Dämmung oberste Geschossdecke

Hallo und guten Abend,

als wir vor ein paar Jahren unseren Hof in der Pfalz gekauft haben, wurde die obersten Geschossdecke/nicht ausgebautes Dachgeschoss mit Mineralwolle gedämmt. Über die Dämmmaßnahme kann man streiten, aber das Objekt sollte schnell bezogen werden und der Winter war nah.

Der Aufbau der Decke ist von unten nach oben wie folgt:

Gipskartondecke mit Unterkonstruktion auf alter verputzter, unebener Decke mit Holzlatten/Gipserlatten oder Schilfrohr, dann Deckenbalken und dazwischen großer Abstand/Hohlraum zum Blindboden,(lichter Abstand Holzbalken ca. 70 cm). Zwischen den Holzbalken der Blindboden mit Schwarten und darauf Lehm. Der Lehm wurde bündig mit der Oberkante der Deckenbalken abgezogen. Darauf haben wir die Mineralwolle gelegt.
Eine deutliche Verbesserung in Bezug auf Heizkosteneinsparung konnte nicht festgestellt werden.

Da wir jetzt wieder Luft haben, haben wir darüber nachgedacht, die Mineralwolle/Rollenware wieder auszubauen und den Blindboden mit Lehm und Holz komplett auszuräumen und den Raum zwischen den Deckenbalken zu dämmen. Wir vermuten, dass unsere bisherige Maßnahme auch wegen dem großen Abstand zwischen Gipskartondecke und Blindboden wenig Sinn gemacht hat. Gibt es bessere Lösungen? Der Speicherboden muss bis auf den Weg zum Kamin und Fahnenhalter nicht begehbar sein.

Danke für eine Rückmeldung,

Alex

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 17.09.14

Rausgerissen ist es schnell..


... aber man muss bedenken ob das auch sinnvoll ist. Die ganze zwischen Konstruktion hatte mal seinen Sinn. Daher ist erstmal zu sehen, warum es keine Einsparung gab. Vielleicht sind andere Wärmebrücken vorhanden? Kann Luft zirkulieren? Sind die Erwartungen an einer "Schnelldämmung" zu hoch? Sind die Heizkostenberechnungen korrekt?
Auch ist bei einer Dämmung darauf zu achten das der Aufbau Diffusionsoffen ist (Wie überall wo Holz und Lehm ist)

Luft kann auch eine Isolationsschicht sein ;-)
Mach es selbst, aber richtig!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 20.09.14

Masse, in Form von Lehm.....


...sollte man belasen.
Trittschall!
MiWo raus und den neuen Zwischenraum mittels Einblas- oder Aufblasdämmung aus Holzfasern neu dämmen.
Fugenlos und diffusionsoffen.
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community
LehmHandWerk Udo Mühle | | 20.09.14

Trittschall?


Bei nicht bewohntem Dachgeschoss spielt Trittschall in der obersten Geschossdecke eigentlich keine Rolle...
Eigentlich ist alles soweit ganz korrekt verlaufen... Dämmung AUF der Geschossdecke, weil es nicht begehbar sein soll/muss...
Warum jetzt eine eingeplante Einsparung bei dem eher milden Winter nicht stattgefunden hat, bleibt bis auf weiteres Spekulation, möglicherweise liegt es an einer gänzlich anderen Nutzung des Gebäudes (Vollbeheizung statt Teil-Leerstand?).
Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 20.09.14

Danke für die bisherigen Antworten


Das Dachgeschoss ist unbenutzt und ein Ausbau durch den stehenden Stuhl und den fehlenden Drempel und die geringe Giebelbreite eher unwirtschaftlich in Bezug auf die entstehende Wohnfläche.

Hat jemand noch eine Lösungsmöglichkeit wie man den Balkenzwischenraum dämmen kann, falls wir uns dazu entscheiden den Fehlboden zu entfernen?

Grüße,

Alex

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 21.09.14

Dämmung


Lasst alles, so wie es ist, die MiWo-Dämmung oben drauf ist OK... welche Art und Stärke ist dort ausgelegt?
Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 21.09.14

MiWo


Danke für die Rückmeldung.

Ausgelegt ist Rollenware von ISOVER 1 m breit, 160 mm stark WLG 035.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 24.09.14

Alles so lassen


Nix rausräumen... MiWo obendrauf ist OK... Die Frage nach der Nutzung ist unbeantwortet...
Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 24.09.14

Nutzung


Das Dachgeschoss ist und bleibt unbenutzt. Die Räume darunter werden als Schlafzimmer und Wohnraum genutzt. Eine kleine Nachfrage: An wenigen Stellen sind Teile des Blindboden durchgebrochen; morsche Einlegbretter. Soll an diesen Stellen der alte Boden mit Brettern und Lehmauflage und darauf Mineralwolle wieder hergestellt werden? Oder kann man an diesen Stellen direkt zwischen die Balken eine Dämmung einbringen/mit oder ohne Dampfbremse?

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 26.09.14

Wenn ich das jetzt lese.....


....kommen mir schon Zweifel an der gesamten Sache.
Mal eine Frage in die Runde:

Sebastian Hausleithner, sind Sie ein baulicher Fachmann oder eher ein aktiver Selbstbauer mit angeeigneten Fachkenntnissen?

Ich würde hier mal einen solventen Fachmann über das gesamte schauen lassen oder gar einen guten Baubiologen.

Zumindest würde ich aus der Ferne und ihren angedeuteten Schadbildern eine Erneuerung und Auswechselung der Problemstellen empfehlen.
MiWo ist jedenfalls für mich betrachtet nicht der Hit und das Wahre
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community
LehmHandWerk Udo Mühle | | 28.09.14


Ihrer Beschreibung nach handelt es sich hier um eine „Kölner Decke“.
So etwas schönes wollen Sie nicht wirklich rausschmeißen?

Habe grade wieder eine fertiggestellt (Foto)

Mitglied der Fachwerk.de Community
BAUST Bau & Sanierung Struve | | 28.09.14

Sofern der Hohlraum unterhalb der Dämmung...


nach aussen belüftet ist, kann man die Dämmschicht oberhalb der durchlüfteten Hohlschicht nicht mehr wirklich als wirksam betrachten. Die beheizte Gebäude"aussenhülle" ist dann dort zu ende, wo der Hohlraum belüftet ist.

Das wäre ein Grund für die nicht erfolgten Einsparungen.

Gab es denn eine Umnutzung? Siehe Frage oben. Also vor Dämmung nur einige Räume warm, danach das gesamte Haus?


Chrischan

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 29.09.14

Geschossdecke-Bilder aus der Bilddatenbank: