Nachträgliche Dämmung, zweischaliges Mauerwerk Bauj. 1978

Hallo !
Ich habe durch Zufall diese Seite gefunden und bin begeistert von Ihrem Forum!
Wie gesagt haben wir ein 2 Fam.-Haus mit Keller und zweischaligen Wänden. Außen Voll Klinker und Innen einer 24er Wand ( der Stein sieht grau aus mit Hohlräumen, dieser Stein mit einer anderen Form wurde auch für die Decken verwendet d.h. wir haben Stahlbeton- Träger und dazwischen wurden diese Steine gelegt, Name fällt mir nicht ein).

Die Dämmung soll das Luftposter zwischen den Wänden darstellen. Das Luftpolster ist ca.6-8cm. ( leider ohne wenig Wirkung). Trotz abbuddeln und trockenlegen der Kelleraußenwände mit aufwendiger Dämmung und neuer Fenster, haben wir im Winter kalte Füße und Schwitzränder an den Fenstern.
Mir wurde eine Schüttung von Perliten empfohlen.......

1. Wer hat Erfahrungen mit nachträglichen Schüttungen
2. Wie ist das mit der Feuchtigkeit, brauch man ein paar Schlitzöffnungen zur Belüftung.
3. Das einblasen der Perlit würde ich ja gerne selber machen, aber wo bekommt man die Perlite, alle Anfragen wurden bisher verneint, nur an Firmen....nicht Privat???

Mit freundlichen Grüßen

Th. Miche


Th.Miche | 29.09.05

Hohlschichtdämmung


Ich mache seit über 10 Jahren Erfahrungen mit der Hohlschichtdämmung und kann es fast bedenkenlos weiter empfehlen. Die Perlite als HyperliteKD bekommen tatsächlich nur die verarbeitenden Betriebe. Vom Wärmedurchgang noch besser als die Perlite ist ein mineralischer Dämmstoff aus aufgeschäumtem Glas. Das Material heißt SLS20, WLG 035 während die Hyperlite WLG 045 hat. Aber auch das erhalten meines Wissens nur die Fachbetriebe.

Sie brauchen keine Belüftungsöffnungen.
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Vetter Stasch Unternehmen Bau GmbH | | 29.09.05

Feuchte?


Hallo Rainer,

bei mir ist es ähnlich, außen Ziegelschale, innen Fachwerk. Wobei die Ziegelschale praktisch eine hinterlüftete Wand ist. Habe auch schon mit dem Gedanken gespielt, den Zwischenraum zu füllen. Befürchte aber, nach dem Befüllen eine Diffusionssperre zu haben, die mir das Fachwerk auf Dauer kaputt macht.

Viele Grüße
keine Panik!
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| 29.09.05

Materialien


Die mineralischen Dämmstoffe (Perlite und SLS) haben keine dampfsperrenden Eigenschaften und leiten Wasser nicht kapillar.
von anderen materialien würde ich auch die Finger lassen, also z.B. Mineralwolle, Kork, Hanf und was sonst noch so angeboten wird.
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Vetter Stasch Unternehmen Bau GmbH | | 29.09.05

Ich schließe


mich Rainer Stasch an. Jedoch empfiehlt die Firma Perlite im unteren Bereich geöffnete Stossfugen, damit evtl. Kondensat, dass vermutlich hinter den Klinkern anfällt, ablaufen bzw. abtrocknen kann. ich nehme an, dass die graue hintermauerung aus Bimsbeton besteht.
eigendlich finde ich es gut, dass diese Materialien nur durch Fachfirmen eingebaut werden dürfen. Werden hier fehler gemacht, kann es schon zu einigen Schäde führen.
Für Fachwerkwände anstelle der Hintermauerung, halte ich eine solche Konstruktion immer für bedenklich.
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Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | | 30.09.05

Tatsächlich Bj. 1978 ?


War zu der zeit nicht mehr ganz state of the art ..Dann ist aber davon auszugehen , dass nicht viel gegen einblasen von
hyperlite spricht . Bei älteren Gebäuden , zB in südniedersachsen kommt es vor , dass die Innenwände bis zum aussenmauerwerk durchgezahnt sind , dann drohen Wärmebrücken/Feuctigkeit an innenwänden . Neue Fenste gibts ja schon , dann nochmal überlegen , wo in diesem Leben noch ein Loch in Wand gemacht werden soll , das Zeuch rieselt nämlich sehr gut .. - und los ! GGfls hilft zusätzlich Dämmung der Fensterlaibungen ( innen ! ) .
Gruss J. Kube
Ahja , Wärmeschutzgutachten geben Aufschluss über Einsparmöglichkeiten , bisherige Dämmwerte , u.U. Taupunkte etc. ..
FensterEcke Brüggemann + Kube ZiMMEREi
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Brüggemann + Kube ZiMMEREi | | 01.10.05

Wärmebrücken


Die Befürchtungen, dass durch Durchbinder (Steine, dei Innen- und Außenschale miteinander verbinden) Probleme, wie Schimmel entstehen könnten, sind nicht haltbar. Ganz im Gegenteil. Dadurch, dass die Durchbinder anschließend von vier Seiten mit dem Dämmstoff umsschlossen sind verbessert sich die Situation eher. Ich habe es auch schon mit einer durchbindenden Betondecke oberhalb eines Bades versucht - seit 8 Jahren gibt es dort, wo vorher Schimmel war, keinen mehr.

Zu den offenen Stoßfugen: Kondensat darf in diesem Bereich gar nicht nennenswert auftreten. Was passieren kann ist, dass Schlagregen durch die Außenschale dringt. Deshalb mache ich es bei Neubauten so, wie von Fred Heim beschrieben, mit den offenen Stoßfugen. Bei den alten Häusern, wo keine Ablauföffnungen und auch keine Z-Sperre vorhanden ist verzichte ich darauf. Meine Überlegung: wenn das Mauerwerk bislang dicht war bleibt es das auch zukünftig. Wenn es nicht dicht war, wo ist das Wasser geblieben? Die Dämmung aus SLS20 führt zu keiner Verschlechterung der Situation - also lasse ich alles beim Alten. Ich hatte bislang keinen Fall, wo es zu Problemen gekommen ist wegen der fehlenden offenen Stoßfugen.
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Vetter Stasch Unternehmen Bau GmbH | | 01.10.05

Nachträgliche Wärmrdämmung in Hohlmauerwerken.


Ich habe seit 27 Jahren mit AMINOTHERM Dämmschaum zweischalige Mauerwerke gedämmt.(www.isobau-wissing.de) Ich habe nicht eine einzige Beschwerde oder nachteiligen Bericht über diese Art ein Haus zu dämmen bekommen. Wir arbeiten zu 60% in den Niederlanden. Dort hat mann ein Innenmauerwerk von nur 10cm,8cm Luftschicht und 10cm Klinker. Selbst bei so dünnen Innenwänden hat es nie Probleme gegeben.Im Gegenteil, der Staat hat das Ausschäumen von Privathäusern mit 6,- €/m² subventioniert. In den Niederlanden und in England gibt es keine Diskusionen über Nachteile, da es wirklich keine gibt. Bei den Beiträgen in diesem Forum Sträuben sich mir die Haare über die vielen gutgemeinten, aber unfachmämännischen Ratschläge. Man darf auch nicht den Dämmschaum mit den PU-Montageschaum aus Sprühdosen verwechseln. Dieser wird mit einem Treibgas aufgeschäumt und expandiert gewaltig. Er würde ganze Mauerwerke auseinanderdrücken.
Beim Speziellen Dämmschaum kann ich ohneweiteres Dächer ohne Hinterlüftung bis an die Dachpfanne ausschäumen, ohne das die Pfannen sich heben oder gar festkleben. AMINOTHERM oder andere Markenfabrikate Kleben nicht und werden mit Luft aufgeblasen. Ich als Handwerksunternehmen mit Dem Meistertitel für das Wärme-Kälte-Schallschutzhandwerk muß mit meinem vollen Vermögen für Schäden die ich verursache haften.
Mein eigenes Haus habe ich 1984 gekauft und natürlich komplett mit Dach und Wand ausgeschäumt.


Diethelm Wissing | 30.03.06

Aminotherm


Hallo,
Ich habe einige Meinungen gelesen und war erstaunt über so viel "Fachpalaber".
Vor 6 Jahren habe ich mein Haus Ausschäumen lassen - mit Aminotherm - alles Super - Feuchte stellen an Fenster und Türen waren innerhalb kürzester Zeit wie weggeblasen. Meine Empfelung: halten Sie sich an die Firma Wissing in Bocholt vom Preis - Leistungsverhältnis sehr zu Empfehlen.Von Perlite und anderen Schüttgütern konnte ich mich nicht überzeugen lassen.

H. Teichmann


Holger Teichmann | 30.01.07

Giftpampe


Hallo Herr Teichmann,

ich würde keinem Menschen empfehlen, sich diese "Giftpampe" irgendwo ins Haus füllen zu lassen: "Aminotherm ist ein kalthärtender Harnstoff-Formaldehydharz in wässeriger Lösung." (Zitat aus der Homepage von isoteam-bocholt). Beim Stichwort Formaldehyd sollten sich schon die Nackenhaare aufstellen. Vor allem in der Anfangszeit ist das Formaldehyd-Abgabepotential erheblich. Es gibt einige untersuchte Fälle, in denen sogar der Grenzwert überschritten wurde, allerdings nicht bei der Verfüllung von 2-schaligem Mauerwerk. Aber an die Verarbeiter sollte man vielleicht auch mal denken.
Zudem sollte man sich Gedanken über einen irgendwann anstehenden Rückbau machen. Der Schaum darf nicht mit in den mineralischen Baustoffcontainer (= billige Entsorgung), sondern muss in den Restmüll (=teure Entsorgung).
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Vetter Stasch Unternehmen Bau GmbH | | 31.01.07

Nachtrag


Ich habe mal versucht im Internet zu recherchieren. Angaben zur bauaufsichtlichen Zulassung von Aminotherm habe ich gefunden, allerdings mit Ablauf zum 31.07.1986. (http://www.baufachinformation.de/zulassung.jsp?bzp=6451). Auf der Seite der BZP, in der die bauaufsichtlichen Zulassungen dokumentiert sind bin ich auch nicht fündig geworde (http://www.irbdirekt.de/baz/). Die Homepage (www.aminotherm.com) ist außer Betrieb. Das würde mich alles sehr, sehr nachdenklich stimmen.
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Vetter Stasch Unternehmen Bau GmbH | | 31.01.07


Zum Nachtrag von Herrn Reiner Stasch

Es gibt einen zugelassenen Dämmschaum der hat die Gültigkeit bis zum 30.09.2011 fündig geworden unter www.irbdirekt.de oder www.schaum-systemzentrale.de
Gruß aus Ostfriesland
Wolfgang Mannott


Wolfgang Mannott | 13.05.07

Krebserregendes Formaldehyd


Es scheint Absicht zu sein, dass die Homepage nicht darüber informiert auf welcher Basis die beiden Komponenten sind. Wer jedoch ein wenig recherchiert bekommt heraus, dass Aminoplastverbindungen durch Kondensation von Aldehyden (i.dR. Formaldehyd) entstehen. UF-Schäume, wie sie auf der Herstellerseite von Isoschaum gekennzeichnet sind, heißen auch Harnstoff-Formaldehyd-Schaum (UF= Urea-Formaldehyd). Formaldehyd steht im Verdacht Krebs zu erzeugen.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung sagt dazu (www.bfr.bund.de):
"Krebserregende Wirkung von eingeatmetem Formaldehyd hinreichend belegt

Formaldehyd wird weltweit in hohen Mengen produziert und ist in vielen verbrauchernahen Produkten enthalten. Die Substanz entsteht außerdem in geringen Mengen im Zellstoffwechsel von Menschen und Tieren. Formaldehyd ist gesundheitsschädlich, es reizt die Schleimhäute und kann Krebs im Nasenrachenraum auslösen, wenn es eingeatmet wird. Das ist das Ergebnis einer Bewertung neuer Studien, die das Bundesinstitut für Risikobewertung heute der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Das Institut sieht es als hinreichend bewiesen an, dass die Substanz im Nasenrachenraum Tumore auslösen kann, wenn sie eingeatmet wird, und schlägt deshalb eine Änderung der geltenden Einstufung vor. Die schädliche Wirkung von Formaldehyd ist konzentrationsabhängig. „Bei Raumluftwerten von oder unterhalb von 124 Mikrogramm Formaldehyd pro Kubikmeter ist praktisch keine krebsauslösende Wirkung mehr zu erwarten“, sagt der Präsident des Bundesinstituts, Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Bei wiederholter, deutlicher Überschreitung dieses Wertes können gesundheitliche Risiken bestehen.“

Ich würde mir nie krebserzeugendes Material in meine Außenwände einbauen, wo ich es auch nicht wieder heraus bekomme. Ich würde das auch den Verarbeitern nicht antun. Schließlich gibt es unschädlichere Alternativen.
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Vetter Stasch Unternehmen Bau GmbH | | 14.05.07

Fehlerhaftes Ausblasen, was nun?


Mahlzeit.
Mein Problem:
Ich habe eine 2-schalige Giebelwand in Richtung Süden, mt ständigem Schlagregen und sommerlichen Hitze. Im Winter ist es kalt und im Sommer fast ne Sauna.
Nun habe ich den Zwischenraum mit Zellulose ausblasen lassen, KEINE WIRKUNG. Ich vermute mal, dass die Ausführung fehlerhaft war. Ich habe nun vor die Giebelseite mit einer Holz-Dämmungskonstruktion zu versehen und dann mit Perlit-Platten zu verkleiden. Ist das möglich oder gibt es da Bedenken mit der Diffusion?
Danke schon mal im Vorraus für die Antworten

Gruß
M.Behnke


Manuel Behnke | 20.07.07

Wer hatte denn diese Idee?


Zellulosedämmung hat als Kerndämmung gar keine Zulassung. Hat der Handwerker sie darauf nicht aufmerksam gemacht? Oder wer hat die Zellulose eingebaut?
Es wäre interessant festzustellen, was mit der ellulose in der Wand geschehen ist.
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Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | | 01.08.07

nachträgliche hohlschichtdämmung


nabend,

bei der hohlschichtdämmung sollte man darauf achten das ein ausreichende endoskopie durchgeführt wird, und festgestellt wird ob eine sogenannte Z-Folie eigebaut ist.
sollte das nicht der fall sein sind perlite, rockwoll,sls20 usw. auch nicht das optimale, weil das Material dann im unteren Sockelbereich ständig "nasse füsse" hat.
denn die hydrophobierungsschicht wird bei der verarbeitung in der Maschine und beim einblasen beschädigt.
dann kann das material Feuchte aufnehmen und wird mit der zeit ein toller schwam. von Schaum würde ich abraten s.h beitäge.
es gibt ein material von der firma rigips(rigiperl) mit einer wlg035. dieses material nimmt keine feuchte an und ist absolut sauber und staubfrei zu verarbeiten. mehr unter www.BlowFill.de


h.hartmann | 08.08.07

Der Dämmer


Ob rigiperl das richtige ist weiß ich auch nicht da, schon im Prospekt steht das es leuchte Feuchtigkeit annimmt und daher muss das Haus alle 5 Jahre Versiegelt werden! (so wäre die die richtige ausführung)

Würde Fachkündige Firma fragen wie z.B. Firma Wattjes Großefehn Kanalstraße Süd seit über 14 Jahren im Einsatz der Wärmedämmung


Folker Buss | 22.02.08

Wo steht das?


@volker buss: Dass das Haus alle 5 Jahre neu versiegelt werden muss, habe ich auf der Homepage und in den Prospekten von Rigiperl nicht gefunden (inzwischen heißt es anscheinend Rigibead). Oder ist das Ihre Interpretation? Was wäre so schlimm daran, wenn es eine begrenzte(!) Feuchtigkeitsaufnahme gäbe?
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Vetter Stasch Unternehmen Bau GmbH | | 23.02.08

Der Dämmer


Da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt.
Da das Prudukt leichte Feuchtigkeit annimmt sollte man das Haus versiegel, damit eine leichte Feuchtigkeitsaufnahme erst garnicht stattfinden kann. Und dieses sollte alle 5 Jahre wiederholt werde, da mir keine Versieglung bekannt ist die länger oder besser gesagt mehr als 5 Jahre Garantie gibt.
Das was Herr Hartman über die Z- Folie geschrieben hat, ist meiner Meinung nach auch nicht richtig, da das Objekt von 78 ist und im Norddeutschen Raum erst mitte der 90 ger begonnen wurde eine Z-Folie einzubauen.
Daher muss bei der richtigen Ausführung bei so einem Objekt so oder so die Hohlschicht im Sockelbereich verschlossen werden, so das kein Produkt bis auf das Erdreich gelangt.

Danke für den hinweis


Folker Buss | 23.02.08

Lasst


die guten alten Hohlwände in Ruhe. Solange nix dran gemacht wird, funktionieren sie. Wenn Dämmung installiert wird, verändern sich die physikalischen Verhältnisse in der Wand. Es besteht die Wahrscheinlichkeit der Kondenswasserbildung, das dann nicht ordentlich abgeführt wird, sondern am Fusspunkt der Dämmung im Bauwerk versickert. Ist die Einblasdämmung erstmal feucht, lässt sie sich nicht mehr entfernen und ich hab einen irreparablen Bauschaden. Wenn Dämmung, dann eine Aussendämmung für solche Wände. Alles andere wäre mir zu riskant.
MfG
dasMaurer
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Maurermeister | | 23.02.08

Was ist mit Innendämmung,


wenn Ausfüllen des Hohlraumes nicht sinnvoll ist und Aussendämmung wegen des anzupassenden Dachüberstandes und der Dämmung bis hinein in den Erdbereich nicht bezahlbar. Von Redstone.de gibt es mineralische Dämmplatten, die einfach von innen wie Ytongsteine an die Wand geklebt/geschraubt werden. Sollen eine gute Feuchtigkkeitsdurchlässigkeit besitzen und Kondensation innen verhindern. Oder ist da auch der Wunsch der Vater des Gedanken? Irgendetwas sinnvolles muss es doch geben?


Henrik Sander | 29.09.08

Es gibt schon


eine ganze Menge sinnvolles, Innendämmung ist möglich, allerdings muss das richtig gemacht werden. Was im Einzelfall richtig und gut ist, hängt von vielen Faktoren ab. Am besten vor Ort mit einem Fachmann besprechen, und dann anfangen.
MfG
dasMaurer
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Maurermeister | | 30.09.08

Aminotherm nimmt Wasser auf


Von einem örtlichen Betrieb, der seit 2 Jahren mit Aminotherm dämmt, habe ich im Dez. 2008 einen ca. 5x5cm großen Klotz des weißen Schaums bekommen.

Auf der digitalen Briefwaage wog er ca. 1,5 Gramm.

Dann habe ich ihn auf der Fensterbank bei 20 Grad Celsius, ca. 8 Stunden in einem 15mm tiefen Wasserbad schwimmen lassen (ohne ihn unter Wasser zu drücken). Jetzt wiegt er 17 Gramm. Jetzt warte ich, dass er trocknet. Man spürte anfangs, dass die meiste Feuchtigkeit unten sitzt, aber auch bis oben hin ist die Feuchtigkeit durchgezogen!!
Ohne Übertreibung - fast wie ein Schwamm....

Das gibt mir zu denken, wenn ich an Schlagregen denke.

Laut Hersteller ist eine Wasseraufnahmefähigkeit von 0,3 Vol. % gegeben. Das stimmt dann ja nicht.

Nun ist die Frage: Kann man das Material falsch anmischen, falsch schäumen? - eben falsch verarbeiten?

Daher würde ich so etwas nicht einschäumen lassen, oder wie seht ihr das?

G. Mill


G. Mill | 16.12.08

und andere Gründe


Das oben beschriebene Material ist formaldehydhaltig. Es gibt Länder in denen Formaldehyd als krebserregend gilt. Ebenso stuft die IARC, das ist die internationale Agentur für Krebsforschung der WHO, Formaldehyd als krebserregend für Menschen ein. Ich würde mir so etwas nicht einbauen!
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Vetter Stasch Unternehmen Bau GmbH | | 16.12.08

Luftschichtdämmung


Ich kann das Material Polystyrol-Perlen empfehlen.
Dieser Stoff nimmt kein Wasser auf, wird über eine Bohrung per/10qm eingebracht, kann im Notfall sehr gut wieder abgesaugt werden und ist schadstoffrei bei einem Wert von < 0,035.
Auch Mineralwolle und Perlite sind gute Dämmstoffe aber leider bringen sie nicht die oben genannten Vorteile. Durch diese Materialien bleibt, wie eben auch bei Polystyrol-Perlen, die "ehemalige" Luftschicht atmungsaktiv. Ein großer Nachteil bei Mineralwolle und Dämmschaum ist die Menge an Löchern, die gebohrt werden müssen. Dazu kommt beim Schaum noch die schlechtere Atmungsaktivität und der Inhaltstoff Formaldehyd.
Ich empfehle beim Einbau einer nachträglichen Dämmung im zweischaligen Mauerwerk grundsätzlich das Öffnen von Stoßfugen im unteren Sockelbereich als Sicherheitsöffnungen für eventuell auftretenden Wasseranfall. Diese Öffnungen können mit Einsteckteilen (Bienenbeisser) gegen Insekten und ggf. auslaufendes Material geschützt werden. Das Polystyrol-Material wird in Ostfriesland (Schlagregengruppe 3) sehr häufig, mit sehr guten Ergebnissen, verwendet. Es ist auch ein hervorragender Schallschutz. Meine Erfahrungswerte sprechen für diesen Stoff.
Eine recht gute Beschreibung von diesem Stoff finden Sie auch unter: www.nordseebau.de

Viele Grüße und gutes Gelingen wünscht
Ralf Bieneck - gepr. Gebäudeenergieberater -
Qualität ist das Anständige!
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Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 06.03.09

Alles lachhaft


Formaldehyd ist in jedem Dämmstoff für hohlschichten vorhanden, sonst bekämen sie keine Zulassung. Zum letzten Beitrag: Als 'Energieberater sollten sie wissen das eine Lüftung NICHT eingebracht werden sollte, weil dann wieder eine Hohlschicht entsteht und die Dämmung umsonst ist. O-Ton eines unabhängigen Energieberaters für die Verbraucherzentrale. Zum Thema Aminotherm: Alle sprechen von Formaldehyd und Krebsgefahr. Haben sie sich alle schon mal genau erkundigt? Aminotherm hat mittlerweile den blauen Engel verliehen bekommen, man kann es sogar essen wenn man Lust dazu hat. Formaldehyd ist im Harz der zum binden da ist vorhanden. Das hat jeder Dämmstoff. Und der Anteil ist im Aminotherm bei 0,0015, wobei der Wert bei 0,15 anfängt um für ein Kind schädlich zu sein. Die 0,15 sind sogar noch ein Sicherheitsrichtwert. Ein weiterer Vorteil von Aminotherm ist, das man Rolladenkästen damit ausschäumen kann und das kann wahrlich kein anderer Dämmstoff!!!!


M. Kowal | 16.10.09

Vorsicht Falsch-Infos


Herr Kowal,
machen Sie sich doch bitte bei einem Gebäudeenergieberater Ihres Vertrauens schlau. Alle, mir bekannten Kollegen empfehlen EPS-Dämmstoffe.
Es könnte doch sein, dass ein paar Gutgläubige Ihre (leider) falschen Infos übernehmen.
1. EPS-Perlen(expandiertes Polystyrol) wird ohne Formaldehyd hergestellt. Das Blähmittel ist Phentan. Das EPS ist baubiologisch unbedenklich.
2. Selbstverständlich haben Stoffe (ohne Formaldehyd) wie Jomaperl 33, Rigi-Bead 35 und HK 35 eine bauaufsichtliche Zulassung. Siehe www.immolight.net

Zum Beispiel Jomaperl 33 (WLG 033) kann ab 4cm Schichtstärke, sogar in der Schlagregengruppe 3 eingesetzt werden.
Tun Sie uns doch bitte den Gefallen und verbreiten Sie nicht weiter Halbweisheiten. Was hat das für einen Nutzen?

MfG Ralf Bieneck
- Gebäudeenergieberater HWK -
Qualität ist das Anständige!
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Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 17.10.09

Alles Lüge?


Ich habe gerade in die aktuelle "Blaue Engel"-Liste geschaut: Einen Schaumdämmstoff zur nachträglichen Verfüllung von 2-schaligem Mauerwerk habe ich nicht gefunden. Und wie Herr Bieneck schon anmerkte gibt es bewährte Dämmstoffe ohne Formaldehyd.
Was bitteschön soll der Wert von 0,0015 beschreiben? ppm je cbm? Der Raumluftwert, der für Menschen schädlich ist kann erst einmal nicht in Beziehung gebracht werden zum Formaldehydgehalt des Dämmstoffes. Hierzu muss man die Randbedingungen definieren, wie das bei Spanplatten auch gemacht wird.
Leider wird der Formaldehydgehalt der einzelnen Komponenten im Internet nicht mehr veröffentlicht, angeblich Betriebsgeheimnis. Aber der Gehalt ist interessant, denn vor allem wenn die Pampe nicht richtig abbindet kann Formaldehyd freigesetzt werden.
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Vetter Stasch Unternehmen Bau GmbH | | 19.10.09

Iso Schaum


isoschaum® besonders geeignet für:

Nachträgliche Wärmedämmung von

* Außenwänden mit Luftschicht (Kerndämmung)
* Dachschrägen
* Hohldecken

Bei der Hohlschichtdämmung von Außenwänden reduziert sich der Wärmeverlust von ca. 50% auf ca. 10%. Dadurch werden Jahr für Jahr große Mengen Heizöl, Erdgas und andere Brennstoffe eingespart. Das schont sowohl die Umwelt (knappe Ressourcen, CO2-Ausstoß/Klimaschutz) sondern auch den Geldbeutel. Die nachträgliche Wärmedämmung mit isoschaum® macht sich bereits nach wenigen Jahren bezahlt.

Atmungsaktiv, wasserabweisend und geruchsneutral
Obwohl isoschaum® hydrophob - also wasserabweisend - ist, ist er luftdurchlässig. Dadurch ist gewährleistet, dass keine Feuchtigkeit von außen in die Innenwände mehr eindringen kann. Gleichzeitig ist sichergestellt, dass die Wände weiterhin "atmen" können, denn isoschaum® ist diffusionsoffen ("atmungsaktiv"). Darüber hinaus ist isoschaum® absolut geruchsneutral.

Formstabilität / Nachhaltigkeit
isoschaum® wird bereits seit über 50 Jahren im Bergbau und im Hochbau eingesetzt. Im Bergbau hat isoschaum® die Aufgabe, Hohlräume auszufüllen und gleichzeitig (nach dem Aushärten des Schaums) stützend und tragend zu wirken. Langzeittests zeigen eindeutig, dass isoschaum® auch nach Jahrzehnten nichts von seiner Formstabilität einbüßt. Dadurch bleibt auch die hocheffiziente Dämmwirkung von isoschaum® erhalten.

Hitze- und Kältestabilität
Die Dämmung mit isoschaum® kann zu jeder Jahreszeit stattfinden. Selbst extreme Hitze und Kälte haben auf die Verarbeitbarkeit von isoschaum® keinen Einfluss. Auch nach dem Aushärten ist isoschaum® noch kältefest bis -100 °C und erreicht die Brandklasse B2 nach DIN 4102, d. h. dass isoschaum® im Brandfall nicht tropft.

Schalldämmung
Pro cm isoschaum® wird der Schall um 1,5 dB gedämmt. Wenn Sie z. B. an einer Hauptverkehrsstraße wohnen, liegt die Schallbelastung bei ca. 70 Dezibel (dB). Angenommen, die Hohlschicht der Außenwand, in die isoschaum® eingebracht wird, beträgt 10 cm, dann verringert die Lärmbelastung um 15 dB auf deutlich gesündere 55 dB. Das ist dann der Schallpegel einer relativ ruhigen Wohnstraße.

Bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBT)
isoschaum® wurde vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBT) als Dämmstoff die die nachträglich Wärmedämmung (Kerndämmung) zugelassen.

Es ist mehr Formaldehyd auf Ihrem Geldschein vorhanden als in einem cbm Isoschaum.

Mehr info's auf www.otto-richter.de

MfG S. Sedlick
Technischer Leiter
Dämmteam


S. Sedlick | 26.01.10

Wenn Sie hier SLS 20


eingstellt hätten, würde ich das Ansatzweise verstehen, aber Isoschaum?????

Grüsse Thomas


anonymus | 26.01.10

SLS 20 und Isoschaum


SLS 20 ist meiner Meinung nach ein gutes Dämmmaterial. Leider macht es unheimlich Dreck bei der Verarbeitung. Viele ehemalige SLS 20 Einbläser hatten damit zu kämpfen und sind auf andere Materialien umgestiegen.
Isoschaum sollte weiterhin im Bergbau eingesetzt werden. Im Übrigen hat sicherlich keine Aussenwand einen Wärmeverlust von 50%. Die DENA gibt hier einen Wert von etwa etwa 25% an. Jede Art von Schäumen ist auch nur so gut, wie er auf der Baustelle von den Monteuren zusammen gemischt wird. Ich halte mehr von Produkten die mit einer bauaufsichtlichen Zulassung im fertigen Zustand geliefert werden.
Produkte wie SLS 20, Perlite oder das von mir bevorzugte Material JOMA-Perl EPS 033 sind geprüfte Endprodukte. Sie können nicht weiter beeinflußt (zusammen gemischt) werden und die Erfahrungswerte sind sehr gut. JOMA-Perl EPS 033 ist z. Zt. der EPS-Stoff mit der besten Wärmeleitgruppe
(0,033 w/m²k), einen hervorragenden Schalldämmwert und einem sehr guten Setzungswert. Bei Hohlschichten ab 4cm Stärke kenne ich keinen besseren Stoff.
Näheres unter: www.immolight.net

Allerbest ut Oostfreesland (Schlagregengruppe 3!!!)

Ralf Bieneck
- gepr. Gebäudeenergieberater HWK -
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Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 27.01.10

Krebs


Wie hoch ist denn der Anteil des krebserzeugenden Formaldehyds in den einzelnen Komponenten des Schaums?


Bernd | 28.01.10

krebs isoschum


Hallo Bernd,
wie ich schon geschrieben habe, ist der Schaum unbedenklich. Sie haben mehr Formaldehyd auf Ihren Geldscheinen, Kugelschreibern oder in Ihrer Ledercouch als in einem Qubikmeter Schaum.

EPS Perlen, da kann man ja gleich eine Tüte über das Haus ziehen, weil diese ja nicht diffusionsoffen sind.

MfG S.SEDLICK


Sedlick | 29.01.10

Wie sieht es mit der


Energiebilanz des Schaumes aus?


anonymus | 29.01.10

Wie


soll sichergestellt werden, dass der Schaum die Hohlschicht vollständig und hohlraumfrei füllt??
Wie wird das in einer Kerndämmung zwangsläufig anfallende Kondenswasser am Fusspunkt der Dämmschicht nach aussen abgeführt??
Zwei Problempunkte, für die es meines Wissens keine technische Lösung gibt, allem Reklamegewäsch zum Trotz.
MfG
dasMaurer
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Maurermeister | | 29.01.10

Krebs


Neulich hat mir ein Verarbeiter, der Schaum bei einem Bekannten von mir eingebaut hat, erzählt, es wären über 30% Formaldehyd in der einen Komponente enthalten. Wenn das stimmt würd ich mir das Zeugs nicht einbauen. Wobei das Formaldehyd wohl meist nicht vollständig abbindet. Bei meinem Bekannten stinkt es seit dem wie in der Pathologie.


Bernd | 30.01.10

Schweizer Käse


Nachtrag: Bei meinem Bekannten ist eine Thermografie gemacht worden. Die Fassade sieht aus wie ein Schweizer Käse. Überall sind Löcher, wo kein Schaum hingekommen ist. Der Verarbeiter sagt dass er 90% der Fläche ausgefüllt habe. Mehr müsse er nicht. Mein Bekannter will klagen.


Bernd | 30.01.10

EPS-Perlen nicht diffusionsoffen???


Herr Sedlick,
welch eine kenntnisfreie Aussage!
Es gibt wohl kaum ein Material was so diffusionsoffen ist wie EPS-Perlen. Ich hatte angenommen, dass Sie ein Profi sind.
Das Problem mit Thermographien die wie ein "Leopardenfell" aussehen sind mir übrigens auch bekannt. Eine effektive Nachbesserung ist nahzu unmöglich. Bei Schaum hat der Verarbeiter nur eine Chance (ähnlich wie bei Beton!).
Es tut mir leid für Sie und Ihren Schaum aber ich glaube diese Produkte werden über kurz oder lang von geeigneteren Materialien abgelöst. Da werden auch die vielen Billigangebote nichts nutzen.
Bitte fühlen Sie sich nicht persönlich angegriffen, aber wir müssen doch gerade in einem solchen Forum bei der Wahrheit bleiben und auch Hilfestellung geben.

Mit freundlichen Grüßen von der Küste,

Ralf Bieneck
- gepr. Gebäudeenergieberater HWK -
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Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 30.01.10

Schäume sind grundsätzlich bedenklich.


Es mag sein, dass dieser Schaum im Bergbau sich bewährt hat, aber als Dämmstoff im Wohnungsbau ist und bleibt er bedenklich (bei anderen Dämmstoffen war man auch der Meinung, dass sie unbedenklich sind, was leider nicht der Fall war)
Im zweichschaligen Mauerwerk eignet sich am besten Perlite, z.B. Thermofill S.
Alles andere ist vom Füllverhalten zu unsicher, oder einfach nur nicht geeignet.


anonymus | 31.01.10

Schäume bedenklich!?


Moin Herr Kehle und alle Interessierten,

im Punkt Bedenklichkeit, was Dämmschäume angeht, gebe ich Ihnen uneingeschränkt recht. Auf mehreren Messen, auch in der letzten Zeit, konnten mir noch nicht einmal bauaufsichtliche zulassungen vorgelegt werden. Solche Stoffe kann ich als Gebäudeenergieberater natürlich nicht weiterempfehlen.
Was ich allerdings nicht sagen kann ist, dass Perlite einzig das Non-Plus-Ultra ist. Wie ich schon schrieb halte ich EPS-Perlen, Perlite und SLS 20 für die besten Materialien im zweischaligen Wandsystem. Es sollten aber immer vor der Dämmmaßnahme fachspezifische Untersuchungen durchgeführt werden. Hierzu gehört unumgänglich eine vom Fachmann erstellte Endoskopie, eine Feuchteprüfung der Innenschale des Aussenmauerwerks und ggf. eine Thermographie um evtl. Wärmebrücken zu sichten. Ein Laie oder der normale Hauseigentümer sollte immer vorsichtig sein wenn ihm bereits über "Telefonferndiagnose" schon ein komplett Angebot "in fertiger Arbeit" gemacht wird; das ist unprofessionell und unseriös!
Die große Glaskugel mit Zaubersprüchen ist dann auch nicht mehr weit (als Scherz gemeint!!!).
Schauen Sie auch gerne
auf meine Homepage: www.ralf-bieneck.de
oder unter www.nordseebau.de

Ralf Bieneck
- gepr. Gebäudeenergieberater HWK -
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Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 31.01.10

Aus was besteht EPS ? Brandverhalten?


Ich bin der Meinung, dass in ein zweischaliges Mauerwerk sowie im allgemeinen auf syntetisch hergestellte Dämmstoffe verzichtet werden sollte.
Natürlich gibt es Ausnahmen ohne Zweifel. Aber ich kann mit naturnahen Dämmstoffen 90% der Massnahmen abdecken.
Und dass eine Baustellenbesichtigung und vorherige Untersuchung des Baukörpersgemacht werden sollte versteht sich doch von selbst! Und wer es nicht machen lässt, da kann man eben auch nicht helfen.


anonymus | 31.01.10

EPS (expandiertes Polystyrol)


Fast jeder, der sich in einem Gebäude befindet welches nicht älter als 60 Jahre ist, steht auf Polystyrol. Es liegt unter dem Estrich in Plattenform; auch oft Styropor genannt. Dieser Stoff hat sich viele Millionen Male bewehrt und ist baubiologisch unbedenklich. Styropor ist nichts anderes als EPS was unter Dampf verpresst wird. Schauen Sie sich einmal eine solche Platte genau an; dann erkennen Sie noch die einzelnen Perlen. Vielen ist es bekannt als PS 20 oder 30 (Wärmedämmung); auch PST 43/40 (Wärme-/Trittschalldämmung)
Das Material JOMA-Perl EPS 033 hat noch eine spezielle, hydrophobierende Beschichtung (baubiologisch geprüft) und erhält durch ein besonderes Verfahren eine Linsenform, wodurch das Setzungsverhalten und der Schallwert entscheidend verbessert wird.
Man könnte behaupten, dass dieses Material ein Hightech-Produkt unter den Einblasdämmstoffen ist, was schnell, sicher und eben auch kostengünstig eingebaut werden kann. Bei einer Wärmeleitgruppe von 033 (0,033 W/m²K) kann man mit einer erheblichen Minderung des Energiebedarfs und des CO²-Ausstoßes rechnen.

Ralf Bieneck
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Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 31.01.10

Kerndämmung zweischaliges Mauerwerk


Hallo,

Ich sehe die Kerndämmung von zweischaligem Mauerwerk etwas kritisch.
Diese Konstruktionen weisen so viele Wärmebrücken der Massiven Ecken und Stürze, sowie der Bindersteine zwischen beiden Schalen auf, das die Dämmungen bestenfalls in Teilbereichen funktionieren können.
Nichts halbes und nichts ganzes also.

Grüße aus Schönebeck


anonymus | 31.01.10

Die Frage war: aus was besteht EPS


dass es unter ploystyrol oder Styropor etc. bekannt ist ist mir auch klar.
Dann formuliere ich es eben so aus welchem Rohstoff wird EPS, Polystyrol etc. hergestellt?
Hightec Produkt?? nur weil es Quadratkilometerweise verbaut wurde!
Wie sieht es mit der Entsorgung aus? Pardon für die Ausdrucksweise (Sondermüllentsorgung der Zukunft im 2-schaligen Mauerwerk???)

Wie schon geschrieben, ganz wird mann um einen solchen Dämmstoff zwar nicht rumkommen, aber auf ein Minimum reduzieren.


anonymus | 31.01.10

Wärmebrücken


Moin Herr Struwe,

im Fachwerkbereich sind Wärmebrücken bei jeder nachträglichen Dämmmethode das Hauptproblem. Eine Ganzheitlichkeit ist kaum gegeben.
Deshalb nochmal: Ohne fachspezische Untersuchungen. Nein Danke!

Ralf Bieneck
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Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 01.02.10


Hallo Herr Bieneck,

im Fachwerkbereich sind zweischalige Konstruktionen auch eher die Ausnahme.
Bei zweischaligen Mauerwerk halte ich Kerndämmung für ungeeignet, egal mit welchem Dämmstoff. Der Hohlraum ist in der Praxis nicht so hohl wie es uns immer Glauben gemacht wird.

Grüße aus Schönebeck


anonymus | 01.02.10

Hallo Herr Struve


Da kann ich Ihnen gerne zustimmen.

MfG R. Bieneck
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Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 01.02.10

Irreversibel


... auch der Hersteller von Isoschaum gibt auf seiner Internetpräsenz keine Auskunft über die wirkliche Zusammensetzung des Produktes.

Die Verfüllung von zweischaligen Wänden erachte ich als ein recht komplexes Thema. Hier ist nicht nur die bereits angesprochene Bildung von Wärmebrücken ein wichtiger Punkt, sondern eben auch, dass viele zweischalige Systeme hinterlüftet sind. Einfaches Ausschäumen oder zuschütten funktioniert in der Regel nicht zuverlässig und kann zu neuen Schadensbildern führen.

Bei neueren zweischaligen Wandausführungen sind die äußeren und inneren Schalen mittels dünner Metallanker verbunden. Kondensatausfall an diesen Punkten führt zu Korrosion, wenn diese Feuchtigkeit nicht abgeführt wird. Egal welches Produkt da hinein soll: Es bleibt immer die Frage was mit dem Material bei Feuchteeinwirkung passiert und wohin (und wie) einmal eingedrungene Feuchte abgeführt wird.

Das ärgerlichste allerdings ist, dass wenn es schief gegangen ist, man das Zeug nicht mehr so einfach aus dem Schalenzwischenraum herausbekommt.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer

Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden. (Mies van der Rohe)
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Architekturbüro Kornmayer | | 01.02.10

Feuchtigkeit in zweischaligem Mauerwerk


Bei über mittlerweile über 500 Endoskopien und Feuchteuntersuchungen ist mir aufgefallen, dass bei sehr alten Objekten die Mauerverbinder teilweise (hauptsächlich unter 1,5m Höhe) stark angegriffen sind. Seit ca. 1970 werden Edelstahl-Verbinder eingesetzt und die sind weitgehend resistent.
Ein wesentlich größeres Problem sind Verschmutzungen im Fußpunkt der Konstruktionen. Oft stoße ich bei Bauten aus den Jahren 1900 - 1940 auf bis zu 30cm Schmutzschichten.
Das gilt allerdings nicht für Fachwerkgebäude, sondern für die konventionelle Bauweise.
In solchen Bereichen muss gereinigt werden und ggf. Auslaßöffnungen (s.g. Bienenbeisser) eingebaut werden.

Ralf Bieneck
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Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 01.02.10


So ist es. Verschmutzte Fußbereiche der Schalen können zu ständiger Feuchte in eben diesem Bereich führen. Die bereits angesprochene Stoßfugenlüftung kann dann Abhilfe schaffen wenn die Fugen an den richtigen Bereichen geöffnet werden. Häufig wurden diese Fugen auch aus Unkenntnis verschlossen.

In Norddeutschland sind diese Konstruktionen oft die Regel und die hinterlüfteten Klinkerschalen funktionieren - so belassen - tadellos.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer
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Architekturbüro Kornmayer | | 01.02.10

isoschaum


Schönen guten Tag,
räumen wir alles erstes einmal mit dem Vorurteil des Formaldehyds auf:

Dieses Gas stand bis 2004 unter Verdacht „möglicherweise Krebs erregend“ zu sein. Erst 2004 fand eine Neueinstufung statt, welche sich auf Arbeitern der Industrie bezieht, die anschließend Tumore entwickelten. Wobei zu erwähnen ist, dass diese Arbeiter möglicherweise täglich und mit hohen Dosen Formaldehyd in Berührung kamen. Nachzulesen auf WikiPedia.

Desweiteren möchten wir erwähnen das diese Ortschäume nicht miteinander zu vergleichen sind. Es besteht nicht nur ein Unterschied der Zusammensetzung, sondern auch ein Unterschied der Verarbeitung.
Am Anfang wird natürlich eine BaZ erstellt und in dieser BaZ wird festgelegt wie der jeweilige Schaum anhand der ETB-Richtlinie zu Verarbeiten ist. Bei isoschaum® handelt es sich bspw. um die Emissionsklasse ES 2, welche ich bedenkenlos bei einer Innenschale von 11,5 cm einsetzen kann. Dort heißt es „ - Bekleidungen die für ES 3 als ausreichend gelten, - Mauerwerk nach DIN 1053 Teil 1 mit einer Mindestdicke von 11,5 cm und mindest einseitigem Putz nach DIN 18 550 Teil 1 und Teil 2“.
Zudem müsste man nun auch einmal den Wert der „diffusionäquivalenten Luftschichtdicke sd“ nennen. Wie für fast alles im Bausektor gibt es Rechenformeln, damit ich auf Nummer sicher gehen kann. Bei uns liegt dieser Wert bei =0,3m, rein rechnerisch würde also nie bei einer 11,5 cm Innenschale eine höhere Formaldehyd Belastung auftauchen (Zum Innenraum hin). Somit für „Mensch und Tier unbedenklich“, selbst laut GefStoffV oder EG-Richtlinie sind unsere Materialien unbedenklich und nicht kennzeichnungspflichtig. Für diejenigen, die nicht wissen wie man den sd-Wert errechnet, würden wir es bei Bedarf gerne erklären.

Warum geben wir unsere Rezeptur nicht preis?
Schon einmal nach dem Rezept von Coca Cola gegoogelt? Wir glauben nicht, dass Sie dieses Rezept irgendwo finden werden! Über 50 Jahre Geschichte und ein Deutscher Hersteller sollte schon für isoschaum® sprechen.

www.isoschaum.net


isoschaum | 04.02.10

Alles Lüge


Aus dem DiBT-Merkblatt: "Grundsätzlich ist festzuhalten, dass bei besonders empfindlichen
Personen bereits Belästigungen wie Augenbrennen und
Reizungen der Atemwege bei niedrigeren Formaldehydbelastungen
auftreten können. Unmittelbar nach dem Einbringen
des Dämmstoffes ist daher auch der Nutzer des Gebäudes
gefordert, durch sorgfältiges Lüften mögliche Anreicherungen
von Formaldehyd im Gebäude zu vermeiden."( DOI: 10.1002/dibt.200930001)
Wenn da so gut wie nix drin ist, warum soll dann gelüftet werden. Nach meinen Erfahrungen werden die Bewohner nicht darauf hingewiesen!
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Vetter Stasch Unternehmen Bau GmbH | | 04.02.10

Alles Lüge II


Aus der Mitteilung des Bundeinstituit für Risikobewertung (BfR, Mitteilung 14/2006):
"Krebserregende Wirkung von eingeatmetem Formaldehyd hinreichend belegt
BfR stellt Ergebnisse wissenschaftlicher Bewertung vor und empfiehlt neue Einstufung

Formaldehyd wird weltweit in hohen Mengen produziert und ist in vielen verbrauchernahen Produkten enthalten. Die Substanz entsteht außerdem in geringen Mengen im Zellstoffwechsel von Menschen und Tieren. Formaldehyd ist gesundheitsschädlich, es reizt die Schleimhäute und kann Krebs im Nasenrachenraum auslösen, wenn es eingeatmet wird. Das ist das Ergebnis einer Bewertung neuer Studien, die das Bundesinstitut für Risikobewertung heute der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Das Institut sieht es als hinreichend bewiesen an, dass die Substanz im Nasenrachenraum Tumore auslösen kann, wenn sie eingeatmet wird, und schlägt deshalb eine Änderung der geltenden Einstufung vor. Die schädliche Wirkung von Formaldehyd ist konzentrationsabhängig. „Bei Raumluftwerten von oder unterhalb von 124 Mikrogramm Formaldehyd pro Kubikmeter ist praktisch keine krebsauslösende Wirkung mehr zu erwarten“, sagt der Präsident des Bundesinstituts, Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Bei wiederholter, deutlicher Überschreitung dieses Wertes können gesundheitliche Risiken bestehen.“"
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Vetter Stasch Unternehmen Bau GmbH | | 04.02.10

RICHTIGSTELLUNG!!!


Sehr geehrter Herr Stasch,
ich möchte Sie bitten mich nicht als Lügner darzustellen, da ich nur wissenschaftlich fundiertes Wissen weitergebe. Zudem kommt es leider einer Unseriösität gleich und ist keine Grundlage für eine sachliche Fachdiskussion.

Alles Lüge II:
Schauen Sie bitte einmal auf meinen ersten Absatz! Dort steh: „bis 2004 und ab 2004“. SOMIT FAND DIE NEUEINSTUFUNG ERST AB 2006 STATT! Laut der Zeitlinie liegt 2006 hinter 2004.

Alles Lüge:
Dieses können Sie leider nicht wissen Herr Stasch. Fangen wir einmal von vorne an:

Was ist eine ETB-Richtlinie?
Eine ETB-Richtlinie ist ein Aufforderung, wie bestimmte Materialien verarbeitet und / oder eingesetzt werden dürfen. Sie enthält im Prinzip nur allgemein Informationen wie das jeweilige Bauteil beschaffen sein muss um etwas anderes zu verarbeiten.
In unserem Fall: Hohlwand und Aminoplastschaumstoff. Unser Aminoplast wird in ES unterteilt und beschrieben wie die jeweilige Bekleidung auszusehen hat.

Was ist eine diffusionsäquivalente Luftschichtdicke (sd)?
Wenn man annimmt, dass am Pkt. A ein Gas los geschickt wird, muss dieses ja wieder am Pkt. B ankommen. Pkt. A ist in diesem Fall das Zeichen „µ“, dann wandert es durch das Bauteil und sollte am Pkt. B ankommen aber wenn die Schichtdicke „m“ zu hoch ist kommt es nie an.
Dementsprechend lässt sich der sd-Wert aus „µ*m“ errechnen!

In der ETB steht unter Tabelle 1:

ES 2: größer oder gleich als 0,3 m (sd-Wert den die Bekleidung erfüllen muss)
ES 3: größer oder gleich als 0,1 m (sd-Wert den die Bekleidung erfüllen muss)

Beispiel:
Ich habe mein Objekt mit einem Kalksandtein errichtet:

Kalksandstein „0,12 m“ / 1400 / 0,70 / „µ= 5/10“ = 0,12*5 = 0,6 m
somit liegt mein sd-Wert über 0,3 m aber dennoch unter 0,1 m.

Was bedeutet dieses?
Es bedeutet, dass rein rechnerisch bei diesem Bauteil keine höhere Belastung im Innenraum auftauchen kann. WENN DAS Material DIE ES 2 ERFÜLLT!
Bei ES 3 würde eine höhere Belastung auftauchen, laut Rechnung!

Somit ist in jedem Fall zu prüfen, durch Vorlage der BaZ, welche ES der Schaum hat!

Abschließend ist zu sagen, dass ioschaum der ES 2 angehört und somit keine bedenken bestehen. Wir haben von unserer Seite aus sogar Untersuchungen anstellen lassen, wie es sich tatsächlich im Baukörper verhält. Selbst bei dieser Raumluftmessung konnte der zuständige Fachmann KEINE höhere Belastungen feststellen! Selbst die ETB schließt diese Untersuchung im 1. Punkt aus.
Diese Unterlagen können Sie sich direkt im Internet Bestellen und sofort downloaden. Leider dürfen wir keine Exemplare vervielfältigen.
Die meisten Ergebnisse dieser Schaumgruppe gehen zurück auf die Pionierarbeit der Schaum Chemie, Herrn Wilhelm Bauer, Prof. Dr. Baumann, Dr. Beyersdorf und der MPA in Braunschweig.

D. Deuling, jun.


isoschaum | 05.02.10

Richtigstellung


sehr geehrter Herr Deuling,
wenn es hier um Ehrlichkeit geht, dann sollten wir auch über den aktuellen Stand der Wissenschaft sprechen. Sie hatten suggeriert dass die Neueinschätzung 2004 Formaldehyd in einem besseren Licht erscheinen lässt. Das Gegenteil ist der Fall.
Aus wikipedia.de: "2004 stufte die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation WHO die Substanz Formaldehyd als „krebserregend für den Menschen“ (CMR-Gefahrstoff) ein. CMR-Stoffe (karzinogene, mutagene und reproduktionstoxische Stoffe) zählen zu den besonders gefährlichen Stoffen und sollten durch weniger gefährliche Stoffe substituiert werden. Auf die Einstufung der WHO gründet sich auch eine neuere Einschätzung des Berliner Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), die Formaldehyd ebenfalls als „krebsauslösend für den Menschen“ einstuft. Vorher war die Chemikalie gemäß der EU-Richtlinie 67/548/EG, Anhang I nur als „möglicherweise Krebs erregend“ (Kategorie 3) klassifiziert."

Weiterhin stellet sich die Frage, warum Sie nicht angeben, wieviel Formaldehyd in der Rohmasse enthalten ist. es reicht ja einen Bereich anzugeben, zB. zwischen 30 und 40 prozent. Damit geben Sie dann noch nicht die Rezeptur preis. Früher hieß Ihr Material gemäß der bauaufsichtlichen Zulassung noch "Harnstoff-Formaldehydharz (UF)-Ortschaum". Hat sich seitdem an der Rezeptur wesentliches verändert, oder ist nur der Name geändert worden?

Ich habe mir gerade mal Ihre Homepage angesehen. Warum ist noch nicht einmal der Dämmwert angegeben? Ich habe es weder unter "Technische Daten" noch "Produkteigenschaften" gefiunden. Die Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl ist ebenfalls nicht angegeben.

Die Klasse ES2 ist die zweitschlechteste Klasse. Das heißt, dass dort sehr wohl noch Formaldehyd ausgast. Nochmals aus dem DIBT-Artikel: "Bei Nichteinhaltung der vorgenannten Bestimmungen und infolge eintretender Durchfeuchtungen der Dämmschicht kann es zu lang anhaltender Formaldehydrückbildung und einer damit zusammenhängenden Belastung der Innenräume kommen.
Es ist insbesondere erforderlich, dass
– keine Fehlstellen und offenen Durchdringungen der innenseitigen
Mauerschale vorliegen und
– die außenseitige Mauerschale keine Durchfeuchtungen
und Fehlstellen aufweist."
Das sehe ich nicht als einen Persilschein an, ganz im Gegenteil. Es bestehen höchste Bedenken!
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Vetter Stasch Unternehmen Bau GmbH | | 05.02.10

ES1, 2, 3


Die Emissionsklasssen für Holzwerkstoffe:
•Emissionsklasse E1 : Formaldehyd-Ausgleichskonzentration unter 0,1 ppm
•Emissionsklasse E2 : Formaldehyd-Ausgleichskonzentration 0,1 - 1,0 ppm
•Emissionsklasse E3 : Formaldehyd-Ausgleichskonzentration über 1,0 ppm

Der Grenzwert für Innenräume liegt bei 0,1 ppm. Ein Baustoff der Klasse ES2 darf also bis zum 10-fachen des Grenzwertes ausgasen. Und aus Geldscheinen gast sogar noch mehr aus? Dann schmeiße ich meine weg.
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Vetter Stasch Unternehmen Bau GmbH | | 05.02.10

ETB


Naja warum wir die menge des inhaltende Formaldehyd nicht angeben ist ganz klar. Weil es keine Rolle spielt wieviel drin ist. Weil ich muss zu erst unterscheiden ob ich die Komponenten in flüssiger Form habe oder ob ich einen fertigen Schaum hergestellt habe (unter Zugabe von Luft).
SOMIT ÄNDERT SICH DIE STRUKTUR UND ZUSAMMENSETZUNG!

Die Komponente ist eine Verbindung aus Harnstoff und Formaldehyd, selbst wenn wir die geforderte Prozent Angabe machen würden könnte man schon Rückschlüsse auf unseren Schaum machen. Dem Material kann man noch zusätzlich in geringen Mengen andere Zusätze zugeben, um die Qualität zu ändern.
Desweiteren möchte ich Sie noch einmal berichtigen: „ETB-RICHTLINIE zur Begrenzung der Formaldehydemission in die Raumluft bei Verwendung von Harnstoff-Formaldyhyd-Ortschaum (ETB-Ri UF-Ortschaum)“. Dort sind insgesamt 3 ES klassifiziert, Unterteilung: ES 1-3, nachzulesen ist dort auch: „dass es im Moment KEIN Schaum der Klasse ES 1 existiert“. Somit ist wiederum der SCHAUM der ES 2 der beste bzw. am wenigsten Formaldehyd enthalten.
Die Gutachten, die wir erstellen ließen; wurden nach den NEUEN Ergebnissen der WHO erstellt. Die nach heutigen Erkenntnissen den Wert von 0,1 ppm runtersetzte.


D. Deuling, jun. | 05.02.10

Name


Nein isoschaum bspw. ist ein eingetragenes Markenzeichen der Schaum Chemie. Und wir haben isoschaum prüfen lassen. Zudem schlüssel ich Ihnen gerne Aminoplast auf: "Amino: 'Harnstoff wird überwiegend aus Aminosäuren gewonnen. NICHT zu verwechseln mit Ameisensäure' Plast: 'ist ein Plastik bzw. Kuntstoff in fester Form'".

Sie sehen es ist leider halt nicht immer alles so einfach, wie man es gerne hätte. Grad bei Chemischenverbindungen, wie sie fast überall verwendet werden. Grade im Bausektor und Dämmstoffen, wo so viele verschiedene Arten verbaut und verwendet werden. SOMIT SOLLTE MAN DIE RICHTLINIEN EINHALTEN UND SICH INFORMIEREN!


D. Deuling, jun. | 05.02.10

Name


Nein isoschaum bspw. ist ein eingetragenes Markenzeichen der Schaum Chemie. Und wir haben isoschaum prüfen lassen. Zudem schlüssel ich Ihnen gerne Aminoplast auf: "Amino: 'Harnstoff wird überwiegend aus Aminosäuren gewonnen. NICHT zu verwechseln mit Ameisensäure' Plast: 'ist ein Plastik bzw. Kuntstoff in fester Form'".

Sie sehen es ist leider halt nicht immer alles so einfach, wie man es gerne hätte. Grad bei Chemischenverbindungen, wie sie fast überall verwendet werden. Grade im Bausektor und Dämmstoffen, wo so viele verschiedene Arten verbaut und verwendet werden. SOMIT SOLLTE MAN DIE RICHTLINIEN EINHALTEN UND SICH INFORMIEREN!


D. Deuling, jun. | 05.02.10

Deuling, Deuling... der Name sagt mir was!


Sehr geehrter Herr Deuling,

verkaufen Sie nicht eigentlich den EPS-Dämmstoff ID 35?
Eigenartig wie Sie hier den Schaum verteidigen. Oder "tanzen Sie auf mehreren Hochzeiten"?
Wenn ich mich irre bitte ich das zu entschuldigen.

Ralf Bieneck
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Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 05.02.10

angenommen


Ich nehme ihre Entschuldigung gerne an.
Wir Verkaufen und vermarkten ausschließlich isoschaum!
gerne Schreibe ich meinen Name aus: Dennis Deuling, jun.


D. Deuling, jun. | 05.02.10

Verwechselung


Leider habe ich Sie mit Gerd und Inge Deuling verwechselt.
Dann nichts für ungut und schönen Gruß an Ihren ID 35 Onkel aus Edewecht.
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Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 05.02.10

Klarstellung!


Ich / wir verteidigen nicht den Schaum. Ich möchte nur ein wenig mit den Unklarheiten aufräumen. Natürlichvermarkten wir auch unseren Schaum, was ja in der Marktwirtschaft jeder macht.
Aber dennoch sollte man bei fundiertem Wissen bleiben und keine Unterstellungen und Mutmaßungen ins Internet stellen! Wir leben ja nun im Jahr 2000 und somit ist schon einiges auf dieser Welt erforscht worden und auf dieses Wissen sollte man auch zurückgreifen.
Unwissenheit ist keine Schande aber dennoch sollte man sich das Wissen aneignen bevor man (leider Gottes) "Halbwahrheiten" in den Raum stellt. Anhand der reingestellten Internetadresse ist hoffentlich ersichtlich, dass ich / wir direkt von der Zentrale hier in Deutschland sind.


D. Deuling, jun. | 05.02.10

Sachlichkeit


Herr Deuling,
gerne gebe ich Ihnen recht, dass fundiertes Wissen gefragt ist.
Leider muss ich aber feststellen, dass unter dem Namen Deuling fast alles angeboten wird, was der Markt hergibt.
Das macht natürlich bei mir und einigen anderen Kollegen den Eindruck "Hauptsache verkaufen, egal was"! Argumente fallen einem dann schon ein!
Selbstverständlich soll und darf hier kein Stoff, der eine bauaufsichtliche Zulassung hat, niedergemacht werden.
Wie weiter oben schon beschrieben wurde, kommt der Dämmschaum aus dem Bergbau. Da erfüllt er keine "Wohnzwecke" und die Ausdunstungen sind dort natürlich als gering (gegenüber anderen Emissionen) einzustufen.

Ralf Bieneck
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Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 05.02.10

schlecht - schlechter - am schlechtesten


Das es nur ES2-Produkte am Markt gibt heißt nicht, dass es gut ist. Spanplatten der Klasse ES2 dürfen in Innenräumen nicht verbaut werden.
Und wie gesagt: Der ES2-Schaum darf 10x soviel ausgasen, wie eine Spanplatte im Innenraum. Man hofft nur, dass die Wand das Formaldehyd zurückhält. Meist funktioniert es ja auch. Aber siehe das DIBT-Schreiben: nicht ohne Grund wird auf die Risiken einer erhöhten Innenraumbelastung hingewiesen.
Dieses Risiko dass mir eine krebserregende Substanz in den Innenraum einströmt habe ich bei keinem anderen Dämmstoff.
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Vetter Stasch Unternehmen Bau GmbH | | 05.02.10

grenzwertige Grenzwerte


Diskussionen um Grenzwerte, Zulassungen etc. erweisen sich doch meist als nicht erquicklich, vom eigentlichen Problem ablenkend oder gar als Augenwischerei. Das sehe ich so für einige Produkte.

Aus den Gesprächen mit meinen Bauherren ergibt sich immer wieder, dass viele eben nicht mehr bereit sind zahlreiche chemische Produkte, Produkte ohne Volldeklaration oder auch Produkte die auch nur unter Verdacht stehen könnten einbauen zu wollen. Vieles ist nicht fundamentiert begründbar, doch letztlich weiß jeder das Formaldehyd, Holzschutzmittel, Asbeste, PCP und viele mehr über viele Jahre als unbedenklich eingestuft und verarbeitet wurden. Grenzwerte verändern sich.

Wer es verbaut hat (als Bauherr) hat oftmals heute das nachsehen, weil das Material / Produkt zum Zeitpunkt der Verbauung den Gesetzen und Normen entsprach und sich die Verarbeiter daran gehalten haben. Gut, das Fertighaus stinkt irgendwann, doch schuld ist niemand. Die PE-Folien der 80er/90er Jahre bröseln inzwischen großflächig beim scharf ansehen obwohl doch erzählt wurde dass die ewig halten (die neuen halten im Übrigen viel besser – wurde mir gesagt) ... CE-Kennzeichnungen machen einen schlanken Fuß auf den Spanplatten im Baumarkt, obwohl diese danach eben Formaldehyd und PCP enthalten dürfen. Im "unbedenklichen" Maß natürlich, wie schon immer: nach Recht und Gesetz.

Formaldehyd-Grenzwert hin oder her. Jeder Produzent hält sich daran (gehe ich mal von aus) und die Produkte gasen nur das aus was Sie auch maximal dürfen. Dann gast zu hause also die Innendämmung, das Sofa, der Tisch, der Teppichboden, das Laminat, das Reinigungsmittel, die Wandbekleidung samt Unterkonstruktion, etc. ...... alles friedlich und unbedenklich vor sich hin. Bestimmt gesund, nur die Menge macht´s und froh sein kann wer im zentralbelüfteten wärmebetauschten Passivhaus sitzt und seine Gase für sich selbst behält. (... Polemik - ich weiß - und ich entschuldige mich gleich hier dafür)

Wenn doch nur so wenig von dem Zeug gebraucht wird, weshalb kann man es dann nicht ganz weglassen?

Die Diskussion über Formaldehyd-Grenzwerte in einem Schauminnendämmung drängt eigentlich die Frage nach der Sinnhaftigkeit derselben vom Schauplatz. Bedingt durch Schmutz im Bereich des Fußpunktes, Wärmebrücken, ggf. unvermeidliche Undichtigkeiten und in gewissem Maße Diffusion wird Feuchtigkeit in die Schale gelangen und diese wird - ich behaupte einmal: in allen Fällen - nicht mehr geregelt abgeführt werden können. SD-Wert, Diffusionsoffenheit wie auch immer: Wenn draußen eine dünne Klinkerschale steht ist es ziemlich aus mit dem ausreichenden Feuchtetransport.

Ich bin da kein Fundamentalist, auch ich verwende moderne Materialien und baue auch neu; aber ich schaue mir genau an was man wo verbaut.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer

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Architekturbüro Kornmayer | | 05.02.10

Was tun fragt Zeus


Moin moin,

sehr informativ Ihre Beiträge. Selber habe ich mich auch schon schlau gemacht. Jeder sagt, das sein Produkt der beste sei. Ich habe 2 ältere Immobilien die gedämmt werden sollen/müssen. Meine Frau und ich tendieren zu einem EPS Stoff. Wie ich hier im Forum lese gibt es ein Produkt Namens Joma-Perl. Hat jemand Erfahrungswerte? Es hat ja WLG 033. Was kostet die EInbringung bzw. das Material? Sind da auch Feinateile wie bei HK 35 (ätzendes Zeug) drin?

Also Schaum kommt für uns nicht in Frage. Da kann ich mir ja gleich eine Tüte über den Kopf stülpen.

Viele Grüße aus Norddeutschland


C. Ewen | 05.02.10


“…Da kann ich mir ja gleich eine Tüte über den Kopf stülpen.”

Schöne Definition.


Grüße aus Schönebeck


anonymus | 05.02.10

hmm.....


Sehr geehrter Herr Bieneck und Herr Stasch,
wie ich sehe machen Sie sich noch nicht einmal die Mühe sich die erforderlichen Unterlagen aus dem Netz zu ziehen. Woran es hapert ist mir leider schleierhaft. SOMIT IST EINE SACHLICHE DISKUSSION AUS MEINER SICHT, LEIDER NICHT MÖGLICH!

ZUM NAMEN: naja Deuling ist ein häufig gebräuchlicher Name aus den Niederlanden, ähnlich wie „Meier, Meyer oder Müller“
Googeln Sie mich einmal, dann werden Sie in den USA auch einen Dennis Deuling finden!

Herrn Kornmeyer muss ich allerdings recht geben! Man sollte und muss sich als Architekt die erforderlichen Unterlagen besorgen. Da leider auch diese, nach neuer Gesetzgebung, haftbar gemacht werden können. Wir von isoschaum klären nicht nur gerne den Endverbraucher, sondern auch gerne die Fachkräfte auf. Wofür sich welche Partei auch immer entscheidet ist deren Sachen. Wir können leider nur beraten und informieren, und die Welt befindet sich immer im Wandel und ist nicht zu stoppen.
Markenprodukte vereinfachen hier die Sache aber natürlich erheblich. Bspw. Chiquita: Bei Chiquita greift die Hausfrau sofort zu, weil das Vertrauen da ist. Bei einem No-Name-Produkt steht sie und schaut sich erst die Bananen an, bis sie nach einigen Minuten zugreift und sich allerdings die besten raus sucht.
Zudem werden im Bauwesen auch Schäume der ES 3 eingesetzt. Diese sind Bauaufsichtlich zugelassen, aber dürfen laut ETB nur unter Berücksichtigung der „Tabelle 1“ eingesetzt werden.
Egal welchen Baustoff ich nun nehme keiner oder wenige sind „Giftstofffrei“, es kommt drauf an das für Mensch und Tier keine Beeinträchtigungen zu erwarten ist. Zellulose wird unter anderem mit Borax behandelt (Borax: Borax kann bei Haut- und Augenkontakt, sowie beim Einatmen Entzündungen hervorrufen, dennoch ist es ein Lebensmittelzusatz: E 285).

Denn wie sagte Parcelus damals:
„Dosis sola venenum facit“ (deutsch: „Allein die Menge macht das Gift“)
„Alle Dinge sind Gift und nichts ohne Gift“

Am Beispiel von Schmerztabletten erklärt:
„Habe ich Kopfschmerzen und nehme eine Tablette gehen sie weg! Nehme ich allerdings eine komplette Packung, werde ich sterben.“


D. Deuling, jun. | 05.02.10


„Habe ich Kopfschmerzen und nehme eine Tablette gehen sie weg! Nehme ich allerdings eine komplette Packung, werde ich sterben.“

Wenn aber keine Kopfschmerzen da sind braut es auch keine Tabletten.
Ganz abgesehen davon, das es auch Menschen gibt, die trotz Kopfschmerzen auf die Pillen verzichten.

Grüße aus Schönebeck


anonymus | 05.02.10

Betrachtungsrichtung


Verehrter Herr Deuling,

sicher kann ich Ihre Argumentation nachvollziehen, doch ist diese Betrachtung rein aus der Sicht der Verkäufers bzw. Herstellers, da ausschließlich das Produkt an sich betrachtet wird und nicht was geschieht, wenn dieses wie zuvor beschrieben im Bereich des Altbaus eingesetzt wird. Eine bauphysikalische Argumentation wäre weitaus interessanter.

Schäden durch fehlerhafte (vor allem nachträgliche ) Kerndämmungen sind vielfältig.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer

Bei Paracelsus klingt es korrekt etwas negativer: „ ... allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist." und wenn ich mich recht entsinne war dies auch auf die Ernährung abgezielt.

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Architekturbüro Kornmayer | | 05.02.10

Dosis


Genauso ist es. Im Apfel ist Formaldehyd. Auf dem Geldschein ist Formaldehyd. Aber nur tausendstel Mikrogramm.
der Schaum darf 10mal soviel emittieren wie der Grenzwert für Innenräume zulässt.
Und die Dosis ist mir deutlich zu hoch!
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Vetter Stasch Unternehmen Bau GmbH | | 05.02.10

EPS 033


Moin Herr Ewen,
HK 35 und Rigibead sind durchaus gute Dämmstoffe. Sicher, der Feinanteil im HK 35 ist nun einmal vorhanden. Ich persönlich habe das Material oft einbauen lassen. Die Ergebnisse waren gut. Es muss natürlich alles perfekt dicht sein (Rolläden sind schwierig!). Seit es allerdings den Stoff JOMA-Perl 033 gibt, empfehle ich dieses Material. Es ist seit August 2009, mit bauaufsichtlicher Zulassung, erhältlich und wird exklusiv vertrieben von der Firma IMMOlight (www.immolight.net). Der Stoff hat zur Zeit die *besten Dämmwerte aller Kerndämmgranulate, ist sehr gut zu Verarbeiten und ist baubiologisch unbedenklich.
Die Firma IMMOlight nennt auch Einblasunternehmen in Ihrer Nähe, die das Material JOMA-Perl 033 einbauen.

(*Quelle: Baufachinformation.de)

Ralf Bieneck
Qualität ist das Anständige!
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Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 05.02.10


schade wie man so ein spannendes Thema zerreden kann.

Hallo Herr Miche, was haben Sie nun gemacht und hat es funktioniert? Mich würde das echt interessieren.
viele Grüße
Michael reisinger
bewusst anders - Planen, Bauen, Leben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Planungsbüro für gesundes Bauen | | 06.02.10

Kleine Anmerkung am Rande


Was der Herr Bieneck leider immer zu erwähnen vergisst, ist das er der Vertriebsleiter für JOMA-Perl 033 ist:
http://www.immolight.net/kontakt.html

Ich finde es armselig seine Konkurrenten in öffentlichen Foren schlecht zu machen. Wer das nötig hat, hat vermutlich Probleme mit seinen eigenen Produkten!


M. Roggendort | 14.02.10

Gut beobachtet !? Wer lesen kann ist klar im Vorteil!!!


Herr Roggendorf,
das ist doch für jeder Mann frei nachzulesen.
In erster Linie bin ich aber Gebäudeenergieberater.
Wenn Sie hier intensiv mitgelesen hätten, würde eine derart unqualifizierte Äusserung wohl nicht aus Ihrer Feder kommen.
Bereits am Anfang der Diskussion habe ich Dämmstoffe wie: Perlite, Mineralwolle und auch andere EPS- Materialien als gute Einblasstoffe dargestellt; eben so wie es meine Erfahrungen gezeigt haben.
Übrigens habe ich bei IMMOlight sogar den Anstoss gegeben, eine Weiterentwicklung von EPS zu starten. Dabei kam dann das beste EPS-Granulat heraus was auf dem Markt erhältlich ist (bzgl. WLG). Wo ist das Problem, dass ich der Vertriebsleiter D/NL/DK von IMMOlight bin? Natürlich stehe ich hinter dem Produkt JOMA-Perl 033, mache aber andere Materialien mit denen ich gute Ergebnisse erzielt habe ganz und gar nicht schlecht. Auch gebe ich zu, dass ich mit Schäumen meine Probleme habe. Was ist Ihr Problem? Bleiben Sie doch einfach sachlich!
Welches Material favorisieren Sie denn?
Qualität ist das Anständige!
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Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 14.02.10


Hallo Herr Bieneck,
offensichtlich arbeiten Sie AUCH für den Vertrieb bei
Nordseeplanbau

Als ich die anschreib kam das zurück.
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A message that you sent could not be delivered to one or more of
its recipients. The following addresses failed:


"


Checker | 10.03.10

Alles Merkwürdig!


Es ist doch sehr merkwürdig.
Gebe dem Vorredner(schreiber) recht.
Wenn man googled, findet man den Herrn Bieneck
in einigen Firmen. Immobilien verkauft er ja auch.

Aber wenn man sonst keine Hobbies hat..

so long...


E. Schwarz | 10.03.10

Ja,... und nun?


Ich wiederhole mich gerne. Es ist alles nachzulesen! Das ist ja das Schöne am Internet. Auch als Dozent (FÖJ und KVHS) bin ich tätig. Thermografien können Sie ausserdem noch bei mir in Auftrag geben. Bauleiter bin ich auch noch (Immobilienkontor-Norden).
Soll ich das denn immer und überall 'reinschreiben?
Mal eine Frage: Was ist daran nicht in Ordnung?
Natürlich komme ich mit einer gewöhnlichen 40-Std. Woche nicht aus!!! 50-60Std. sind normal.
Als geprüfter Gebäudeenergieberater habe ich doch irgendwie die Verpflichtung von meinen Erfahrungen zu berichten, oder?
Manche Leute sind aber anscheinend so "erkenntnisresistent", dass sie mir das nachteilig auslegen möchten.
Ist das hier aber wirklich das Thema?
Qualität ist das Anständige!
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Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 10.03.10

Untersuchungsergebnisse


Moin,
ein Projekt Team der Fachgebiets Baustofftechnologie und Bauwerkserhaltung, der Universität Oldenburg, hat einen Forschungsauftrag zum Thema "nachträgliche Hohlschichtdämmung" ausgeführt. Hierzu wurde ein Leitfaden, in Form einer Lektüre, erstellt.
Ich verweise auf die Homepage: www.hd-san.de
Qualität ist das Anständige!
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Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 18.08.10

Nachträgliche Dämmung, zweischaliges Mauerwerk Bruchstein-Bims


Hallo!
Ich wäre dankbar für ein paar Hinweise die zur Entscheidung beitragen.
Ich habe ca. 130 m2 Wandfläche. Die äussere Schale besteht aus Bruchstein Stärke 50 cm (wahrscheinlich zwei Reihen und die Mitte mit Mörtel aufgefüllt) und innen habe ich Bimsstein mit 17,5cm.
Zwischen den Schichten ist ein Luftspalt von 7-10cm.
Im Dach ist der Luftspalt unter den Ziegeln nach oben offen.
Am Fuß der Mauer gibt es keine Öffnungen.
Ein Teil der Aussenwand ist verputzt.
Probleme mit Feutigkeit in den Wänden gibt es nicht.
Der örtliche Gaslieferant freut sich.

Der erste Handwerker, der ein Angebot gemacht hat (der sowohl schäumt als auch einbläst) hat die Ausschäumung mit AMINOTHERM empfohlen. Dafür hätte er gerne 3.200,-.
Einblasen durch den Bruchstein schien im zu aufwändig.

So, nun habe ich eine Menge Hinweise zu Harnstoff-Formaldehydharz Ortschäumen gelesen und war natürlich etwas verunsichert.
Ich neige nicht zu ideologischen Entscheidungen und habe daher Schwierigkeiten mit pauschalen Verurteilungen, denen es an Substanz mangelt, die aber leider in den Diskussionen oft überwiegen.

Bei meinen Nachforschungen habe ich zwei Quellen zu AMINOTHERM gefunden:

1. Die "Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung" vom
02.11.2007(Z-23.12-1679) gültig bis 30.09.2012

2. Forschungsinstitut für Wärmeschutz e.V. (FIW München)
mit einem Prüfbericht vom 06.09.2007

Und nun gehen die Fragen los:

1. Beide Gutachten beziehen sich auf die ETB-Richtlinie
UF-Schaum vom April 1985.
Im Gutachten 1 wird der Schaum in ES 2 eingestuft im
Prüfbericht FIW in ES 1.

2. Die Wärmeleitfähigkeit wird in der Zulassung mit
0,040W/(m*K)und durch FIW mit 0,033 bestätigt.

Wie kann man sich den Unterschied erklären?

Wenn ich alles richtig ausgewertet habe, sollte keine Formaldehybelastung im Innenraum auftreten (Egal, ob ES1 oder ES2, da die Innenschale dick genug sein dürfte)

Ist die Verarbeitung z.B. von Joma-Perl in meinem Fall schwieriger (und teurer) ?

Sind Probleme durch die Verschiebung des Taupunkts zu befürchten?

Müssen am Fuß der Mauer Veränderungen erfolgen (Öffnungen)?

Herzlichen Dank!
Kosten-Nutzen nicht aus den Augen verlieren
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 07.10.10

Kleine Hilfestellung!


Moin Herr Zörkler,

ich habe gerade erst Ihre private Email gelesen. Gerne äußere ich mich zu Ihren Fragen.
Bei einem intakten Außenmauerwerk von 50cm sollten Sie keine Beeinträchtigungen durch Schlagregendurchdringungen bekommen.
Was ich nicht nachvollziehen kann ist die Aussage, dass es schwieriger sein soll EPS-Material einzublasen, als ISO-Schaum einzubringen!? Warum ? Beim Einblasen von EPS werden im Normalfall nur 1 – 2 Löcher per 10m² benötigt. Das wird einem Schäumer nicht ausreichen (teilweise 3 – 5 Löcher per 1m²).
In Ihrem Fall würde ich, wenn die Möglichkeit besteht, ein Einblasen von innen empfehlen. Das dürfte bei einer 17,5cm Bimssteinwand kein Problem darstellen.
Eine endoskopische Untersuchung und Feuchtigkeitsprüfung der Innenschale ist in jedem Fall erforderlich.
Bei einer tauglichen Luftschicht werden bei einem 50er Außenmauerwerk wahrscheinlich auch keine Auslässe erforderlich sein. Die Luftschicht muss allerdings nach obenhin geschlossen werden. Sie werden bei Ihrem Wandaufbau weder jetzt noch nach der Hohlschichtdämmung kaum Tauwasserprobleme bekommen.
Der Preis für das reine Einblasen von EPS- Joma Perl 033 oder Rigibead Premium liegt bei Ihrem Gebäude vermutlich unter 3.000,-€.
Mir liegt eine Liste von allen zertifizierten Joma Perl-Einbläsern vor.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen!?

Mit freundlichen Grüßen
Ralf Bieneck
Qualität ist das Anständige!
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 08.10.10

Joma Perl vs. Aminotherm


Danke!
Ich bin bereits fündig geworden, auch wenn sich hier im Westen Deutschlands die Joma-Einbläser nicht gerade auf die Füsse treten. :-)
Die Hinweise und Tipps beruhigen und beim Preis hatten Sie Recht: Er liegt sogar ein gutes Stück tiefer als das Einschäumen. Somit gibt es keinen Grund mehr auf den Scahum zu setzen und die anderen gestellten Fragen wären nur noch von akademischem Interesse.

Mit freundlichen Grüßen
Kosten-Nutzen nicht aus den Augen verlieren
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 08.10.10

Je mehr Beiträge, desto irreführender der eigene Eindruck


Wir stehen bei einem alten Klinker-Resthof von ca. 1950 vor der Situation, dass eine Hohlschichtdämmung erforderlich ist und durchgeführt werden soll. Als interessierter "Kunde" möchte ich mich beraten wissen und getreu dem Motto: Wer nicht fragt bleibt dumm... gehts seit einigen Wochen wieder los. Zum Ergebnis gekommen sind wir nicht, denn jeder "Fachmann" läßt sein Werbetextchen ablaufen und macht im vorbeigehen seine Kokurrenten schlecht.
Muss das wirklich so sein? Die Krönung war bislang dazu noch eingeforderte Beratungskosten eines Vororttermins. Das konnte jedenfalls noch verhindert werden.
Meine Meihnung ist:
Es gibt nicht den einzig geeigneten Dämmstoff für alle Hausvarianten. Die quälende Frage ist nur welcher passt und was kostet das realisieren. Nicht jeder kann dazu den Budget-Topf außerblenden.

Letztlich wird mir mein Bauchgefühl die Entscheidung abnehmen müssen, denn überzeugt hat mich bislang keiner der Fachleute.

Ich habe diese Seite auch durch Zufall gefunden und lese weiterhin mit!
Wenn diese Anmerkungen hier nicht hineinpassen, dann sorry.
Ich bin "Kunde" und nicht wie 80% hier --Mitbewerber.

Gruß
R.Tschampa


RoTsch | 06.01.11

@ Ro Tsch


wie sieht denn ihr problem genau aus?

Grüsse Thomas


anonymus | 06.01.11

gegebenheiten


Gegebenheiten der eigenen Immobilie:
-Altbau Klinkerfassade ca. 1950
-Innenwand Kalksandstein 11,5 cm
-Hohlschicht zwischen 7cm u. 9cm im Mittel wurde 7,5 cm angenommen
-Außenwand harter Klinkerbrand 11,5cm
-Fugenbild alt, aber nicht durchlässig (wird im Frühjahr erneuert.
-neue Fenster mit luftdichter Abklebung
-neues Dach mit 23 cm Dämmung WLG 0,35
-Betonfußboden mit Fußbodenheizung, (ehemals Holzfußboden)
-Wärmepumpe Sole/Wasser
-Hohlschicht frei, bei Fenstererneuerung nachgebessert.
-Gebäude ohne Z-Folie über Sockelanschluss!!!

Ich schwanke zur Zeit zwischen Rockwool und Rigibead.
Neben Produkt interessiert mich ebenfalls der Dämmkostenaufwand.
Wände wurden von innen neu verputzt und waren bislang alle trocken.

Gruß
R.Tschampa


RoTsch | 06.01.11

Hohlschichtmauerwerk


Ist das ein Fachwerkhaus?
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 06.01.11

Dämmung zweischaliges Mauerwerk


Hall Herr Tschampa,

in Ihrem Fall würde ich als Kerndämmung Thermo-Fill S40 empfehlen, Sie hat die WLG 040, ist diffussionsoffen, unbrennbar und setzungsfrei. Sie ist verrottungssicher und auftretendes Kondensat kann abfliessen und drainagiert werden.

Was die Kosten der Verarbeitung anbelangt kann ich leider nicht nähers darauf eingehen, da ich die Gegbenheiten vor Ort nicht kenne.
Aber für Rückfragen dürfen Sie sich Selbstverständlich bei uns melden.

Grüsse Thomas


anonymus | 07.01.11

Ausnutzung von Dienstleistern


Mir ist im Laufe der Jahre als Energieberater aufgefallen, dass es Pseudo-Kunden gibt, die nichts besseres zu tun hatten als sich ein altes, baufälliges Gemäuer für „kleines Geld“ anzuschaffen; um dann zu beginnen, rudelweise, Sachverständige und Bauhandwerker mit Ihrem Unwissen abzunerven.

Wehe dem der für eine dreistündige Beratung auch noch entlohnt werden will!

Diese Leute meinen, dass sie alles was nicht materiell ist umsonst bekommen.
In den meisten Fällen sind sie einfach nicht fähig Entscheidungen zu treffen. Sie stehen, nachdem der zehnte Sachverständige (für 0,- €) abgezogen ist genauso bescheiden da wie am Anfang ihrer Recherchen.
Wie ich sehe wird dann auch noch versucht sich hier im Fachwerk-Forum (für 0,- €) „anzusaugen“.
So funktioniert das aber gar nicht.
Ich sage nur Vorsicht bei solchen „Pseudo-Kunden“.

Ralf Bieneck
- gepr. Gebäudeenergieberater HWK -
- Fachdozent für Energetik -
- Mitglied im GoH -
Qualität ist das Anständige!
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Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 07.01.11


Hallo, aber doch genau deswegen sind wir hier um Erfahrungen weiterzugeben. Also zumindestens Ich sehe das so unter Fachwerk.de und mit der Honorierung, dafür ist wohl jeder selbst zuständig. Wer was Verkaufen will, geht auf eigenes Risiko. Oder muss ich auch das nächste Mal den Tischler bezahlen, der hier im Büro sein neues dankmalgerechtes Fenster erklärt. Anders bei Planern oder Sachverständigen. Da diese eigentlich unabhängig sein sollten, sollte es schon der Normalfall sein, dass diese die Beratung entlöhnt bekommen. Es sei denn, diese Beratung ist grotten schlecht. Und leider gibt es zu viele schwarze Schafe. Leider. Aber das war nicht die Frage von Herrn Tschampa.

Also zum Thema: wichtig zu verstehen ist die Bauphysik, also wie das Wasser in all seinen Formen durch die Wand geht, ansteht und sich darin verhält. Seien Sie in Gedanken mal ein Wassermolekühl. Sie kommen also vom warmen Raum (der Innenluft) an den außenwandseitigen Innenputz, einen Teil des Wassers wird per Dampfdiffusion durch die Wand gelangen (vielleicht sind es 4 %) der andere größere Teil wird von der wand aufgenommen. Teilweise wird einiges Wasser wieder nach innen verdunsten, und ein Teil geht auch in kapillarer Form in das Mauerwerk. Welche Wege egal – bleiben wir bei dem Wasser was direkt nach außen geht. Durch den Kalksandstein geht es kapillar hindurch und kommt am Hohlraum an. Von da geht es nur per Dampfdiffusion für das Wasser weiter. Einiges geht sicher zurück, einiges wird hoffentlich durch die Spaltlüftung weggelüftet aber ein Teil des Wassers strömt direkt in Richtung kaltem Klinkerstein der Außenwandverklinkerung. Bei 20°C dürfte auch dem Laien klar werden was da passiert. Wenn nicht, dann mal das kalte Bier holen und beobachten was so passiert. Und dann das gleiche Experiment mit zwei (Bier)flaschen. Um die eine legen wir eine Dämmung, gerne auch die schöne gelbe Mineralwolle. Die wäre genial geeignet für das Experiment. Nach einer halben Stunde schauen wir nach, prüfen wie viel Wasser sich an den Flaschen festhält, wie viel auf der Unterlage, worauf die Flasche steht, geflossen ist und wie „trocken“ die Dämmung geblieben ist.

Herr Tschampa, ich rate Ihnen nicht, den Hohlraum zu dämmen. Sie werden mit einer Hohlraumdämmung wie auch bei der klassischen Innendämmung den Temperaturnull nur weiter nach innen ziehen. Und das was ich mit den Bierflaschen versucht habe zu erklären, ich hoffe es kam auch so verständlich rüber wie ich es ausdrücken wollte, würde bei Ihrer Wand am Außenklinker passieren. Und je mehr Sie innen dämmen, um so kälter wird der Klinker und um so mehr Wasser wird kondensieren. Nach meiner Auffassung kann man nur mit mineralischen, kapillar leitfähigen Materialien arbeiten oder mit Wärme. Über das WIE und mit welchen Materialien könnte man lange diskutieren. Wichtig hierbei ist, dass alle Detaile wie Decken-, Wand-, Fußboden-, Fenster-, Trauf-, Ortganganschlüsse usw. betrachtet werden müssen. Sollte jetzt nur alleinig der Hohlraum gedämmt werden, so gebe ich 5 Jahre und Sie werden massive Feuchtigkeitsprobleme innen wie außen sehen.

so für´s erste und viele Grüße
Michael Reisinger
Planungsbüro für gesundes Bauen, radebeul
bewusst anders - Planen, Bauen, Leben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Planungsbüro für gesundes Bauen | | 07.01.11

Feuchtigkeitsprobleme bei neuen Fenstern


Herr Reisinger,

da muss ich Ihnen widersprechen.
Soll bei Altbauten ein Fensterwechsel erfolgen ist es meistens zwingend notwendig die Außenwand zu dämmen.
Als Beispiel: das alte Fenster hat einen U-Wert (über alles) von 2,5 W/m²K und die ungedämmte Wand liegt bei 1,7 W/m²K stimmt das Verhältnis. Das Fenster hat den schlechteren Wert. So soll es bekanntlich auch sein.
Wenn nun aber ein Fenster, neuer Generation (0,9 W/m²K oder besser!), eingebaut wird und die Wand nicht gedämmt wird, wird sie feucht und beginnt zu schimmeln. Ganz klar: plötzlich ist das Fenster besser als die Wand.

Da bei Klinkerfassaden eine Außendämmung wohl kaum in Frage kommt und eine Innendämmung den Taupunkt weiter Richtung Innenwand zieht bleibt nicht viel mehr als eine Luftschichtdämmung. Das sollte man als „Baufachmann“ aber wissen.

Ich ärgere mich oft über Tischlermeister, die Ihren Kunden neue Fenster einbauen und es nicht für nötig halten darauf hinzuweisen, dass sie nun ein unfertiges Konzept geschaffen haben. Sollte die Wand dadurch schimmeln und in Mitleidenschaft gezogen werden, ist der Tischler der Verursacher und er wird von jedem Gutachter „eins drüber bekommen“.

Noch etwas zum Thema: „Ausnutzen von Dienstleistern“

Als Handwerksmeister, der eine Bauleistung zu Verkaufen hat, kann ich für ein Beratungsgespräch natürlich nicht die Hand aufhalten.
Jedoch ein Gebäudeenergieberater, der bestellt wurde um eine Endoskopie und Feuchtigkeitsmessung durchzuführen, ist doch logischerweise dafür zu bezahlen.
Mit der „Geiz ist geil“- Mentalität kommt bei mir niemand an!
Wenn Sie den Samariter für Abzocker spielen; gerne, es sei Ihnen gegönnt.

Ralf Bieneck
- gepr. Gebäudeenergieberater HWK -
- Fachdozent für Energetik –
- Mitglied im GoH -
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Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 07.01.11


Sollen wir ernsthaft dem guten Mann einreden, den Hohlraum zu dämmen, obwohl wir mit unserem bauphysikalischem Wissen abschätzen können (wenn notwendig sogar überschläglich berechnen könnten) das da Kondenswasser an der Innenseite des außenseitigen Klinkers entsteht? Hm. Also meine Tochter ist noch in der Schule 10 Klasse und sie hat mir gerade das alles wunderschön mit ihrem Schulwissen beantwortet und mir sogar noch gesagt, das man da noch aufpassen muss, dass die Dämmung nicht verschimmelt. (vielleicht bekomme ich sie doch dazu mal im Büro mitzuarbeiten). Vielleicht hat sie ja auch bei Thermo-Fill S40 auf der Internetseite nachgeschaut. Denn die beschreiben sogar, dass auftretendes Kondensat mit diesem Produkt drainagiert werden kann. Wissen die etwa mehr? Zu klären wäre aber unbedingt, wie das unten angekommene Wasser dann noch weggeleitet wird. Das bleibt da offen.

Wir könnten doch Herrn Tschampa raten, das mit der Dämmung mal an einem kleinen Probestück zu probieren. Vielleicht gibt es ja irgendwo die Möglichkeit. Eine Idee wäre, um es anschaulich zu machen: warmer Innenraum mit kalter am besten dünner Außenwand, vielleicht außen sogar noch überdacht (kann auch ein Durchgang oder ungenutzter Raum sein), darauf wird eine diffusionsoffene (!) Dämmung (Mineralwolle, Perlite, Thermo-Fill S40, Perlite ...kein Schaumstoff) aufgebracht (ein kleiner Rahmen aus Holz würde es tun), und darauf außen eine Glasscheibe, um es realistischer zu machen, unten und oben einen kleinen Spalt – die Glasscheibe deswegen, weil man sofort sehen wird, was passiert – und wenn Herr Tschampa das vielleicht wirklich aus eigenem Interesse so baut, soll er bitte berichten was zu sehen ist. (Vorab: Ich weiß, die Glasscheibe ist dicht und das die Realität durch die zwei kleinen Spalte nicht realitätsnah nachempfunden ist, aber so sieht man schneller was vielleicht nach einem Monat Winter passiert)

Und es gilt auch zu überlegen, ob bei dem ganzen Aufwand eine Wandheizung (wenn es noch ginge) oder nur eine Temperierungsschleife oder im Fußbereich eine Sockelleiste nicht angebrachter wäre, statt einer Hohlraumdämmung. Die Frage nach zu hohen Heizkosten hat meine eigene Tante beantwortet. Sie sparen an anderen Stellen und freuen sich, das die Wände nicht mehr schimmeln. Denn vorher war Schaumstoff angebracht worden. Es kann wohl bisher keiner ausrechen, was da wirklich mehr rausgeheizt wird. Lieber mit Lüften ca. 30 % Heizkosten erspart, lieber tausende von Euros für die Dämmung den Kindern gegeben, als vielleicht 100 oder 200 € im Jahr mehr Heizkosten zu haben. Vielleicht lassen diese sich geschickt noch minimieren durch andere sinnvollere Maßnahmen. 200 € sind manchmal schnell eingespart.

Bei einer Hohlraumdämmung muss sich Herr Tschampa überlegen, wie er das anfallende Kondensat wegbekommt, da in dem Spalt. Ich würde fast sagen, das ist nicht lösbar. Wer hat Vorschläge? Und wenn dann das Kondensat noch unglücklicher Weise die Innenschale durchnässt, so hat er noch kältere Wände als zuvor.

(als Randinfo aber zum Thema: ich hatte letztens ein schönes Gespräch mit einigen Leuten. Es entwickelte sich zufälliger Weise ein Gespräch über Heizkosten. Da erzählte doch einer, dass er 105 m² wohnfläche in seiner Haushälfte habe, super gedämmt mit fast 20 cm und 1000 € im Jahr an Heizkosten zahle und seine ältere Mutter, die neben an wohne sogar das Doppelte. Er hatte vom letzten Jahr gesprochen. Wir hingegen haben durch Rückfragen bei unseren Bauherren Heizkosten von 600 – 900 € pro Jahr zu verzeichnen. Aber da haben die Bauherren Wohnflächen von um die 160 – 200 m². Bitte – ich will hier kein endloses Thema zum dämmen draus machen, das gibt es schon hier massenweise, ich möchte zum Nachdenken anregen – mehr nicht.)

Bei dem obigen Thema haben wir noch gar nicht den Lastfall Sommer betrachtet. Der Klinker wird in den Sommermonaten wie auch an sonnigen Wintertagen schön und schnell warm. Aber bei der angedachten Hohlraumdämmung kommt die Wärme nicht mehr nach innen, denn was von innen nach außen dämmen soll funktioniert auch andersrum. Ich finde es schade, wenn diese kostenlose Energie nicht genutzt wird. Und so schafft man sich mit so einer Hohlraumdämmung kühlere Wände im Sommer. Toll – jedoch kann es mitunter fatal sein. Nehmen wir an, die Frau von Herrn Tschampa lüftet im Mai oder Juni an einem sehr warmen Tage (leider sind diese auch sehr feucht) und vergisst das Fenster zu schließen. Da warme Sommerluft auch viel Feuchtigkeit gebunden hat, kann diese sich an den kalten Innenwänden niederschlagen. Das heute leider verschimmelte Wände verstärkt im Sommer auftreten, wissen wir. Es wird jedoch nichts oder nur wenig dagegen unternommen. Gegen Schimmel gibt es ja Schimmelex und tolle teure Farben und tolle Ideen mit Innendämmung, die genauso abenteuerlich und energiefressend wie die Außendämmungen sind.

Ich hoffe das war nicht zu viel und hoffe, dass ich Sie Herr Tschampa zum kräftigem Nachdenken und grübeln angeregt habe. Und vielleicht der eine oder andere auch. Und vielleicht wird ja das Experiment wirklich gemacht.

Viele Grüße
Michael Reisinger
Planungsbüro für gesundes Bauen, Radebeul
bewusst anders - Planen, Bauen, Leben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Planungsbüro für gesundes Bauen | | 07.01.11


aus was besteht eigentlich das Thermo-Fill S40 - ich habe gesucht und kann nichts finden - bitte um Mithilfe und gibt es da eine Volldekleration

danke
bewusst anders - Planen, Bauen, Leben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Planungsbüro für gesundes Bauen | | 07.01.11


Thermo-Fill S40 ist expandiertes Vulkangestein mit der WLG 040

die Zulassung und das Datenblatt kann ich ihnen gerne zukommenlassen.
Und für weitere Fragen stehen wir selbstvertändlich gerne zur Verfügung.
Treten sie einfach per e-mail mit uns in Kontakt.

Grüsse Thomas


anonymus | 07.01.11

Zusatz


in diesem Fall setzte ich eher auf bewährtes Material das schon seit jahren problemlos in diesem Bereich eingesetzt wird. und dazu zählt auch Thermo-Fill oder Thermo-Fill S40 der Nachfolger von Thermo-Fill das aus expandiertem Vulkangestein besteht.
Dieses Material wird unter andern gleichwertigen Materialien schon seit Jahren im nachdämmen von zweischaligem Mauerwerk erfolgreich eingesetzt.
Thermo-Fill S40 mit WLG 040 verbessert nun den Dämmschutz im zweischaligen Mauerwerk um einiges.

Bauphysikalisch Tests in Ehren ich finde Sie sehr gut um zu verdeutlichen wie diverse Materialien in Bezug auf Feuchtigkeit reagieren, aber wir wollen doch mit Sicherheit hier das Rad nicht neu erfinden, vorallem wenn es bewährtes Material auf dem Markt schon gibt.

Hauptaugenmerk sollte hier, so sehe ich das auch, auf die Detaillösungen gerichtet werden.

Was nun die kosten einer solchen Massnahme anbelangt kann ich nur soviel sagen, dass es im ermessen des jeweilig Ausführenden liegt welcher Kostenaufwand auf den Kunden zukommt. Dass hier die Preisspanne weit ausseinander geht wissen wir alle.
Daher gilt es die vorliegenden Agebote zu Prüfen, welche Leistungen es beinhaltet und welche Arbeiten auf Nachweis erbracht werden.


Grüsse Thomas


anonymus | 07.01.11


Herr Rissinger,

Wieso soll Wasser kapillar bereits von der warmen Innenschale in Richtung Außenschale transportiert werden?
Dazu müsste aus dem Wasserdampf erst einmal Wasser werden und
das ginge nur, wenn bereits die Temperatur der Innenschale unter der Taupunkttemperatur liegt.
Das können wir hier aber hier getrost ausschließen.
Ferner bleibt die Frage wie Wasser per Diffusion über die Luftschicht gelangen soll, dazu müsste es dann erstmal wieder den Aggregatszustand ändern, also verdunsten.
Ganz besonderst spannend halte ich Ihre Version des kapillaren Wassertransport nach außen, wie soll denn Wasser durch ein Bauteil transportiert werden dessen Temperatur unter dem Gefrierpunkt von Wasser liegt?
Das geht mal eben überhaupt nicht.
Das Kondensat wird hier an der Außenschale ausfallen, da es weder nach außen nennenswert transportiert werden kann (unter 0 Grad und zu dem harte Klinker), noch nach innen (da ist die kapillarbrechende Luftschicht) wird es dort verbleiben und den Gesetzmäßigkeiten der Schwerkraft nach unten fließen und sich dort sammeln, genau da wo z.B. meist auch die Balken der Decken ihre Auflage haben.

Ist diese Luftschicht nun mit Kapillar leitfähigen Dämmung verfüllt, wird diese eventuell ausfallendes Kondensat direkt (ohne Umwege ) zur trockenen Innenwandseite transportiert wo es dann wieder verdunsten wird.

-Wickeln Sie mal um Ihre Bierflasche anstelle der gelben Dämmung Toilettenpapier,
Da wird sich kein Wasser auf der Unterlage sammeln, das Papier nimmt das Wasser auf, leitet es an die Oberfläche wo es dann recht schnell wieder verdunstet.

Und Herr Bieneck,

Wenn eine Wand schimmelt weil auf ihr Kondensat ausfällt, wird das mit oder ohne guten Fenstern der Fall sein, schließlich ändert sich durch die Fenster nicht die Oberflächentemperatur der Wände.
Ein Verweis durch die Fensterbauer, das die Häuser jetzt gedämmt werden müssen ist Unsinn.
Allerdings sind die Fensterbauer und ganz besonders auch Energieberater und Planer verpflichtet, das wissen leider nur die wenigsten, dass, wenn mehr als 1/3 der Fenster gegen neue ersetzt werden ein Lüftungskonzept zu erstellen ist, und gegebenenfalls nach diesem Konzept eine KWL oder andere entsprechende Lüftung einzubauen ist.






Grüße aus Schönebeck


anonymus | 08.01.11

Bauphysik


Sehr geehrte Herren Bausachverständige,

ich möchte hier doch mal kurz an Walter Bläsi & Co. erinnern!

Zum Verständnis: Ein Wandaufbau (von innen nach außen) 11,5cm KASA, 8,0cm Luftschicht und Klinkerfassade, mit einem U- Wert von ca. 1,70 W/m²K und alte Kunststofffenster mit einem U- Wert ca. 2,50 W/m²K steht zur energetischen Sanierung an. Das Verhältnis zwischen Fenster und Wand stimmt.
Die Oberflächentemperatur der Innenwand beträgt ca. 13°C (Tauwasser bildet sich bei 12°C + 60% Luftfeucht.) Allein aus energetischer Sicht ist hier zu verbessern.

Tauscht man nun nur die Fenster, wird die Wand den Ausgleich tragen müssen.
Natürlich wäre jetzt eine Fassadendämmung mit einem WDVS das Beste.

Nur wer will, aus optischer Sicht, eine Dämmung auf den Klinker kleben?

Also ist der einzige (zweitbeste!) Weg die Luftschichtdämmung. Es ist mir völlig egal welcher zugelassene, diffusionsoffene Dämmstoff, mit einer entsprechenden WLG, nun benutzt wird. Hauptsache ist doch, dass die Wand auf einen U- Wert von unter 0,50 W/m²K gebracht wird und dadurch eine Innenwandtemperatur von ca. 18°C erzeugt wird.

Damit evtl. Wasserausfall in der gefüllten Luftschicht abgeführt werden kann sind, wie ich bereits schon vor Monaten hier geschrieben habe, Stoßfugenlüfter im Sockelbereich zu setzen.
Ein intelligentes Lüftungsverhalten ist nach einer solchen Sanierung selbstverständlich Voraussetzung. Logischerweise ist eine geregelte Lüftungsanlage Garant für ein funktionelles System. Bei einem entkernten Resthof sollte sie auch unbedingt installiert werden. Keine Frage!

Bei einer üblichen Sanierung (Satteldach-EFH Bj. 1960, Austausch der Fenster und Heizung, und Dämmung der Gebäudehülle) werden die „Sanierer“ ihren Kunden aber sicherlich ein effizientes Lüften erklären.

Wem das nicht klar ist sollte sich tunlichst überlegen ob er sich ggf. nachschulen lässt. Ich verweise hier noch einmal auf die Studie der Uni Oldenburg zur Dämmung von Luftschichten in zweischaligem Mauerwerk.

Mit kollegialen Grüßen

Ralf Bieneck
- gepr. Gebäudeenergieberater HWK –
- Fachdozent für Energetik –
- Mitglied im GoH -
Qualität ist das Anständige!
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Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 08.01.11

Feuchtigkeitsprobleme bei neuen Fenstern


wollen wir doch bitte mal die Kirche im dorf lassen, ich schliesse mich grossteils den Ausführungen von Herr Struve an.

Wir sollten uns im Klaren sein, dass jede nachträgliche Veränderung an einem Baukörper, zu einem bauphysikalischen Ungleichgewicht führt, und dieses über geeignete Massnahmen wieder hergestellt werden sollte.

Bei Austausch von Fenstern eine Aussenwanddämmung als zwingend erforderlich anzusehen, ist doch ein zu starker Tobak.
Und geht nicht mit der EnEv konform, diese stellt ja bekanntlich, die Wirtschaftlichkeit einer Massnahme in den Vordergrund.

Grüsse Thomas


anonymus | 08.01.11


Sehr geehrter

- gepr. Gebäudeenergieberater HWK –
- Fachdozent für Energetik –
- Mitglied im GoH -

Herrn Ralf Bieneck


Fakt ist doch, das Kondensat an der Innenseite der Klinkerschale ausfällt.
Fakt ist auch, das wenn die Luftschicht gedämmt wird, sich die inner Wandoberfläche mehr erwärmt aber eben die Außenschale auch erheblich mehr auskühlt, wie bereits gesagt bis unterhalb des Gefrierpunkt..
Die logische Konsequenz ist dann, dass dort noch mehr Kondensat ausfällt.

Wenn Sie nun hier Behaupten:

>>>“Es ist mir völlig egal welcher zugelassene, diffusionsoffene Dämmstoff, mit einer entsprechenden WLG, nun benutzt wird. Hauptsache ist doch, dass die Wand auf einen U- Wert von unter 0,50 W/m²K gebracht wird und dadurch eine Innenwandtemperatur von ca. 18°C erzeugt wird.”<<<

Widerspreche ich Ihnen.

Die Hauptsache einer jeden Instandsetzung ist erstmal die Verbesserung des Bestandes.

Ihre Empfehlung hier wird dem Gebäude eher den Gar aus machen als ihm eine nachhaltige Verbesserung bescheren.

Die Stoßfugenlüfter bringen nur etwas wenn:
1. eine Hinterlüftungsebene eingebaut ist und unterhalb der Lüftungsöffnungen eine Abdichtung das anfallende und nach unten tropfende Kondensat nach außen führen kann.
2. die Hinterlüftungsebene bis in die Traufe geführt wird und hierdurch bereits Wasserdampf aus der Ebene abgeführt werden kann.
Genau das geht aber nur im Neubau, da werden dann auch extra auf die Mauerwerksverbinder Kunststoffringe geschoben an denen das Kondenswasser, bevor es die Dämmung erreicht, abtropfen kann.

Mann muss kein Handwerkskammer geprüfter Gebäudeenergieberater sein um ausrechnen zu können was passiert wenn dieser Hohlraum z.B. mit einer hochdiffusionsoffenen Mineralwolle ausgefüllt wird.
Daran ändert dann auch die Zulassung nichts, die säuft über lang oder kurz ab.





Grüße aus Schönebeck


anonymus | 08.01.11

Bauphysik


Am Rande: Es war hier eingefordert, dass ich mich ausweise. Da ich ja wohl für einige Mitleser ein "Workaholic" bin. Was ist jetzt denn schon wieder falsch?

Zum Thema:
Meine Erfahrungen, als Bauleiter, mache ich erst seit 1993. Das sind aber immerhin 17 Jahre. Ich nehme seit 1995 fast jedes Jahr an einer weiterbildung im Baubereich (Hochbau) teil um auf dem neuesten (hoffentlich besten!) Stand zu sein.
Da aber anscheinend im Bereich Bauphysik und Baukonstruktion nur dummes Zeug gelehrt wurde, werde ich mal beim GoH e.V. (Gebäudeenergieberater des ostfriesischen Handwerks e.V.) nachfragen, wie solch eine Erkenntnisresistenz entstehen konnte.
Am 27.01. beginnt für mich die Ausbildung zum zertifizierten Passivhausplaner. Den wollte ich eigentlich noch bildungstechnisch mitnehmen. Das kann ich mir aber wohl schenken und spare fast 2.000,- €.
Zum Glück habe ich nun Sie als "unendlich weise Ratschlussgebende" entdeckt! ;-))) (Spaß muss sein!)
Meine Herren, erklären Sie mir doch bitte mal wie Sie die neueste EnEv umsetzen und CO² einsparen!?

Ralf Bieneck (oder was hätten Sie hier gerne stehen?)
Qualität ist das Anständige!
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 08.01.11


Wie jetzt?

Bauphysik oder EnEV?


anonymus | 08.01.11

ENEV


wie wir sie umsetzten?

Wir wenden sie an....
und zwar so wie es sich gehört, mit allem was dazugehört.

Beginnend mit der obersten priorität der Wirtschaftlichkeit.

Man sollte doch bedenken, dass die EnEv uns empfehlungen ausspricht, wenn diese auch gesezeschatakter haben.
Klar wir müssen die ENEV Vorgaben einhalten, keine Frage

Aber wenn sich eine Massnahme wirtschaftlich nicht für den Kunden rechnet, werde ich diese weder empfehlen noch anwenden.

Um es kurz zu sagen, wenn eine Massnahme den Kunde soviel kostet, dass die tatsächliche Einsparung so gering ist, dass sie sich erst in 50 Jahren rechnet, dann ist dies unwirtschaftlich.


Grüsse Thomas


anonymus | 08.01.11

Luftschichtdämmung (das eigentliche Thema)


Für alle Mitleser (auch Dienstleistungsabzocker!) meine, individuelle Meinung:
Wenn die Gebäudehülle, aus energetischen Gründen, gedämmt werden soll und keine Außendämmung möglich ist, sei es nicht machbar oder aus optischen Gründen, empfehle ich eine Luftschichtdämmung. Wie ich hier schon x-Mal geschrieben habe ist eine Untersuchung der Wand sehr, sehr, sehr empfehlenswert.
Das kann man nun von einem Konditorgesellen oder einem Gebäudeenergieberater machen lassen. Ich persönlich würde letzteren bevorzugen.
Sollten in der Wand Schutt und Mörtelreste, in erheblichem Maße, liegen ist eine Reinigung vor der Maßnahme erforderlich. Einer normalen Verschmutzung, von 3 – 5cm und eventuell auftretendes Wasser, können Stoßfugenlüfter (sogenannte Bienenbeisser) entgegen wirken. Etwa jede 4. Stoßfuge wird ausgefräst und der Edelstahllüfter wird eingeschoben. Diese Maßnahme muss direkt oberhalb des Fundamentes stattfinden. Sonst sind die Lüfter uneffektiv. Das Erdreich darf natürlich nicht im gleicher Höhe oder höher stehen.
Als Dämmstoffe sind Nanogel (neue Zulassung), Mineralwolle, EPS, vulkanisches Material, Schäume und einige andere Stoffe einsetzbar.
Ich persönlich habe die besten Erfahrungen mit hochwertigem EPS gemacht. Das Material kann kein Wasser aufnehmen (hydrophob) und die Schicht bleibt diffusionsoffen. Dazu kommt eine sehr gute WLG (0,033 W/m²K).
Wichtig beim Einbringen dieser Einblasstoffe ist das Abdichten der Wände. Das gilt insbesondere für die Oberkante (Traufbereich und Giebelseite) und im Bereich von innenliegenden Rollläden.
Das Einblasen selbst dauert bei einem Einfamilienhaus nur 5 – 6 Stunden.
Wer es ganz genau haben will lässt vor und nach der Maßnahme Thermobilder anfertigen. Hier sind evtl. Wärmebrücken deutlich sichtbar.

Auch wenn es hier ein paar Kollegen nicht so sehen.
Ich wiederhole mich auch gerne noch einmal: Keine Wanddämmung; dann auch keine neuen Fenster!

Nun bin ich mal gespannt auf meine Kollegen!?


Ps.: Herr Kehle, zu Ihrer Aussage kann auch ich stehen.
Alles muss im Rahmen und umsetzbar bleiben.
Qualität ist das Anständige!
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 08.01.11


Hallo,

alle beteiligten mögen mir bitte verzeihen wenn ich jetzt lache…..
Aber ich habe so den Eindruck dass hier aneinander vorbeigeredet wird.

Ich versuche mal etwas Klarheit zu schaffen…..

Zuerst zu der gestellten Frage.

In diesen Fall empfehle ich definitiv „Perlite“ als Kerndämmung, mit den dazugehörigen Lüftungsöffnungen.

Mit Perlite erreichen wir einen nahezu monolitischen diffusionsoffenen Wandaufbau, was mE sinnvoll ist.
Hierbei ist Thermo-Fill S40 mein persönlicher Favorit. Mit der WLG 040 erreichen wir den erforderlichen Dämmschutz.
Zu den entstehenden Kosten kann ich so gern ich es auch tun würde keine Aussage treffen, diese sollten mit dem jeweiligen Einbauer geklärt werden.


Nun zu den bauphysikalischen Ausführungen.

Ich finde es ja ehrenhaft, wenn solche Beispiele zur Verdeutlichung herangezogen werden.
Habe aber hier eher Verwirrungscharakter tut mir leid….ich finde den Bierflaschenvergleich etwas unglücklich gewählt. Selbiges könnte man auch veranschaulichen, in dem man verschieden Dämmstoffe befeuchtet und trocknen lässt und dann das Resultat vergleicht.
Fakt ist auf alle Fälle, dass eine mineralische Kerndämmung sprich Perlite (expandiertes Vulkangestein) funktioniert. Dass die vorhandene Konstruktion auf das Material abgestimmt werden muss versteht sich wohl von selbst. Eine Perlitedämmung, egal welches Fabrikat ist verrottungssicher, sollte dem nicht so sein, vom Gegenteil lasse ich mich gerne überzeugen.

Dass man den Tauwasserausfall Beachtung schenken muss steht außer Frage, hier kommt es eben auf die richtige Materialauswahl und die dementsprechende Vorbereitung der Konstruktion an.
Dass hier die Meinungen komplett auseinander gehen ist mir durchaus bewusst, aber wir müssen hier das Rad ja nicht neu erfinden.

Was nun die Fensterfrage anbelangt,
ist jegliche Diskussion darüber sinnlos, denn ein neues Fenster das in ein altes Gebäude eingebaut wird macht Schwierigkeiten das führt kein Weg daran vorbei. Es sei denn, dass man das Lüftungsverhalten ändert oder von vorneweg schon Fenster wählt die eine Zwangslüftungsmembran eingebaut haben ( auch Gekko oder wie auch immer genannt)

Ob nun eine Dämmung der Außenwand erforderlich ist oder nicht entscheidet schlussendlich eine vernünftige Energieberatung, die das ganze Gebäude einschließlich der Anlagentechnik mit einbezieht.


Grüsse Thomas


anonymus | 08.01.11

Dämmung Luftspalt


Habt Ihr lieben Kollegen Euch mal Gedanken gemacht, über was Ihr Euch hier streitet?
Ich habe so meine Zweifel, ob die tragende Gebäudehülle (immerhin sollte hier die Decke und das Dach drauf liegen) nur 0,5 Stein dick ist.
Kann auch sein, das wir uns über einen ehemaligen Karnickelstall Gedanken machen oder über ein Fachwerkgebäude.
Damit sollte man die ganzen Rechnereien über den U-Wert mit Vorsicht betrachten.
Ohne genauere Angaben zum Gebäude und zur Außenwand bleiben das mehr oder weniger akademische Haarspaltereien.

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 08.01.11


Naja Herr Bieneck,


Das Zeug ist hochdiffusionsoffen die Schicht hätte dann einen sd Wert 0,16 bis 0,24 und Hydrophob.

Das heißt im Klartext, ich schrieb es bereits, das Kondensat was auf der Innenseite der Außenschale anfällt muss nach außen abtransportiert werden.
Nach innen (genau so funktioniert übrigens Innendämmung) geht ja nicht, da stört der wasserabweisende Dämmstoff und nach außen?
Geht auch nicht, da haben wir (hier zumindest) hartgebrannte Klinker die auch bei 30 Grad im Schatten kein Wasser transportieren und viel schlimmer eine Außenschale die durchgefroren ist.
Was passiert wenn man Wasser unter den Gefrierpunkt bringt?
Kann Wasser dann noch fließen oder sich gar kapillar ausbreiten?

Und nicht das Sie mir jetzt wieder mit Ihrer Diffusion kommen…
Kann gefrorenes Wasser verdunsten?

Fragen Sie mal Ihre Tochter was die dazu sagt.


anonymus | 08.01.11

Klarstellung


Moin Herr Struve,

ich habe gar keine Tochter!!!????
Konzentration, bitte. ;-)))

Gruß,
Ralf Bieneck
Qualität ist das Anständige!
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 08.01.11

Jetzt wird es verwirrend


Bitte vielmals um Entschuldigung dass ich lache, aber jetzt wird es kompliziert.....das macht aber nichts....kann ja mal vorkommen.....

amüsierende Grüsse Thomas


anonymus | 08.01.11


Ach…

das war der andere Bauphysiker.

Dann müssen Sie die Fragen wohl selbst beantworten.


anonymus | 08.01.11


Herr Thomas Kehle,

nee, das Rad müssen wir nicht neu erfinden, aber es ist oft ganz zweckdienlich, Verschiedenes anschaulich darzustellen.

Und sicher funktioniert eine Zwischendämmung. Aber die muss eben kapillar leitfähig sein, mineralisch und sehr diffusionsoffen und am Besten noch Energie speichern können und die Wärmeleitfägigkeit sollte nicht zu niedrig sein. Wenn die ersten drei Punkte nicht erfüllt sind, wird die Maßnahme keinen Erfolg haben. Aber bitte beachten, nicht alle mineralischen Dämmungen sind rein mineralisch. Denn wenn das so wäre, das wäre ja die Mineralwolle nicht schimmeln.

>> Bei Austausch von Fenstern eine Aussenwanddämmung als zwingend erforderlich anzusehen, ist doch ein zu starker Tobak. Und geht nicht mit der EnEv konform, diese stellt ja bekanntlich, die Wirtschaftlichkeit einer Massnahme in den Vordergrund.
Antwort: Das sag ich ja, keine Hohlraumdämmung, auch nicht mit Thermo-Fill S40 – danke, das Sie das unterstützen.



Herr Oliver Struve (PS: bitte nicht Rissinger, sondern Reisinger)

Das was Sie erläutern geht voll in meine Richtung.

>>Wieso soll Wasser kapillar bereits von der warmen Innenschale in Richtung Außenschale transportiert werden?
Antwort: richtig, Wasser fällt z.B. an, wenn es in einer kalten Ecke z.B. hinter der Küchenzeile an der Außenwand kondensiert und Wasser geht fast immer die gleiche Richtung wie die Temperatur - also vom Warmen zum Kalten. Soweit ich mich belesen habe, gehen ca. 4% Wasser in Form von Wasserdampf durch unsere Wände. Ich denke, das wird mal mehr oder weniger sein, je nach Baustoff oder Lüftungsverhalten. Das Wasser durch ordentlich die Wände diffundieren kann, das muss sogar jener der den Wärmeschutznachweis nach EnEV aufstellt mit berücksichtigen bzw. Sie als Planer. Am besten man klebt mal eine Folie außen vor ein Sanierungsobjekt, nicht weil wir das Rad neu erfinden wollen, sondern, weil wir es bildlich besser verstehen.

>>Ganz besonderst spannend halte ich Ihre Version des kapillaren Wassertransport nach außen, wie soll denn Wasser durch ein Bauteil transportiert werden dessen Temperatur unter dem Gefrierpunkt von Wasser liegt?
Antwort: Es ist logisch das gefrorenes Wasser nicht kapillar transportiert werden kann, davon habe ich jedoch nicht geschrieben. Sie werden doch sicher der Bauphysik Recht geben, dass das an der Wand kondensierte Wasser hinter der Küchenzeile etwas nach innen verdunstet und teilweise auch kapillar nach außen transportiert wird bzw. in alle Richtungen. Zu kälteren Zeiten verstärkt nach außen, weil das Dampfdruckgefälle nach außen geht. Mir ging es bisher nur darum, dass das Wasser verstärkt an der äußeren Mauerschale kondensieren wird, wenn eine Dämmung eingebaut wird, die nicht kapillar leitfähig und sehr diffusionsoffen ist.

Bei der Bierflasche und dem Toilettenpapier haben Sie ja ein geniales Beispiel der Kapillarität beschrieben. Was passiert aber, wenn das Toilettenpapier eine ganze lange Zeit feucht bleibt, weil die Bierflasche 20 Tage kalt bleibt, Wasser an ihr kondensiert, das WC-Papier das aufnimmt aber eben nicht schnell genug verdunsten kann? Kann da Schimmel entstehen?

Herr Stuve, im nachfolgenden Text schreiben Sie:
>Fakt ist doch, das Kondensat an der Innenseite der Klinkerschale ausfällt.
Fakt ist auch, das wenn die Luftschicht gedämmt wird, sich die inner Wandoberfläche mehr erwärmt aber eben die Außenschale auch erheblich mehr auskühlt, wie bereits gesagt bis unterhalb des Gefrierpunkt. Die logische Konsequenz ist dann, dass dort noch mehr Kondensat ausfällt.
Antwort: Das ist doch das Gleiche was ich oben beschrieben hatte, aber weiter oben sagten Sie, das kein Wasser durch die Wand transportiert wird. Das ist verwirrend. Auch das Mineralwollen in dem Hohlraum absaufen, wie sie beschreiben, ist meine Meinung. Wir gehen den gleichen Weg – toll.


An alle die Dämmungen und Hohlraumschüttungen einbauen:
Geben Sie etwas Geld aus und ziehen Sie fachliche Unterstützung zu Ihrem Vorhaben dazu. Dies sollte jedoch nicht in Form von 100 Seiten text erfolgen. Wichtig ist die genaue Analyse des Hauses mit allen Detailen und Knackpunkten. Dann lassen Sie unbedingt sich die richtigen Materialien benennen und die Lösungen im Detail aufzeichnen. Das kann auch per Skizze erfolgen, das reicht oft zu. Also Herr Tschampa müsste sich alle Anschlußdetaile aufzeichnen lassen. Und vergessen Sie nicht die Unterschrift des Fachmanns auf allen Blättern, denn Sie haben 30 Jahre Haftungsdauer nach BGB.


Herr Ralf Bieneck:
Sie fragen in die Runde, ob Sie sich den Lehrgang Passivhaus sparen können. Das neu gelernte dient natürlich zur besseren Argumentationsführung. Die Optiker warnen vor zu trockenen Augen, Ärzte davor, dass die Luftkanäle zu Keimschleudern werden (nicht umsonst werden Kunststoffrohre mit antibakteriellen Mittelchen versehen) und sich die Asthmafälle erhöhen, andere, das energetisch sich nicht viel ändern wird, ..... Ich hoffe nur, das der eine oder andere Geschädigte wirklich mal von den 30 Jahren Haftung gebrach macht. Ich weiß nicht mehr wo ich es gelesen habe, aber Passivhäuser sollen wohl in einem Land schon wieder aus oben genannten Gründen verboten werden.


Tragende Gebäudehülle:
Nach den Kriege gab es nichts. Da wurden Wände aus 2 x 7-ner Stein mit Hohlraum gemauert. Das Haus hat mein Großonkel selbst gebaut. Und es steht heute noch bester Gesundheit und ohne Schimmel und natürlich ohne Hohlraumdämmung.

Viele Grüße in die Runde
bewusst anders - Planen, Bauen, Leben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Planungsbüro für gesundes Bauen | | 08.01.11

Sehr geehrter Herr Reisinger,


aus ihren Ausführungen geht für mich klar hervor, dass sie ein Gegner von Hohlraumdämmung sind und dieses akzeptiere ich….keine Frage.
Aber eines bitte ich sie zu erklären, denn das verstehe ich nicht ganz

Auf der einen Seite Schreiben Sie

Und sicher funktioniert eine Zwischendämmung. Aber die muss eben kapillar leitfähig sein, mineralisch und sehr diffusionsoffen und am Besten noch Energie speichern können und die Wärmeleitfägigkeit sollte nicht zu niedrig sein. Wenn die ersten drei Punkte nicht erfüllt sind, wird die Maßnahme keinen Erfolg haben

Da gebe ich ihnen sogar Recht

Und auf der anderen Seite schreiben Sie wiederum:

Vielleicht hat sie ja auch bei Thermo-Fill S40 auf der Internetseite nachgeschaut. Denn die beschreiben sogar, dass auftretendes Kondensat mit diesem Produkt drainagiert werden kann.

Das kann ich soweit auch noch verstehen, aber folgendes Zitat ist mir pardon unverständlich:

aus was besteht eigentlich das Thermo-Fill S40 - ich habe gesucht und kann nichts finden - bitte um Mithilfe und gibt es da eine Volldekleration

Sie haben sich nicht richtig informiert tut mir leid!
Und wenn Sie das Datenblatt gelesen haben (siehe Zitat oben), dann sollten Sie eigentlich wissen, dass diese Dämmung , den von Ihnen genannten Anforderungen entspricht und somit funktioniert.

Alle wichtigen Daten und aus was diese Dämmung besteht und mehr sind auf der Hompage, die unüberlesbar auf dem Datenblatt steht, hinterlegt.
Und sogar eine Thermofibel, die das Produkt und seine Eigenschaften beschreibt.

Es wäre interessant zu erfahren, welches Material Sie dann befürworten würden, das die von Ihnen genannten Eigenschaften hat.

Ich muss zugeben, dass ich schon etwas verwundert bin, eine solche Aussage aus Ihrer Feder zu lesen.

Grüsse Thomas


anonymus | 08.01.11

Thermo-Fill S40


Thermo-Fill S40
doch, ich hatte alles gelesen - mir ist schon klar, das wie in dem Sicherheitsdatenblatt steht es sich um ein zellular expandiertes Vulkangestein „Europerl“ handelt (tiefer gegraben um Perlite) - manches Perlite wird leider mit Silikon imprägniert und so für ebensolche Schüttungen verwendet. Daher auch meine Frage zur Volldekleration. Ist das also nur das aufgeblähte vulkanische glas oder ist da noch mehr gemacht worden.

Ich habe das Nachfolgende im Netz gefunden und lass das einfach so mal stehen.

http://www.umweltlexikon-online.de/RUBbauenwohnen/Perlite.php
Perlite

Als Rohmaterial für P. dient vulkanisches, wasserhaltiges Gesteinsglas, z.B. des Rhydoliths und anderer Ergußgesteine mit feinkugeligem, tropfenartigem Innengefüge.

Setzt man es kurzfristig hohen Temperaturen (ca. 1.000 Grad C) aus, verwandelt sich das eingeschlossene Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf. Wasser in Dampf und das Material bläht sich um das 15 bis 20fache auf.
Das entstehende Material nennt man "Bläh-P.", ein weißes Granulat, in Korngrößen von 0 bis 6 mm Durchmesser. Es wird zur Wärmedämmung (z.B. Schüttung in kerngedämmtem Mauern ist eine der ältesten Methoden der Menschheit, Bauwerke zu errichten. Zur Erstellung eines Mauerwerks werden künstliche oder natürliche Steine lagenweise aufeinander geschichtet, dabei wird zur besseren Verbindung der Steine normalerweise Mörtel eingesetzt. Mauerwerk ) und Trittschalldämmung bei Fußböden und zur Kamindämmschüttung eingesetzt, da es nicht brennbar und unverrottbar ist.

Um P. feuchteunempfindlich und druckfester zu machen, muß es einer besonderen Behandlung (z.B. mit B. kommt in der Natur als Bestandteil von Asphalten und Asphaltgesteinen vor, die sich in langen geologischen Zeiträumen durch Verdunsten der leichter siedenden Anteile des Erdöls gebildet haben. Bitumen , Kunstharzen) unterzogen werden. Teilweise verursacht eine erhöhte Radioaktivität (Radioaktive Baustoffe) des Ursprungsgesteins eine Belastung. Zudem steht dem mäßigen Dämmwert ein relativ hoher Energieaufwand bei der Herstellung gegenüber.

Man sollte P. möglichst dort einsetzen, wo die Einwirkung von Feuchtigkeit nicht zu befürchten ist (Imprägnierung überflüssig) und als Ersatz für faserhaltige Materialien beim Aufsehenerregende Gebäude- sowie Tunnelbrände in den Alpen sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Wie aktuell am 25. Oktober 2001 im Schweizer Gotthard-Straßentunnel, bei dem zwei Lastwagen kollidierten, in Flammen aufgingen und mindestens zehn Menschen starben. Brandschutz . P. ist wiederverwendbar und ohne Imprägniermittel problemlos zu deponieren.
Baustoffklasse ( Aufsehenerregende Gebäude- sowie Tunnelbrände in den Alpen sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Wie aktuell am 25. Oktober 2001 im Schweizer Gotthard-Straßentunnel, bei dem zwei Lastwagen kollidierten, in Flammen aufgingen und mindestens zehn Menschen starben. Brandschutz ), Wärmeleitfähigkeit und Wärmespeicherzahl: Der Wärmedurchgangskoeffizient, auch kWert genannt, ist ein Maß für den Wärmestrom, der bei einer Temperaturdifferenz von 1 Kelvin durch ein 1 m2 großes Bauteil fließt. Einheit: W/m2K k-Wert
bewusst anders - Planen, Bauen, Leben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Planungsbüro für gesundes Bauen | | 08.01.11


Herr Reisinger,

Ich habe geschrieben, das kein Wasser durch die Wand transportiert werden kann weil: (nach außen)
1. Hartbrandklinker verbaut sind die nicht kapillaraktiv sind
2. Die Temperatur der Außenschale dann wenn Kondensat ausfällt unter dem Gefrierpunkt liegt.
(nach innen)
3. Wenn eine Hydrophobe Dämmung verbaut ist.

Das ist eigentlich nicht verwirrend.

Wasserdampf geht, richtig, von Warm zu kalt.
Wasser, also die flüssige Form… das Kondensat, nimmt seinen Weg
1. in die Richtung, in der das Porengefüge am leitfähigsten ist
2. dann von viel zu wenig oder von feucht zu trocken.

Dem Toilettenpapier passiert solange nichts, wie das anfallende Kondensat schneller, oder mindestens genau so schnell abtransportiert wird als es entsteht.
Genau das geht aber nur nach innen wenn kapillarleitfähige Materialien eingesetzt werden.

Über Diffusion des Wasserdampf trocknet Kondensat definitiv nicht ab, Sie sagen es ja selbst 4%.

Den zu erwartenden Kondensatausfall kann man berechnen, die Baustoffe müssen dem angepasst bzw. so ausgewählt werden das die notwendige kapillaren Wasseraufnahme den Kondensatausfall übersteigt.

Die Holschichtdämmung als Allheilmittel für eine energetisch Instandsetzung einer Gebäudehülle anzusehen oder gar zu empfehlen, halte ich so, wie so für Humbug.
Da sind dann nicht die Fenster (neu oder alt) das Problem sondern die Tür und Fenster Stürze und Einfassungen, die sind nämlich immer massiv und können so überhaupt nicht mit gedämmt werden.

Grüße aus Schönebeck


anonymus | 08.01.11


Herr Oliver Struve,

ich glaube zu lesen das wir voll und ganz das Gleiche meinen. Mit ein paar anderen Worten sehe ich mein geschriebenes wieder. Danke für die Unterstützung und ich bin froh, das es Gleichgesinnte gibt. Das ist leider nicht oft in der Riege der Planer.

Genau und beides muss stimmen und gegeben sein – Wassertransport durch Diffusion und durch kapillare Leitfähigkeit.

Also doch lieber die richtige Art der Beheizung des Raumes/der Wand und guter Lüftung und statt dessen, lieber mal mit dem Radel unterwegs als mit dem Auto.

Schade das Sie so weit weg wohnen. Ich brauch noch einen guten Bauleiter der neben der Praxis auch noch was von der Bauphysik versteht.

Liest das überhaupt mal einer von oben bis unten durch – ich glaube wir sollten hier für alle mal Schluß machen

Ganz viele Grüße
Michael Reisinger, Planungsbüro für gesundes Bauen, Radebeul
bewusst anders - Planen, Bauen, Leben
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Planungsbüro für gesundes Bauen | | 09.01.11

Genug ist genug!


Moin Herr Reisinger, Herr Stuve, Hr. Kehle und alle anderen Bausachverständigen hier im Forum,

ich schließe mich gerne der Meinung an, dass nun erst einmal genug gefachsimpelt wurde.

Bevor es hier in Richtung verbaler Inkontinenz ausartet, die sicherlich aus individuell gefühlten Missverständnissen entstehen könnte, sollten wir es bei dem bisher Geschriebenen belassen.
Als interessante Lektüre empfehle ich uns allen noch einmal die Feldstudie der Universität Oldenburg über den Umgang mit zweischaligen Mauerwerk. Im Internet unter: www.hd-san.de

Ralf Bieneck www.ralf-bieneck.de
Qualität ist das Anständige!
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Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 09.01.11


Naja Herr Bieneck

Bei dem Feldversuch wurden ein paar Dummys zur Bewitterung auf einen Uni Campus gestellt und Simulationsberechnungen bei idealen klimatischen Bedingungen von 20 Grad Celsius und 50% rel. LF angestellt.

Was wenn die klimatischen Bedingungen mal nicht so ideal sind, z.B. 22 Grad und 65 % rel. LF innen und -15 Grad außen?
Das sind durchaus Parameter denen Bauwerke, zumindest zeitweise, ausgesetzt sind.
Da kann sich dann die Menge des anfallende Kondenswasser auch mal verdoppeln.

Die Aussage in diesem Leitfaden (mehr iss es ja nicht) würde ich nicht all zu ernst nehmen.

Und wo die Studenten in der Grafik (schön bunt ist sie ja) den Kondensatausfall hin gemalt haben findet der definitiv mal nicht statt.

Wenn Sie als Energieberater sagen Sie können mit einer Luftschichtdämmung von 8 cm den U-Wert von 1,7 auf unter 0,5 verbessern mag das in den Bereichen in denen Sie die Dämmung einbringen können gelingen.
Die massiven Bereiche z.B. Fenster- und Türgewände, Bindersteine, Heizungsnischen usw. müssen Sie dann aber bitte auch mit dem ist U-Wert dieser Flächen gegenrechnen und dann ist der gesamt U-Wert der Hülle die ja eigentlich gedämmt ist schnell wieder über 1.

Ein daraus resultierende Problem ist, das der gut gedämmte Teil der Wände, Dank der nun höheren Oberflächentemperatur, keine Kondensationsprobleme mehr hat während die ungedämmten Bereiche äußerst Kondensatanfällig bleiben.
Das bei Feuchtespitzen durch duschen, kochen, schlafen usw. viel mehr Kondensat auf viel kleineren Wandflächen ausfällt dürfte jedem klar sein.

Die dadurch entstehenden Schäden werden zwar meist neuen Fenstern zu geschrieben sie haben damit aber weniger zu tun


anonymus | 10.01.11


Herr Stuve,

mit Verlaub, ich finde Sie sehr anmaßend und rechthaberisch. Bringen Sie doch bitte erstmal Ihre "Mikro-Homepage" auf Vordermann.

Mit kollegialem Gruß,

Ralf Bieneck
Qualität ist das Anständige!
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 10.01.11


Herr Bieneck,

was ist daran anmaßend wenn in Ihrem Leitfaden einige Ungereimtheiten sind?


So prall ist Ihre HP ja nun auch nicht, aber was hat das mit dem Thema zu tun?


anonymus | 10.01.11

Niveau


Es ist doch ein bißchen niveaulos, wenn die Arbeit derer, die immerhin eine solche Studie "auf die Rolle" bekommen haben, heruntergefrotzelt werden.
Den Kopf für den Leitfaden hält übrigens Prof. Dr.-Ing. Heinrich Wigger hin und der ist nun wirklich eine Kapazität in dem Bereich.
Qualität ist das Anständige!
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 10.01.11


Herr Biedeneck

Nun gehen aber wohl die Pferde mit Ihnen durch.

Ich frotzele hier niemanden herunter.

Wenn Sie hier eine Forschungsstudie für das non plus ultra Verkaufen bei der, ich sagte es bereits, die klimatischen Bedingungen in der Praxis nicht eingehalten werden können, dann kann von mir aus der Papst seinen Kopf dafür hinhalten.
Wenn dann dem Kunden die Dämmung absäuft, die Bude schimmelt weil der Winter mal wieder Temperaturen jenseits der -10 Grad aufs Thermometer gezaubert hat wird der Papst sicher trotzdem zu seiner Studie stehen.
Kann er ja auch, die theoretischen Berechnungen waren ja möglicherweise (bis auf den Kondensatausfall in der Grafik) richtig.
Ich weiß wohl das die Simulationsprogramme erstmal auf diese idealen Bedingungen (20/50/-10) voreingestellt sind, deswegen sollte man nicht in Regionen mit diesen rechnen in denen diese Bedingungen nicht gegeben sind.

Der Feuchteschutz MUSS bei Innen- wie Kerndämmung IMMER oberste Priorität haben, das setzt voraus mit “ist Werten” zu rechnen.
Den Feuchteschutz sehe ihn in diesem Leitfaden sträflich vernachlässigt.

Möglicherweise fällt das Thermometer in Oldenburg ja nicht unter -10 Grad,
In Schönebeck schon.


anonymus | 10.01.11

Nanu, was ist denn hier los ?


Was ist das hier für ein Forum? Immer mehr habe ich den Eindruck, dass sich die angeblichen Fachleute hier behacken. Warum eigentlich? Ich denke ein solches Forum sollte Erfahrungen austauschen und das auch langfristig. Hier sollten sich die Hausbesitzer austauschen und nicht die, die sowieso alles besser Wissen. Wie schon 2007 hier erwähnt, meine Meinung als Endverbraucher -nicht als profitsüchtiger Unternehmer: Ich lebe noch und das nach über 10 Jahren Aminotherm im Haus. Meiner Familie und mir geht es gut, wie geht das denn? Ich kann mir immer noch nicht vorstellen, dass der Dämmschaum so giftig sein soll. Wir haben jedenfalls keine Vergiftungserscheinungen oder nassen Flecken am Haus. Gut, unsere Tochter (22 Jahre) ist vor kurzem ausgezogen - vieleicht doch vergiftet? :-) Denkt mal drüber nach!
Also, wenn sich Privatleute und ich meine nur Privatleute über die Art der Hohlraumdämmung die bei meinem Haus ausgeführt wurde informieren möchten, gebe ich gerne Auskunft ansonsten verschont mich bitte.


H. Teichmann | 10.01.11

Hurra wir leben noch


Mein Großvater hat in seinem Garten auch so allerlei Sondermüll, von Farbresten bis Motorradbatterien in seinem Garten vergraben.
Die Obstbäume haben da immer gut getragen, das Obst und Gemüse hat er selbst gegessen, er wurde 95.
Alles halb so wild Herr Teichmann, ich vergrabe solch Sondermüll trotzdem nicht in meinem Garten.

Danke aber für Ihren 10 Jahres “Langzeitbericht” ;-))


[pubimg 20301]


anonymus | 10.01.11

Dummys


Sehr geehrter Herr Struvel,

wenn Sie den Leitfaden mal genau betrachtet hätten, hätten auch Sie sicherlich festgestellt, dass die "Dummies" die gesamte Testzeit über im Freien, auf einer Rasenfläche bei der Uni oldenburg, gestanden haben; also der Witterung ausgestzt waren.
Jetzt aber bloß nicht zugeben, dass man nicht richtig gelegen hat!

Have a nice day!
Ralf Bieneck
Qualität ist das Anständige!
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 11.01.11


Das bestreite ich ja nicht, für den Feuchteeintrag durch Kondensat aus dem Innenraum kann das aber nicht her halten.

Dafür wurden dann die genannten Simulationsberechnungen angestellt.

Im übrigen sind die Dummys aus Baustoffen erstellt die im Bestandsbau eher seltener vorkommen.

Ich habe mir den Leitfaden schon recht genau angesehen.

Auf dem Bild sehen Sie ein Demonstrationszentrum wo unter realistischen Bedingungen verschiedene Dämmarten langzeitgetestet werden.
Hier werden die Daten per Datenlogger ermittelt.

Die Dummys stehen im inneren und dienen nur Veranschaulichung der verschiedenen Wanmdaufbauten.

[pubimg 23341]


anonymus | 11.01.11

Jetzt mal wieder eine dämmwillige Hausbesitzerin....


Moin die Herren,
ich habe mich sehr aufmerksam durch das gesamt Forum gelesen und stelle fest, dass es ja doch wie so oft, bei mehreren Fachleuten auch mehrere Meinungen gibt. Ich würde mich aber trotzdem freuen, wenn ich auf mein "spezielles" Problem mit meinem Haus einige Antworten bekommen könnte, die mir dann hoffentlich weiterhelfen. Infos zum Haus:
Altbremer Reihenhaus, Bj. 1927,
zweischaliges Mauerwerk, Dicke je ein, ich glaube 11er Roter Mauerstein, Hohlschicht dazwischen, ca. 7-8 cm, von Innen und von Außen Putz, Haushöhe 3 Geschosse, Fenster zur Hälfte vor 10 Jahren neu (KW 1,3), Rest soll jetzt mal gemacht werden; Aber nun: das Haus hat im untersten Geschoß ziemlich starke Feuchtigkeitsprobleme, trotz massiven Heizens mit Kaminofen & wirklich vielem Stoßlüften. Die Feuchtigkeitkeitsprobleme entstehen, wie hier mehrfach so schön beschrieben, an den kältesten Wandstellen....in diesem Geschoß sind alle Fensterflächen vor 10 J. erneuert worden. Ein weiteres mögliches Problem wäre, dass das Haus sozusagen kein Fundament hat. Es ist mit einem dreistufigen Grundstein direkt auf Sand gesetzt und wenn man in die Hohlschicht schaut, kann man diesen auch so sehen, es würde also Feuchtigkeit ohne Ende von unten kommen können....Bremens Grundwasserspiegel ist auch nicht ohne...
Also, was kann ich tun, damit es vor allem im untersten Geschoß nicht im wahrsten Sinne des Wortes "a...kalt" ist und eben die Feuchtigkeitsprobleme beseitigt werden, natürlich ohne die Haussubstanz zu beschädigen! Und ja, ich hole mir dann auch gerne einen Fachmann vor Ort, aber ich will ja nun nicht ehrlich 5 verschiedene Fachmänner für jeweils unterschiedlichste Auskünfte zahlen müssen...
Ich bedanke mich für nette fachlich versierte Antworten!
Viele Grüße,
J. Göhlich


J. Göhlich | 13.01.11


Nun liegt hier der Verdacht nahe, das, da die Feuchteprobleme nur im EG auf treten, diese tatsächlich in aufsteigender Feuchtigkeit aus dem Baugrund begründet sind.
Haben Sie im betreffenden Erdgeschoss auch Feuchteschäden z.B. unter der Decke, oder nur in Fußbodennähe?
Existieren noch Lüftungsöffnungen am Sockel, im Keller, zwischen den Decken oder auf der Mauerkrone?

Grüße aus Schönebeck


anonymus | 13.01.11

Zweischalige Dämmung


Zuerst einmal:
Bei einem dreigeschossigem Haus besteht die Wand nicht nur aus zwei mal 1/2 Stein.
Was die Feuchte im unteren Bereich betrifft:
Eine äußere 0,5 Stein dicke Mauerschale ist nicht dicht.
Regenwasser läuft über Wandfugen, Risse, Fensterlaibungen, Simse usw. in den Hohlraum nach unten.
Wenn dort keine Abläufe vorhanden bzw. verstopft sind, staut sich Wasser und durchfeuchtet den Fußbereich.
Eine weitere Feuchtequelle können nicht winddichte Anschlüsse von Fenstern und Türen und Risse in der inneren Mauerwerksschale sein.
Bei diesem Baualter muß man mit Wärmebrücken rechnen, falls Beton verbaut wurde.
Also, ohne gründliche Bestandsaufnahme und Instandsetzung der äußeren Mauerschale, der Anschlüsse usw. würde ich die Finger von einer nachträglichen Dämmung lassen.
Ob und was dann verwendet wird, hängt auch von der realen Beschaffenheit der Wand ab.
Deshalb sollten Sie sich nicht allein auf die Hohlschichtdämmung fixieren, sondern das Bauwerk ganzheitlich sehen.

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 13.01.11

Wieder die Bremerin...


Moin,
das ist ja nett, das es gleich 2 Antworten gibt. Ich weiß nicht, was ein 0,5 Stein ist. Das Mauerwerk besteht tatsächlich aus einem roten vollgebrannten Stein ca. in der Größe 22 x 11 cm, aber mit der schmalen Seite in der Tiefe, der langen in der Breite vermauert, und ja, dicker ist das Mauerwerk bei 3 Geschossen nicht, Holzzwischendecken zwischen den Geschossen. Und was die Öffnungen betrifft: nein unten und zwischen den Geschossen gibt es keine, oben auf der Mauerkrone weiß ich nicht, oben vom Dachboden kann man es nicht sehen. Es gibt keinen Keller, das unterste Geschoß ist nach hinten raus ca. 15 cm unterhalb des Erdreiches, nach vorne hin ca. 1 m, aber nach vorne gibt es komischerweise keine Probleme und das unterste Geschoß ist als Wohnraum ausgebaut worden, von daher stört die Feuchtigkeit naürlich ziemlich. Und die Feuchtigkeitsprobleme sind eigentlich nur in den untersten 80 cm, aber an einer Innenwand auch höher, in den anderen, oberen Geschossen ist gar nichts.
Viele Grüße,


J. Göhlich | 13.01.11


Feuchte Innenwände sind normalerweise ein gutes Indiz für aufsteigende Feuchte.
Kondensat kann hier in aller Regel ausgeschlossen werden.

Grüße aus Schönebeck

P.S. 0,5 = ½


anonymus | 13.01.11

Feuchte


0,5 Stein sind 11,5 bzw. 12,5 cm.
Darauf bleibt kein dreigeschossiges Haus stehen.
In den damaligen Bauvorschriften war für so ein Gebäude im EG 1,5 Stein vorgeschrieben.
Entweder ist es Sparmauerwerk oder ein ausgefachtes Stahlbetonskelett oder Sie haben sich schlicht vermessen.
Ohne den genauen Wandaufbau sind Hinweise wie gesagt nicht möglich.

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 13.01.11

Wenn


das EG unter dem Aussenniveau liegt, ist vermutlich von aussen anstehendes Oberflächenwasser und durch schlechte Fussbodendämmung verursachtes Kondenswasser die beiden Hauptprobleme. Ersteres lässt sich durch Umgestaltung des Aussenbereichs in den Griff kriegen, letzteres braucht eine Besichtigung vor Ort, um da Empfehlungen zu geben.
Und 0,5 Stein kenn ich auch nicht ;-)), wohl aber halbsteiniges Mauerwerk. Ein Mauerstein aus damaliger Zeit hat ein Seitenverhältnis von 1:2, die Langseite ist 1 Stein, die Kurzseite somit ein halber Stein. Somit ist bis heute eine 11,5 cm Wand eine halbsteinige Wand. Jaja, Maurers sind schon komisches Pack ;-)).
MfG
dasMaurer
alt und neu ist kein widerspruch
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Maurermeister | | 13.01.11

Bremerin


Moin Frau Göhlich,

auch Bausachverständige wie wir können, über Ferndiagnose, Fragen nicht 1/1 beantworten.
Ich empfehle Ihnen, ein wenig Geld in die Hand zu nehmen und einen Gebäudeenergieberater oder einen "entsprechend qualifizierten Fachmann" Ihres Vertrauens zu wählen und einen Ortstermin zu starten.

Mit freundlichen Grüßen,
Ralf Bieneck
Qualität ist das Anständige!
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 14.01.11

Nachträgliche Dämmung


Unabhängig von dem konkreten Fall empfehle ich für Interessierte folgende Lektüre:
Wigger, Heinrich; Stölken, Kerstin; Schreiber, Britta:
"Nachträgliche Hohlraumdämmung- Leitfaden zur Anwendung"
Jade-Hochschule Oldenburg 2010
Wigger, Stölken: "Nachträgliche Hohlraumdämmung- Anwendung und Dauerhaftigkeit, Abschlußbericht"
Jade-Hochschule Oldenburg 2010

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 16.01.11

Nachträgliche Dämmung


hallo zusammen,

wir als kunden habe im sommer 2010 unsere hohlschicht mit joma-perl dämmen lassen. unsere Erfahrung ist zwiespältig, das wohnklima ist super, aber wenn das Mauerwerk nicht luftdicht ist gibt es probleme.
das heißt bei jedem stärkeren Wind fliegen kügelchen durch unsere siedlung, so das unsere nachbarn auch etwas davon haben. es ist unheimlich schwer herauszufinden wo die undichten stellen sind . das heißt für uns staubsauger raus und kugeln saugen. wir hoffen einfach das die fehlerquelle bald gefunden wird bevor unsere hohlschicht wieder leer ist.

lg aus ostfriesland
monika kießmehl


monika kießmehl | 16.01.11

Undichtigkeiten


JOMAPerl 033

Wie bei alle leichten EPS Materialien muss die Luftschicht komplett abgedichtet sein. Wenn die Trauf- u. Giebelseiten eines Gebäudes nach oben hin nicht richtig abgestopft wurden ist bei starkem Wind, der im Gesimsbereich Verwirbelungen erzeugt, mit einem Materialaustritt zu rechnen. Diese Stellen müssen fachgerecht nachgearbeitet werden.
Das hat dann aber nichts mit den Material als solches zu tun, sondern lediglich mit ungenügender Handwerksleistung beim Abdichten.

Mit freundlichen Grüßen,

Ralf Bieneck
Qualität ist das Anständige!
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Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 16.01.11

Leitfaden


Moin Herr Böttcher,

die Studie hatte ich hier bereits schon zweimal empfohlen.
Sie wird aber von einigen Experten nicht so wirklich für voll genommen.
Qualität ist das Anständige!
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 16.01.11

Bitte entschudigen Sie die erneute "Aufwärmung" des Themas.


Ich habe mich mit Interesse und manchmal auch Mühe(um nicht die Übersicht zu verlieren) durch diesen Thread gelesen.
Hier erst einmal meinen Dank an alle Beteiligten, welche versucht haben das Thema genauer zu verdeutlichen! Sie alle haben sich viel Zeit und Mühe gegeben. Leider gibt es nun am Ende wohl zwei Hauptmeinungen (wenn ich das richtig verstanden habe):
1. Hohlwand nicht Dämmen. Wenn es Probleme mit feuchten Wänden oder extrem schlechten Dämmwerten gibt, liegt dies an anderen Faktoren welche zu beseitigen sind.
2. dämmen mit diffusionsoffenen nicht wasseraufsaugenden Dämmstoffen ist sinnvoll und bewirkt eine Verbesserung.

Ich möchte da nun auch gar nicht werten, denn wie so oft haben vermutlich alle irgendwo Recht, je nach dem welche Gegebenheiten vorliegen.

Womit ich nun zu meinem Problem komme.
Hier geht es um den Ausbau eins ehemaligen Stalles von unserem Bauernhaus (Bj. 1850). Der Stall hat ca. 80qm und eine Kreuzgewölbedecke mit Granitsteinsäulen in der Mitte und ca. 60-70cm dicken Granitstein-Außenwänden (Aussen sichtbar). Daraus soll nun ein Wohnraum entstehen. Die Wände stehen auf Lehmboden ohne Sperre (wie damals üblich), teilweise ebenerdig und teilweise bis zu 150cm im Erdreich.

Innen haben wir nun eine ebene Betonplatte gegossen.
Mein erster Gedanke war, auf dem Rand dieser Betonplatte nun eine 1/2 Stein Ziegelwand zu mauern und den entstehenden Zwischenraum zu dämmen (ja, bitte nicht schlagen ;-) ). Daher kam ich auf diesen Eintrag. Die Granitsteine liegen z.T. durchgängig und hatten dort, in den vergangenen kalten Tagen, eine Eisschicht an der Oberfläche. Da ich jedoch nicht bereit bin die Außenluft mit unserer geplanten Fußbodenheizung zu erwärmen und wir es auch gerne etwas gemütlich im Wohnzimmer haben, muss eine Lösung her.
Ein Bekannter meinte dann, warum ich nicht einfach nur eine Leichtbauwand vorsetze und diese dann dämme. Der Gedanke schien mir einleuchtend und im Prinzip ist dies ja dann trotzdem ein zweischaliges Mauerwerk (nach meinem Verständnis), nur das die Innenwand eben nur sehr dünn ist (2,5cm für doppellagigen Gipskarton).
Da das Mauerwerk unten auf dem Erdboden steht, könnte evtl. entstehendes Kondeswasser versickern (evtl. durch Bohrlöcher in den U-Profilen?). Daher hätte ich diesbezüglich auch nur wenig bedenken. Ich würde die Gipskartonplatten im unteren Bereich (ca. 30cm) durch eine, unter der Leichbauwand durchgezogene Folie vor Staunässe schützen. Darüber hinaus soll zur Sicherheit auch eine Schleife der Fußbodenheizung in den Sockelbereich der Dämmwandwand. Soweit die Theorie.
Meine Bedenken gehen tatsächlich aber auch noch in eine andere Richtung. Wie sieht es dann mit den Fensterstürzen (ca. 12cm Granit) und den dahinter befindlichen Verputzen Rundbögen(Vollziegel) aus. Diese Fensterschächte ließen sich ja auf diese Weise nicht dämmen und würden somit eine Kältebrücke darstellen welche massive Feuchteprobleme erzeugen würden, oder?
Nun meine Frage(n):
Würde die oben beschriebene Dämmvariante grundsätzlich funktionieren? Was gäbe es evtl. für Alternativen? Dabei geht es weniger um den Dämmstoff selbst, als um das grundsätzliche Prinzip.
Wie bekomme ich die entstehenden Kältebrücken in den Griff?

Vielen Dank schonmal für weitere Mühen.
PS: Oben auf der Granitsteinwand steht auf den äußeren 20cm ein Fachwerk, welches den Heuboden darstellte und später auch ausgebaut werden soll.
Ein Haus wird nicht "älter" sondern "interessanter"!
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| 10.03.11

Dachdämmung / Aminotherm


Guten Tag !!
ich bin auf der Suche nach Informationen bezüglich Dachdämmung mit dem Produkt Aminotherm.
Ich habe im vergangenem Jahr mein Dachboden von innen her mit Aminotherm Isolieren lassen. Der Grund für den Entscheid für dieses Produkt war unter anderem die fehlende Unterdeckbahn.
Nachdem ich auf einer Messe das ausführende Unternehmen und dieses Produkt entdeckt hatte war ich mir sicher das dies die richtige Wahl wäre. Die Verarbeitung vor Ort ging recht schnell von statten. Es wurde eine Dampfbremsfolie auf die Sparren getackert und der so entstandene Raum zwischen Folie und Dachpfanne mit Schaum ausgefüllt.
Nach ein paar Stunden war die gesamte Fläche ausgeschäumt und die Folie hatte sich durch die etwaige Ausdehnung des Materials gestrafft. Jetzt konnte man sich nicht mehr auf dem Dachboden aufhalten da die Aminosäure die Atemwege und Augen derart reizte das ein längeres Aufhalten nicht möglich war.
So weit so gut
Laut ausführendes Unternehmen würde diese Reizung nach etwa drei bis vier Wochen nachlassen und sich dann immer weiter abbauen. Mittlerweile ist nun der letzte Sommer und der Winter letzten Jahres sowie der Frühling diesen Jahres vergangen und jetz wo es wieder warm wird und die Sonneneinwirkung auf der Dachfläche zunimmt bemerkt man wieder den Aminosöurengeruch. Darüber hinaus stellt sich mir die Frage welche Temperaturen dürften im Dachbodenbereich zu erwarten sein. Seit der Verschäumung ist nichts weiter passiert da ich die Wirkung erst abwarten wollte. Heute zum Beispiel waren es im Schnitt 22 Grad Lufttemepartur die Dachflächenfenster waren den ganzen Tag mit Rollos versehen und zu. Gegen 17.00 Uhr waren auf dem Dachboden 26 Grad zu messen.
Sind das nun normale Werte? Was für Werte werden mit anderen Dämmstoffen erreicht. Ist die Geruchsentwicklung nach der langen Zeit noch normal. Wird diese sich verändern wenn der Ausbau fortgeführt wird. Hat jemand Erfahrungen machen können mit diesem Produkt? Für Informationen wäre ich dankbar und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Sandner


S. Sandner | 23.05.11


Hallo Herr Bieneck,

Sie schreiben weiter oben, dass Mörtelreste, Schutt und Sand vor einer Hohlraumdämmung aus dem Sockelbereich dringenmd entfernt werden müssen.

Meine Fragen dazu:
- Wer hat Erfahrung mit einer solchen Reinigung?
- Wie mancht man das, ohne die Bausubstanz enorm zu schädigen?
- Wenn der Schutt im Sockelbereich des Luftspalts 70 Jahre keinen Ärger gemacht hat, wird er es nach eine Hohlraumdämmung tun?


S. Pelzl | 23.07.11

Luftschichtverschmutzungen


Es gibt mehrere negative Punkte bei verschmutzten Luftschichten in zweischaligem Mauerwerk.
1.Wärmebrücken
2.Tauwasser bzw. abgesetztes Wasser (Übertragung durch Kapillaren auf Innenwand).
3.Bei älteren Gebäuden, ohne Horizontalsperren, kann dauerhaft stehendes Wasser Schäden an der Substanz verursachen.
Durch ein Befüllen der Luftschicht mit Dämmmaterial ist eine Verdunstung nach oben nur noch sehr begrenzt gegeben. Deshalb ist eine endoskopische Untersuchung vor einer Dämmmaßnahme, nach meiner Meinung, immer erforderlich. Wenn eine Schmutzschicht von nur 2 – 3cm festgestellt wird und es soll EPS-Dämmung eingebracht werden, ist der Einsatz von Stoßfugenlüftern meistens ausreichend.
Problematisch werden Schmutz- bzw. Schutt und Mörtelresthöhen von mehr als 5cm.
Für eine genauere Beratung bitte unter www.ralf-bieneck.de kontaktieren.
Qualität ist das Anständige!
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 24.07.11

Dämmschaum


Warum hilft hier eigentlich von unseren Schaum-Experten dem Herrn Sandner keiner weiter?
Latein am Ende?
Herr Sandner, wäre nicht auch der Einsatz von Mineralwolle möglich gewesen?
Qualität ist das Anständige!
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 24.07.11

Schade!


Seit einer Woche arbeite ich mich durch das Thema "Kerndämmung". Problem natürlich: Überhaupt ja oder nein? Wenn ja, welches Material? Schnell wurde klar: Nicht-neutrale Meinungen sind unbrauchbar. Nicht-neutral sind Aussagen von Herstellern und von solchen Handwerkern, die ich auf die Anwendung eines bestimmtes Materiales beschränken. Nun hatte ich diesen thread gefunden, in der Hoffnung, neutrale "Fachleute" gefunden zu haben. Aber das, was Sie hier abliefern, ist nur beschämend und vor allem: In der Summe für den Laien völlig nutzlos. Der größte Witz ist dann nach den vielen Widersprüchen und persönlichen Beschimpfungen der Tipp, sich einem "Fachmann" anzuvertrauen. Danke, der Vorgeschmack reicht mir!Zwangsläufig ist dieses Urteil ungerecht, denn Irgendjemand von Ihnen wird ja recht haben. Bloß dem ratsuchenden Laien konnte sich nicht erschließen, wer. Pfui und Schande!


Henry Mann | 16.11.11

Schade?


... warum?
Es ist doch völlig normal, dass jeder Sachverständige seine eigenen Erfahrungen sammelt.
Wenn schon allein zwei Menschen unterschiedlicher Meinung über ein Thema sind bedeutet das doch noch lange nicht, dass automatisch einer unrecht hat!
Ausserdem habe ich einige Anrufe von Interessierten aus diesem Forum gehabt, die Ihnen in keinster Weise zustimmen würden.

MfG R. Bieneck
Qualität ist das Anständige!
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 16.11.11

Hallo, Herr Bieneck,


es geht hier ja nicht um Geschmacks-, sondern um naturwissenschaftlich-technische Fragen. Und da können zwei widersprüchliche Ansichten nicht beide richtig sein.
Wenn ich zu 5 Fachärzten gehe, und jeder sagt mir, a) seine Heilmethode sei die beste und b) im Übrigen seien seine Kollegen Pfeifen, dann können bei b) alle recht haben, aber bei a) maximal einer. Aber das nützt mir nichts, da hätte ich auch zu einer Kartenlegerin gehen können. Ich fasse mal nur die Antworten derjenigen zusammen, die am deutlichsten den Eindruck von Fachleuten machen:

Hohlraumdämmung?
Stasch, Heim, Bieneck: sehr empfehlenswert!
Struve, Reisinger: unbedingt abzulehnen!
Belüftungsöffnungen?
Stasch: überflüssig!
Heim, Bieneck: sehr empfehlenswert!
Dämmmaterial?
Stasch: Am besten SLS 20, keine Mineralwolle!
Bieneck: Am besten Polystyrol. Mineralwolle u. Perlite gehen auch!
Kehle: Eigentlich nur perlite!

P.S.: Hab mir soeben die Karten gelegt. Jetzt weiß ich, wem ich glaube. Aber ich verrate es nicht. :-)


Henry Mann | 17.11.11

Fachärzte!!!


Moin Herr Mann,

noch einmal: auch bei fünf Fachärzten werden Sie hinterher mit unterschiedlichen Medikamenten aus der Apotheke kommen.
Hier im Forum können nur Anregungen gegeben werden. Eine Vor-Ort Untersuchung kann dadurch nicht ersetzt werden.
Wir können hier auch nicht klären ob Audi, Porsche, BMW oder ganz ein anderes das richtige Auto ist. Da bekommen wir hier wohl ebenfalls diverse Aussagen.
Also: machen sie hier, mit Verlaub, nicht den Unmündigen und lassen Sie Ihr Gebäude von einem Sachverständiger untersuchen. Für reines "Null-Euro Abschöpfen" im Internet wird Ihnen nicht weitergeholfen.

MfG R. Bieneck
Qualität ist das Anständige!
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 17.11.11


Nee, nee Henry,

Ferdiagnostisch lehne ich eine Kerndämmung weder ab noch rate ich dazu.
Ich gebe nur Anregungen, überwiegend aus “bauphysikalischer” Sicht, darüber nachzudenken.
Mitunter hilft es ja mal zu prüfen vor welchem Hintergrund der ein oder andere hier Antwortet.

Grüße


anonymus | 17.11.11

Zum Thema


Also ich hatte auch meine Schwierigkeiten, mir hier ein Bild über die diversen Ansichten zu machen.

Ich für meinen Teil habe mich nun in meinem Projekt (s.o.) für geblähtes Vulkangestein (Hersteller is ja egal) ohne Dampfbremse entschieden.
Um die Sache aber beobachten zu können, habe ich mehrere Temperatur- und Feuchtesensoren an unterschiedlichen Punkten angebracht. Einmal im Sockelbereich an der Aussenwand (Feuchte und Temp.) dann auf 1,5m Höhe Temp Aussenwand und Temp+Feuchte Innenwand. Und dann noch einmal Temp-Aussenwand in 1,5m Höhe in einer Ecke mit 2 Aussenwänden. Wie sich das ganze im laufe der kommenden Heizperiode und dann im folgenden Sommer entwickelt, kann ich bei Interesse ja hier posten. Ich bin selber gespannt.
Gruß aus der Oberlausitz
Jens
Ein Haus wird nicht "älter" sondern "interessanter"!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 17.11.11

Lieber


@Herr Bieneck,
1)wenn Ihnen das Auto-Beispiel lieber ist: Die Fachingenieure werden sich nicht uneins sein in der Feststellung, dass ABS sinnvoll und abgefahrene Reifen nichts für Schneematsch sind.
2)Einen Sachverständigen zu holen war für mich selbstverständlich, bis ich diesen thread hier durchhatte! Ich bin ja nicht hierher gekommen, um wirkliche oder vermeintliche Fachleute zu ärgern, sondern um größere Klarheit zu gewinnen. Denn schon die Handwerksbetriebe widersprechen sich. Der eine empfiehlt grundsätzlich Jomaperl, der andere hat mehrere Materialien, dabei Perlite, der Dritte sagt, er biete Perlite nicht mehr an, weil das die Bestimmungen nicht mehr erfülle. Liest man nun diesen thread, so muss man befürchten, auch bei den „Sachverständigen“ werde es ein Lottospiel sein und das Ergebnis werde so zufällig ausfallen wie Wahl des Sachverständigen. Vielleicht lesen Sie noch einmal nach, wie Sie und Herr Struve sich im Januar dieses Jahres wie die Kesselflicker beschimpft haben. Für diesen v e r h e e r e n d e n Eindruck bin nun wirklich nicht i c h verantwortlich, deshalb sollten Sie bitte auf solche Bemerkungen unter der Gürtellinie verzichten, wie dass ich auf „Null-Euro-Abschöpfen“ aus wäre.

Lieber @Herr Struve, gehen Sie nach dem Motto "Was kümmert mich mein Gerede von gestern"?

Zitat Struve 01.02.10: „Bei zweischaligen Mauerwerk halte ich Kerndämmung für ungeeignet, egal mit welchem Dämmstoff.“
Zitat Struve 17.11.11: „Ferdiagnostisch lehne ich eine Kerndämmung weder ab noch rate ich dazu.“
Welche Ihrer Aussagen gilt denn nächsten Monat?

Aber ich will es nicht mehr wissen. Bitte fassen Sie es alle miteinander nicht als Unhöflichkeit auf, wenn ich mich nun von diesem Forum der Fachleute mit Grausen abwende.


Henry Mann | 17.11.11


Nein nein mein lieber Henry, ich gehe nicht nach dem Motto: “was kümmert mich mein Geschwätz von gestern”
Ich habe geschrieben:
"Bei zweischaligen Mauerwerk halte ich Kerndämmung für ungeeignet"
Sie haben daraus abgeleitet das ich Kerndämmung unbedingt ablehne:
"Struve: unbedingt abzulehnen!"
Daraufhin habe ich für jene die meinen Inhalten nicht so folgen können, ganz besonders für Sie der sich obendrein noch anmaßt meine Äußerungen zusammen zu fassen, geschrieben: "Ferdiagnostisch lehne ich eine Kerndämmung weder ab noch rate ich dazu".

Ich weiß nicht wo Sie da ein Widerspruch sehen, ich sehe keinen.
Wenn Sie anstatt hier dumm rum zu nerven gezielte Fragen stellen würden, dann gäbe es möglicherweise auch Antwort auf die Frage: warum es von mir kein ferdiagnostisches Pro oder Kontra gibt.

PS.
Sie tun der Gemeinde hier einen riesen Gefallen wenn Sie Ihr Versprechen halten.


anonymus | 17.11.11

Wo liegt das Problem?


Rein bauphysikalisch betrachtet ist das dämmen von zweischaligem Mauerwerk kein Problem.
Grundsätzlich gilt, dass die Vormauerschale als Regensperre dient, sie nimmt Feuchtigkeit auf bis zur Sättigung. Das innere Mauerwerk soll Winddicht sein. Die unverputzte Vormauerung ist durch die Mauerfugen weitgehend luft- und winddurchlässig somit baut sich kein nennenswertes Staudruchgefälle auf, das durch Luftstömung Feuchtigkeit mitführen könnte, die innenankommende Regenwassermenge ist je nach Wasseraufnhamefähigkeit sehr gering und stellt für die Kerndämmung (die zugelassen ist und oder der Norm entspricht) kein Problem dar.
Entspricht der Kerndämmstoff der Norm, wirkt der Dämmstoff, gleich wie eine durchgehende Luftschicht, als Sperre für Regenwasser.
Durchdiffundierender Wasserdampf im Winter schlägt sich sowohl mit Luftschicht als auch bei Kerndämmung an der Innenseite der Vormauerschale nieder und wird von der Mörtelfuge oder Fuge und Stein aufgesaugt und abtransportiert.

Grüsse Thomas


anonymus | 17.11.11


Auweia

Rein bauphysikalisch betrachtet ist das dämmen von zweischaligem Mauerwerk kein Problem

So, so

…die Vormauerschale als Regensperre dient, sie nimmt Feuchtigkeit auf bis zur Sättigung

Aha

Ist dann die Volumenvergrößerung des Wasser die beim Wechsel des Aggregatszustandes von flüssig in fest einhergeht ein chemischer Prozess?

Und
… sind die dadurch entstehenden Schäden in Wirklichkeit gar keine?


anonymus | 17.11.11

Sinn oder Unsinn


Mein lieber Herr Struve,
wenn Sie es besser wissen, dann erklären Sie es doch bitte so dass es jeder versteht und halten Sie sich bitte an die Fakten und bleiben bei der Fragestellung ein abschweifen auf die persönlich werdende Ebene ist nicht notwendig, wir sind hier nicht im Kindergarten.
Wenn Sie Recht haben sollten, dann bekommen sie ihr Recht und wenn nicht, dann eben nicht.


anonymus | 17.11.11


@Thomas

Wir waren schon beim “Du” ;-)
Und meine Antwort war so unpersönlich wie eine Antwort nur sein kann.

Mach eine Flasche voll Wasser leg sie ins Gefrierfach und hol sie am nächsten Tag wieder raus ;-(
Genau das gleiche passiert mit einer feuchtigkeitsgesättigten Mauerschale, je nach Dichte eben mehr oder weniger.


Grüße


anonymus | 17.11.11

Dein Vergleich mit der wasserflasche hinkt, mit samt deiner Antwort


Das Vormauerwerk kann abtrocknen und das im innern anfallende Tauwasser ist bei weitem nicht so hoch wie der Feuchteeintrag über Regen. Wie viel Feuchtigkeit in der Vormauerung anfällt kommt auf das Material an, das sollte Dir eingentlich klar sein, genauso wie das Prinzip der zweistufigen Dichtung.
Dass die Vormauerung den Schlagregen aufnehmen soll ist im Sinne des Erfinders der besagten Konstruktion.


anonymus | 17.11.11


Scheinbar bin ich als Maurer einfach nur zu dumm die Zusammenhänge zu erfassen.
Ich bin aber lernfähig, ich kann meine Klappe auch halten.


anonymus | 17.11.11

Wieder keine Fakten


Also wenn ich Zeit habe, werde ich dich bedauern.....

Wenn du ein Problem mit Dir selbst oder mit Deiner Ausbildung oder was auch immer, ist das Deine Sache die du mit Dir selbst ausmachen musst.Jedem steht es frei hier seine Meinung und seine Ansichten kund zu tun, aber in in dieser Art und Weise.
Bleib bei den Fakten und komm bitte nicht mit der Selbstmitleid Tour, die ist hier fehl am Platz und zeugt nicht von Fachkompetenz, dass man nicht immer gleicher Meinung sein kann ist ja wohl vollkommen klar aber man sollte sich zumindest hier auf fachlicher Ebene begenen und nicht auf emotionaler.
Durch solche Disskussionen kommt man immer weiter vom Kernthema ab und artet in der Regel immer aus (siehe oben), diese ist mit Sicherheit nicht im Sinne des Erfinders dieses Forums und auch nicht im Sinne des Fragestellers.
Und wenn du eine Disskussion anregen willst, dann reicht es nicht, nur ein paar Brocken Fachbegriffe in den Raum zu werfen oder um den heissen Brei herumzureden, eine allgemein verständliche Erklärung sollte dann schon nachfolgen. Fehler machen wir alle und man kann auch mal falsch liegen das ist alles nicht so schlimm, aber solche agressive Reaktionen wie sie in letzter Zeit an den Tag gelegt werden, finde ich nicht angebracht und zeugen nicht von Fachkompetenz eher von... naja lassen wir das...Vllt. sollten wir uns alle mal an der eigenen Nase packen wie auch immer.

Bleib bei den Fakten und beim Thema und lass bitte die Emotionen weg.


anonymus | 18.11.11


Keine Emotionen, mir graut nur vor derartigen Aussagen:

“Rein bauphysikalisch betrachtet ist das dämmen von zweischaligem Mauerwerk kein Problem.”

Feine Fakten.


anonymus | 18.11.11


Wo ist dann deine Gegendarstellung?


anonymus | 18.11.11


Jetzt bin ich aber platt.
Selbst Müll verbreiten und dann von anderen verlangen das Gegenteil zu beweisen.
Das hat Gesicht, und dann noch schön auf die Tränendrüsen drücken, von wegen Emotionen.
Das iss ganz großer Sport.


anonymus | 18.11.11


Meine Ausführung kennst du, wenn das Müll sein sollte dann berichtige mich, mit Aussagen wie Müll und dergleichen kann ich nichts anfangen tut mir leid, bring Fakten


anonymus | 18.11.11

Administrator


Sehr geehrter Herr Stöpler,

ist es möglich die letzten Einträge zu löschen, da sie nur wüste gegenseitige Beschimpfungen enthalten (und es ist egal, wer angefangen hat!)? Ich finde es schadet diesem sonst so guten Forum.

Mit freundlichen Grüßen
Rainer Stasch
Altbauten qualitätvoll sanieren
Mitglied der Fachwerk.de Community
Vetter Stasch Unternehmen Bau GmbH | | 18.11.11

Erneut zum Thema


Ich denke, die Frage ist doch, wann ist eine Aussenwand zu Nass und was passiert auf lange Sicht bauphysikalisch.
Ob eine Dämmung nun sinnvoll oder Notwendig ist muss jeder Hausbesitzer für sich entscheiden.
Fakt ist, der Mauer meines Bauernhauses hat weder Schlagregen noch aufsteigende Feuchte oder der nicht unerhebliche Feuchteeintrag von intensiver Tierhaltung im Stall (teil des Wohnhauses) in den letzten 150 Jahren auch nur annähernd einen erkennbaren Schaden zugefügt. Die Frage ist also nicht: "Ist Feuchte in Mauern schädigend?", sondern wieviel Feuchtigkeit verträgt eine Wand bis sie Schaden nimmt, denn jede Wand enthält immer einen gewissen Anteil an Feuchte. Die nächste Frage zum Thema wäre dann: "Wie wird dieses Feuchteverhältnis durch eine Dämmung im zweischaligen Mauerwerk beeinflusst?"
Zum Thema: "Wann ist eine Mauer Nass?" habe ich einen guten Bericht von Herrn Böttcher, welcher auch hier im Forum vertreten ist, gefunden: http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/mediapool/88/885822/data/Wann_ist_eine_Wand_nass1_1_.pdf
Die Frage ab welchem Feuchtegrad im Mauerwerk Schaden angerichtet wird, kann man hier unter Punkt 2.1.2.3 "Frost-Tau-Verwitterung" gut nachlesen: http://digbib.ubka.uni-karlsruhe.de/volltexte/documents/2930

Mein Fazit daraus: Bis zu einem Feuchte-Sättigungsgrad von ca. 90% (nicht zu verwechseln mit dem Holzfeuchteequivalent) kommt es bei Frosteinwirkung zu keiner nennenswerten Schädigung des Mauerwerkes. Einfach ausgedrückt, ist die Wand nicht wirklich durchnässt, kann das darin enthaltene Wasser sich in den Poren ausbreiten und entfaltet somit keine Sprengwirkung. Bei einer kompletten Durchnässung sinkt darüber hinaus auch die Dämmwirkung erheblich. Dieser Fall muss also vermieden werden.
Nun ist aber die Frage welcher Feuchtegrad sich i.d. Regel in einer Wand einstellt. Scheinbar haben o.a. Witterungs- und Nutzungseinflüsse unserem Mauerwerk bisher nicht geschadet, die Durchfeuchtung war also vermutlich deutlich unter dem kritischen Wert.

Wird der Feuchteeintrag durch eine Dämmung höher?

Dies ist eigentlich die Frage, über der sich wohl in der Theorie viel streiten lässt. Mich, und ich glaube auch einige andere welches sich für dieses Thema interessieren, würden daher Erfahrungswerte von Leuten interessieren, welche sich für eine Dämmung entschieden haben und uns sagen können, ob es zu Problemen bzw. einer Überfeuchtung der Aussenwand oder anderen Problemen an der Innenwand gekommen ist.

Also, weg von der Theorie und hin zur Praxis bitte!
Gruß Jens Wahrlich
Ein Haus wird nicht "älter" sondern "interessanter"!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 18.11.11


Bitte nicht immer gleich alles löschen Herr Stasch.

Ich teile nun mal die Meinung nicht das bauphysikalisch das dämmen von zweischaligem Mauerwerk kein Problem ist, derartige Aussagen sind mir doch etwas zu sorglos.

Ich teile auch nicht die Meinung das eine Fassade vom Niederschlagswasser bis zur Sättigung durchfeuchten darf, und vor allem nicht, das wenn Sie es doch tut keine Frostschäden vorprogrammiert sind.

Das ist eigendlich das ABC für jeden der das Wort Dämmung, und dies gans besonders in der Kombination mit dem Wort "Kern" in den Mund nimmt.

Schade das sich dazu mal keiner von den Fachleuten hier äußert, dann würde Th. Kehle einen Gang zurück schalten.
Mit dem Luftkalkmörtel hat es ja Dank der Aufklärung von Georg Böttcher auch geklappt ;-)

Viele Grüße


anonymus | 18.11.11

alles löschen?


Wer hat das denn gesagt? Ich nicht. Mir ging es nur um die nichtfachlichen Auseinandersetzungen, die ich einfach nur peinlich für ein solches Forum finde.

Im Übrigen haben sich die "Experten" doch schon weiter oben geäußert. Wenn es denn wenigstens Schäden gäbe durch die Hohlschichtdämmung, die man untersuchen könnte! Sie finden sich so gut wie gar nicht.
Ich empfehle die Broschüre der Jade-Hochschule in Oldenburg zum Thema.
Altbauten qualitätvoll sanieren
Mitglied der Fachwerk.de Community
Vetter Stasch Unternehmen Bau GmbH | | 18.11.11

Erneut zum Thema


Wie Herr Stasch schon geschrieben hat, sind genügend Bauten mit zweischaligem Mauerwerk die gedämmt wurden vorhanden und es gibt eben so gut wie keine die dementsprechende Schäden aufweisen.

@ Herr Stasch

Grundsätzlich teile ich ihre Meinung und gebe ihnen Recht, ich habe mich leider hinreissen lassen auf gewisse provokanten Äusserungen zu reagieren.
Interesant zu diesem Thema sind auch diverse Publikationen von Herr Künzel vom Frauhoferinstitut, der diese Thema schon eingehend behandelt hat.

@ Struve

Was diese Thema hier anbelangt, greife ich auf die oben genannten Fachberichte und eigene Erfahrungen zurück.
Was den Luftkalkmörtel anbelangt, bin ich nach wie vor der selben Meinung und das ändert sich auch nicht.
Hier empfehle ich die praxisbezogenen Forschungsprojekte vom MPA Bremen denn auch diese sind sehr interessant.


anonymus | 19.11.11

Höflichkeit ist eine Zier doch weiter kommt man ohne ihr


Lieber Thomas Kehle,

es gab keine provokanten Äußerungen von mir sondern Kritik an Deinen falschen Aussagen.

Alleine der Unterschied Deiner Anrede von Herr Stach und mir spricht Bände.

Aber zur Sache!
Nur weil Du keine Schäden siehst, sehen willst, sie nicht zuordnen kannst oder, sie als Verkäufer nicht sehen darfst heißt das lange nicht das es keine gibt.

Selbst nichts als Meinungen und persönliche vorlieben kund tun und von anderen immer Fakten verlangen, ganz toll.

Der Link hier
, etwas älter schon aber äußerst interessant, für alle die mit dem Gedanken spielen sich die Luftschicht im Mauerwerk füllen zu lassen.

Iss immer gut vor Veränderungen zu wissen warum etwas so ist wie es ist.

Viele Grüße

P.S.
Ich bin übrigens auch Verarbeiter von Einblas- und Kerndämmung.


anonymus | 19.11.11


Lieber Oliver Struve

Meinungen und Vorlieben OK das will ich einfach mal so stehen lassen.
Zum Thema Kritik, konstruktive Kritik ist vollkommen i.O aber was haben die Worte wie Müll und falsche Aussagen mit konstruktiver Kritik zu tun?
Vielmehr wäre doch eine Richtigstellung von deiner Seite angebracht, die dem Fragesteller und Lesern dieses Beitrags weiterhelfen und Klarheit verschaffen könnten.

Ich habe nie behauptet, dass es Schäden nicht gibt, aber man findet nur "fast" keine und wenn man welche findet sind sie meist nicht auf die Dämmung, sondern auf andere Gründe zurückzuführen.

In der derzeit gültigen DIN 1053 Teil 1 unter Punkt 8.4.3.4 ist das Thema Kerndämmung klar beschrieben.
Nachdem nun die Kerndämmung in der DIN 1053-1 (überarbeitete und aktuelle Fassung) Anerkennung gefunden hat ist sie doch eine Ausführung nach den a. a. R. d. T. Somit relativiert sich die Aussage in denm von Dir genannten Aufsatz.
Über den Rest lässt sich streiten.


anonymus | 20.11.11


Leider ist auch diese Aussage hier:
"Nachdem nun die Kerndämmung in der DIN 1053-1 Anerkennung gefunden hat ist sie doch eine Ausführung nach den a. a. R. d. T." falsch.

Eine DIN spiegelt nicht zwangsläufig eine a.a.R.d.T. wieder, dazu gibt es unmissverständliche Urteile.

Befrag mal Florian Kurz oder Christoph Kornmayer dazu.

Wenn Du hier äußerst:
“bauphysikalisch betrachtet ist das dämmen von zweischaligem Mauerwerk kein Problem.” ist das nicht nur ein bisschen falsch sondern es ist grundverkehrt, da beißt die Maus keinen Faden ab.


anonymus | 20.11.11

Diese Diskussion


führt ins nichts.

ob nun eine solche Massnahme sinnvoll ist oder nicht steht auf ein anderen Blatt Papier.

Wenn es um die Technik geht, haben dies anerkannte Institutionen schon untersucht, in der Praxis mitbegleitet und für möglich befunden.
Abhandlungen dazu gibt es genug und dass eine Kerndämmung ohne Hinterlüftung in die DIN aufgenommen wurde zeigt, dass das Indiz, dass eine "neue" Bauausführung nicht den a.a.R.d.T entspricht zumindest weitgehend entkräftet wurde.
Wie ein Richter dan entscheidet kann keiner sagen, aber auch Urteile können sich ändern.
Wissenschaft und Technik bleiben nicht stehen.

Mehr gibt es dazu nicht mehr zu sagen und eine weitere Diskussion macht keinen Sinn mehr. Schlussendlich wird sie genauso enden wie eine Disskussion, welches Auto ist das beste.


anonymus | 21.11.11


Genau,[pubimg 27066]

Wenn es vorwärts nicht mehr weiter geht hilft gelegentlich ein Richtungswechsel um 180°

In der DDR pflegten wir öfter scherzhaft zu sagen:
“Vorwärts Jungs, es geht zurück”


anonymus | 22.11.11

Thema ist: Transmissionswärmeverluste!!!


Unbestreitbar verändert bzw. verbessert man durch die Befüllung einer Luftschicht, mit Dämmmaterialien, in einem zweischaligen Mauerwerk, den Wärmedurchlass-widerstand.
Das ist doch eigentlich in diesem Forums Thread auch das Thema, oder nicht!?

Ich empfehle hier, auch Laien, das Fachbuch „Bauphysik“ von Walter Bläsi. Die Kapitel über sommer- u. winterlichen Wärmeschutz und Feuchteschutz sind sehr gut verständlich dargestellt.

Natürlich muss eine energetische Sanierung auch immer eine gut ausgeführte und fachlich perfekt geplante Maßnahme sein. Dazu gehört immer eine Vorabunter-suchung des Mauerwerks durch kompetente Fachleute.

Weiterhin empfehle ich EPS-Granulate mit einer WLG = 0,033 W/m²k. Selbstverständlich gehört zu den leichten Granulaten (Perlen) eine solide Handwerksleistung im Bereich der Abdichtung am Gebäude.

Die „armen Perlen“ können nichts dafür, wenn sie durch undichte Stellen herausgepustet werden!
Da muss der Handwerker schon ein Auge für haben.

Ein weiterer immens wichtiger Faktor ist die bei Klinkerfassaden ein intaktes Fugensystem. Ausgewaschene oder von Frost und Verwitterung angegriffene Fugen können zu erheblichen Bauschäden führen. Hierzu gehören auch die Reinigung und gegebenenfalls die Versiegelung der Fassade.

Meine Erfahrungen (ca. 5 Jahre) in diesem Bereich zeigen durchgehend positive Ergebnisse. Mein Tätigkeitsbereich ist die ostfriesische Nordseeküste (Schlagregengruppe 3) mit sehr extremen Wetterbedingungen.


Mit besten Grüßen von der Nordseeküste,

Ralf Bieneck - www.ralf-bieneck.de -
Qualität ist das Anständige!
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Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 08.01.12

Energetische Sanierung Holzschädling gefunden (Echter Hausschwamm)


Warum sind Untersuchungen durch Gebäudeenergieberater (oder andere Fachleute!) so sinnvoll?

Hier ein Beispiel:
Im letzten Monat fand ich bei einer Untersuchung zur energetischen Sanierung eines Wohngebäudes (Bj. 1927) unter einem Holzdielenboden einen echten Hausschwamm (serpula lacrymans). Dieser Pilz verursacht als schwerer Holzschädling („Cellulosefresser“) eine Braunfäule, wobei die Cellulose so stark geschwächt wird, dass ein Dielenboden nahezu komplett seine Tragkraft verliert.
Das Holz bricht förmlich wie kleine Würfel auseinander. Bei einem aufgestelzten Boden ergibt sich dadurch eine hohe Unfallgefahr. Ich habe sofort den Schimmelpilz Sachverständigen in unserem Verein (GoH Gebäudeenergieberater des ostfriesischen Handwerks e.V.) informiert und es fand eine genaue Untersuchung statt.

Der Pilz wird als gefährlicher Schädling eingestuft und ist in mehreren Bundesländern meldepflichtig. Die meisten Schimmelpilze sind keine Hausschwämme. Man sollte immer Referenzbilder zur Bestimmung nutzen oder eben einen Fachmann zu Rate ziehen.

In meinem Fall wird das gesamte Holz von einem Fachbetrieb abgetragen, verbrannt und die Räumlichkeiten erneut untersucht um eine eventuelle Ausbreitung zu finden.

Anbei mehrere Bilder.
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Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 22.06.12

Echter Hausschwamm


...Bilder

Genaueres: www.ralf-bieneck.de > Leistungen & Neues
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Ralf Bieneck Bau- u. Energieberatung | | 22.06.12

Dämmung-Bilder aus der Bilddatenbank: