Dämmung Fachwerkhaus

Dämmung FachwerkhausIch beschäftige mich mit der Planung zur Innendämmung des Fachwerkhauses.Ziel ist es so viel wie nötig zu dämmen; nicht so viel wie möglich um eine sinnvolle Dämmung zu erreichen
Von Außen nach Innen: Außenputz (Kalkputz), Ständerwerk (ca. 18 cm) mit Ausfachung leichter Lehm, Stampflehm (leicher Lehm) ca. 10 cm, Ziegel (sog. Klosterziegel) als Sichtmauerwerk (ca. 16 cm).

Ist es nötig noch Holzfasermatten zwischen Ziegel und Lehm zu verwenden?
Ich möchte keine Dampfbremse (Folie) verwenden. Ist das richtig?

Erläuterung: Die Ziegel nehmen von Innen nur schlecht Feuchtigkeit aus dem Raum auf und geben einen Teil der Feuchtigkeit weiter an den dahinter liegenden Lehmbau. Das Materiel ist difundierend. Feuchtigkeit von Außen dringt ein und kann gut wieder abgegeben werden.

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Unternehmen VISION | | 11.09.17

Fachwerkwand dämmen


Was ist denn jetzt der Bestand?
auf jeden Fall keine Holzfaserplatte zwischen Lehmwand und Ziegel

Andreas Teich

Fachwerk dämmen


"...Ziel ist es so viel wie nötig zu dämmen; nicht so viel wie möglich..."
Diese Prämisse sollten Sie auch auf die anderen Materialien und Bauweisen anwenden.
Damit meine ich besonders den Wandaufbau.
Außen Fachwerk, innen Kasematte, was soll das?
Fachwerk wurde immer von innen verputzt, allein schon um Winddichtigkeit zu erreichen. Backsteinmauerwerk roh, also unverputzt zu belassen war nur in reinen Zweckbauten wie militärischen Befestigungen üblich.
Unabhängig davon ist Ihr Aufbau sehr teuer, sehr aufwändig und wohnraumfressend.
Zum dämmen von Fachwerk, speziell Sichtfachwerk, gibt es mittlerweile Regeln die man in den WTA- Merkblättern finden kann. Bei Arbeiten mit Lehm sollten Sie Lehmbauregeln kennen denn nur so können Sie die auch befolgen.
Man kann hier eine Menge falsch machen, nicht nur als Laie wenn man nach Gefühl baut.
Solche Wandaufbauten wie Ihre werden schnell Pilzsubstrate da die Austrocknung von Leichtlehmschüttungen an Sichtfachwerk riskant ist.
In der Praxis bewährt hat sich eine kapillaraktive Holzfaserdämmung mit einem U- Wert der Wand nicht unter 0,8 in Verbindung mit einer Wandheizung in Lehmputz.
Das ist aber kein Generalrezept; jedes Gebäude muß individuell und ganzheitlich bei einer Sanierung betrachtet werden.
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 11.09.17

12.09.17-Thomas Stump


zunächst vielen Dank für die Antworten. Der Bestand ist jetzt wie auf dem Bild zu sehen. Die Fachungen sind mit Ziegeln ausgefacht. Diese liegen jetzt sehr lose und "mißbraucht" in den Fachungen und müssen so oder so ausgewechselt werden.

Früher war hinter der Fachung (innen) ein Lehmputz der aber in sich zusammen fiel. D.h. jetzt ist der Ziegel und Balken zu sehen.

Eine Holzfaserplatte wollte ich hier gar nicht verwenden oder meintest Du Holzfasermatte?
Danke für den Hinweis mit den WTA Merkblättern... ich kümmere mich darum. Es geht nicht um "das Bauen nach Gefühl". Es wäre schon gut wenn man denkt. Allerdingst habe ich jetzt sehr viele Meinungen gehört, auch von sog. Fachleuten und wenig Qualifiziertes erfahren.

"In der Praxis bewährt hat sich eine..." Früher und in anderen Gebäude war doch aber auch Leichtlehm in den Fachungen und es gab keine Pilzbildung? Ich möchte gern so nah wie möglich am Original bleiben.

Macht es Sinn eine Holfasserdämmung zwischen innerem Ziegel und innerer Lehmwand zu bringen?
Die Ziegelwand innen dient zum einen als Sichtmauerwerk (mir gefällt es) und zum anderen wird es teilweise mit einem leichten Kalkputz verputzt.

Winddichtigkeit erhalte ich doch auf Grund der innen befindlichen Lehmwand und Ziegelwand hinter der Fachung.
Von außen wird ein Kalkputz aufgebracht.

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Unternehmen VISION | | 12.09.17

Komplex


Die Lösungen lassen sich nicht hier bei Fachwer.de generieren, sondern müssen am Objekt erarbeitet werden.
Verschiedenste Wege sind möglich und definieren sich aus der späteren geplanten Gesamtnutzung.
Auch aus den finanziellen Investitionsgedanken und den Vorgaben der Denkmalpflege, sofern diese da das Sagen mit hat.

Man könnte sich doch einen gemeinsamen vor-Ort-Termin mal vorstellen?
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community
LehmHandWerk Udo Mühle | | 12.09.17

Komplex


Die Lösungen lassen sich nicht hier bei Fachwer.de generieren, sondern müssen am Objekt erarbeitet werden.
Verschiedenste Wege sind möglich und definieren sich aus der späteren geplanten Gesamtnutzung.
Auch aus den finanziellen Investitionsgedanken und den Vorgaben der Denkmalpflege, sofern diese da das Sagen mit hat.

Man könnte sich doch einen gemeinsamen vor-Ort-Termin mal vorstellen?
LEHM - natur am bau
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LehmHandWerk Udo Mühle | | 12.09.17

Innendämmung


Ich meinte kapillaraktive Holzfaserdämmplatten, hohlraumfrei aufgeklebt.
Matten kann ich weder aufkleben noch verputzen.
Aber wie gesagt, entscheidend ist die individuelle Lage vor Ort und die Einbindung ins Gesamtkonzept.
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 12.09.17

Oder Vorständern...


...und mit Holzfasern ausblasen.
Erst vor ein paar Wochen eines so ausgeführt.
LEHM - natur am bau
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LehmHandWerk Udo Mühle | | 12.09.17

Dämmung-Bilder aus der Bilddatenbank: