Außenwände von innen schimmelvorbeugend verputzen

Hallo,

in unserem Haus, Bj. 33, doppelschalig mit Einblasdämmung können jetzt die Räume verputzt werden. An den Innenwänden nehme ich Goldband-Putz. Für die Außenwände, die insbesondere am Anbau kälter sind, möchte ich einen anderen, (Lehm?)Putz nehmen, um der Schimmelbildung vorzubeugen. Kann mir jemand ein günstiges Produkt empfehlen? Wird dieser Lehmputz ebenso verarbeitet wie z.B. Goldband?

Gruß

P.

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| 28.03.13

Gips und Lehm gegen Schimmel


Auch Innenwäne enden an Außenwände und Lehm ist kein Schutz vor Schimmel. Kalk wäre angesagt. Aber "nehm ich ..." - das lass lieber sein, bzw. nur unter rechter Anleitung von jemanden der weiß, was er gegen möglichen Schimmel zu tun hat.

Nicht nur der Putz ist entscheidend ...

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de
lehm lassn und lehm - Naturfarben und Baubiologie
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Natural Naturfarben Shop | | 28.03.13


Super Antwort. Innenwände enden also an Außenwänden. Danke!

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| 29.03.13

nimm


für alles Kalkputz ! Das spart Probleme und ist nicht so teuer.
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
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| 29.03.13

Innenwände enden an Außenwänden ...


... ja, das kommt ab und zu mal in einem Haus vor und dann endet der Gipsputz da, wo es u.U. Kondensat und Schimmel geben kann.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de
lehm lassn und lehm - Naturfarben und Baubiologie
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Natural Naturfarben Shop | | 29.03.13

Wandputz


Bei kalten Aussenwänden (mit Einblasdämmung???) gibt´s eventuell Kondensat- und Schimmelbildung. Dann ist Lehm genau das falsche Material.

Dito Gipsputze (Goldband/Rotband), wenn in irgendeiner Weise mit einer Feuchtebelastung der Wände zu rechnen ist. Dazu zählt auch aufsteigende Feuchte im EG/Sockelbereich bei nicht vorhandener horizontaler Abdichtung oder schadhaftem Sockelputz und bei zweischaligem Mauerwerk mit Kerndämmung ein nicht abgesperrter Fusspunkt und nicht vorhandene Entwässerungsöffnungen.

In diesem Falle, wie bereits empfohlen: lieber eine Kalkputz verwenden, auch wenn er anspruchsvoller zu Verarbeiten ist. Sackware aus dem Baumarkt taugt nur für die allernormalsten Fälle, die´s im Altbau aber nicht gibt.
... den Dingen auf den Grund gehen ...
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Will Pickartz Architekt AKNW | | 29.03.13

@ Will


Könntest Du Deine Einschätzung zum Lehm begründen?

Schimmel gibt's doch nur da, wo bestimmte Bauteilfeuchten längere Zeit überschritten werden, und gerade Lehm, den richtigen Anstrich vorausgesetzt, verteilt Kondenswasser doch ganz hervorragend.

Lehm wäre für den Selberputzer jedenfalls besser zu handhaben als Kalk.

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
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Restauratio GmbH | | 29.03.13

@ Thomas


"Lehm wäre für den Selberputzer jedenfalls besser zu handhaben als Kalk." möchte ich jetzt mal lieber auf 50/50 setzen - beide Baustoffe haben ihre Tücken in der Verarbeitung.
Kalkputz kann man nicht ohne weiteres von den Wänden kratzen, das ist der Vorteil - Lehmputz hat nicht die Festigkeit und ist ohne Vorkenntnisse ebensowenig "einfach" zu verarbeiten.
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
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| 29.03.13

Lemputz


@ Thomas: wenn der Lehmputz immer wieder gut austrocknen kann: hervorragendes MAterial. Nur bei latenter oder wirklicher Dauerfeuchte (Wärmebrücken/Feuchtebelastung als permanentes Bauschadensbild) fällt Lehmputz schon mal von der Wand oder der Strohanteil beginnt zu schimmeln.
Alles schon gesehen.
... den Dingen auf den Grund gehen ...
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Will Pickartz Architekt AKNW | | 29.03.13

Ist mir...


...schon klar: Auf jedem Material kann es schimmeln, und da ist auch Kalkputz nicht ausgeschlossen.

Bei einem doppelschaligen Mauerwerk mit Einblasdämmung könnte man ja aber, deren korrekte und vollständige Verarbeitung voraussetzend, Wärmebrücken nicht unbedingt voraussetzen. Das ließe sich ja auch(noch ist es kalt!) mit einem einfachen IR-Thermometer prüfen. Zu viel österlicher Optimismus?

Ich habe einen ähnlichen Wandaufbau, und die Nordfassade ebenfalls auspusten lassen, damals mit Rockwool (würde ich heute etwas anders machen). Die vorher dauerpräsenten Schimmelecken sind jedenfalls Geschichte.

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
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Restauratio GmbH | | 29.03.13

@ Olaf


Ohne Vorkenntnisse kann man sich nicht einmal einen Kaffee kochen, klar soweit :-)

Ich finde aber zum einen, daß man bei Lehm immer eine zweite Chance hat, als besonders wesentlich für den Selberbauer, der ja häufig nach dem trial&error - Prinzip arbeitet. Zum anderen habe ich in den letzten Jahren einige Werke von recht unbedarften, aber engagierten Selberbauern gesehen, in Lehm immer, nie in Kalk.

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
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Restauratio GmbH | | 29.03.13

nun


für erste versuche empfehle ich immer die Baustelle des Freundes oder der Kohlenschuppen. Aber wer Goldband gerade hinbekommen will, dürfte doch auch mit Kalkputz keine Problem haben. Ist sicher auch preiswerter in Form von Sand und Weißkalkhydrat zu beschaffen als fertiger Lehmputz von Hersteller 1A in Säcken. .... muß aber der Bauherr selber entscheiden.
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
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| 29.03.13

Putz


Hi,

also E-Beraterin und Bio-Dämmspezie haben keinen besonderen Feuchtigkeitseingang am Haus feststellen können. Substanz ist ok. Das ist der Zustand vor der Einblasdämmung.

Verputzen mit Goldband klappt technisch prima. Wände sind schön glatt nach filzen und glätten. Mach ich das (z.B. mit HAGA bio-Grund)Lehmputz auch so? Aufziehen, vorglätten, anziehen lassen, filzen und glätten?

Gruß und ein schönes Hasenfest

K.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 29.03.13

ach so...


und zum Üben haben wir die zu vermietende Wohnung. Danach kommt erst die eigene :-)

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 29.03.13

Ojemineh...


... das Zeug ist ja teuer!

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 29.03.13

tja


tjadie Tonne Sand würde etwa 3o Euro mit transport und 250 kg Weißkalk etwa 40 Euro kosten.... für 1 m2 braucht man eta 20- 25 Liter Nassmörtel, 0,7 wäre die Verdichtung bei Kalkmörtel = 34 Liter Trockenmischung = etwa 8 Liter Kalk un 24 Liter Sand = 0,024 m3 Sand, bei Weißkalkhydrat habe ich keine exakte Zahl, etwa 25 m2 Wand würden dich etwa 70 Euro Material kosten
(sorry, ist nur eine schnelle Kopfrechung zu Ostern)

So, schnell noch die Eier im Garten verstecken - fertch !!!
- ein frohes (Oster-)Fest und einen guten Rutsch wünscht Olaf aus Sachsen !!


PS: wie hatte ich geschrieben: " Kalkputz ! Das spart Probleme und ist nicht so teuer."
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 29.03.13

Ich habe...


auch mit Grundputz schon schöne Endoberflächen gesehen.

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 29.03.13

Und...


...das war es dann schon? Sand und Weißlkalk? Das pappt?

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 29.03.13

...das war es dann schon? Sand und Weißlkalk? Das pappt?


jou....im richtigen Mischungsverhältnis und der richtigen Feuchte wie Hundesch...e unterm Schuh...



Sfg


Andreas
Wenn man nicht mehr weiter weiß, bildet man `nen Arbeitskreis
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 29.03.13

Kalkputz


Man kann Kalkputz bzw. Kalkmörtel in manchen Betonwerken in Mörtelwannen fertig abgemischt bekommen, nur noch mit Wasser die richtige Konsistenz einstellen.
Wer selber mischen will: Am besten scharfen, gewaschenen Sand nehmen. Körnung o-1 bzw. 0-2, 1:3 Raumteile Kalk und Sand mischen, Konsistenz: Gerade so flüssig das er nicht von der Kelle läuft (Hund mit weichem Stuhl).

Wer mehr über Kalkputz lesen will:
http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/mediapool/88/885822/data/Kalk_oder_Zement_oder_beides_1_.pdf

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 29.03.13

als


erstes - Weißkalkhydrat verlangen !

@ Georg: scharfer Sand ist eher für Estrich geeignet (der gute Elstawerdaer), der von mir geliebte Dresdner Putzsand hat ein schönes Rundkorn - lässt sich so besser verreiben. Im Unterputz - wenn man einen aufzieht bei geraden Innenwänden - wäre das Korn aber nicht so von Bedeutung.
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
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| 29.03.13

Innenputz


Das mit dem scharfen Sand habe ich mehr auf einen geringen Mehlkornanteil bezogen.
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 29.03.13

na


dann wäre auch das für den Laien erklärt ..... :-)
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
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| 29.03.13


Herr Böttcher,
Danke für die Datei!!

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| 29.03.13

Haftbrücke


Brauch ich denn auf Altputz eine Haftbrücke? Haben alles mit Tiefengrund gequastet, ist das genug?

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 29.03.13

Innenputz


Wozu der Tiefengrund? Wollen Sie malern oder tapezieren?
Was für ein Untergrund ist denn vorhanden?
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 29.03.13

Tiefengrund


Vermutlich den richtigen für Goldband.

Nun wäre es wirklich gut, wenn der P., der zu einem K. geworden ist, mal die Katze aus dem Sack lässt.

Nach wie vor bin ich der Meinung, dass eine fachliche Anleitung vor Ort dem Objekt mehr weiter hilft.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de
lehm lassn und lehm - Naturfarben und Baubiologie
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Natural Naturfarben Shop | | 29.03.13

was


hat sich erledigt ....
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 29.03.13

K und P


sind doch nur Buchstaben.

Auf den Altputz, brüchig, rissig, sandig, haben wir Putzgrund gequastet. Auf Anweisung vom Maurer. Haftbrücke kam als Vorschlag/Empfehlung für Vorarbeit bei Kalkzementmörtel als Putz, um die Anhaftung zu verbessern.

Gruß

W.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 30.03.13

Und die Katze...


...läuft hier nervenstrapazierend miauend durch die Wohnung. Wenn die so weiter macht kommt sie bald in den Sack! Grrrrrrr

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 30.03.13

einen


relativ festen Kalkzementputz auf weichen Kalk-Altputz - das könnte Probleme geben. Ich denke, jetzt ist genug geschrieben - fang die Katze ein und denke über das oben geschriebene nach. Entscheiden mußt Du ohnehin selber. Gute Nacht !
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 30.03.13

Innenputz


Putz erneuern bedeutet: Altputz runter, neuen Putz drauf. Was Sie wollen ist entweder Altputz ausbessern oder spachteln.
Ihre Frage zielte eindeutig auf Neuverputz.
Also was denn nun?

Für Altputz:
Ausgebessert wird mit der selben Putzsorte die auf der Wand ist. Gespachtelt wird um die Oberfläche zu glätten.
Tiefengrund nimmt normalerweise der Maler, für Spachtelarbeiten ist er zum Verfestigen der Ober!fläche auch einsetzbar. Er ist unnütz und schädlich wenn man damit versucht, einen insgesamt zu weichen, morschen Putz zu verfestigen damit der Untergrund für einen Neuputz wird.

Neuer Putz auf Mauerwerk braucht vorher keine Grundierung. Wenn dann eine Aufbrennsperre oder eine Haftbrücke, das kann ein Vorputz sein.

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 31.03.13

Putz-Bilder aus der Bilddatenbank: