...Badsanierung ....

...Badsanierung ....Ständerwerk / verklinkertes Fachwerk , Jhr. 1815 (erstmals) erwähnt , 1955 Obergeschoß ausgebaut, „mein Reich“ von knapp 55 qm .....
Ca. 60 cm "Zwischenboden / Hohlraum / Kriechboden“ ? zwischen EG + OG !
Bin aufgrund des Einbaus einer Blockheizung gezwungen das Bad zu sanieren da Therme + Badwanne "bei mir oben" rausgeflogen sind.
Hab die alten Fliesen runter (wurden im Dickbettverfahren verlegt) , Wasser + Heizungsrohre liegen, Handwerker sind soweit durch, alles läuft !-)
Bis zu dem Spruch : Wir kommen wieder wenn verputzt is !! (Wegen Duschwanne !) Hat mir netterweise niemand erzählt .....und nu steh i da .....
Oky...muss nu die ehemalige "Wannenecke" + neuen Wasseranschluß / Duscharmatur für die Duschwanne vorbereiten.

Das Bad ist 4 qm klein
Fußboden im Bad ist Spanplatte pur !
Wand.- und Fußbodenfliesen sind runter und raus .... und nu wird des kompliziert ......ich mach das alles alleine , ohne Rat + Tat daher :
Google und Ihr hier , steht mir bei ! *grins*
Ich leg mal los .....so hab i des vor ..........

1. Vorbereitung Duschwanne 90x75x16 cm :

- Zuleitung Duscharmatur mit Putz+Mauermörtel zuschmieren ? Vorher noch Steinwolle rein ?

- alter Anstrich unter der Badewanne entfernen
- gesamten Bereich mit Flexspachtel dünn verspachteln / grade "abziehen" ...
- Tiefengrund drauf ? KEIN Haftgrund denk ich mal .....
- Latexanstrich drüber .... (so erklärte mir das der Heizungsmonteur)
dann komm se und setzten die Duschwanne ( 90x75x16 cm) , fertich ?

Natürlich unter Einhalt der Trocken / Verarbeitungszeiten ....
Duschwanne wird vom Fachmann gesetzt ....

FRAGE :
- Lieg ich soweit richtig ?



2.Vorbereitung Wandfliesen :

Wie gleiche ich den 1 cm unterschied zwischen Wand und ehem. Badewanne aus ?
Könnt mir vorstellen das des selbst für Dickbett zu viel Unterschied is ??

INFO :
Entflieste Wände im Bad :
Keine Ahnung was für´n Stein das is ? Sieht aus wie 2-3 mm Kies mit Beton vermischt oder so ? ...... "luftig" und grobporig , ziemlich saugfähig ....dadrauf is "Schlämme" ? Hell und "sandig" würd ich sagen. Darauf wurden Fliesen im Dickbett verlegt .... ?

Will die Wand abbürsten / säubern , dann
- Haftgrund mit Quast drauf , 24 St. trocknen
- Wand mit Blumensprüher gut anfeuchten (oder wegen Haftgrund nicht mehr nässen ?)
- Fliesen im Dickbettverfahren (mit Putz + Mauermörtel) aufbringen.....
- Fugen zum Schluss mit Flexifugenmasse
- Wand steht „schwimmend“ (nenn ich das jetzt mal) einfach so auf nem Holzbalken ....

INFO : Decke im Bad wohl auch nur Spanplatte, mit Putz (Kalk?) ....zum Dachboden nix isoliert ....Dachstuhl ebenso noch unisoliert ....hab da mal was von „Taupunkt“ gehört , wird aber glaub ich erst interessant wenn / falls der Dachboden über mir „gemacht“ wird und die Feuchtigkeit nicht mehr wie bisher nach oben weg kann .....egal, anderes Thema ....

FRAGE :
Klappt das....oder kommen mir die Fliesen Mangels halt in 3 Tagen entgegen weil i des Mauerwerk vorbereitet habe ? Von wegen "verbrennen" , geht keine Verbindung ein....und so ....

- Dickbett nur mit keramischen Fliesen oder geht das auch mit handelsüblichen
Feinsteinzeugfliesen ?
- statt Haftgrund doch lieber „Schlämme“ drauf ??
( Schlämme = ganz dünn angemischter Putz und Mauermörtel, den man an die Wand
spritzt ?)
- und dann Fliesen daruf

Lese immer wieder das „moderne“ Fliesen / Feinsteinzeug eher für Fliesenkleber / Dünnbettverfahren und / oder Floatering + Buttering Verfahren geeignet sind. Die haben wohl eine „andere Rückseite“ oder so .....

INFO :
...hab jedenfalls seit 20 Jahren NULL Probleme mit Schimmel, Bad liegt „innen“ , o. Fenster aber „offener“ Flur / Treppenhaus , Fenster gegenüber im Flur ......also ziemlich arsch kalt im Winter.... (Heizung hab i so gut wie nie an ! )
Wasser lief nach dem duschen teilweise von den Wänden ....und wie gesagt NULL Problem !
Daher würd ich es gerne so machen, wie es war....ohne Dampfsperre etc. oder sonstigem Schnick-Schnack....

Feuchtraumplatten will ich nicht , WediPlatten kosten Schweinegeld und die Wand vor dem Fliesen erst vollständig Verputzen trau i mir nicht so recht !-)

3. Vorbereitung Fußboden im Bad

- Steinteppich Fliesen / Klebevinyl ?
Klar ... entscheiden muss i das selber aber mir geht es um Vor.-Nachteile oder Empfehlungen von euch , die mir die Entscheidung evtl erleichtern ....

INFO : Fliesen waren einfach so , (mit ? keine Ahnung was) auf Spanplatten geklebt die ihrerseits, lediglich auf den tragenden Balken der „Zwischendecke“ zu liegen scheinen ....
Glaub die Platten sind nicht mal vernagelt / verschraubt ...Holz soll ja arbeiten ne ....
Gingen jedenfalls relativ leicht runter ....
In den letzten 20 Jahren seit i hier bin, nur 2 defekte Fliesen im Eingang ....
Es drang KEINE Feuchtigkeit ein....Fuge zwischen Wanne und Boden waren seit Jahren rissig + marode .... aber die Spanplatte furz trocken !

Würd gerne
- „Steinteppich“ mit bis 4 mm Körnung 6-8 mm Höhe auftragen.....falls zu schwierig
(Untergrund / Vorbereitung / Auftragen / Versiegeln....)
- Fliesen oder
- Klebevinyl.....(noch einfacher + günstigste Alternative ? ) + Trittschall + Entkopplung etc....

Mein Herz schlägt allerdings für Steinteppich !-)
Vielleicht hat ja jemand Erfahrung ....
Ganz nebensächlich : WIE zum Teufel bekommen die die Muster da rein ???
Hab mir die Augen blutig gegoogelt , erfolglos !

So , Hauptsache ich mach mich hier mit meinem Anliegen nicht völlig zum Obst !-)
.......... hoffe auf sinnvolle , ernst gemeinte Meinungen , Tipps + Ratschläge ...........

Lg , Kethi ....
...Schrauben nageln , hält besser als Nägel schrauben !-)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 10.04.16

Badsanierung


Warum hast du überhaupt die alten Fliesen abgeschlagen?
Es hätte genügt für die Duscharmatur einen Schlitz in die Wand zu sägen und dann die Fliesen im Dünnbettverfahren auf die gesäuberten vorhandenen Fliesen zu kleben.

Jetzt Fliesen in Mörtel zu setzen ist sicher komplizierter als erst die Wand zu begradigen und anschließend die Fliesen zu verkleben.

Du kannst aber jetzt gröbere Unebenheiten ausgleichen und dann mit einem 10 oder 12 mm Zahnspachtel Kleber auf die Wand auftragen, anschließend mit grobem Zahnspachtel Kleber auf Dämmplatten XPS, Kork, Glasschaumplatten auftragen und, diese im Floating-Buttering -Verfahren an die Außenwände zu setzen.
Darauf eine durchgehende Kleberschicht aufspachteln,Armierungsgewebe einbetten und Fliesen im Dünnbettverfahren verkleben.

Befindet sich die Duscharmatur in der Außenwand?
Keine nicht feuchtebeständige Mineralwolle neben die Rohre stopfen, besser dazu Dämmörtel verwenden.

Die Armatur so einzuputzen ist schall- und dämmtechnisch ungünstig.

Für den Boden kannst du entweder Korkplatten vollflächig aufkleben oder wasserbeständige zementgebundene Platten (Cetris, Betonyp, Aquapanel, H2O-Platte oä)aufschrauben, abdichten und Fliesen oä verlegen.

Natursteinteppiche werden iA. mit Epoxi verlegt- nicht sehr umweltfreundlich- würde ich besonders in Innenräumen nicht verwenden.

Als Duschtasse besser eine Keramik- oder Stahlemaillewanne verwenden- diese sind gegenüber Acryl wesentlich stabiler und verwindungsfreier und daher zuverlässiger abzudichten.
Die kannst du teilweise in die Wanddämmung hineinsetzen und seitlich und darüber zusätzlich zu Dichtungsbändern mit Kompriband abdichten.

Am einfachsten fertige EPS Duschtassenträger verwenden oder die Ränder ohne EPS nur mit Steinplatten verkleiden.

Du könntest auch auf die Spanplatte eine EPDM-Folie legen und geölte Eichen- oder Lärchendielen daraufschrauben. Dann ist's wenigstens fußwärmer und rutschfester als bei Fliesenbelag.
Fugen können mit Bodenwachs ausgespachtelt werden.
Am Rand kann Kompriband zur Abdichtung unter Holzfußleisten verwendet werden.

Andreas Teich

Untergrund vorbereiten und abdichten


Um Schimmel oder Pilzbefall zu vermeiden, müssen die Wand- und Bodenflächen mit einer zweischichtigen Dichtbeschichtung versehen, die Anschlüsse, Kanten und Ecken zusätzlich mit einem Abdichtband abgeklebt werden.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 25.04.16

Wand-Bilder aus der Bilddatenbank: