Streif Fertighaus

Hallo. Nach langer Suche haben mein Mann und ich das "eigentlich" passende Haus für unsere Familie gefunden. Nun es ist ein Streif Haus aus dem Jahr 1973. Nach langem durchlesen durch die Internetwelt habe ich ja nun einiges Schlechte über die Häuser gefunden und bin nun sehr betrübt. JA das Haus riecht muffig.....das Untergeschoss des Hauses um genauer zu sein....das Obergeschoss wurde erst vor 10 Jahren dazugebaut. Wir sind nun bereit einiges an Sanierungen zu machen und wollen nicht einfach so den Kopf in den Sand stecken und NEIN zum Kauf sagen.
Am Dienstag treffen wir uns mit einem Baubiologen vor Ort und warten ab was er nach den Lufttests zu uns sagt. Hat jemand präzise Erfahrungen mit den Häusern? Ist so ein Kauf überhaupt sinnvoll? Für jede Lösung sind wir dankbar....in sofern es wirklich eine gibt.
LG Karina
Unsicherheit will lernen
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 28.08.11

ich weiß nicht


… ob Sie sich nicht auch den Baubiologen sparen sollten.

DA wird nur was draus, wenn Sie pfuschig sanieren und dann immer die Augen zumachen werden.

Die Substanz wird einfach nicht besser sondern nur das Geld weniger!

Von der Gesundheit will ich gar nicht reden.

Mein Tipp:

Finger weg!

FK
langlebig - nachhaltig - einfach
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architekturbüro slow-house | | 28.08.11

Danke...


...für die schnelle Antwort. Also sind sie der Meinung, dass alle diese Häuser nicht zu sanieren sind? Das ist natürlich keine Antwort die man gerne hört aber schon mit gerechnet hat. Darf ich fragen, ob sie da aus Erfahrung sprechen?
LG Karina
Unsicherheit will lernen
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 28.08.11

Guter Rat ist …


Hallo

lesen Sie mal hier im Forum nach, was da über diesen Haustyp schon geschrieben steht.
Dann noch über alte Fertighäuser auch hier.

Dann recherchieren Sie im Internet über Giftstoffe der dabei verbauten Teile nach …

Das ist wie wenn Sie eine Fischfrikadelle vom Samstag Nachmittag am Montag Vormittag im Kiosk Kaufen wollen, das alte Ketchup wegkratzen und neues drauf machen, prophylaktisch mal etwas gegen Magenverstimmung und ein paar Kohlekompretten einschmeissen.
Dadurch wird die Frikadelle nicht besser.

Die Bausubstanz ist einfach nicht das Gelbe vom Ei.

Sanieren kann man alles und wohnen kann man auch eigentlich in jedem Haus. Aber ob es wirklich sein muss, ist die andere Frage und ob es dann wirklich noch "günstig" ist sei mal dahin gestellt.

Wenn Sie hier Schulterklopfer suchen, die Ihnen sagen: "Das können Sie kaufen ohne sich Gedanken zu machen", bräuchten Sie die Frage gar nicht stellen.

Die Entscheidung wird Ihnen keiner abnehmen können - Ausser der Makler und der Verkäufer - die entscheiden liebend gerne FÜR Sie!

So lange es nicht das letzte Gebäude in Deutschland ist, das Sie kaufen können - lassen Sie es und suchen Sie sich was "Gutes"!

Ich rate Ihnen zu einem Altbau vor den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu suchen - oder älter, an dem nichts saniert worden ist - der wird die wenigsten Schäden haben.

Viel Erfolg

FK
langlebig - nachhaltig - einfach
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Architekturbüro slow-house | | 28.08.11


Hallo Karina,

so kritisch ich Herrn Kurz Aussagen meist gegenüberstehe und so polemisch seine Beiträge auch zumeist sind, seinem zweiten Beitrag kann ich überwiegend zustimmen.

Hier im Forum gibt es mehr als genug Beiträge zu diesem leidigen Thema, das lesen kann Ihnen leider keiner Abnehmen. Ich empfehle Ihnen mal speziell nach meinen Beiträgen zu suchen und diese aufmerksam zu lesen. Selber habe ich letztes Jahr ein Fertighaus aus den 70ern gekauft und bereue die Entscheidung nicht. Es gibt also immer zwei Seiten der Medaille und man muss jedes Haus individuell bewerten.

Das wichtigste haben Sie bereits erkannt, ohne eine Schadstoffuntersuchung lässt man am besten die Finger davon. Mit dem Ergebnis der Untersuchung sollte man sich kritisch auseinandersetzen. Sind die Grenzwerte um ein zehnfaches überschritten, dann lässt man bestensfalls auch die Finger vom Haus, sind sie allerdings unterschritten, dann kann man weitersehen.

Sicherlich hat Herr Kurz auch Recht mit der Aussage, das heute keiner mehr so bauen würde. Die Wände sind recht dünn und die Dämmung entspricht nicht mehr heutigem Standard. ABER: Wenn man ein Steinhaus aus den 70ern als Alternative ansieht, dann sind 24cm Bims-Wände auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Ein Haus aus der Vorkriegszeit mit dicken Sandsteinwänden ist allerdings auch nicht jedermanns Sache und die Heizkosten muss man auch erstmal tragen können. Was auch oft verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass die wirklich schwerwiegenden Holzschutzmittelbelastungen häufig von den Eigentümern selber eingebracht wurden. Nach dem Motto nur das beste für das Holz wurde das Zeug aufgepinselt und die vorgeschriebene Aufbringmenge deutlich überschritten. So wurden Panelle und freiliegende Holzbalken in herkömmlichen Häusern genauso behandelt wie in Fertighäusern. Außerdem muss man auch beachten, dass nachträglich mittlerweile immer mehr Dachböden zum Wohnraum ausgebaut werden ohne sich Gedanken um die ebenso vorhandenen Holzschutzmittelschadstoffe zu machen.

Mein Tipp: Versuchen Sie das alles möglichst rational und emotionslos zu betrachten. Warten Sie die Ergebnisse der Untersuchung ab und lassen Sie sich nicht vom Baubiologen verrückt machen. Das sind meist Berufspessimisten, die schon oft ein Todeszeugnis für Häuser ausstellen wollten, bevor sie überhaupt wussten wovon sie sprechen.

Halten Sie uns über die Ergebnisse auf dem Laufenden, dann helfen wir auch gerne bei der Interpretation.

MfG
Pfusch gehört bekämpft - für ordentlich arbeitende Handwerker und gegen Schwarzarbeit!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 29.08.11

Danke...


auch Ihnen für die sehr ausführliche Antwort. Ich werde mich weiterhin durch die Beiträge durchlesen und selbstverständlich die Auswertung des Baubiologen morgen abwarten. Hoffen tue ich natürlich, dass es nicht zu negativ morgen ausfällt und wir mit einer Sanierung weiterkommen. Natürlich möchten wir nicht die Gesundheit unserer Familie aufs Spiel setzen und lassen es nun auf uns zukommen. Wie gesagt, hätte ich diesen "Geruch" nicht wahrgenommen im Haus....hätte ich nie angefangen zu googeln....Sachen gibt es....
LG Karina
Unsicherheit will lernen
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 29.08.11

immer der Nase nach


Hallo

bei alten Häusern schlägt einem oft ein Geruch entgegen.

Aus der Nutzung heraus, den Gerüchen der Vorwohner und ein muffiger, dämpfiger Geruch.
Auch ein Keller kann stinken oder nach Keller riechen.

Das ist einer der ersten und besten Indikatoren obs im Argen oder im Guten liegt.

Sanieren kann man IMMER, SPAREN auch.
Suchen und was Besseres finden allerdings auch.

FK
langlebig - nachhaltig - einfach
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Architekturbüro slow-house | | 29.08.11

Wie


gehe ich denn vor wenn der Baubiologe morgen Entwarnung gibt? Sie scheinen mir ja in JEDEM Falle vom Kauf abzuraten?
LG Karina
Unsicherheit will lernen
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 29.08.11

Also....


Der Baubiologe war heute da und hat uns beraten. Er hat uns dazu geraten das Haus komplett zu sanieren. D.h. Aussen und innenwände samt Inhalt raus. Holzwerk behandeln und dann alles wieder neu eindecken. Die Decken sollten dann gleich mit saniert werden. So, die Maklerin war mit vor Ort und wird es dem Eigentümer weitertragen. Wenn der Kaufpreis dann stimmt werden wir uns wohl auf dieses Abenteuer einlassen. Jetzt heisst es abwarten und danach Kostenvoranschläge einholen. Lg Karina
Unsicherheit will lernen
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 30.08.11


Ganz ehrlich? Wenn man diesen Aufwand wirklich betreiben will, dann ist abreissen und auf dem vorhandenen Keller neu aufbauen definitiv die bessere und ggf. sogar die günstigere Lösung!

Aber mal neugierigerweise, lagen denn schon Testergebnisse vor oder hattet Ihr auch so einen panischen und vorurteilsgeplagten Baubiologen wie ich, der ohne genaue Kenntniss über die Bau- und Leistungsbeschreibung und die verbauten Materialien eine Empfehlung ausspricht?
Pfusch gehört bekämpft - für ordentlich arbeitende Handwerker und gegen Schwarzarbeit!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 30.08.11

Deer


Baubiologe hat uns seine Meinung nach der Besichtigung geäußert nd hat uns dabei mehrmals darauf aufmerksam gemacht, dass man für Näheres erstmal richtig testen müsste. Da die Tests aber um dir 1000€ kosten würden und er eh nur von dieser einen Lösung ausgeht, sollten wir uns diese sparen.
Darf ich fragen wie du damals vorgegangen bist?
Unsicherheit will lernen
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 30.08.11


Hausstaubanalyse der Stiftung Warentest für ca. 200,- Euro und Formaldehydtest der Firma Dräger (Bio Check F) für 25 Euro aus der Apotheke.
Pfusch gehört bekämpft - für ordentlich arbeitende Handwerker und gegen Schwarzarbeit!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 30.08.11

Den


Drägertest habe ich der Apotheke bestellt, 50€. Wo bekomme ich den anderen her und was genau wird gemessen?
Unsicherheit will lernen
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 30.08.11


http://lmgtfy.com/?q=Stiftung+Warentest+Hausstaubanalyse ;-)

Wenn der Dräger Test nicht die 2er oder 3er Packung ist, haste Dich aber schön übers Ohr ziehen lassen. :-)

Die Stiftung Warentest misst auf:

?1) Chlorierte Pestizide:
Lindan, Pentachlorphenol, DDT und Isomere, Methoxychlor, Endosulfane
2) Insektizide Organophosphate:
Chlorpyrifos, Dichlorvos (DDVP)
3) Pyrethroide/PBO:
Deltamethrin, Permethrin, Cypermethrin, Piperonylbutoxid
4) Sonstige Pestizide:
Tebuconazol, Propiconazol, Dichlofluanid, Tolylfluanid
5) Phosphorsäureester:
Tris-Chlorethylphosphat (TCEP), Tris-Chlorpropylphosphat (TCPP), Tris-Dichlorpropylphosphat (TDCPP), Tris-Butoxyethylphosphat (TBEP), Tris-Butylphosphat, Tris-Phenylphosphat, Tris-Kresylphosphat
6) Phthalate:
Dimethylphthalat, Diethylphtalat, Dibutylphthalat, Benzyl-Butylphthalat, Diethylhexylphthalat, Diisononylphthalate, Diisodecylphthalate
7) Bromierte Flammschutzmittel:
Polybromierte Biphenyle, polybromierte Diphenylether, Tetrabrombisphenol A, Hexabromocyclododecan (nur qualitativ)
8) Desinfektionsmittel:
Triclosan, Chlorkresol, o-Phenylphenol, Phenol, p-Kresol
9) PAK:
Naphthalin, Phenanthren, Benzo[a]pyren
10) Sonstige Schadstoffe:
PCB, Nicotin, Bisphenol A qualitativ, also ohne exakte Mengenangabe, nur in der Größenordnung der Belastung: Eulan WA, Chlorparaffine, Phenylkresylphosphate, Diisopropylnaphthaline

Die Hausstaubanalyse ist super, im pdf von Stiftung Warentest wird alles genau beschrieben. Die Ergebnisse dauerten ca. 2 Wochen und kommen mit ausführlichen Erläuterungen und Interpretationshilfen. Die Grenzwerte sind teilweise erheblich schärfer definiert als die gesetzlichen Grenzwerte. Wenn dies nicht reicht, schaltet die Stiftung Warentest jeden Donnerstag eine Schadstoffhotline, wo man mit der Biologin/Chemikerin persönlich sprechen kann.

Baubiologen lesen das natürlich nicht gerne, aber die Analyse der Stiftung Warentest ist nichts anderes als der den sie selber in ein Großlabor schicken oder ggf. selber machen.

MfG
Pfusch gehört bekämpft - für ordentlich arbeitende Handwerker und gegen Schwarzarbeit!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 30.08.11

Gut


Mal angenommen ich mache diesen Test und er zeigt mir von welchem Schadstoff wieviel im Haus enthalten ist. Was wird sich dadurch ändern? muss dann nicht trotzdem saniert werden?
Lg Karina
Unsicherheit will lernen
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 30.08.11

Strohhalm


Liebe Karina

Ein letzter Rat:

Lassen Sie es und vergeuden Sie Ihre Energie nicht an einem Sondermüllplatz mit Groschengrab, sondern auf die Suche nach etwas besserem.

Es kann noch so billig sein: Grundstück minus Abrisskosten!

Neu bauen würde ich nicht - und so etwas generalzusanieren - gratuliere zum Lottogewinn.

FK
langlebig - nachhaltig - einfach
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Architekturbüro slow-house | | 30.08.11


Wieso trotzdem sanieren? Habe ich nicht gemacht und habe es maximal dann vor von außen die Fassade zu erneuern, wenn es die Optik erfordert. Schadstoffe werden dafür jedenfalls kein Grund sein. Aber eine solche Aussage lässt sich eben nur treffen, wenn man die Bausubstand genau kennt und Analyseergebnisse vorliegen hat.

Aber in einem gebe ich Herrn Kurz wieder Recht und Ihnen einen Rat: Lassen Sie es! Denn sie geraten jetzt schon in Panik und interpretieren die ihnen über verschiedene Quellen zur Verfügung stehenden Informationen bereits jetzt fehl. Das könnte zu Bauchschmerzen mit der Zeit führen... . Nochmal, wenn Sie vorhaben das Haus zu kaufen, dann gehen Sie sachlich und mit kühlem Kopf vor und immer vor dem Hintergrund der Analyseergebnisse.
Pfusch gehört bekämpft - für ordentlich arbeitende Handwerker und gegen Schwarzarbeit!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 30.08.11


Achja nochwas an die Adresse von Herrn Kurz: Groschengräber und mit Lindan/PCP verseuchte oder kaputtsanierte alte Fachwerkhäuser kenne ich mehr als kritische Fertighäuser. Und das nötige Kleingeld einen Sandsteinbunker aus dem letzten oder vorletzten Jahrhundert zu sanieren hat auch nicht jeder!

Gute Nacht!
Pfusch gehört bekämpft - für ordentlich arbeitende Handwerker und gegen Schwarzarbeit!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 30.08.11

Dominik


Das ist sicher wahr, dass es auch andere Hütten und oder Häuser gibt, die fast zu Tode saniert wurden.

Allerdings denke ich, dass richtig alte Teile es mehr Wert sind, als das Zeug, das sich "Fertig-Häuser" nennt, zu sanieren.
Die Häuser sind im wahren Sinne des Wortes: "fertig"!

Man muss ja nicht jeden Sanierungsblödsinn mitmachen, wenn man eine alte schöne Hütte findet.
Oft ist der Kauf zu schnell und ohne Fragen abgewickelt worden - dann wird gefragt, geforscht, geöffnet, gestaunt, geflucht, gezahlt, geheult, gewundert, gespart und falsch gemacht …

FK
langlebig - nachhaltig - einfach
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Architekturbüro slow-house | | 30.08.11

Überschlägige Kosten


Ein Fertighaus kann man reletiv kostengünstig sanieren, wenn man es nicht übertreibt. Beispiel pro qm Wandfläche, alles ca. Preise:

Von innen nach außen:
- 9,5mm Gipskarton von Beispielsweise Knauf: 1,72 Euro
- 12mm OSB-Platte: 3,29 Euro
- Dampfsperre proClima Intello 2,20 Euro
- Gefachedämmung mit 10cm SteicoFlex flexible Holzwolledämmplatte: 12,73 Euro
- Anstrichsystem für Holzteile, die eventuell noch mit Holzschutzmitteln belastet sind (Baden Chemie EX Schadstoffvernichter pro Liter 21,90 Euro): 2,00 Euro
- Anstrich der kompletten Gefache mit Kalkmilch: 0,50 Euro
- Kleinteile/Zubehör (neue Stromkabel, luftdichte Kabelmanschetten für Dampfbremse, Luftdichte Steckdoseneinsätze von Kaiser, Spachtelmasse, Schrauben, etc.): 5,00 Euro

Insgesamt komme ich so bei einer Innensanierung auf ca. 27,50 Euro pro qm. Teilweise ist das Material auch günstiger zu bekommen. Wenn man dann noch die Außenwand mitmachen möchte, dann käme beim mir bevorzugten System noch eine Holzfaserplatte von ca. 100mm außen auf die Ständerwände (ca. 40 Euro/qm) zzgl. Befestigungsmaterial, Zubehör und Verputzsystem oder Vorhangfassade nach Wunsch.

Alles in allem noch relativ überschaubar. Aber beim kompletten Haus würde ich den Aufwand scheuen und abreisen und neubauen vorziehen, dass kann dann nicht mehr wesentlich teurer sein, dafür hat man aber den aktuellen Standard hinsichtlich Dämmstärke und Materialauswahl.

Aber das muss jeder selber wissen. :-)
Pfusch gehört bekämpft - für ordentlich arbeitende Handwerker und gegen Schwarzarbeit!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 31.08.11

Da scheint...


...eine besonders schöne Lage mitzuspielen?

@ Dominik

Das ist aber extrem schöngerechnet. Nicht jeder kann das so selber machen, daß es länger lebt als die Mietz vorm Ofen. Es fehlen Arbeitskosten, Planungskosten, Entsorgungskosten, Malerarbeiten, Fußbodenarbeiten...

Unter 500EUR/m² wird sich wohl nicht viel machen lassen, und da ist es noch kein Palast.

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 01.09.11


@Thomas, das stimmt. Arbeitskosten, Planungskosten, Entsorgungskosten, Malerarbeiten und Fußbodenarbeiten habe ich nicht mitgerechnet. Maler- und Fußbodenarbeiten fallen bei einem Gebrauchtimmobilienkauf aber fast immer an, sind also keine Besonderheit von einem Holzständerhaus und daher unberücksichtigt. Arbeitskosten und Planungskosten rechne ich nicht, wenn ich die Arbeit selber mache. Lässt man dies alles von Handwerkern machen, schießen die KOsten logischerweise in die Höhe. Ich habe Karinas bisherigen Aussagen aber entnommen, dass sie das selber stemmen wollen. Ansonsten ist ein Neubau auf vorhandenem Keller um so mehr eine Alternative. Entsorgungskosten für Mineralwolle sind ein Witz, eigentlich kaum der Rede Wert und selbst Spanplatte ist einigermaßen bezahlbar. Erschrocken habe ich mich bei der Entsorgung von Gipskarton, das sind wahrlich Wucherpreise. Trotzdem bin ich der Meinung, dass die Kostenzusammenstellung für einen Selbermacher eine große Richtschnur sein können.

MfG
Pfusch gehört bekämpft - für ordentlich arbeitende Handwerker und gegen Schwarzarbeit!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 01.09.11

Wenn sich die Fußbodenarbeiten...


...aber zum Austausch der Dielung aufschaukeln, sind sie wieder an Bord. Was ist mit der Dämmung zum Keller, alles easy? Dämmung zum Dach? Wenn in alles reingerissen wird, bleibt vom Bad auch nicht mehr viel übrig.

Alles in allem viel Aufwand für ein schwer kalkulierbares Risiko. Nicht alles, was geht, muß auch gemacht werden. Man muß auch loslassen können :-)

Letztlich, nicht nur die Materialien waren Mist, sondern auch die Bauweise fraglich. Sobald die Dampfsperre leckt (und das kann schon der Elektriker vor dem Einzug mit links hinbekommen), geht das Drama wieder los. Die nächste abgesoffene Dämmung stinkt vielleich nach was anderem, raus muß sie dann doch. Ich würde kein Haus bauen oder sanieren, dessen schadensfreier Erhalt von der Unverletztheit einer dünnen Folie abhängt.

Ein Neubau aus Holz (vielleicht gar in NUR-HOLZ) geht wesentlich schneller und hält ohne weiteres mehrere Generationen aus, ohne zu stinken.

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 01.09.11

Also...


Wir werden das Haus wenn der Preis morgen stimmt, Kaufen und sanieren. Die Lage ist perfekt, das Grundstück sowieso! Mein Mann hat durch seinen Beruf zum Glück gute Beziehungen zu Baufirmen. Wir werden sämtliche Baumaterialien 30% unter dem Einkaufspreis erhalten und zuerst die Abrissarbeiten selber machen und dann eine befreundete Firma kommen lassen. Wir bleiben so in unserem Limit und können uns so noch einige Extrawünsche erfüllen. Ich bin froh, dieses Forum gefunden zu haben.... Hätte nie gedacht was es mit einem Fertighaus auf sich hat. So, bin nun gespannt wie es weitergeht. Lg, Karina
Unsicherheit will lernen
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 01.09.11

Es ist soweit...


morgen unterschreiben wir den Notarvertrag und ab Donnerstag bekommen wir den Schlüssel und dürfen loslegen, haben eine Firma (S&R) beauftragt und die arbeitet dann mit uns zusammen. Der Formaldehydtest ist schon mal sehr gut ausgefallen und die Restlichen Messungen macht die Firma vor Ort. Nun meine Frage, sind hier auch Forumsmitglieder die ebenfalls ein älteres Streiffhaus saniert haben mit denen man sich austauschen könnte? Würde mich freuen, LG Karina
Unsicherheit will lernen
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 25.09.11

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