Bodenplatte im Keller naß - Neubau

Hallo zusammen,

ich hatte schonmal einen Beitrag hierzu gemacht: http://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/salzausbluehungen-neubau-im-keller-247099.html#247099

Das Problem hat sich leider noch nicht gelöst. Was ist bisher passiert:

Nachdem nach dem Starkregen und Hochwasserphase im Mai/Juni weitere Innenwände (Ziegel) feucht wurden, habe ich einen Gutachter eingeschaltet. Er hat erste Messungen vorgenommen und festgestellt, dass die Bodenplatte naß war. Bei der Prüfung der Abdichtung der ELW Türe hat er festgestellt, dass diese Abdichtung fast komplett nicht mehr in Takt war. Somit haben wir die erstmögliche Ursache gehabt. Es kam der Handwerker, der die Abdichtungen gemacht hatte, hat unten alles bis zum Betonboden aufgemacht und die Abdichtung mit Flüssigkunststoff erneuert. Parallel war eine Trocknungsfirma da und hat nach Abschluss der Abdichtung die Fließen/Estrich durchbohrt und die Trocknung lief 3 Wochen. Die Messwerte waren dann optimal und es wurde alles abgebaut. Bevor ich die Sanierung (Austausch Fliesen, neue Türrahmen, Wände sanieren, etc) losging wollte ich eine gewisse Zeit abwarten um zu schauen, ob der Fehler nun behoben ist.

Heute (1-2 Monate nach abschluss der Trocknung) war die Trocknungsfirma da für eine erneute Messung. Dabei wurde festgestellt, dass der Betonboden wieder sehr feucht/nass ist. Somit kann die fehlende Abdichtung an der Tür als Ursache fast ausgeschlossen werden. Jetzt versuchen wir duruch eine Leckortung die Ursache zu finden.

Was sagt ihr zu diesem Fall? Bilder findet ihr in dem letzten Beitrag.

Was kommt alles in Frage und wie würde man das am besten beheben können?

Danke vorab!

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 19.09.16


Neben den bereits im Februar geschilderten Mängeln habe ich da noch etwas anderes im Visier. Ich sehe auf dem Baustellenbild, aufrecht stehende Bewehrungseisen. Wurden die Kellerwände betoniert? Wenn ja, wurde hier auch das Quellband eingebracht? Wie wurde später abgedichtet? Gibt es hiervon Bilder?

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer
Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden. (Mies van der Rohe)
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architekturbüro Kornmayer | | 19.09.16

betonieren


betonierensind diese Bilder aussagekrägtig?

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 19.09.16

Blechq


augenscheinlich nur Blech, rechts im Bild scheint eine Überlappung zu sein, die könnte aufgrund des Versatzes nicht dicht beieinander liegen, kann aber auch nur ein Höhenunterschied sein.
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 19.09.16

Durch


die ganzen Abwasserrohre ist deine Bodenplatte durchzogen mit "Gängen" wie ein Ameisenbau, d.h. deine Sohle ist an der schwächsten Stelle vllt. nur 10cm stark. Also per se zu dünn um wasserdicht zu sein und rissgefährdet. Dann hast du scheinbar auch keine zusätzliche Abdichtung auf der Bodenplatte, wie man im letzten Fred sehen konnte. Das heißt das Wasser kann auf jeden Fall von unten eindringen, sucht sich den Weg entweder direkt durch die Platte an den geschwächten Bereichen oder an den Rohrein- und Austrittspunkten entlang.


Methusalem | 20.09.16

bodenplatte


das problem bei der Bodenplatte war, dass die Höhenangaben der Entsorgungsbetriebe mit den Anschlüssen nicht gestimmt hatten. Das haben wir nach dem Aushub festgestellt. Daher wurde umgeplant, die Bodenplatte auf knapp 40cm mit WU Beton erweitert und die Rohre durch die Bodenplatte gezogen. Laut dem Bauleiter und Statiker (in diesem Fall mein Vater) besteht kein Zweifel, dass die Bodenplatte undicht ist. Ich bin mir nicht sicher bzw. weiß nicht woher das Problem sonst herkommt, nachdem die Abdichtungsthematik ausgeschlossen werden kann.

Wäre das die "Schuld" vom Planer oder vom Rohbauer?

Wie ist euer Rat? Welche Ursache ist am naheliegensten und wie könnte man das beheben?

Braucht ihr noch weitere Bilder für die Fehlereingrenzung?

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 20.09.16

Ach


so, 40cm ist schon ein Wort. Dann würde ich die Austrittspunkte der Rohrstutzen genauer unter die Lupe nehmen, und schauen ob das Wasser entlang der Rohre kommt, begonnen am nächsten Punkt von dem Ausleitungspunkt. Und bei diesem Sinkkasten/Gully (?)
Hat der Planer eine Berufshaftpflichtversicherung? Die sollte in Anspruch genommen werden.


Methusalem | 20.09.16

wurde


um die Rohre Dichtband gelegt (Quellband für Beton, geht erst nach Tagen auf)?
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 20.09.16

festgestellt-Bilder aus der Bilddatenbank: