Fachwerk.de - Dachdämmung

Wir haben vor kurzem ein kleines Fachwerkhaus erstanden (Bj 1890). So weit so prima. Nun die Frage: Unser Dach ist mit Ziegeln gedeckt und nicht isoliert, was könnt ihr an Isolierung empfehlen und was ist dabei zu beachten? Man muss dazu sagen, dass wir auf natürliche Baustoffe zurückgreifen wollen.
Danke im Voraus!
Ich bin nicht allein
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Andreas Holzhaus | 10.01.03
Dachdämmung
Die Beschreibung des grundsätzlichen Aufbaus (und der sanften Herangehensweise - ohne das Dach abdecken zu müssen) würde diesen Rahmen sprengen. Momentan habe ich ein Sanierungsvorhaben zu betreuen, dass sich ähnlich darstellt.
Wenn Sie möchten, nehmen Sie mit mir telefonisch Kontakt auf.
Architekt Stefan C. Würzner www.oekologie-und.bauen.de


Stefan C. Würzner | 13.01.03
Dachisolierung Altbau
Da gibt es ein System von ISOVER. Zubeachten ist ein gesamtes einheitliches System.
Ich selbst suche ein solches gutes System und habe noch kein ideales gefunden. Ich finde ISOFLOC sehr gut, aber hier scheint die Dampfbremse zu fehlen. Oder Du must das ganze Dach abdecken und neu machen. Huuu, teuer.


prinzregent | 13.01.03
Dachisolierung
Wie im Vorfeld angedeutet ist die Dachisolierung ein komplexes Thema.
Folgende Fragen müssen geklärt muß werden:

In welchen Zustand ist die jetzige Pfanne?
-Lohnt sich eine Isolierung ohne Abdeckung.
Hatt die Deckung eine Konterlattung?
Wurde eine Unterspannbahn eingebaut?
Wenn Ja welche?
Der Dachstuhl muß statisch überprüft werden!

Rufen Sie mich an: 02323/60971

Mit freundlichem Gruß
M. Waning
Aus Verbundenheit zum besonderen Haus.
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Fa. waning bauen GmbH | M.Waning | 13.01.03
Dachdämmung
(nur nebenbei und ohne Besserwisserei: Wärme wird gedämmt(nie vollständig möglich), Feuchtigkeit isoliert (also völlig)).
Die Dämmung eines alten Daches ist ein Problem, mit dem dieses Dach früher nie konfrontiert worden ist. Es ist deshalb an jedem Dach konkret zu entscheiden.
Neu für das Dach ist in jedem Fall, dass es keinerlei Feuchtigkeit mehr durchlassen darf - die Dämmung muss Trocken bleiben. Ich persönlich halte von der meist eingebauten Unterspannbahn überhaupt nichts (Garntie 10-15 Jahre - und dann ?). Ich bevorzuge eine vollflächige Schalung (dient gleichzeitig als Flächenaussteifung für das nunmehr doch wesentlich höherbelastete Dach) mit darufgenagelter Bitumenpappe als Unterdach, dieses dient als untere waserableitende Ebene. Unter die Unterdachschalung wird die Dämmung dicht zwischen die Sparren eingebaut. Als Dämmung bevorzuge ich Mineralwolle, sie lässt sich fugenlos einbauen und hat einen guten Wärmedämmwert. Zellulosefasern und Schafwolle sind gewiß ebensogut geeignet ("natürlich" sind alle drei). Unter die Mineralwolle ist eine DampfBREMSE, winddicht verklebt, einzubauen. Die Betonung liegt auf -bremse (mit einem sD-Wert unter 4 Meter), keinesfalls eine Folie ! (sD-Werte über 1000 m). Und schlußendlich das ganze mit Gipsfaser oder N/F-Brettern verschalen.
Aus dem ganzen ist zu erkennen, dass es richtigerweise nicht ohne Neu- bzw. Umdecken des Daches geht. Das normale Ziegeldach ist nicht für Treibregen und -schnee dicht. Dieser würde ohne Unterdach unweigerlich auf die Dämmunng kommen; bzw. bei Pfusch-Lösungen (Folie von unten um Dachbalken und unter Sparren) das Dachholz, das nun nicht mehr frei abtrocknen kann, ständig unter Feuchtigkeit setzen => Holzzerstörung durch Pilze, Fäulnis und Insekten.
Die Deckung eines 'kleinen' Fachwerkhauses ist im Verhältnis zu den anderen, ohnehin notwendigen Arbeiten, auch nicht sooo teuer.
http://w.merkel.bei.t-online.de


W.Merkel, Architekt | 13.01.03
dachdämmung
Bevor ich Dir einige Tips geben könnte würde ich folgende Fragen gern beantwortet haben.
Mit welchen Ziegeln ist das Dach eingedeckt und besteht die möglichkeit einer be und Entlüftung dessen. Darüber hinaus hätte ich gern die Sparrenhöhe
Techniker Baudenkmalpflege
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U Merscher | 14.01.03
Dachdämmung
Ohne praktische Erfahrung aber mit einem guten Buch ueber die Sanierung von Fachwerkhäusern kann ich vielleicht dienen:
Fachwerkhäuser restaurieren-sanieren-modernisieren
von Wolfgang Lenze
ISBN 3-8167-4730-2
ca. 34.- €
auch bei amazon erhältlich oder direkt
auf seiner Homepage.
www.fachwerkhaussanierung.de

Jetzt wird in die Hände gespuckt !
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Christian Witt | 16.01.03

versuch mal hier kontakt aufzunehmen, das unternehmen stellt ein Produkt speziell zur Fachwerksanierung her

http://www.haacke-haus.de/bilder/unternehmen/produkte/haacke_cellco.gif

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| 16.01.03
Dachdämmung
Auch in diesem Fall empiehlt sich der Einsatz von naturharzimprägnierten Holzweichfaserplatten z.B. Pavatex. Nach Abklärung der statischen Eigenschaften des Dachstuhls durch den Zimmermann empfiehlt sich eine Aufsparrendämmung mit Lattung und Kontralattung mit diesen Platten. Dadurch erzielt man eine luftdichte, aber dampfdiffusionsoffene Ebene. Um noch bessere U-Werte zu erzielen kann man danach noch mit Zellulose dämmen. Auch der Einsatz von Hanf-, oder Schafwolldämmplatten wäre möglich. Wichtig im bauökologischen Zusammenhang dabei ist, dass diese Platten ohne künstliche Stützfasern hergestellt werden. Es gibt dazu, zumindest in Österreich, einige Varianten, die ohne diese Kunstfasern auskommen. Nach der Dämmung wird auf die Lattung eine Rauhschalung aufgebracht, mit einem Putzträger versehen und mit Lehm verputzt. Dadurch spart man sich auch eine Dampfbremse- oder Dampfsperre, weil der Lehm wie eine solche wirkt und aufgrund seiner hohen Kapillarität dem Bauteil die Feuchtigkeit entzieht. Achtung: Das funktioniert aber nur beim Einsatz von Naturdämmstoffen und Lehmbaustoffen, die ohne Stabilisierungsmittel hergestellt werden. Am besten verlangt man vom Hersteller eine Volldeklaration (nicht zu verwechseln mit der Eigendeklaration des Herstellers)der Inhaltsstoffe die von einem unabhängigen baubiologischen Institut z.B. IBO (IBO-Zertifizierung) jährlich überprüft wird. Dann besteht der Lehmbaustoff auch nur aus Lehm, Sand und einem pflanzlichen Zuschlagsstoff wie Stroh, Flachs, oder Hanf.
Eine Schnittskizze des oben erwähnten Wandaufbaus schicke ich Ihnen gerne zu. Sie erreichen mich unter c.rauch@lehm.at

Mit freundlichen LEhmbau-Grüßen

Christian A. Rauch


anonymus | 17.01.03
Danke Euch Allen!
Ich möchte mich erst einmal recht herzlich bedanken. Sicher sind noch viele weitere Fragen offen, welche ich auch sicherlich irgendwann stellen werde.

Danke!
Ich bin nicht allein
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Andreas Holzhaus | 19.01.03
Viele Fragen offen zum Dachbodenausbau mit Dämmung
Hallo im Forum,

ich besitze eine Dachgeschoß-ETW und möchte gern meinen Dachboden ausbauen. Momentaner Stand ist, daß die Decken aus Heraklith-Platten bestehen und unter die Verlattung des Daches befestigt sind. Ich möchte nun eine Luke mit Treppe von der Wohnung her einsetzten und den Dachboden mit Verlegeboden auslegen, Boden und die Sparren dämmen und den Dachboden als Abstellraum/Rumpelkammer nutzen, nicht als Wohnraum(Maße des Dachbodens:10,5 X 4 X 1,40m) Bei meinem Nachbarn, der ebenso verfahren hat, habe ich mir den Boden mal angeschaut. Er hat nur den Fußboden mit Wolle ausgelegt und die Seiten garnicht gedämmt.
Nun meine Frage: An wen wende ich mich, die Treppe einbauen zu lassen (traue ich mir nicht unbedingt zu) und wie verfahre ich richtig mit dem Dämmen?
Muß ich beim Fußboden auch mit Dampfbremse und Folien arbeiten und wie sieht es bei den Seitensparren aus (momentaner Zustand: Dachziegel und Folie). Auch überlege ich, ein kleines Fenster (Kippfenster) zur Lüftung+Lichteinfall einbauen zu lassen. Wenn dies geschehen ist, hat das Einfluß auf Art+Weise,wie ich meinen Dachboden dämmen soll?

Ich habe zwar schon einige BEiträge des Forums gelesen und mir so einige Infos geholt, jedoch glaube ich, daß viele Dinge individuell abgestimmt werden müssen und ich möchte natürlich auch keinen Fehler machen.
Für eure Hilfe wäre ich sehr dankbar.

Gruß und Dank vorab.
M-C. Krietemeyer



Mario-Carsten Krietemeyer | 19.02.03

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