Das Dach kontrollieren ohne Leiter: Drohnen als fliegendes Auge

Ein Gebäude zu beurteilen ist heute aus vielen Gründen nötig. Das könnten Dachinspektionen, Wartungen und Reparaturen sein. Im Vergleich mit anderen Teilen eines Hauses ist das Dach schwierig zu überblicken, etwa, wenn die Dachgeometrie aufwendig ist, andere Gebäude oder Bäume die Sicht behindern. Selbst, wenn das Haus freisteht, wird mindestens eine Leiter benötigt, um Details genau zu sehen.

Hilfe durch professionelle Drohnen

Mit Hilfe einer Drohne kann der Hausbesitzer oder der von ihm beauftrage Handwerker vom Boden aus gut erkennen, was unter dem Wetterhahn oben los ist. Profi Drohnen mit Kamera von Yuneec etwa sind eine gute Unterstützung, Schäden auf einem Dach zu identifizieren. Eine gute Plattform für eine Kamera ist der Tornado H920. Mit ihm lassen sich nicht nur großartige Fotos, sondern auch lebendige Videoaufnahmen machen. Zwei Kameraoptionen sorgen für den entsprechenden Komfort. Denn der Tornado H920 kann zum einen mit der Panasonic GH 4, dem Branchenstandard ausgestattet werden. Kompatibel ist er außerdem mit der CGO4 Gimbal-Kamera der Firma Yuneec. Dächer werden so hochauflösend fotografiert oder gefilmt. Später werden einzelne Bilder ausgewertet. Sichtbar werden Schäden am Dach im Zentimeterbereich. Die Perspektive von oben hilft sogar beim Einsehen von Anschlussbereichen und Rinnen, die anders nicht beurteilt werden können.

Kosten bleiben überschaubar

Die Kosten können sich für den Kunden durchaus rechnen, auch, wenn er die Technik nicht selbst kauft, sondern einen Handwerksbetrieb beauftragt, der über diese Technik verfügt. Eine Hebebühne aufzustellen, um den Zustand eines Daches beurteilen zu können, kostet im Schnitt 250 Euro. Steht die Hebebühne länger, kann es noch teurer werden. Bei der Beauftragung eines Profis zählt für die Kosten nur die Zeit, die er oder der Handwerker zur Begutachtung aufwenden muss. Für den Flug einer Drohne sind das nur wenige Minuten. Ganz zu schweigen davon, dass die Drohne auch an Stellen kommt, die mit der Hebebühne schwer oder gar nicht zu erreichen sind.

Besondere rechtliche Umstände beachten

Natürlich gibt es auch Einschränkungen, wenn ein Handwerker, ein Gutachter oder eine private Person eine Drohne lenkt, um den Zustand eines Daches zu beurteilen. Selbst beim Einsatz im gewerblichen Bereich müssen 1,5 Kilometer Mindestabstand zu Flugplätzen gehalten werden. Ausnahmeregelungen gibt es hier kaum. Einige Bundesländer verbieten außerdem Drohnenflüge über bestimmten Gebieten. Darüber sollten man sich vor dem Einsatz der Drohne informieren. Auch eine enge Abstimmung mit dem Grundstücksnachbarn ist hilfreich. Er könnte sich von einem Überflug einer Drohne über sein Grundstück gestört fühlen, vor allem, wenn sie eine Kamera an Bord hat. Eine enge Absprache für einen solchen Fall hilft, Streit zu vermeiden.

Ansonsten haftet der Lenker einer Drohne für sämtliche Schäden. Die meisten privaten Haftpflichtpolicen schließen das vertraglich aus. Eine spezielle Versicherung empfiehlt sich also dringend. Modellflugverbände bieten Policen, die Voraussetzung bei der Erteilung von Genehmigungen für den Aufstieg. Genehmigungspflichtig sind Flüge mit Drohnen im privaten Einsatz, wenn das Gerät mehr als fünf Kilo wiegt. Handwerksbetriebe, die Drohnen kommerziell zur Begutachtung von Dächern einsetzen, müssen sich auch erst bei Modellen über fünf Kilo Gewicht eine Aufstiegsgenehmigung von den zuständigen Landesbehörden einholen.