel vorbeischiessen
...die passive Solar-Nutzung auf Fassaden unterbunden wird
...die U-Wert-Theorie wissenschaftlich zu hinterfragen ist und
...die Energiestrategie des BMVBS nicht wirksam werden wird.
Dieses Wissen möchten wir gerne den Architekten, Bauingenieuren, Bauphysikern, den Vertretern der öffentlichen Hand und an mündige Bauherrschaften weitergeben.
Im 1. Baufachforum in Rottach-Egern wird unter anderem das Ziegelgeheimnis schonungslos gelüftet.
Referent: Paul Bossert, Dipl. Bauingenieur FH, Architekt, Bauphysiker, Energie- und Bauschadenexperte
Wann + Wo: 26. - 27. März 2009 von 09:00 bis 18:00 Uhr im Kongresszentrum D - 83700 Rottach-Egern
Anmeldung auf der Startseite mit dem vorbereiteten Formular“


Ein Treffen von Ziegelphysik-Anhängern also oder wie???

Und Zitat:
„Typisch ist auch, dass der Scaramanga kein Geld hat um sich ausbilden zu lassen. Dabei ist der Preis ein Schnäppchen, verglichen mit dem Wissen, was man sich da einhandelt. Es werden ja nicht nur Fragen beantworter, sondern die Anliegen der Forumsteilnehmer aufgearbeitet.“

Tatsächlich, Sie haben recht, Paul Bossert! Das Geld und die Zeit, mir mit Ziegelphysik eine amuesante Zeit zu machen, habe ich nicht und möchte mir die auch nicht nehmen. Trotzdem: Allen Teilnehmern (hat sich da schon jemand angemeldet?) wünsche ich eine gute Unterhaltung.

Das wichtigste: Glauben Sie wirklich, dass die flankierenden Maßnahmen bei Lena ausreichen? Schon mal etwas von Vollwärmeschutz mit Holzweichfaserplatten gehört?


Scaramanga | 11.02.09

Wenn...


...einer nun aber sowieso seine Fassade machen will (und das Foto zeigt denn auch, daß es nötig ist), der wird doch wohl nicht als erstes das Dach dämmen wollen?

Wenn ich in der jetzigen Situation (nur) Dach und Kellerdecke dämme, fällt dann nicht an der Wand verstärkt Kondensat aus?

Auch wenn ein Sanierungskonzept (und nicht nur eine Wärmebedarfsrechnung) erstellt werden sollte, könnte man ja doch auf eine Frage zu einem Teilaspekt auch eine Antwort geben (Was sie ja nun getan haben). Ich hoffe, Ihr Bannstrahl trifft nicht auch HwPl.

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
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Restauratio GmbH | | 11.02.09

Hallo Mister Scaramanga


Ich halte nichts vom Geplauder mit anonymen Besserwissern.
Irgendwie kommt mir vor, dass Sie des Lesens unkundig sind.
Ich habe nichts von Ziegel geschrieben, sondern nur von einem neuem Verputz.
Und falls sich der E-Verbrauch gemäss EVA in Grenzen hält, muss die Fassade nicht gedämmt werden.
Und nun kommen Sie als grösster Scherzkeks aller Zeiten und empfehlen Vollwärmeschutz mit Holzweichfaserplatten.
Das ist grober Unfug. Und dann Mister Scaramanga, müssten Sie noch irgend eine Prüfung eines Instituts vorlegen, welche nachweist, dass die Energieeinspareffizienz mit ihrer Wunderkonstruktion gemessen wurde.
Und zu Thomas: ich habe nichts geschrieben von Dach dämmen, sondern nur vom Dachboden.
Und wieso soll in einer korrekt verputzten Wand bei einer Innen-Temperatur von 20°C Kondensat ausgefällt werden?
Die Versuche dazu wurden doch in den 40-er und 50-er Jahren gemacht! Falls die Wand aus Ziegel besteht, ist überhaupt kein Problem auszumachen.
Ja und mein hochintelligenter Scaramanga, nennen Sie mir einen Werkstoff, welcher über die gleichen oder besseren Werte als Ziegel verfügt.
Es sieht so aus, als hätten Sie noch nie Baumaterialkunde gehabt!
Sig. Bo


Paul Bossert | 11.02.09

Dann...


...formuliere ich neu: Warum Dachboden und Kellerfußboden dämmen, wenn die Fassade sowieso gemacht werden muß?

Soweit ich informiert bin, kondensiert dann Wasser, wenn der Taupunkt überschritten wird. Da spielen neben der Innentemperatur der Wandaufbau (und somit ein wenig auch der Putz) und die Außentemperatur mit. Selbst wenn die Wand aus Ziegeln besteht, wird unter passenden Bedingungen Wasser kondensieren. Dieses Phämomen, das es Ihrer Meinung nach nicht gibt - die kalte Zimmerecke, kann ich in einer Mieterwohnung trotz korrektem Innen- wie Außenputz allwinterlich betrachten und messen.

Dämmt man nun alles, nur die Wände nicht, werden die "kalten Ecken" zukünftig eher feuchter als trockner werden, weil andere potentielle Kondensationsflächen wegfallen und die Dichtigkeit des Baues vermutlich auch zunimmt. Noch ein paar dichte Fenster dazu, und der edle Ziegel säuft auch unter korrektem Putz partiell ab.

Ohne die Vorteile des Ziegels zu leugnen, Holz ist z.B. thermisch träger, und es speichert Wärme besser. Vielleicht mögen Sie 'mal in neuerer Literatur blättern (auch wenn's jetzt vom Thema wegführt): Erwin Thoma "Für lange Zeit". Die Versuche dazu sind zwar nicht aus der Zeit meiner Urgroßeltern, dafür aber sauber dokumentiert und nachvollziehbar. Lesen Sie das Buch aber besser erst nach Ihrem Seminar :-)

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
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Restauratio GmbH | | 11.02.09


@Mister Bossert

Bossert:
„Ich habe nichts von Ziegel geschrieben, sondern nur von einem neuem Verputz.“

Das bezog sich auf Ihre Veranstaltung, IHR Link Rottach-Egern:
„Das Ziegel-Geheimnis
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir im Baufachforum wissen warum...
...die Energieeffizienz von Backsteinbauten unterschätzt wird
...die Feuchtigkeit in Backsteinbauten kaum beachtet wird
...die DIN-Normen grösstenteils Teil fehlerhaft sind
...die EnEv und EEG am Ziel vorbeischiessen
...die passive Solar-Nutzung auf Fassaden unterbunden wird
...die U-Wert-Theorie wissenschaftlich zu hinterfragen ist und
...die Energiestrategie des BMVBS nicht wirksam werden wird.“

Ja ja, die magische Backsteinwand – die reinste Alleskönnerin! HELAU, gut das Fasching ist! Haha!

Paul Bossert, bitte vergegenwärtigen Sie sich doch, dass auch der liebe Backstein sich weiterentwickelt hat zu einem hochdämmenden Produkt mit einem zufriedenstellenden U-Wert.

Bossert:
„Und nun kommen Sie als grösster Scherzkeks aller Zeiten und empfehlen Vollwärmeschutz mit Holzweichfaserplatten.“

Ich merke schon, Sie haben eine Abneigung gegen Vollwärmeschutz von außen mittels Holzweichfaserplatten oder sonstwas, aber eine ausführliche Begründung haben Sie einfach weggelassen.
Holzweichfaserplatten gehen übrigens auch als Innendämmung, mit Wandheizung kombiniert. Letzteres könnte doch eigentlich auch etwas für die Fragestellerin Lena sein.


Scaramanga | 11.02.09

Arme Fragestellerin......


nach den ganzen Klugscheissereien und aufdrängungen von eigenen Überzeugungen sollte die Fragende auch mal eine vernünftigen Vorschlag auf Ihre Frage bekommen.
Ich lese hier öfters mit, aber mich nervt dieses Forum immer mehr.
Ich glaube hier gibt es einige, wenig beschäftigte Architekten und Ing. die sich in diesem Medium einfach nur Profilieren möchten.

Grüße aus der Pfalz

E.Decker


R.Decker | 12.02.09

Aussendämmung


Ihr könnt noch solange aus schlauer Büchern zitieren , bei mir sind seit mehr als 20 Jahren 60mm dieser weissen und grünen ""Sondermüllplatten"" an meinem ca. 100 Jahre altem Häuschen dran und es ist , ---was man gerade in diesem Winter wieder feststellen kann angenehm , nachhaltig warm und mein Verbrauch an Holz und Holzbriketts ist wohl angenehm und erträglich.
Das Problem ""Schimmel"" ist für mich seit ca. 20 Jahren ein Fremdwort . Sag mir mal Einer , was daran FALSCH sein soll !!!???
immer neugierig bleiben
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| 12.02.09

Außendämmung


Hallo Emil,
bestehen die Außenwände Ihres Hauses aus Fachwerk?

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 12.02.09


KeinFachwek,Mischmauerwerk verschiedener Steinarten,Ziegeln u.w.w.noch mit von unten nach oben sich verjüngenden Aussenwänden .
immer neugierig bleiben
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| 12.02.09

Abschied


Mit dem Hinweis, dass ich seit 55 Jahren auf der Baustelle stehe, am Zeichenbrett bzw. Computer sitze und seit 1964 als Pionier der modernen Wärmedämmtechnik gelte, verabschiede ich mich aus diesem Erlauchten Kreis, weil es eh nichts bringt und mir die Zeit für nutzlose Diskussionen zu schade ist!
Lebt wohl.
Sig. Bo


Paul Bossert | 12.02.09

Seit 1964 Pionier?


Andere sind inzwischen groß geworden :-)

Pioniere waren im Osten diese halbhohen, im Fernsehen immer singenden Typen mit Halstuch.

Spaß beiseite, Sie lassen hier ein paar lässige Sätze ab, die Ihrem eigenen Anspruch gar nicht genügen, und erwarten Bewunderung und Begeisterung dafür, daß einer der (selbsternannten) ganz Großen sich bückt, um bei fachwerk.de gesehen zu werden?

Sie sind hier nicht Architekt, Ministerpräsident oder Buddha, mit jahrhundertelanger Berufserfahrung; vielmehr werden Sie gemäß dessen, was sie HIER schreiben, gemessen.

Internetforen funktionieren nach ihren eigenen Regeln, ich hab's auch erst lernen müssen. Für Ihren beleidigten Abgang haben Sie jedenfalls auch selbst die Vorlage geliefert.

Grüße & Gutes Forum demnächst

Thomas
Holz schwimmt immer oben
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Restauratio GmbH | | 12.02.09

Außendämmung


Hallo Emil,
meinen Sie nicht, das zwischen einer FACHWERKWAND, um die es ja bei der Fragestellung geht, und Ihren Ziegelwänden ein gewisser Unterschied besteht?
Genau dieser Unterschied ist es, um den es hier geht.

Viele Grüße

p.s. Auch ein meinem (Ziegel)Haus ist seit vielen jahren ein WDVS mit PS zu meiner Zufriedenheit im Einsatz.
An dem o.abgebildeten Haus würde ich es auch aus vielen Gründen ablehnen, da einfach PS draufzupappen.
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 12.02.09


@Paul Bossert

oh schon 55 Jahre im Beruf?
Schade. Ihre ausführlichere Meinung zur Außendämmung mit Holzweichfaserplatten („grober Unfug“) wäre schön gewesen. Rottach-Egern ist möglicherweise doch keine so abwegige Sache, jetzt bin ich neugierig geworden.
Ade!


Scaramanga | 12.02.09

JUNGS!!!!


ihr weicht vom Thema ab... Ich ess übrigens mit Vorliebe totes Tier ;-))

Neuester Stand zum Thema Aussendämmung:

1. die Fassade wird vor der Dämmung natürlich gereinigt und wieder in Stand gesetzt. Diesen komischen "Balkon" über dem Schaufenster ist mittlerweile auch schon halb ab.(Sauarbeit)Das Schaufenster kommt raus und eine neue Mauer wird hochgezogen (mit zwei Fenster! Die "Vorsprünge" an der Fassde müssen leider auch weg.

2. Die Fassade bekommt ringsrum ne 16er Polystyron Dämmung, außer an den Gauben (sieht man auf dem Bild nicht) die bekommen ne 20er Dämmung (Wände sind etwas dünner)

3. Natürlich wird das Dach gleich mitgedämmt (wäre ziemlich sinnfrei wenn das Dach nicht mitgedämmert würde)

So und jetzt geh ich mal ne Curry Wurst essen!
Schaffa, Schaffa Häusle baua :-)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 12.02.09

@ Lena


Hast Du auch mitgelesen? Bzw. wozu stellst Du hier überhaupt eine Frage ein?

Es gab da massive Bedenken bezüglich EPS, also Polystyrol, und Fachwerk. Der Tenor war einhellig, daß EPS an Fachwerkfassaden nix zu suchen hat, und diese Meinungen wurden auch begründet.

Es deprimiert mich ein wenig, wenn man sich hier die Pfoten wund schreibt, versucht, in die (begründbar) richtige Richtung zu lenken, und der Fragesteller dann mit sicherem Hand die falscheste der Varianten wählt. Dann ist es ist wesentlich bauwerkserhaltender, wenn Ihr gar nichts macht. Preiswerter auch: Wenn auf der einen Seite die geplanten (kontraproduktiven) Investitionen stehen und auf der anderen Seite neben der Heizkostenersparnis auch das Risiko massiver Schäden eingepreist wird, bekommt Ihr für viel Geld verdammt wenig.

Aber sei beruhigt, auch in 10 Jahren wird es dieses Forum geben, und auch Antworten auf "Mein Fachwerk ist unter EPS total vergammelt, was kann ich machen? Grüße Lena"

Viel Spaß denn

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 12.02.09


HALLO LENA ; DA WIRST DU ES ABER SICHERLICH SCHÖN WARM HABEN!!
Deine Currywurst iss aber mal schön vom Papierteller sost bekommst Du vom Onkel Udo Schimpfe !!
immer neugierig bleiben
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 12.02.09

Tja, Lena,


die einzige vernünftige Massnahme, die ich aus deinem Katalog erkennen kann, ist die Sache mit der Currywurst. Da würde ich bedenkenlos mitmachen.
Und bei dem Rest: Warum erst Fragen stellen, wenn sowieso nur schnell und billig interessiert.
Bon Apetit und nachdenkliche Grüsse
dasMaurer
alt und neu ist kein widerspruch
Mitglied der Fachwerk.de Community
Maurermeister | | 12.02.09


@Thomas
Vollste Zustimmung! Nachdem ich die Flut der Beiträge nachlesen konnte, bin ja fast vom Stuhl gefallen. Wie beharrlich doch das eigene Haus zugrunde gerichtet werden soll.
Mein Gott Lena,
schade um das Haus und das viele Geld. Die Ernüchterung wird folgen, ob dann das Haus noch zu retten ist?
Ich kenne ähnliche Fälle, da ging es nur noch um den Abriß.
Den Job mache ich nun seit 18 Jahren. Oft bin ich selbst überrascht, wie schnell sich gravierende Schadensbilder entwickeln können.
Auch von meiner Seite, viel Glück!
Bernd Kibies
DOKUMENTIEREN-UNTERSUCHEN-BEWERTEN-PLANEN Baudenkmalpflege und Altbauerhaltung
Mitglied der Fachwerk.de Community
Baudenkmalpfleger.de | | 12.02.09

Jetzt mal blöd gefragt.


Hast du dafür schon eine Baugenehmigung? Du baust hier m.E. ca.16 cm in den öffentlichen Verkehrsraum! Die Sollbreite eines Gehweges liegt über 2m! Die werden jetzt schon nicht eingehalten. Na wenn dass mal nicht Ärger gibt!

Gruß Marko
...und immer an der Zukunft bauen!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 12.02.09

@ all


hier geht es nicht um schnell und billig! Billiger ist der ganze Spaß sicherlich nicht!!!

Ich hab irgendwann mal aufgehört zu lesen.....

Ich hatte mittlerweile über 10 Stuckateure und Maler vor Ort. Kein einziger hat sich gegen das Polystyrol entschieden!

Und warum soll ich eurer Meinung nach nicht einem "Altbausanierer" vertrauen, der schon zick solcher Häusler gemacht hat???????

.....
Schaffa, Schaffa Häusle baua :-)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.02.09


Wenn 10 Fachunternehmer das so sagen kann es doch nicht alles so verkehrt sein . Ich kann bei meiner Fassade auch nur Gutes behaupten nach mehr als 20 Jahren SONDERMÜLLFASSADE.
immer neugierig bleiben
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.02.09

Außendämmung


Lieber Emil,
ich habe mal die Teilnehmer hier in der Runde durchgezählt und komme auf 9 Gegner der Dämmung auf dieser Fassade mit EPS.
Also es steht 10 : 9 und damit klarer Sieg für die Befürworter, oder?

Wenn Sie so wirtschaftlich und persönlich wichtige Entscheidungen finden, dann können Sie auch gleich würfeln.
Und zwar so lange, bis ein Ihnen genehmes Ergebnis rauskommt.
Aber das soll Ihnen ja egal sein, es ist nicht Ihr Haus, um das es geht.

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 13.02.09

Ich habe ja etwas Vorsprung :-)


Ich kann dann schon in 10-2=8 Jahren berichten :-).
Möchte aber kein Öl ins Feuer gießen, wie schon oft geschrieben, empfehle ich hier niemand ein WDVS aus PS.

Gruß Patrick.
Neu bauen kann jeder...
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.02.09

@ Lena


"10 Stuckateure und Maler" sind natürlich 10 ausgewiesene Fachleute mit profundem bauphysikalischem Hintergrundwissen.

Sie sollten sich hier nicht länger von Fachfremden und Ahnungslosen quälen lassen.

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 13.02.09

Tja,


leider sind die Naturgesetze völlig undemokratisch. Sie interessieren sich einen Dreck für Mehrheiten und Meinungen. Auch durch Reklame und Regierungsbeschlüsse lassen sie sich nicht beeindrucken. Mit einer solchen absolutistischen Grundhaltung sind sie deshalb auch nicht mehr zeitgemäss und können ignoriert werden ;-))).
MfG
dasMaurer
alt und neu ist kein widerspruch
Mitglied der Fachwerk.de Community
Maurermeister | | 13.02.09

Gleichstand


Auch ich bin der Meinung, dass Polystyrol und Mineralwolle die denkbar ungünstigste Dämmung für ein Fachwerk ist, aber man sieht ja, dass dieses Thema sehr grosses Diskussionspotential bietet.
Ein guter Energieberater, kann auch andere Alternativen als Polystyrol und Mineral- oder Steinwolle aufzeigen, ausserdem gehört zu einer solchen Massnahme nicht nur die Dämmung.

Grüsse Thomas


anonymus | 13.02.09


Vielleicht stehe ich auf dem Schlauch,aber was soll denn so dermaßen falsch sein wenn mein ca. 100 Jahre altes Haus aus Bruch-feld -u. Ziegelsteinen gemauert ----seit mehr als 20 Jahren eine Styrophor-Dämm-Fassade hat ?
Im unteren Teil aus grünen Platten und oben aus weissen Platten mit Gewebe und Putz darüber,kein Schaden bisher zu sehen , keine Spur von Schimmel mehr im Haus,was vor dem Fassadenputz ganz anders war .Die hohen Temperatuschwankungen in diesem Januar bis 20°waren merklich kaum spürbar außer dass man etwas mehr Holz nachlegte .Keine nicht zu erwärmenden Aussenwände wie es vorher einmal war, wenn der Winter mal wieder richtig winterlich war .Da zog die Kaltluft doch direkt von der Aussenwand her am Boden entlang und Fusskälte war kaum zu verhindern , sodass man Heizlüfter am Boden aufstellen musste . Da entschlossen wir uns zur Fassadendämmung durch den Verputzer.Wir sind super zufrieden und würden es sofort und genauso wieder machen lassen , vielleicht mit doppelt so dicken Dämmplatten aus Styropor----weil es funktioniert und ich -- das was aus Erfahrung gut ist nicht ändern würde ! Warum auch , das Gegenteil ist ja nicht bewiesen worden . Die beste Physik ist , wenn es funktioniert und passt .
Nun beweise man mir das Gegenteil .
immer neugierig bleiben
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 14.02.09

Außendämmung


Hallo Emil,
Das ist kein Schlauch, sondern ein Rohr.
Noch mal langsam zum Mitdenken:

WIR REDEN ÜBER FACHWERK!
(Das sind so Balken mit was dazwischen)

Sie haben KEIN Fachwerk.

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 14.02.09

Genau


Herr Böttcher,
wie recht Sie doch haben!
Aber Emil war schon etwas weiter oben auf diesen Sachverhalt eindeutig hingewiesen worden und hat es nicht begriffen!
Ein eindeutiger Fall von Beratungsresistenz!

Ein schönes WE noch.
Gruß, Kalle.
Die Geschichte früherer Generationen steckt in deren Bauten
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 14.02.09

Fachwerkhaus ...


Hallo Lena...
ist zufällig bekannt wie alt das Haus ist?

Die Fassade läßt sogar ein Zierfachwerk vermuten. Ist bekannt, ob das immer schon verputzt war?

Grüße

Frank
lehm lassn und lehm - Naturfarben und Baubiologie
Mitglied der Fachwerk.de Community
Natural Naturfarben Shop | | 14.02.09

Man glaubt, was man glauben will.


Thomas Böhme:
"Soweit ich informiert bin, kondensiert dann Wasser,
wenn der Taupunkt überschritten wird."
--> Schlussfolgerung aus: Stichwort Fax und Thermik?!

Erwin Thoma´s Buch: "Für lange Zeit" – mit liebe zum Holz und zur Natur,
inhaltlich lehrreich und vieles richtig. Ein sehr schönes und auch allgemein
gutes Buch, leider jedoch ist auch hier einiges verdreht dargestellt. Holz ist
thermisch träger, aber es speichert die Wärme nicht länger, dies hängt von der
Masse des Materials ab. Weiteres extra, das führt sonst zu weit vom Thema ab. Hier ist ebenso, dass jeder seine Ware so gut als möglich Verkaufen will, Laborwerte
erstellen läßt und die Dinge dementsprechend vorteilhaft formuliert.

Wegen der Innendämmung wird dauernd gelüftet und Luftfeuchtigkeitswerte
unter 20% auf Dauer erreicht? - ein kaum zu beheizender Wert….das hat nichts
mit der Dämmung zu tun, sondern mit Dauerlüftung und Vielheizerei, wie sie
im Wohnraum kaum stattfinden wird.

E.Decker
Dies macht durchaus den Eindruck; wobei die 3 ersten Antworten die Frage bereits beantwortet hätten.

Hr. Bossert,
falls Sie noch mitlesen, mich würden Ihre Kenntnisse interessieren, diese
scheinen nicht von ungefähr zu kommen.

Zustimmung meinerseits auf die Antworten von Thomas Böhme und Bernd Kibies vom 12.02.09

Manche Fragen werden vielleicht nur gestellt, in der Hoffnung, dass die Antworten so ausfallen, wie man Sie gerne haben möchte, damit man dann beruhigender sagen kann:
„Die anderen haben aber doch gesagt, …“

Es wurde gefragt, begründet und (was die Frage betrifft) einheitlich klar geantwortet, aber trotzdem anders entschieden. So weit so gut, dieses Recht steht jedem zu.
Was bleibt ist die Frage: Warum wurde dennoch so entschieden? Vielleicht, weil diejenigen, die mit dieser Version mehr verdienen, dafür sind? Übernehmen diese Stukkateure,… auch die volle Garantie auf die (Haus-)Lebenszeit und unterschreiben dafür, wie viel Sie garantiert an Heizkosten einsparen? Vielleicht lesen Sie die Antworten noch einmal genau durch und überdenken das Ganze noch einmal.

Viel Glück beim Umsetzen Ihrer Entscheidung

Bernhard Fürstberger
Vernünftig bauen + richtig heizen = schöner wohnen
Mitglied der Fachwerk.de Community
BF-Dienstleistungsservice / Heizungs-&Ofenberatung | | 14.02.09

@ Bernhard Fürstberger


Sonntags unterhalten Sie sich offenbar gern mit sich selbst.

Sonderbar.

Vielleicht 'mal wieder ein Spaziergang? Kino? Kneipe?

Entspannte Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 15.02.09

Hallo Hr. Böhme,


Ihre Kommentare haben weder mit der Ausgangsfrage noch mit
den von mir an Sie gerichteten zu tun. (Übliches ausweichen)
Es sollte doch bei Antworten geantwortet werden (lt. Hartmut Stöpler)
demzufolge auf Fragen und Kommentare eingehen und nicht seinen
persönlichen Unmut mit ein paar Wortbrocken, deren Inhalt eher
an ein Selbstgespräch erinnert, zu kommentieren.
Zudem war mein Beitrag vom Samstag, Ihrer vom Sonntag. Auch
daran merkt man, wie flüchtig und ungenau teilweise die Beiträge
gelesen werden. Wenn es Sie nicht interessiert, brauchen Sie diese
auch nicht zu lesen, geschweige denn zu interpretieren.

Es braucht einem stellenweise nicht wundern, wenn die Fragenden
das Gegenteil dessen machen, was ihnen hier geraten wird. Durch
abschweifen der Antworten auf die Fragen gewinnt man leicht den
Eindruck eines Stammtischgesprächs und nicht das eines kompetenten
Fachforums.

Der „Knigge“ wäre für Sie bestimmt ein sehr lehrreiches Fachbuch.
Alternativ ein paar Sonderstunden beim Premium-Kollegen Udo Mühle.

Viele Grüße vom Sonntagabend

Bernhard Fürstberger
Vernünftig bauen + richtig heizen = schöner wohnen
Mitglied der Fachwerk.de Community
BF-Dienstleistungsservice / Heizungs-&Ofenberatung | | 15.02.09

Dämmung


Wenn ich mir die Fasade meines 9 Jaher alten Styropor gedämmten Hauses anschaue, dann weis ich was zumindest nicht empfehlenwert ist
Mein Haus wird auch noch richtig gut :-)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 15.02.09


Und welches Problem hast Du ?
Ein technisches Problem durch Schimmelbildung? Energieverlust? Schaden an der Bausubstanz ?
Oder ein optisches Problem egal welcher Art ?

IMMER NEUGIERIG BLEIBEN !!!
immer neugierig bleiben
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 16.02.09

auch schornsteinfeger


können Energieberater werden
na wenn dass nicht sensationell ist
schützen & erhalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Heise Holz & Bautenschutz | | 16.02.09

Mir tut "Lena" leid!!


@Chris Heise

Na, wo kommt denn das nun noch her?


Was jetzt hier zusammenrollt, wird Lena leider nicht helfen!
Ihre Entscheidung scheint gefallen zu sein und ob diese für Ihr Gebäude dann die Richtige ist, ist leider jetzt nicht mehr möglich, umzustimmen.
Die "10 bereits konsultierten Stuckateure und Maler" haben da nun auch Ihre Schuldigkeit mit beigetragen.
Getreu dem Motto: Machen wir immer so, haben wir stets so gemacht und Naturbaustoffe, was ist denn das?, ist die Beratung abgelaufen.

Und nun kommt hier noch die ganze Motzerei mit dazu.

Lena Du tust uns jetzt wirklich leid!

Also getreu dem Motto: Etwas gutes Bauchgefühl, ein Quentchen Glück und vor allem eine fundiert gute Handwerkerbetreuung wünschen wir Dir und Euch.

Grüße Udo Mühle
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community
LehmHandWerk Udo Mühle | | 16.02.09

@ Bernhard Fürstberger


Wie kann man mit jemandem, der immer dann, wenn's ihm nicht in den Kram passt, mit Unterstellungen kommt ("Laborwerte
erstellen läßt"), und sich ständig wiederholt, weitschweifig und faktenarm über seine sich von der realen Welt oft weit entfernte Sicht der Dinge auslässt?

Da Sie ein großer Experimentator vor dem Herrn sind, lassen Sie sich doch die entsprechenden Prüfprotokolle von Thoma kommen, Sie werden erstaunt sein über die akribische Versuchanordnung, und sie werden detailliert nachvollziehen können, was im Buch als Fazit steht.

"Holz ist thermisch träger, aber es speichert die Wärme nicht länger, dies hängt von der Masse des Materials ab."

Sie Meister der unbewiesenen Behauptungen. Wenn's nur von der Masse abhängen täte, wie lange ein Stoff die Wärme speichert, dann würden Stahlbeton oder gar ein Klumpen Eisen um ein deutlich vielfaches länger als Holz die Wärme speichern. Das widerspricht nicht nur den Thoma'schen Versuchen (vielleicht beschäftigen Sie sich erst damit, und reden dann darüber. Dort geht es u.a. um ein Bauteil und die Wandinnentemperatur nach einer Auskühlzeit), sondern auch dem, was man als allgemeine Lebenserfahrung im Umgang mit diesen Materialien lernen kann. Spielt möglicherweise auch die Wärmeleitfähigkeit ein klein wenig mit; und..., und...?

Mein letzter Beitrag war tatsächlich nicht besonders geistreich. Mir fiel aber mach längerem Überlegen nichts besseres zu Ihren Auslassungen ein. Was schreibt man zu einem Beitrag, den man nicht ernst nimmt?

Darüber werde ich nachdenken.

Grüße & Frohes Forschen

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 16.02.09

auch Schornsteinfeger können Energieberater werden,


was soll der Spruch denn nun?
Wenn ich mir die Statistik ansehe, wer als Energieberater alles gelistet ist, sind neben Architekten, Statiker, Handwerker etc. sind es eben die Schornsteinfeger, die als Energieberater überwiegen und die sind nicht mal die schlechtesten.
Auf alle Fälle sind die meisten Produktunabhänig und beurteilen ein Objekt neutral und zwar vom Keller bis zum Dach, Heizung und Fenster inklusive.
Ausserdem behauptet hier niemand, dass EPS oder Steinwolle ein schlechter Dämmstoff ist, beide haben Ihre Einsatzgebiete und Daseinsberechtigung.
Nur ist es eben wie im richtigen Leben, dass die Naturbau- und Dämmstoffhersteller eben nicht schlafen, sondern wieder aufholen.
Wo liegt nun das Problem?
Hier gilt nicht welches Auto ist das Beste Auto, sondern gilt bei einem Haus, welches ist der richtige Dämmstoff?

Grüsse Thomas


anonymus | 16.02.09

Achtung! Wichtige Frage, wichtige Antwort


@Thomas

Was schreibt man zu einem Beitrag, den man nicht ernst nimmt?

1) Man muß nicht schreiben!
2) Einen Beitrag, den man nicht ernst nimmt, muß man schon gar nicht erwidern!

Ganz wichtig:

Es dürfen hier Beiträge unwidersprochen stehen gelassen und die Interpretation dem Leser überlassen werden.

(Warum wird die Intelligenz der Lesers immer so unterschätzt? Ein Trauerspiel ist das manchmal ...)

Hartmut
Alles unter Dach und Fach
Mitglied der Fachwerk.de Community
Fachwerk.de | | 16.02.09

Ich fühl mich indelligend drum...


... les ich nur noch und schreib nix mehr....

oh, edsala hob ich doch was gschriem... 8~)

... und wehe ahner schrebbd jedsd was drauf...

frank
lehm lassn und lehm - Naturfarben und Baubiologie
Mitglied der Fachwerk.de Community
Natural Naturfarben Shop | | 17.02.09

@ Hartmut


Hast ja recht.

Jetzt denke ich darüber nach, wie ich aufgestauten Unmut über..., ... und ... Schreibereien anders als mit ... Erwiderungen kanalisiere.

Holzhacken? Schneeschippen? Boxsack?

Grübelnde Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 17.02.09

Der Drops ist gelutscht.


Danke Hartmut,

auch wenn es mir seit Tagen erheblich in den Fingern zuckt habe ich mich für 1) entschieden.
@ Thomas: bitte bei mir Schneeschippen :-))

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer
Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden. (Mies van der Rohe)
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architekturbüro Kornmayer | | 17.02.09

@ Frank


das Haus ist laut Exposè um die 1900 erbaut worden, ich hab aber vor kurzem im Putz ne eingekratzte 1836 gefunden???!!!

So weit ich weiß ist das Haus schon immer verputzt gewesen. Leider ist kein Zierfachwerk vorhanden (wir haben innen den Putz weg gemacht) Es gibt nur ein "normales" Fachwerk.

Das Erdgeschoss ist gemauert und erst ab dem 1. Stock fängt das Fachwerk an.
Schaffa, Schaffa Häusle baua :-)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 17.02.09

Bj. 1900??


Hallo Lena,
Leider kenne ich mich in der süddeutschen Hausprovinz nicht so gut aus.
Hier in Nordhessen würde die Stockwerksüberkragung aber auf ein älteres Entstehungsjahr hinweisen.
Wie sieht denn das Dachgefüge aus ? Eiche ?
Toll wäre ein Foto des Dachgefüges;-)

Steht das Haus unter Denkmalschutz?

Wenn die Balken innen freigelegt wurden , kann man keine Aussage über Schmuckfachwerk machen.

viele Grüße
Denkmäler schützen heißt nicht Genuß suchen,sondern Pietät üben (Georg Dehio)
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architekturbüro | | 17.02.09

Wärmespeicherung


Hallo Herr Böhme,
der Grund, warum ich auf Ihre Beiträge antworte, ist einzig und
allein der, manche Ihrer Aussagen zu berichtigen.

Welche Behauptung meinerseits war denn bis jetzt unbewiesen?
(Kommt Ihnen die Frage bekannt vor? – Eine Antwort erhielt ich
nicht.)

„Sie Meister der unbewiesenen Behauptungen. Wenn's nur von der Masse abhängen täte, wie lange ein Stoff die Wärme speichert, dann würden Stahlbeton oder gar ein Klumpen Eisen um ein deutlich vielfaches länger als Holz die Wärme speichern.“

Ich schrieb nicht, dass es n u r von der Masse abhängt, wie Sie
es mir wieder in den Mund legen. Stahl und Beton halten deswegen
die Wärme länger, da sie wesentlich mehr Wärme aufnehmen können.
Als simpler Versuch (für jeden selbst nachvollziehbar, der gewillt
ist die Aussagen in diesem Forum zu vergleichen – tat bis jetzt nur einer):

Einen Holzklotz, Ziegel, Beton, Stahl, … von jeweils gleicher Größe
in das Backrohr und so lange die Wärme einwirken lassen, bis der
Körper diese kompl. aufgenommen hat. Dann die Backofentüre auf,
die Versuchsteile auf einen Topf-Untersetzer stellen und messen.
Wer kein IR-Thermometer hat, kann es auch mit den Fingern feststellen.

Bevor sich Unmut aufstaut, sollte man überlegen ob es nicht doch
stimmt (auch wenn man es nur ungern zugibt), oder einen praktischen
Versuch bewerkstelligen, statt jeglicher Theorie zu glauben.

Dies ist auf Dauer weniger peinlich, als mit Wortgeplänkel sich
aus der Affäre zu ziehen.

Viele Grüße

Bernhard Fürstberger
Vernünftig bauen + richtig heizen = schöner wohnen
Mitglied der Fachwerk.de Community
BF-Dienstleistungsservice / Heizungs-&Ofenberatung | | 22.02.09


Einen Holzklotz, Ziegel, Beton, Stahl, … von jeweils gleicher Größe in das Backrohr und so lange die Wärme einwirken lassen, bis der Körper diese kompl. aufgenommen hat.

Das erinnert mich an ganz ganz früher:

Einen Backstein aufgeheizt und dann umwickelt mit einem Tuch ins Bett hinein gelegt (unter dem Dachboden das Kinderzimmerle: da wurds schon wirklich sehr sehr kalt!). Der heiße Ziegel hielt bis in den morgen gut warm wie eine Wärmflasche! Heute möchte aber keiner mehr so seinen nächtlichen Wärmehaushalt gestalten, denke ich.
Altbau fasziniert!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 22.02.09

@ Bernhard Fürstberger


Wenn Sie mit solch schlichten Versuchsanordnungen die Quadratur des Kreises beweisen können, Glückwunsch. Ich bin der Auffassung, daß die Oberflächentemperatur allein keine verwertbare Aussage bietet, es sei denn, wir machen über Stunden Messreihen bis zum Angleich an die Umgebungstemperatur. Heraus kommt ein Ergebnis, daß wir trotz allem nicht auf einen Wandaufbau übertragen können.

Da werden sie wohl alleine in die Röhre gucken.

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 22.02.09

Dämmung-Bilder aus der Bilddatenbank: