Dach dämmen

Hallo
Habe eine Frage
Möchte mein Dach dämmen
Mein Aufbau wenn ich auf den Dachboden bin sehe ich die Ziegel
wie muss ich die Folie anbringen

gruss Peter


Peter | 08.02.06

Die Alten erhalten


Hallo Peter,

Ihre Angaben sind, um kompetent antworten zu können, zu mager. Darüber hinaus finden Sie zu diesem Thema eine Fülle von Beiträgen im Forum. Stöbern Sie mäl unter den entsprechenden Begriffen.

MfG Joachim Simon
Die Alten erhalten!!
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| 08.02.06

Skizze


Zur Unterstützung
Der Weg ist das Ziel
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Dachdämmungsaufbauten (prov. 2. Entwässerungsebne)
Mutabor
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Dachdämmungsaufbauten (doppelte Hinterlüftung)
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Mutabor
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Das System mit der doppelten Hinterlüftung sollte man nur bereits vorhandener dichter Unterspannbahn oder Unterdach mit Dachpappe einbauen.

Grüße

Jochen Engelhardt
Nur die Sonne schickt keine Rechnung
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Architekturbüro Engelhardt | | 08.02.06


Wie wahr lieber Jochen

Doch sollten wir Peter auch nicht verschweigen, dass die erste skizzierte Lösung nur ein Provisorium darstellt. Es sichert nur ca. 85% der Dachfläche.
Daher wenn keine durchgehende 2. Dachhaut vorhanden ist, sollte man das Einbringen derselben ernsthaft überlegen, denn nur das ist eigentlich fachgerecht.

Die Variante mit der hinterlüfteten Dämmung hat natürlich ihre Tücken wie du bereits andeutest. Ist gerade bei einem "mangelhaften" Schichtenaufbau (und den gibt es wie wir wissen ja in Massen) allerdings eine ganz gute Notbremse. Es rechnet sich nach der gängigen Dampfdiffusiionsberechnung (was immer man davon halten mag) jedenfalls ohne Tauwasserverbleib.

Gruß nach Himmelstadt

Lutz
Mutabor
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Hallo

das ist schon richtig, aber ich glaube diesen Tauwasserberechnungen nicht uneingeschränkt. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass bei Wetterwechseln 2 hinterlüftete Ebenen zu stärkeren sichtbaren Tauwasseranfall führen kann als der einschichtige Aufbau. Bei richtiger Baustoffwahl (möglichst Diffusionsoffen und möglichst große innere Materialoberfläche) führt dies zu keinen Schäden.
Gerade bei nachträglichen Dachdämmungen ist die Abführung des eventuell anfallenden Tauwasser in der 2. Hinterlüftungsebene nach außen problematisch.
Daher plädiere ich mehr für eine Hinterlüftungsebene, Dämmung mit Holzfaser, bzw. Zellulosedämmung und einen möglichst diffusionsoffenen Aufbau.
Grüße
aus Himmelstadt

Jochen Engelhardt
Nur die Sonne schickt keine Rechnung
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Architekturbüro Engelhardt | | 08.02.06


Hallo lieber Jochen

Natürlich befindest du dich mit deiner Ansicht in bester Gesellschaft(Benno Seidler, Schäden beim Ausbau von Dachgeschossen, IRB Verlag 1997 und diverse Untersuchungen des Fraunhofer Instituts) und ich reihe mich da auch gerne ein.

Die nicht hinterlüftete Vollsparrendämmung funktioniert sehr gut, um nicht zu sagen phantastisch, aber nur solange sie in wesentlichen Teilen mangelfrei ausgeführt wird. Hier beginnen dann allerdings meine Erfahrungen die du wahrscheinlich teilen kannst. Es gibt nichts anfälligeres als der Schichtenaufbau einer Dachschräge und nirgends wird von "Laien" und "Spezialisten" so viel Pfusch gebaut wie an diesem Bauelement.
Dieser Pfusch an der Vollsparrendämmung bedeutet allerdings oft das Ende der Dachkonstruktion und hier setzt mein Argument ein:
Die hinterlüftete Dämmung zeigt zwar eklatante Schwächen verzeiht aber ein größeres Maß an Pfusch.

Gruß
aus Walsdorf


Lutz
Mutabor
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Eine Frage noch zu diesem Aufbau.
Wie führst Du den Firstpunkt und wie denn Fußpunkt im Bestand sauber aus?

Grüße

Jochen Engelhardt
Nur die Sonne schickt keine Rechnung
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Architekturbüro Engelhardt | | 08.02.06


Hallo Jochen
da ich der Ansicht bin, dass im Sinne des Erhalts von hölzernen Dachstühlen diese eigentlich nicht ausgebaut gehören, sehe ich es zumindest als sinnvoll an den Ausbau auf ein Minimum zu reduzieren. (Die Aufdachdämmung stellt hier natürlich einen besonderen Fall dar.)


Dies bedeutet, dass der "Spitzboden" und die "Abseiten" kalt bleiben und genau diese Zonen sind auch die Zu- und Abluftzonen der Hinterlüftung. Hier kann dann auch eine sogenannte "Querlüftung" zum Zuge kommen. Im übrigen sollte abweichend von meiner Schnittzeichung die Oberseite der Dämmung eine klarere Abtrennung (z.B. Weichfaserplatten) von der Luftströmungszone haben.

Gruß

Lutz
Mutabor
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Hallo Lutz


darf ich mich kurz einmischen?
bzgl. des Spitzbodens gebe ich Dir recht, bzgl. der Abseite allerdings nicht. Eine kalte Abseite kann viele Probleme für die Räume darunter ergeben, da die Dämmung der Decken in der Regel eher schlecht ausgeführt ist. Außerdem bevorzuge ich den kurzen Weg, da dieser auch die Oberfläche des zu dämmenden Gebäudes reduziert und eine Vollsparrendämmung, hält man die anderen Randbedingungen ein, den chemischen Holzschutz nach DIN überflüssig macht. Die Unterspannbahn (Holzweichfaserplatte) muss sowieso direkt zur Traufe geführt werden. Ich vermute, dass Jochen Engelhardt auch hier da Problem mit der Führung der Unterspannbahn bzw. mit der Holzweichfaserplatte sieht. Ich für mein Teil, führe jedenfalls die Unterspannbahn nie in die Dachrinne, sondern lasse sie darunter abtropfen.
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Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | | 08.02.06


Da stimme ich Fred Heim bei.
Bei guter Gesamtwärmedämmung des Gebäudes gibt es in kalten Abseiten sehr oft durch Tauwasser Schimmelbildung.

Grüße

Jochen Engelhardt
Nur die Sonne schickt keine Rechnung
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Architekturbüro Engelhardt | | 08.02.06


Hinterlüftungsschema DachausbauHallo Jochen, Hallo Fred

Ich kann bei einer fachgerechten Dämmung zum beheizten Untergeschoß und einer durchgehenden Bremse das Tauwasserproblem noch nicht nachvollziehen. Vielleicht stehe ich aber auch auf der Leitung, also helft mir bitte.

Lutz
Mutabor
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OK,


sieht soweit ganz gut aus. Man muss sich aber noch einige Gedanken über den Verlauf der Dampfbremse machen.
Diese muss natürlich oberhalb der Decke bis außen geführt werden und an der Innenseite Außenwand befestigt werden. Es sei denn, es gibt eine Massivdecke. Ob dann hier die Diffusion stimmt?!? Meistens sicher ja, wenn nicht von außen kühle Luft in die Balkenlage zieht. Nur da gibt es auch noch einen wenn auch kleinen Drempel. Also muss die Dämmung an der Innenseite des Drempels nach oben und dann oberhalb des Drempels bis zur Außenseite geführt werden. Aber da fällt mir ein, die Decke ist eine Balkenlage, also muss die Dampfbremse ja durch die Decke bis an die darunter anstehende Wand geführt werden, ... nein, nur wenn es keinen Drempel gibt ... oder?
:-)))
Ich wollte eigentlich nur darauf hinweisen, dass es so schön gerade am Fußpunkt der Dachkonstruktion meistens nicht aussieht.

Und jetzt bin ich für ein Glas Rotwein!
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Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | | 08.02.06


Hallo Fred

Das Problem mit dem Anschluß im Traufbereich bzw. zu den Balkenlagen hast du bei allen Ausführungsvarianten, insofern kann ich deine Kopfschmerzen verstehen. Auch die idealisierten Bildchen und Schematas sind nur kleine Hilfen denn die Wirklichkeit sieht meist dreckiger und vertrackter aus.

Daher:

Das rechte Schema ist nur ein Schema !!

Allerdings sieht die (für dieses Dampfbremsdetail) Ausbildung der Balkenlageneinbindung ins Außernmauerwerk zumindest im Altbau meist so oder ähnlich aus. Hirnschmalz und exaktes Arbeiten ist wie wir alle wissen in jedem Fall gefragt, denn jedes Haus ist und bleibt ein Unikat.

Gruß

Lutz
Mutabor
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