Dachsanierung - Dachstuhl schief

Hallo, ich habe ein Grundstück im Außenbereich mit Bestandsschutz gekauft. Jetzt möchten wir das Dach neu decken und haben festgestellt, daß der gesamte Dachstuhl schief ist und nach einer Seite (Längsseite) drückt! Der Vorbesitzer hat in Eigenregie das Dach gebaut und hat auf einer Längsseite die Waagerechten Verbindungshölzer zwischen Dachsparren und senkr. Pfoste "vergessen" einzubauen. Daher neigt sich das Dach zu einer Seite (40/60° statt 45/45°). Wir liegen sehr hoch und ich vermute, daß die Stürme im letzten Jahr das Dach rübergedrückt haben. Frage: Habe ich jetzt noch die Möglichkeit, dies der Versicherung zu melden (es ist uns Laien jetzt erst aufgefallen)? Wenn ich den gesamten Dachstuhl wegen Einsturzgefahr neu mache, bekomme ich Probleme mit dem Bauamt, weil ich ja im Außenbereich wohne? Habe schon einiges hier gelesen und habe nun doch Bedenken, daß es mir verboten wird... Ich freue mich über jeden Tip vom Fachmann! Viele Grüße Ines Buchmann (Thüringen)


anonymus | 05.03.03

kein Versicherungsschaden


Ein schief stehender Dachstuhl ist kein wirklicher Versicherungsschaden, schon gar nicht, wenn Sie es erst jetzt festgestellt haben. Wenn Hölzer vergessen wurden, kann das üblicherweise nachgeholt werden. Zimmererbetriebe haben die Möglichkeit einen Dachstuhl z. B. mit einer Seilwinde nachzurichten (das kommt natürlich auf die Substanz darunter an). Möglicherweise haben Sie einen Anspruch gegenüber dem ehemaligen Besitzer wegen verdeckter Mängel des Gebäudes. Das sollte ein Gutachter, auch im Bezug auf die Einsturzgefahr klären. Wenn Sie im Aussenbereich wohnen!!!, ist die Erneuerung des Dachstuhls kein Problem.
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Dritte Haut® Architekten | | 06.03.03

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