Fachwerk.de - Blockbohlenhaus / Feuchtigkeit unterste Bohlen

Hallo zusammen,
an meinem Haus wurden vor wenigen Monaten einige von den untersten Blockbohlen im Zuge der Sanierung getauscht.
Die Zimmerer haben auf den Mauersockel eine Feuchtigkeitssperre angebracht, darauf die neuen Hölzer gelegt und mit Holzkeilen unters Haus gespannt.
Die Leerräume zwischen den Keilen haben sie mit PU Schaum gefüllt - der nicht wasserdicht ist. Der ausgefüllte Spalt hat eine Höhe von ca. 1-2 cm.
Natürlich hat sich der Schaum mittlerweile angefeuchtet.
Meine Frage ist nun, ob die Feuchtigkeit ohne Probleme wieder abgegeben werden kann, oder ob hier Handlungsbedarf besteht.
Meine Idee wäre, den Schaum wieder raus zu kratzen und durch Quellmörtel zu ersetzen. Der würde die Blockbohlen dann vollflächig unterstützen.

Danke schon mal für eure Antworten.

lg
Michi


Michi | 18.01.10
Der PU-Schaum
wird durch sein Feuchteverhalten schon bald für einen erneuten Austausch der Hölzer sorgen, allerdings ist der Quellmörtel da um nix besser.
Die Bohlen in regelmässigen Abständen mit Hartholzkeilen auskeilen und den Rest des Spalts mit Stopfhanf ausstopfen. Dann wird eindringende Feuchtigkeit sicher nach aussen abtransportiert.
MfG
dasMaurer
alt und neu ist kein widerspruch
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Maurermeister | Ulrich Warnecke | 18.01.10
Hey Michi
Könntest du noch etwas Detailreicher werden (Skizze). Was/Wie ist der Sockel aufgebaut? Wie ist die Umgebungssituation (Geländeebene)? Was für Holz (Ich gehe mal üblich von NH aus)?
Dies spielt alles eine Rolle. Es gibt die Möglichkeit mit einem ausgekeilten Kalkauflager zu arbeiten als Feuchteregulator, aber nur wenn die Umgebungsfaktoren stimmen.
Wird in der Fachwerkrestaurierung oft angewendet, da die Methode mit der Pappe(Bitumenbahn) in bewitterten Bereichen oft kontraproduktiv ist, wenn sich die Feuchte kapillar zwischen Pappe und Holz zieht.

Gruß Ronny
Durch Weisheit wird ein Haus gebaut, durch Umsicht gewinnt es Bestand. (Buch der Sprichwörter 24/3)
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Hieronymus | 18.01.10
Sockelaufbau
Also es sieht ungefähr so aus:
Der Sockel ist eigentlich die Kellerwand, da das Haus an einem leichten Hang steht, liegt die Maueroberkante auf der Haus-Vorderseite ca. 20cm über dem Erdniveau. Seitlich und hinten ca. 60cm.
Holz ist Nadelholz.
Da die Hausfassade nicht bündig mit der Maueraussenkante abschliesst, kommt ums Haus herum wieder ein Ableitblech (am vorletzten Balken) - so wie es auch orginal vorhanden war.
Fotos kann ich noch einstellen, muss ich aber erst machen.

Ich habe gestern mal den Schaum zwischen 2 Keilen raus geholt. War nur an der Vorderseite nass, unter den Hölzern war er zum Glück trocken.

Das ursprüngliche Problem, warum die Balken getauscht werden mussten, war, dass die Erde bis über den Sockel angeschüttet war und das Holz den herrlichsten Bodenkontakt hatten. Bei starkem Regen war dann das ganze noch unter wasser.

Also das mit dem Stopfhanf werd ich dann schon mal als erste Lösung in Erwägung ziehen. Wie schauts mit Kunststoffkeilen als Alternative zu Hartholz aus?

Gruss
Michi


Michi | 19.01.10
Fotos
Hier mal einige Fotos.
Noch vor dem Balkentausch. Hier ist noch die grüne Verblechung erkennbar.

http://picasaweb.google.com/idingert/Haus#

lg
Michi


Michi | 19.01.10

Sorge mal da, wo der Rasen direkt ans Haus stösst, für einen anständigen Spritzwasserschutz. Es ist schlecht, dass da kein Sockel ist.
Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe! Nicht für das, was Du verstehst!
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Jens Paulsen | 19.01.10
Im Augenblick können die Keile
natürlich nicht entfernt werden. Es steht doch das Haus drauf. Eine untermörtelung der Schwelle ist aus meiner Sicht der richtige Ansatz. Von Außen muss dass Blech für die Ableitung des Regenwassers sorgen. Zum inneren Abschluss kann man sich nur äußern, wenn man weiß wie die Sitaution hieraussieht. Es wäre aber schon gut, wenn man dafür sorgen könnte, dass die Fuge Luftdicht überbrückt und durch den Fussbodenaufbau gedämmt wäre.
Der Weg ist das Ziel
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Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | Fred Heim | 20.01.10

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