Fachwerk.de - Innendämmung mit Hanf möglich ?

Ich möchte bei meinem Fachwerkhaus von ca. 1780 die alte Lehmfassade erneuern und Innen komplett neu reinbauen.
Wandaufbau: Lehmgefache -Hanfdämmung ca. 8cm - und 17,5 cm Gasbetonstein. Wer hat Erfahrungen mit einer ähnlichen Konstruktion ( Wandaufbau )?
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Chr. Hardt | 09.08.09
Innendämmung
Von diesem Aufbau kann ich nur abraten.
Eine Hanfdämmung (Hanfdämm- oder Stopfwolle) ist an und für sich ein guter und nachhaltiger Baustoff, birgt so eingesetzt an einer Fachwerkaußenwand aber diverse Nachteile. Mäuse freuen sich z.B. über eine zusätzliche Nistmöglichkeit und auch ein homogener Wandaufbau ist damit nur schwer realisierbar. Die kapillare Leitfähigkeit des Wandaufbaus wird, im Vergleich zu Aufbauten auf Lehmbasis nicht sonderlich gut abschneiden. Vom Gasbetonstein mal ganz abgesehen. Der hat an einer Fachwerkaußenwand ohnehin nichts zu suchen.

Folgende Möglichkeiten sind bewährt und diese kann ich Ihnen auch empfehlen:
(Wobei nicht jede zwangsläufig immer durchführbar ist bzw. sinn macht. Dies muss vor Ort unter Berücksichtigung sämtlicher Gegebenheiten entschieden werden)

- Leichtlehminnendämmung hinter verlorener Schalung eingestampft. (Holz, Blähton oder auch Hanfleichtlehm)

-Vormauerung aus Leichtlehmsteinen

-Innendämmung aus Holzweichfaserplatten in ein homogenes Lehmbett verlegt.

Jede Variante hat ihre Vor- und Nachteile. Diese alle hier aufzuführen würde jetzt aber den Rahmen sprengen. Einfach mal die entsprechenden Stichworte in die Forumssuche eingeben.

Viele Grüße aus Nordhessen
Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen: Bauen mit Naturbaustoffen
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Lehmbau & Sanierung | Lehmbau & Sanierung - Mathias Josef | 09.08.09

vielen Dank für die doch etwas beunruhigende Antwort. Der Gasbetonstein soll aber nicht nach Außen sondern nach innen!
Von Innen nach außen-> Gasbeton - Hanf- Lehm.
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Pixelfriend | 10.08.09
Das
hat der Mathias schon richtig verstanden. Und warum Gasbeton innen? Von der Festigkeit ist er nicht besser wie eine Lehmwand. Lediglich bei der Produktion ist er als ökologisch bedenklich anzusehen. Und wenn ein Lehmputz Innen zu weich erscheint, bietet sich ein Kalkputz an. Holzweichfaser ist ein an dieser Stelle bewährter Dämmstoff, bei Hanf bestehen begründete Bedenken.
MfG
dasMaurer
alt und neu ist kein widerspruch
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Maurermeister | Ulrich Warnecke | 10.08.09
Schilf als Innendämmung
Ich kann Ihnen Schilf als Innendämmung empfehlen. Bevor ich mir hier die Finger wund tippe, schauen Sie doch einfach auf:

http://www.hiss-reet.de/bauen-mit-reet/naturbau/architektur/wanddaemmung/wanddaemmung-allgemein.html

Da gibt es eine Erklräung, was Sie bei der Dämmung von Fachwerkbauten beachten müssen.

Dann einfach weiter auf Innendämmung gehen, dort gibt es Musterwandaufbauten, mit U-Werten etc.

Wie in der Praxis eine Innendämmung mit Schilf ausgeführt wurde, können Sie hier sehen:

http://www.hiss-reet.de/bauen-mit-reet/naturbau/praxis/innendaemmung.html

Hoffe ich konnte Ihnen weiter helfen.

Beste Grüße

Philip Kullmann
Reet und Lehm - bleiben stehn
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Hiss Reet eK | Philip Kullmann | 10.08.09

Vielen Dank für den Hinweis
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Mitglied der Fachwerk.de Community()
Pixelfriend | 11.08.09

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