Bodenaufbau über Gewölbekeller

Hallo Freunde,
Ich will den Fussboden über einen Gewölbekeller neu aufbauen.Die alten Pichpine Dielen sind von unten vergammelt.
Hier der noch bestehende Originalaufbau von ca. 1910 (leider keine genaue Datierung vorhanden)

Gewölbekeller ist i.O. (Stahlträger, mit Bimsstein ausgemauert.)
Von oben ist das Gewölbe verputzt.
Darauf liegt Dreck, Erde als Schüttung.
Die Balkenlage ist z.T. im Mauerwerk aufgelegt und liegt quer über dem Gewölbe.
Auf den Balken liegen die Pitch pine Dielen, quasi direkt im der Erde.

2 Maueraussenwände sind leider nass geworden. Dies war bedingt durch eine Bausünde der 50er Jahre. Gehwegplatten bis zum Haus mit der Oberkante über der Dampfsperre ( Teerpappe)
Dieser Mangel ist behoben.

Durch diese Feuchtigkeit ist die Erde unter den Dielen feucht geworden und hat die alten Dielen auf dem Gewissen.

Ich möchte wieder einen Holzboden (Bohlen ohne Fuge) verlegen.

Wie mache ich einen Neuaufbau , inkl. Wandbereich ? gesehen von der verputzten Gewölbekelleroberseite.

Als Schüttung habe ich an Lavalit gedacht. Dies ist hier im Westerwald/Eifel ein verbreiteter Baustoff.

Ich bitte um Eure Erfahrungen und Tipps
Vielen Dank

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 11.04.17

Das war...


...bestimmt nicht nur das Wasser von aussen. Dämmung und Sperrbahn wären sinnvoll.

Wieviel Aufbauhöhe gibt es denn ab OK Gewölbe?

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 13.04.17

Bodenaufbau 1.0


Hallo zusammen,
Thomas danke für Dein Interesse.
vom Scheitelpunkt des Gewölbes bis zur Unterkante der jetzigen Dielen sind es 15-16 cm. Die tiefste Stelle ist 25 cm.Die gleiche Höhe wird bei dem Neubau des Bodens angestrebt.


Die Feuchtigkeit kam von den Aussenwänden. Dies wurde bereits behoben, die entsprechenden Flächen trocknen langsam aus.

Der darunterliegende Keller ist trocken.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 14.04.17

Nun,


"trocken" ist ein relativer Begriff, Kondensfeuchte kommt dazu. Auch ohne Wasser von Aussen nehmen Holzböden oberhalb ungeheizter Keller oft Schaden.

Ich würde so vorgehen:
Dreck völlig entfernen
zementär gebundene Blähtonschüttung sauber waagerecht abziegen, auf Niveau 11cm unter Dielenunterkante
Bitumensperrbahn, an der Wand bis UK Dielung hochgezogen
Darauf Lagerhölzer mit Blähtonhohlraumschüttung
Oder Holzweichfaserplatten Rohdichte 0,25 (z.B. DOSER DHD N25 mit zwischenliegenden Leisten
Dielung

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 14.04.17

Zementgebunden,


warum muss da Zement in die Schüttung?
Für mich als Laien hört sich das an wie Betonmachen mit Blähton.
Und wenn es Sinn macht, welches Mischverhältniss nehme ich?
Danke für weitere Tipps.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 14.04.17

Eine Gebundene Schüttung...


ist formstabil, wie der Name schon sagt. Lässt sich leicht ergoogeln und ist nicht meine Erfindung. Darauf kann man sehr schön eine Sperrbahn verlegen. Versuch das mal auf mobilem Gekrümel...

http://www.liapor.com/at_schuettung/zementgebundene-schuettung/thermobeton.html
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 14.04.17

Die Version mit


der gebundenen Schüttung werde ich realisieren.

Beim herausnehmen der alten Dreckschicht wird das Gewölbe entlastet. Ich habe hier im Forum einiges gelesen bzgl. eines möglichen Einsturzes der Gewölbekonstruktion bei fehlender Auflast.

Soll ich deshalb das Einbringen der neuen Schüttung schrittweise machen?

Was haltet ihr von dem bereits erwähnten Lavalit vs. Blähton.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 14.04.17

Gewölbekeller-Bilder aus der Bilddatenbank: