Bettenkauf: Gut schlafen im renovierten Fachwerkhaus

Rückenschmerzen gelten in Deutschland als ein Volksleiden. Kein Wunder, dass es in kaum einem anderen Land so viele Eingriffe an den Bandscheiben gibt. Die Ursache allen Übels ist im Regelfall das Bett. Wir verbringen ein Drittel unseres Lebens schlafend - leider aber zu selten in einer angenehmen Position. Ein gutes Bettsystem sollte in jedem renovierten Fachwerkhaus zu finden sein.

Das Volksleiden Rückenschmerzen ist oftmals ein temporäres Problem, welches in der überwiegenden Anzahl aller Fälle nach wenigen Monaten verschwindet. Tun sie das nicht, werden sie zu einer unangenehmen Dauerqual für Betroffene. Damit es gar nicht erst dazu kommt, sollte bei der Renovierung eines Fachwerkhauses beim Bettenkauf nicht gespart werden.

Schlafstörungen verstärken Rückenschmerzen

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie Bernd Kladny weiß, dass Rückenschmerzen von einer schlechten Matratze verstärkt werden. In einem Interview mit SPIEGEL ONLINE erklärt der Experte, wie eine gute Matratze beschaffen sein sollte.

Sein Rat: Patienten müssen eine Matratze ausprobieren und prüfen, ob sie auf ihr gut liegen. Natürlich spielt die Atmosphäre dabei eine große Rolle, denn beim Probeliegen möchte man sich wie im heimischen Schlafzimmer fühlen. Aus diesem Grund haben die Experten für Betten, Lattenroste und Matratze BeLaMa ein Fachgeschäft in Berlin eröffnet (Link: https://www.belama.de/showroom-berlin/), wo die Kunden des Unternehmens Matratzen und Co. vor Ort ausprobieren können.

Beim Kauf der Matratze ist darauf zu achten, dass sie elastische Zonen besitzt, die zum jeweiligen Körperteil passen. Das ist insbesondere für Seitenschläfer wichtig, da man in dieser Position nicht gerade liegt; deshalb müssen die Schulter- und Hüftregionen der Matratze stärker nachgeben, damit die Wirbelsäule gerade ist.

Neben der Matratze spielt laut Bernd Kladny auch der Lattenrost eine große Rolle. Dieser muss zusammen mit der Matratze die Wirbelsäule vom Durchhängen bewahren.

Bett wählen: Höhe, Länge & Größe

Neben dem Lattenrost und der Matratze müssen sich Verbraucher auch beim Bettgestell genau umsehen. Dieses ist in verschiedenen Längen und Größen erhältlich. Als Faustregel gilt: Das Bett kann nicht groß genug sein und sollte an die Raumverhältnisse angepasst werden. Singles sollten in Betten schlafen, die zumindest 90 Zentimeter breit sind; Paare benötigen mindestens 160 Zentimeter. Bei der Länge reichen im Regelfall 200 Zentimeter; große Menschen wählen lieber 210 oder 220 Zentimeter lange Betten.

Neben der Bettgröße ist dringend auf die Betthöhe zu achten. Hier wählen viele Menschen meist viel zu niedrige Modelle, was spätestens im hohen Alter zu einem Problem wird. Die Standardhöhe vieler Betten beträgt 50 Zentimeter; Futonbetten sind weitaus niedriger. So schön diese aussehen mögen: Futonbetten erschweren das Aufstehen. Wer ohnehin unter Rückenschmerzen leidet, wählt ein möglichst hohes Bett, das das Aufstehen erleichtert.

Kissen & Matratzenüberzüge für maximalen Komfort

Das dritte Element für einen guten Schlaf ist das Kissen. Es wird beim Bettenkauf besonders häufig vernachlässigt. Experten wissen: Das Kissen muss zum Bettsystem passen und sollte auf die restlichen Komponenten abgestimmt sein. Lassen Sie sich beim Bettenkauf von einem Experten beraten und Kissen zeigen, die zur gewünschten Matratze und dem Lattenrost passen.

Wenn Sie Allergiker sind, benötigen Sie zudem noch spezielle allergendichte Matratzenüberzüge. Die sogenannten Encasings sollten die neue Matratze sofort überziehen. Encasings gibt es auch für Bettdecken sowie Kissen.

Die Wirkung der Encasings ist simpel: Es handelt sich um eine effektive Präventionsmaßnahme, um Hausstaubmilben auszuhungern. Milben und ihre Exkremente werden in der Matratze eingesperrt, sodass sie allergische Menschen weniger belasten.

Tipp: Die Kosten für Allergikerbettwäsche wird von vielen Krankenkassen übernommen, wenn der Arzt eine Hausstaubmilbenallergie bestätigt. Vor dem Kauf muss aber ein spezielles Formular ausgefüllt werden.

Gedanken über die Bettposition machen

Ehe man sich ein neues Bett kauft, sollte man überlegen, ob die Position des Bettes verändert werden soll. Dort, wo es gerade steht, ist vielleicht nicht ideal.

Immer wieder heißt es, dass das Kopfende an der Wand stehen muss. Doch die beste Lösung ist das nicht immer, da die Bettposition von dem Schlafzimmer sowie angrenzenden Räumen abhängt. Getreu Feng-Shui sollte die Kopfseite immer an der Wand stehen, es sei denn, es laufen Wasser, Elektro- oder Gasleitungen durch die Wand.

Auch die Optik spielt bei der Bettposition eine Rolle. In quadratischen Räumen sollte das Bett auf der Mittelachse positioniert werden; rechteckige Schlafzimmer unterteilt man in zwei Zonen: In einer steht das Bett, in der anderen ein Stuhl und Tisch.

Aus psychologischer Sicht ist es empfehlenswert, wenn man das Bett so aufstellt, dass man sich darin wohlfühlt. Alle Säugetiere haben das Grundbedürfnis, an einem sicheren Ort zu schlafen. Das beweist auch eine 2010 durchgeführte Studie von Matthias Spörrle und Jennifer Stich von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Deshalb ist es ratsam, das Bett an dieselbe Wand wie die Tür zu stellen, damit es für potenzielle Eindringlinge nicht sofort sichtbar ist.

Fazit

Der Kauf eines neuen Bettes sollte eine wohlüberlegte Entscheidung sein. Legen Sie großen Wert auf eine zueinanderpassende Kombination aus Kissen, Matratze und Lattenrost; achten Sie auf eine ausreichende Bettengröße und wie Sie das Bett im Raum positionieren.