Dachausbau; Dachdämmung bei einem Mansardendach




Guten Abend werte Fachleute,
meine Familie und ich haben uns ein altes Stadthaus gekauft (Baujahr ca. 1890). Von den Vorbesitzern wurde es über die Jahre mehr schlecht als recht saniert. Ich möchte es halbwegs richtig machen.
Die Dachsanierung steht jetzt bei uns an, da möchte ich nach bereits erhaltenen Kostenvoranschlag kurz ein "O.K. so kann das gemacht werden" der Fachwerkgemeinde erhalten.(Oder auch eben nicht...)
Dachaufbau:
- Tonziegel
- Lattung
- Konterlattung
- Bitumbahn
- Rauspund
- aufgedoppelte Sparren (aufgedoppelt erscheint mir etwas übertrieben, es sind 6cm.)
- Zwischensparrendämmung 200mm, 035"dingsbums"
- Dampfbremse im Spitzboden.
- Lattung
- Rigips

Hoffe das ist soweit zu empfehlen.

Da es sich um ein Mansardendach handelt, stellt sich mir weiterhin die Frage, ob an den Seiten nicht auch "irgendwie" eine Dampfbremse muss? Bisher ist der Gedanke die Seiten einfach mit Wolle bis an die Rigipswand zuzustopfen.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit



Dachausbau; Dachdämmung bei einem Mansardendach



Hallo Herr Weinert,

wenden Sie sich doch einmal an:

Ihre Zimmerei ZD GmbH
Gabriel Germann
Mobil: 0170/ 1641967

Diese Zimmerei kennt sich super mit Dachstühlen alter Häuser aus.

Mit freundlichen Grüssen.

Veronika Klepac



Dachausbau



Hallo Fam. Weinert,
bei Ihrem Dachaufbau vermisse ich eine Belüftungsebene zwischen Dämmung und Rauhspund.
Die Bitubahnen auf dem Rauhspund wirken wie eine Dampfsperre, ev. eingedrungene Feuchtigkeit kann so nicht bzw. nur schlecht nach außen ablüften.
Ob die Dampfbremse allein zur Feuchteregulierung ausreicht, ist für mich fraglich.
Ist denn eine Schalung unbedingt notwendig, würde eine Unterspannbahn nicht auch genügen?

Viele Grüße
Georg Böttcher



Dachausbau



Guten Tag Herr Böttcher,

Die gemeine Unterspannbahn hatte ich gar nicht auf dem Zettel, sondern DWD-Platten oder Rauspund. Ich erhoffe mir dadurch einen höheren Dämmwert zu erzielen. Weiterhin kommt mir die Unterspannbahn so flötig vor... Eine Belüftungsebene erscheint mir sehr plausibel und wird sofort mit dem Dachdecker meines Vertrauens besprochen. Bitte erläutern Sie den Satz: "Ob die Dampfbremse allein zur Feuchteregulierung ausreicht, ist für mich fraglich" nochmal. Meinen Sie damit die Mansarde? Wie kann es besser funktionieren?.

Guten Tag Frau Klepac,

vielen Dank für den Tip, ich überprüfe das mal.

Danke



Dachausbau



Eine Dampfbremse ist eben eine Bremse und keine Dampfsperre. Feuchte kann in die Dämmung und das Tragwerk eindringen, aber auch wieder austreten. Die Frage ist, wieviel geht rein und wieviel kommt wieder raus. Bei Räumen mit hohem Feuchteanfall, wie Schlafzimmer und Bad, kann dies zu Feuchteakkumulationen führen.
Ein Grundsatz beim Aufbau von solchen Bauteilen ist, sie nach außen hin immer diffusionsoffener zu gestalten. so kann Feuchte nach außen ablüften und möglichst wenig von innen eindringen. Diese Sicherheit haben sie bei ihrem Aufbau nicht. Auch eine Dampfsperre statt der Dampfbremse wird das Problem nicht lösen.
Wenn der Einsatz des Unterdaches keine zwingenden Gründe hat wie Witterung, sondern nur Ihrem Gefühl geschuldet ist, dann würde ich an Ihrer Stelle darauf verzichten. Die Dämmwirkung von ein paar cm Schalung fällt kaum ins Gewicht, wohl aber die Kosten.
Wenn Sie denn darauf bestehen, lassen sie die Bitubahn weg und nehmen Sie dafür Unterspannbahn.
Damit ist das Problem der gesonderten Belüftungsebene vom Tisch.

Viele Grüße
Georg Böttcher



Dachausbau



Das hört sich noch besser Herr Böttcher, was für einen Hersteller für Unterspannbahnen würden Sie empfehlen?

Danke



Dachausbau



Ich gebe keine besondere Empfehlung, alle gängigen Marken vom Fachhandel (Dachdeckereinkauf) sind möglich.

Viele Grüße
Georg Böttcher



Dachausbau



Danke Herr Böttcher, dass Einstellen meines Aufbaues und die darauf folgenden,von Ihnen aufgezeigten, Handlungsalternativen hat mich weitergebracht.

Familie Weinert





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