Was ist die "beste" Wärmedämmung

Hallo zusammen,
bin im Internet auf diese Seite gestoßen und habe schon sehr viele interessante Beiträge gelesen und hoffe, hier endlich ein paar Antworten auf meine Fragen zu finden.
Ich werde ein denkmalgeschütztes altes Herrenhaus aus dem Jahre 1872 kaufen. Nun stellt sich für mich die Frage, wie ich diese am Besten isoliere und was für eine Heizung ich verwende. Das Haus hat die Bauweise eines Fachwerks mit Sandsteinquadermauern. Die Wände sind ca. 40cm dick und nicht isoliert. Außen wurde der Putz bereits erneuert, fängt jedoch bereits wieder an abzubröckeln. Vorgestellt habe ich mir ein Wandheizung, die ich gerne über eine Holzscheitheizung betreiben würde. Jetzt stellt sich für mich natürlich die Frage, ob dies überhaupt möglich ist und wie dies dann aussehen würde. Wie würde ich die Wände dämmen, damit das Mauerwerk nicht feucht wird? Gibt so eine Wandheizung die Wärme nicht auch nach außen ab oder wirklich nur nach innen? Dann stellt sich für mich natürlich auch noch die Frage der Kosten. Es handelt sich hier um 2 volle Stockwerke mit je 140m² und einem ausbaufähigen Dachboden, der ca. noch mal die gleiche Größe hat. Muß ich für jeden einzelnen Raum einen Regler einplanen? Fragen über Fragen, die ich momentan nicht beantworten kann und einfach hoffe, daß ich hier darauf ein paar Antworten bekomme.

LG
BKramp
Ein Traum, ein Lebenswerk
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 09.07.08

Hallo Herr Kramp


wo genau im Schwarzwald sind sie? Wir kommen aus der Nagolder Gegend. Zwecks Dämmung, falls sie auf Innendämmung angewiesen sind, können sie gerne mal bei uns vorbeischauen und sich die verschiedenen Dämmungmaterialien anschauen und beraten lassen. Bitte vorher anrufen. Gruß H. Köhler


anonymus | 09.07.08

"beste Wärmedämmung"


Hallo,

eine ganz schöne Fläche, die Sie sich da vorgenommen haben.
Wenn das Haus den alten Charakter behalten soll (Foto wäre hilfreich), kann es eigentlich nur eine Innendämmung bekommen.
Die darauf zu verlegende Wandheizung heizt zunächst einmal tatsächlich den Putz, dann die Wand. Ersteres ist angenehm für die Bewohner, weil die Oberflächentemperaturen schön hoch sind, letzteres nagt aber doch am Geldbeutel. Die Wandheizungen dienen nämlich in erster Linie dem Substanzerhalt und nicht der Energieersparnis.

Ein Energieberater kann, BAFA-gefördert, Ihnen sehr genaue Angaben zu diversen Möglichkeiten machen. Das Gutachten können Sie auch bei Ihrem KfW-Kreditantrag einsetzen.
Kosten: schätze ich mal bei der angegeben Größe auf ca. 1.000 €. Der Energieausweis ist gleich mit drin.

Vorab habe ich den Verdacht, daß es wohl eine moderate Weichfaserdämmung wird, 5-6 cm. das ist preiswert. Teufel aller Innendämmungen liegt im Detail: einbindende Querwände tw. mitdämmen, Holzbalkendecken durchdämmen (aber in nichtbrennbar, z.B. mit Kalziumsilikatplatte).
Kosten: Als Anhaltspunkt 35-40 €/m² für Dämmung und neuen Kalkputz ohne Heizregister.
Die Vorschrift besagt, daß eine raumweise Regelung vorhanden sein muß.

Grüße vom Niederrhein
Neue Nutzungen für alte Gebäude
Mitglied der Fachwerk.de Community
Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | | 09.07.08

"beste" Wärmedämmung


Hallo,
vielen Dank für die schnellen Antworten. Für mich ist einfach nur wichtig, daß ich bei der Dämmung nichts falsch mache. Immerhin sollen die Wände durch die Dämmung ja nicht anfangen zu schwitzen und dadurch eventuell zu schimmeln. Kann ich denn auf so eine Weichfaserdämmung eine Wandheizung "montieren"? Wie würde so eine Montage aussehen? Und ist es egal, mit welcher Kessel ich diese Heizung betreibe (also Holzscheit)?

Grüße aus dem Nordschwarzwald
Ein Traum, ein Lebenswerk
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 09.07.08


Hallo,

ja, Sie können darauf montieren, es gibt diverse Fotos hier im Forum, einfach mal suchen. Sie sollen sogar darauf montieren und nicht darunter.
Es ist völlig egal, wie das Wasser warm wird.

Grüße vom Niederrhein
Neue Nutzungen für alte Gebäude
Mitglied der Fachwerk.de Community
Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | | 09.07.08

Das Beste!


Hallo
Das Beste ist nicht immer die Beste Dämmung!
Wie lesen es ja gerade:
Der eine schreibt: Ich kenn mich aus!
Der zweite ebenfalls sachlich: Das geht so oder so oder so ...
und ich schreib auch immer das Selbe:
Keine Dämmung ist das Beste - wenigstens auf lange Sicht; für das Gebäude und letztendlich für den Bauherrn oder Besitzer!
Dies auf dem Markt befindlichen Rechenkünste mit Künstlern beeindrucken so manchen - mich schreckt es ab wie "leichtgläubig" die Leute mittlerweile sind!
Sie merken und meinen ja schon selbst: "… damit das Mauerwerk nicht feucht wird …"
Es ist nicht einfach sich in dem Wust von Industriewahrheiten zurechtzufinden - vor allem wenn "Alle" in dem Fahrwasser schwimmen!
Bleiben Sie althergebracht (Dämmung gabs noch nie!) und damals musste man mit der "Hand" heizen!
Sein Sie wachsam!
"Man" willl nur das Beste von Ihnen!

FK
langlebig - nachhaltig - einfach
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architekturbüro slow-house | | 10.07.08

Verdämmt und zugenäht!!!


Herr Kramp,

bevor Sie sich entscheiden, bitte mal folgendes in Ruhe lesen:

Zur Wärmedämmung:
http://www.konrad-fischer-info.de/21313bau.htm

Zur Heizerei:
http://www.konrad-fischer-info.de/7temper.htm

Meine Meinung in Kurzfassung:
*Dämmung mit leichten Dämmstoffen ist zum Fenster herausgeworfenes Geld und verursacht Schäden
*Temperierung ist die beste Art der Heizung

Grüße
Marita Kerr


Marita Kerr | 10.07.08

Wärmedämmung


Au weia, jetzt gehts rund.
Kriegen die Fundamentalisten wieder Oberwasser ?

Zur Kenntnis:
- Es gibt eine anerkannte Notwendigkeit des Klimaschutzes
- wir können etwas dafür tun
- aus diesem Grund gibt es gesetzliche Regelungen

Grüße
Dietmar Beckmann
Neue Nutzungen für alte Gebäude
Mitglied der Fachwerk.de Community
Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | | 10.07.08

Oh mei!


Herr Beckmann,

"Kriegen die Fundamentalisten wieder Oberwasser ?"

Keiner kriegt da jetzt wieder "Oberwasser". :)
Das Thema ist doch schon öfter mal durchdiskutiert worden. Aber da so mancher neuer Forums-Besucher die Suche-Funktion nicht gleich findet (ging mir selber so), habe ich dem Herrn Kramp halt was dazu geschrieben.
Viele Grüße

Marita Kerr

Zum Klimaschutz doch noch was: Ich muß mich ehrlich immer wieder darüber wundern, wie intelligente und gebildete Menschen auf den Klimaschutz-Schmarrn hereinfallen. Das Klima hat sich schon immer gewandelt - das ist natürlich! Ob und wieviel der Mensch da was beeinflussen kann - das ist doch total umstritten.
Aber jaja, ich weiß schon: die Menschlein, die ihre Häuslein völlig sinnlos mit wenig massiven Stoffen dämmen, retten das Weltklima. Oh mei!! :)


Marita Kerr | 10.07.08

So viele Informationen


Hallo zusammen,
vielen Dank für die ganzen Informationen. Ich werde mich jetzt mal dran setzen und mir einige Dinge noch mal durchlesen. Außerdem werde ich das Forum auch noch mal durchstöbern, um mir weitere Anregungen zu suchen. Für weitere Hinweise oder Infos bin ich natürlich immer dankbar.

Gruß
BKramp
Ein Traum, ein Lebenswerk
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 10.07.08

Fundis und Realos


Dann gibt es die auch noch!
Die Realogrünen!
A La Fischer oder wie oder was?

Alleine die Herstellungskosten des Dämmwahns und die m.E. zu erwartenden Kosten, wenn das Zeug nach 15 Jahren abgesoffen ist werden nie und nimmer amortisiert - schon gar nicht der Energieaufwand diesbezüglich!

Aber da rechnen die einen SO und die anderen Anders!

Mal ein Link für Wissbegierige:
http://alpen.sac-cas.ch/html_d/archiv/2004/200406/ad_2004_06_12.pdf
oder
http://www.oekologismus.de/?m=200712

Aber das sind dann wieder alles "Verschwörungstheorien"!
So auch hier: eine Sammlung-mehr nich
http://rapidshare.com/files/128800313/Klima_Wandel_oder_nicht.zip.html

Guter Tipp: Augen auf beim Dämmen!
Es wär schade ums Gebäude! und auch ums Geld

FK
langlebig - nachhaltig - einfach
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architekturbüro slow-house | | 11.07.08


Was unsere Denkmäler angeht, gibt es da doch jetzt sehr vernünftige Regelungen: keine sklavische Befolgung der EnEv mehr.
In de übrigen Altbauten steckt Einsparpotenzial, das auch genutzt werden muß
- aus Klimaschutzgründen
- um überhaupt noch vermietbar zu sein.
Bei Neubauten ist ein hoher Standard selbstverständlich.

"Augen auf beim Dämmen" kann ich unterschreiben, alles andere nicht.

In der Fraktion der Klimaleugner arbeitet man der Ölindustrie zu.

Grüße
Neue Nutzungen für alte Gebäude
Mitglied der Fachwerk.de Community
Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | | 11.07.08

Tip


www.innendaemmung.com


anonymus | 11.07.08

Ansichtssache!


Sie als Realo schreiben:
"In der Fraktion der Klimaleugner arbeitet man der Ölindustrie zu"

Frage: Wie alt sind Sie?
Können Sie lesen?

Dann nur mal das Teil:
http://alpen.sac-cas.ch/html_d/archiv/2004/200406/ad_2004_06_12.pdf
Da wird beschrieben, dass in den schweizer Alpen auf hohen Ebenen Hochmore und Baumteile unter Gletscherabschmelzungen gefunden wurden, die die Frage aufwerfen: Wir kommt ein Hochmoor mit Torf auf ca 2000 m??

Ach das waren die Ölmultis - heimlich in der Nacht!

Aber ich will Ihnen nicht Ihren Glauben daran verbieten: Ich möchte nur hinterfragen und Antworten bekommen, die nicht kommerzialisiert sind: (Al Gore inc)

Viel Erfolg weiterhin!

FK
langlebig - nachhaltig - einfach
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architekturbüro slow-house | | 11.07.08

Anfrage


Antwort:
Alter 57
lesen ja, aber ungern solch einen Unsinn.

Gruß
Neue Nutzungen für alte Gebäude
Mitglied der Fachwerk.de Community
Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | | 12.07.08

Blödsinn oder Leichtsinn?


Ein kleiner Teil des von Ihnen titulierte "Unsinn" hier kurz zitiert:
Zitat:
[Folgerungen
Die Holz- und Torffunde im Vorfeld von zahlreichen Gletschern der Alpen bieten vielfache Belege für kleinere Gletscherstände als heute. Pflanzen- und Baumwachstum in den Gebirgstälern,dort wo heuteGletscher liegen,war nur möglich, als diese Eiskörper – in Übereinstimmung mit einer entsprechend höheren Waldgrenze – wesentlich kleiner waren. Vor 1900 bis 2300 Jahren lagen die Gletscherzungen mindestens 300 m höher als heute. So wurden in der Römerzeit die Gletscher kaum als solche erlebt aus dem einfachen Grund,weil sie weitab von den damals benützten Alpenübergängen lagen und somit auch nicht als Hindernis empfunden wurden.Die niedersten Gletscherstände fallen nach heutiger Kenntnis in die Phase 7300 bis 6800 Jahre vor heute. Die bisherigen Funde lassen den Schluss zu,dass in dieser Periode entweder die meisten Alpengletscher sogar überhaupt verschwunden waren oder aber zumindest nur noch als Restbestände existierten. Auf Grund dieser Funde, die die Gletschergebiete der Schweizer Alpen weit gehend abdecken, muss die bisher gängige Vorstellung von den seit der Eiszeit durchgehend relativ stark vergletscherten Alpen entscheidend revidiert werden.]
aus: http://alpen.sac-cas.ch/html_d/archiv/2004/200406/ad_2004_06_12.pdf
Seite 46 (13)

und das ist nur ein kleiner Baustein, der aufzeigt, dass die Klimakatastrophe ein Marketingschwindel ohne gleichen ist.

Aber das kann jeder selbst entscheiden!
Wenn also der Grund wegfällt - braucht man nicht Energie sparen (was sowieso eine Milchmädchenrechnung ist: denn die Kosten und der Energieaufwand ist wesentlich höher als der Nutzen (auch und vor allem für den Bauherrn)

Um den hohen E-Preisen Paroli zu bieten sollte man das Wirtschaftssystem verstehen und dann ändern - aber das liegt natürlich nicht in unserer Macht! Da müsste man ja wieder bei Adam und Eva anfangen und das macht man nicht : viel zu anstrengend!
Da hupfen wir lieber irgendwelchen "geadelten" Hampelmännern hinterher und posaunen deren Schwachsinn in alle Welt!

Ich bleib dabei: Keine Dämmung ist die Beste!

Nen schönen Samstag!
langlebig - nachhaltig - einfach
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architekturbüro slow-house | | 12.07.08

@ armer BKramp


Wollen wir den Ball nun wieder einmal flach bekommen, damit auch die Allgemeinverständlichen wieder mitkommen.

@ BKramp

Ihre Anfrage war ja die Dämmfrage: ...."beste" Dämmung!
Diese wird es leider nicht geben!
Wichtig bei Ihrer Betrachtung ist ganz einfach, welchen Anspruch möchten Sie und was passt dazu.
Aus dem Gefühl heraus betrachtet, bedürfte es eigentlich keiner zusätzlichen Dämmung auf Ihre Sandsteinmauern.
Wenn innenseitig eine Wandheizung aufgelegt werden kann und diese man u.U. mit Lehm verputzt, erreichen Sie schon sehr beachtliche Werte.
Vorlauftemperatur max. 30°C.
Große Flächen - niedrige Vorlauftemperatur.

@Communarden

Die Wortmeldungen sind natürlich in aller Sache richtig bzw.
fachlich ok, doch wie bereits teilweise angemerkt, artet es dann immer in die sogenannte: "Standpunkt-Lager-Ansicht" aus.
Der fachliche Laie erschrickt sich dann immer.
Und ob er dann wirklich diese Dinge beherzigt, weissen wir dann leider nicht.
Also wollen wir doch allgemeinverständlich helfen und versuchen, dass die politisch vorgegaukelten ENEV's und gesetzlich verordneten CO²-Reduzierungsmaßnahmen beim Immobilienbesitzer nicht zu baulichen Nachfolgeschäden führt, sondern zu vernünftigen Lösungen.

Nachdenklicher Gruß

Udo Mühle
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community
LehmHandWerk Udo Mühle | | 12.07.08


FK, prima link Sammlung, sehr interessant.

grüße
(ein vermummter Sympathisant)
Der Mensch hat freien Willen , das heißt, er kann einwilligen ins Notwendige.
Mitglied der Fachwerk.de Community
Bauwerksanierung-PAAS | | 12.07.08


@Communarde Udo
Ich will nicht als Communarde angesprochen werden !! Laß doch mal dieses "Wir sind alle eine große Familie"Gehabe !
Und ich weis auch nicht ob die Wortmeldungen "natürlich in aller Sache richtig bzw. fachlich ok sind" ? Alle können nicht recht haben !
Es gibt Wichtigeres im Leben,als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.
Mitglied der Fachwerk.de Community
Malermeister | | 12.07.08


Hallo Herr Kramp,

bin gerade auf Ihre Anfrage gestoßen und mir wir schon ganz schummrig bei all den Expertentipps. Grundsätzlich ist die beste Wärmedämmung ein luftgefüllter Wandbaustoff -also trocken. Innendämmung führt zur Taupunktverlagerung weil eine Aufwärmung von innen nicht mehr möglich ist. Wasser wie Stein und Metall sind gute Wärmeleiter, Luft, also Gase schlechte Wärmeleiter. Das Verhältnis aus gutem und schlechtem Wärmeleiter ist für die Eigenwärmedämmung des Wandbaustoffs verantwortlich. Diese Trockenheit erreiche ich in meiner täglichen Arbeit mit einer Lotupor Fassaden Imprägnierung für deren Wirksamkeit ich auch ein thermographisches Gutachten vorzeigen kann welches von einem Kunden baubegleitend angefertigt wurde. Ob nach der Austrocknung eine Innendämmung möglich ist werden wir mit einer wissenschaftlichen Untersuchung dieses Jahr noch prüfen, solange gilt das jede Innendämmung ein bauphysikalischer Fehler ist.

Mit freundlichem Gruß
Ralf Dieter Rupnow
Der liebe Gott würfelt nicht. Albert Einstein
Mitglied der Fachwerk.de Community
Fachbetrieb Bauwerksabdichtung | | 25.01.09