Badezimmer - Gipskartondecke Schutz vor Feuchte....

Hallo,
Ich möchte in meinem Badzimmer eine Gipskartondecke abhängen. Lüfter und Spots sollen sich darin befinden. Darüber befindet sich eine Styroporbetondecke und ein unbeheizter Dachboden. Die oberste Geschoßdecke soll im nächsten Jahr gedämmt werden.
Mir ist nun unklar, ob ich eine Dampfsperre/-bremse brauche, da ich die abgehängte Decke eigentlich nicht von unten dämmen wollte. Weiters ist mir unklar wie die Durchlässe für Lüfter und Spots überhaupt Luftdicht gemacht werden könnten?

Die Empfehlung einer Fa. war einfach den Gipskarton auf die Unterkonstruktion aus Profilen schrauben und von unten mit einem Dichtanstrich oder Farbe vor Dampf/Feuchte dicht gemacht, da für die Abluft ohnehin ein leistungsstarker Lüfter verbaut worden ist.
Das wäre für Bad/WC und Dusche so ok. Nun kommen mir doch Zweifel... weiß jemand Rat?
Lg
..es wird ...(im Sinne von besser, leichter)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 17.07.17

Unterhangdecke


Das ist schon der Plan.
Ob er funktioniert hängt von Fachkenntnis und der handwerklichen Sorgfalt bei der Verarbeitung ab- Stichwort Luftdichtigkeit.
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 17.07.17

denkbar wäre auch....


für die abgehängte Decke ein Material zu wählen das nicht Feuchte empfindlich ist.
spots/leisten(LED?) einbauen.
decke rundherum zb 5 cm freiraum lassen und die Entlüftung in den Hohlraum über der decke bauen(schall und sichbarkeit, revi-klappe nicht vergessen).
ganz verrückte haben auch schon tuschdecken, also leisten an die wände und tuch gespannt gebaut :-)
je nach bauart kann man das auch abnehmen und waschen wenn mal dreckig...
nebenbei: die styropor-decke würde ich mir mehr sorgen drum machen, als die Planung der neuen abgehängten decke....

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 17.07.17

Hmmm


An welches Material denken Sie?

5 cm Platz rundherum ist aber sehr viel und sieht nicht schön aus.

Nun gegen die Styropor Betondecke kann ich nicht wirklich was machen. Was macht Ihnen da Sorgen?

Nun ich frage mich ob man die Ausführung überhaupt komplett Luftdicht hinbekommt. Aber was wäre die Alternative? Eine Dampsperre unter dem Gipskartondecke? Dann könnte aber Feuchtigkeit hinter die GK-Platte kommen und es dort schimmeln...


Sabine Ernst-Travnicek | 17.07.17

Baddecke


Vergessen Sie den letzten Beitrag.
Sowohl das mit der Belüftung als auch das mit dem Rand, das mit den Spanndecken und der Bemerkung über die Betondecke (was ist eigentlich eine Styropor Betondecke Herr Busch?)
Das mit dem Rand ist nur sinnvoll wenn Sie vorhaben dort eine indirekte Beleuchtung einzubauen.
Material für die Bekleidung: GKI, gespachtelt, geschliffen, gestrichen.
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 17.07.17

hö?


habe nirgends eine styropor-betondecke erwähnt?!
mit dem spann-tuch könnte man mit einem rahmen den man abhängt machen, je nach badgrösse mehr oder weniger gut machbar, aber eine idee.
mit dem rand, warum vergessen? eine abgehängte decke, mit einem rundum-rand, wo über dieser abgehängten Decke ein lüfter das bad entlüftet, wäre eine recht brauchbare möglichkleit das man keine grossartigen feuchte-probleme mit der abgehängten decke bekäme da diese immer gut be-/um-lüftet wird. einzig das es kein üblicher allgemein immer so gehandhabter weg ist kann man bedenken. wenn nicht bitte nicht nur 'vergiss das' schreiben sondern bitte mehr informationen damit andere die das lesen auch wissen warum das nicht sinnvoll ist, vielleicht ja auch ich weil ich was dazu lerne warum die idee nicht gut ist?
zum rand, 2-3 cm dürften auch ausreichen, man hat ja eine grosse länge des schlitzes.
auch den lüfter so erstens zu verstecken und zweitens Geräusch zu dämpfen sollte nicht schlecht sein.
material für die abgehängte decke kann ich mir gut zb fermacell vorstellen, wenn es kein tuch sein soll, oder zb GFK, das ist schön leicht und feuchteunempfindlich.

bei der Betondecke macht mir sorgen das ich Styropor nicht gut auf Beton finde, da das styropor da als feuchtigkeits-sperre wirkt, zum beton hin, und so dort gammelt bzw an zu riechen fangen kann, ganz Plan und vollflächig wird styropr ja meist nicht verklebt und die lücken sind dann anfällig auch für schimmel, soweit ich die thematik recht verstehe.
auch zum bad hin nimmt styropor Feuchtigkeit nicht auf und später wieder ab, untrstützt also ein schlechteres raumklima.

wenn ich da falsch liege bitte gerne berichtigen, aber bitte mit begründung nicht nur 'nä macht man nicht' :-)

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 17.07.17

Baddecke


Baddecke"nebenbei: die styropor-decke würde ich mir mehr sorgen drum machen..."
Wenn sie sich "mehr sorgen drum" machen dann sollten Sie doch wissen was das für eine Decke ist und WARUM Sie sich Sorgen machen würden.
Das interessiert mich. Ich kenne nämlich keine Styropor Betondecke.
Also: Was ist das für eine Decke (Aufbau) und warum sollte man sich Sorgen darüber machen?

Vielleicht könnten Sie, liebe Sabine, da Licht in den ersten Teil meiner Frage bringen.
Zur Spanndecke:
Wie sollen bitte in eine Spanndecke (das ist ein straff gespanntes, faltenloses Kunstststoffell) Lüfter und Beleuchtungsspots eingelassen werden?
In meinem Bad (Dachgeschoss, unter einem unbeheizten Spitzboden) funktioniert so eine Trockenbau- Unterhangdecke aus Gipskarton mit Spots seit vielen Jahren.
Warum? Gute Belüftung des Bades, nahezu luftdichte Ausführung. Die Lichtauslässe sind zwar nicht speziell eingedichtet aber es funktioniert. Nicht nur an der Decke, auch an den Wänden. Die sind komplett befliest, allerdings auf Trockenputz und gedämmten Außenwänden. Kein Kondensat nach dem Duschen außer am Dachfenster. Das ist schnell wieder trocken da es zum Lüften geöffnet wird. Also auch kein Schimmel obwohl Fliesen noch viel schlechter als Styropor Feuchte aufnehmen.
In meiner Tätigkeit finde ich immer wieder Wand- und Deckenbekleidungen verschiedenster Art vor kalten Bauteilen deren Erbauer glauben das sie belüftet werden müssen. Das Ergebnis sind Wand- und Deckenbewässerungsanlagen mit angeschlossener Schimmelzucht, wobei die Wandbekleidungen hier eindeutig vorn liegen.
Soviel zur Praxis.
Unabhängig davon sollten Sie die Dachgeschossdämmung schnell, also vor dem nächsten Winter, realisieren lassen. Das geht unkompliziert wenn man Holzfaserdämmplatten verwendet.
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 17.07.17

Decke


Unsere Decke besteht aus ca. 20 cm dickem Styropor-Betongemisch (Styroporkugeln vermischt mit Beton (raumseitig) und darüber 10 cm reinem Beton. Das Gebäude war lange Zeit als Büro genützt worden. War vor unserer Zeit...
Ein Spanntuch käme für uns eh nicht in Frage. Aber danke für die Anregung ...
Also doch eher bei der GK Platte an der Decke bleiben Hr. Böttcher?


Sabine Ernst-Travnicek | 17.07.17

Deckenaufbau


Von so einer Decke habe ich noch nie etwas gehört oder gelesen, gesehen habe ich so etwas auch noch nicht.
Unabhängig davon sollte die Decke eine solche Dämmwirkung besitzen das Kondensatausfall nicht auftritt.
Der Plan wird also funktionieren.
Als Aufbau empfehle ich Direktabhänger, Traglattung aus Metallprofilen, GKI- Beplankung. Ich hoffe der unterseitige Leichtbeton hält die Dübel.
Können Sie ein Foto von der Deckenunterseite einstellen?
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 18.07.17

Hmmm....


Trockenausbau mit Lehmbauplatten...Decken gibt es, von denen höre ich heute auch das erste mal!!!

Vor Ort-Besichtigung würde halt schon Sinn machen, wer sich dieser Situation stellen will.
Ohne die Gegebenheit jetzt wirklich baulich genau zu kennen, würde ich hier vielleicht sogar auf Fermacellplatten tendieren oder gar Lehmtrockenbauplatten.
Statische befestigungslösung muss dann entsprechend erarbeitet werden.

Und die bestehenden Flächen, die nicht befliest sind (versuchen, so wenig wie möglich davon zu befliesen, mit Lehmfeinputzen zu Verputzen und zu gestalten.
Wenn sie schraub- und dübelfest ist (Deckenbestand!) dann kann man mittels Kreuzlattung bzw. Trockenbauprofilen arbeiten.

Die Baupapierebene (blau) bräuchten sie dann bei ihnen natürlich nicht.
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community
LehmHandWerk Udo Mühle | | 18.07.17