Fachwerk.de - 2-Schaliges Mauerwerk dämmen
Viele Grüße aus Ostwestfalen!
U. Fischer
Ulrich Fischer
Ulrich Fischer | 23.01.08
Aussenwand dämmen
Guten Abend,
wir hatten hier schon einmal ein ähnliches Thema.
Nein, den Taupunkt holen Sie sich nicht nach innen, weil die Dämmung ja weitgehend Außen liegt. Sie wird zur Kerndämmung, und das heißt, daß sie Feuchtigkeitsstabil sein muß. Das trifft auf MIwo-Flocken nur bedingt und auf Zellulose überhaupt nicht zu.
Nun ist aber die Außenwand wahrscheinlich an der Innenwand irgendwie festgemacht: weil es 1930 noch keine V2A-Maueranker gab, wurden 5 bis 7 Kopfbinder pro m2 in die Innenwand eingebunden, die jetzt Kältebrücken wären.
Der Effekt wäre also sicher ein Drittel ungünstiger als Sie sich erhoffen und wegen unbekanntem Zustand der Außenschale mit dem Risiko des Absaufens behaftet.
Ist natürlich entsprechend billig.
Grüße vom Niederrhein
Guten Abend,
wir hatten hier schon einmal ein ähnliches Thema.
Nein, den Taupunkt holen Sie sich nicht nach innen, weil die Dämmung ja weitgehend Außen liegt. Sie wird zur Kerndämmung, und das heißt, daß sie Feuchtigkeitsstabil sein muß. Das trifft auf MIwo-Flocken nur bedingt und auf Zellulose überhaupt nicht zu.
Nun ist aber die Außenwand wahrscheinlich an der Innenwand irgendwie festgemacht: weil es 1930 noch keine V2A-Maueranker gab, wurden 5 bis 7 Kopfbinder pro m2 in die Innenwand eingebunden, die jetzt Kältebrücken wären.
Der Effekt wäre also sicher ein Drittel ungünstiger als Sie sich erhoffen und wegen unbekanntem Zustand der Außenschale mit dem Risiko des Absaufens behaftet.
Ist natürlich entsprechend billig.
Grüße vom Niederrhein
Neue Nutzungen für alte Gebäude
Mitglied der Fachwerk.de Community(Profil)
Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 23.01.08
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2-Schaliges Mauerwerk dämmen
Hallo Herr Beckmann,
vielen Dank für Ihre Info. Tatsächlich sind Innen- und Aussenschale mit etwas verbunden, was ich als Laie als "Draht" bezeichnen würde, aus welchem Material auch immer. Ihre Begründung, dass hier Kältebrücken entstehen ist für mich nachvollziehbar, auch dass Sie hier vom Einblasen von Mineralwolle abraten klingt plausibel. Da Sie sich als Fachmann erweisen, hätte ich natürlich gern eine Info ob es hierzu alternative Schüttungen o.ä. gibt, die sich durch ein Einblasverfahren einbringen lassen und die den von Ihnen erläuterten negativen Effekt nicht haben. Es ist zwar nicht so, dass Geld keine Rolle spielt, wenn es hier jedoch ein Optimum gibt, das einen finanziellen Mehraufwand rechtfertigt, so bin ich durchaus bereit diesen Mehrpreis zu zahlen.
Vielen Dank im Voraus!
U. Fischer
U. Fischer | 23.01.08
Hallo Herr Beckmann,
vielen Dank für Ihre Info. Tatsächlich sind Innen- und Aussenschale mit etwas verbunden, was ich als Laie als "Draht" bezeichnen würde, aus welchem Material auch immer. Ihre Begründung, dass hier Kältebrücken entstehen ist für mich nachvollziehbar, auch dass Sie hier vom Einblasen von Mineralwolle abraten klingt plausibel. Da Sie sich als Fachmann erweisen, hätte ich natürlich gern eine Info ob es hierzu alternative Schüttungen o.ä. gibt, die sich durch ein Einblasverfahren einbringen lassen und die den von Ihnen erläuterten negativen Effekt nicht haben. Es ist zwar nicht so, dass Geld keine Rolle spielt, wenn es hier jedoch ein Optimum gibt, das einen finanziellen Mehraufwand rechtfertigt, so bin ich durchaus bereit diesen Mehrpreis zu zahlen.
Vielen Dank im Voraus!
U. Fischer
U. Fischer | 23.01.08
Kerndämmung
Guten Morgen Herr Fischer,
wie gesagt: es muß ein als Kerndämmung zugelassener Baustoff sein.
Es kommen in Frage
-"Hyperdämm" der Knauf-Perlite GmbH, wasserabweisend eingestellt
- vergleichbare mineralische oder silikatische Granulate
Das Datenblatt können Sie sich im Internet herunterladen.
Grüße vom Niederrhein
Guten Morgen Herr Fischer,
wie gesagt: es muß ein als Kerndämmung zugelassener Baustoff sein.
Es kommen in Frage
-"Hyperdämm" der Knauf-Perlite GmbH, wasserabweisend eingestellt
- vergleichbare mineralische oder silikatische Granulate
Das Datenblatt können Sie sich im Internet herunterladen.
Grüße vom Niederrhein
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Mitglied der Fachwerk.de Community(Profil)
Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | Dietmar Beckmann | 24.01.08
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Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | Dietmar Beckmann | 24.01.08
Lehm zum einblasen
Ist da evtl die Jasmin Holzlehm Einblasdämmung geeignet???
http://www.holz-lehmhaus.de/hl_technisch_f.php
Viele Grüße
Andrea
Ist da evtl die Jasmin Holzlehm Einblasdämmung geeignet???
http://www.holz-lehmhaus.de/hl_technisch_f.php
Viele Grüße
Andrea
Proportionen sind das A und O in der Gestaltung
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Andrea Berenfeld | 24.01.08
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Andrea Berenfeld | 24.01.08
Lehm?
Nein, wird naß. Kann nur innerhalb geschlossener Gebäudehüllen sinnvoll verwendet werden.
Grüße
Dietmar Beckmann | 24.01.08
Nein, wird naß. Kann nur innerhalb geschlossener Gebäudehüllen sinnvoll verwendet werden.
Grüße
Dietmar Beckmann | 24.01.08
"Hyperdämm"-Schüttung
Hallo Herr Beckmann,
einmal mehr vielen Dank für Ihre Ausführungen. Werde mich auf der entspr. Website mal eingehend informieren. Möchte nämlich nicht irgendwas in die Hohlwände blasen und abwarten was passiert, sondern einen dauerhaft positiven Effekt erzielen, ohne dass hier auf längere Sicht nur erhöhter Sanierungsbedarf entsteht.
mfg
U. Fischer
U. Fischer | 24.01.08
Hallo Herr Beckmann,
einmal mehr vielen Dank für Ihre Ausführungen. Werde mich auf der entspr. Website mal eingehend informieren. Möchte nämlich nicht irgendwas in die Hohlwände blasen und abwarten was passiert, sondern einen dauerhaft positiven Effekt erzielen, ohne dass hier auf längere Sicht nur erhöhter Sanierungsbedarf entsteht.
mfg
U. Fischer
U. Fischer | 24.01.08
Dämmschüttung
Ehe ich es vergesse: lang ists her, da wurden in irgendeinem unserer vielen Bundesländer mal durch die oberste Bauaufsichtsbehörde solche Konstruktionen (Verblendfassaden mit Fassadenankern aus einfachem Stahldraht) von Staats wegen auf ihre Standsicherheit hin untersucht. Draht rostet nämlich, besonders in 70 Jahren. Es ist deshalb nicht auszuschließen, daß die Statik altersbedingt nicht mehr funktioniert. Sie sollten das klären, bevor Sie die Fassade neuer Belastung aussetzen.
Im Schadensfall keine Panik: Es gibt erprobte Verdübelungen für nachträgliche Fixierung.
Grüße
Ehe ich es vergesse: lang ists her, da wurden in irgendeinem unserer vielen Bundesländer mal durch die oberste Bauaufsichtsbehörde solche Konstruktionen (Verblendfassaden mit Fassadenankern aus einfachem Stahldraht) von Staats wegen auf ihre Standsicherheit hin untersucht. Draht rostet nämlich, besonders in 70 Jahren. Es ist deshalb nicht auszuschließen, daß die Statik altersbedingt nicht mehr funktioniert. Sie sollten das klären, bevor Sie die Fassade neuer Belastung aussetzen.
Im Schadensfall keine Panik: Es gibt erprobte Verdübelungen für nachträgliche Fixierung.
Grüße
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Mitglied der Fachwerk.de Community(Profil)
Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | Dietmar Beckmann | 25.01.08
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Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | Dietmar Beckmann | 25.01.08
Fassadenanker
Hallo Herr Beckmann,
über der Zustand der Fassadenanker kann ich fologendes sagen: beim Abriss einiger Bimssteinwände, die seinerzeit nachträglich eingebaut und u.a. aufgrund statischer Aspekte in der Aussenwand verankert waren, konnte ich den ein oder anderen Blick auf diese Anker werfen. Soweit ich sehen konnte, waren diese Bauteile nicht einmal ansatzweise korrodiert, sondern waren noch immer von einer mattgrauen Zinkschicht überzogen. Ich denke außerdem, dass jedes halbwegs seriöse Unternehmen vor Beginn einer Hohlwanddämmung zunächst eine Endoskopie durchführt, bei der evtl. Schäden zutage treten würden. Trotzdem vielen Dank für den Hinweis. In dieser Institution wird man nicht dümmer - immer nur schlauer...
mfg
U. Fischer
U. Fischer | 25.01.08
Hallo Herr Beckmann,
über der Zustand der Fassadenanker kann ich fologendes sagen: beim Abriss einiger Bimssteinwände, die seinerzeit nachträglich eingebaut und u.a. aufgrund statischer Aspekte in der Aussenwand verankert waren, konnte ich den ein oder anderen Blick auf diese Anker werfen. Soweit ich sehen konnte, waren diese Bauteile nicht einmal ansatzweise korrodiert, sondern waren noch immer von einer mattgrauen Zinkschicht überzogen. Ich denke außerdem, dass jedes halbwegs seriöse Unternehmen vor Beginn einer Hohlwanddämmung zunächst eine Endoskopie durchführt, bei der evtl. Schäden zutage treten würden. Trotzdem vielen Dank für den Hinweis. In dieser Institution wird man nicht dümmer - immer nur schlauer...
mfg
U. Fischer
U. Fischer | 25.01.08