Fachwerk.de - Schimmel und Pilz im Keller

Liebe Forumsmitglieder,
erstmal vielen Dank für die vielen tollen Beiträge die ich immer wieder mit großem Interesse lese.
Nun zu meiner Frage,unser Keller ist nass wohl auch durch die starken Regenfälle der letzen Zeit, sodass sich nun in unserem Keller verschiedene Schimmelkulturen befinden auch konnte ich einen Pilz (außen an der Kellertür)sowie einen Fruchtkörper auf der inneren Kellerwand finden. Bilder habe ich leider keine da ich den Übeltäter gleich verbrannt habe.
Bekannte meinten wir sollten die Mörtelfugen der Wand auskrazen und ausbrennen. Eine Kellersanierung können wir uns momentan nicht leisten, sodass ich schon froh wäre wenn ich den Verlauf erstmal zum Stillstand bringen könnte.
Nun hatte ich die Idee die Wand stückweise erstmal mit einem Infrarotwandtrockner den ich mir leihen wollte zu trocknen. Die Wand ist doch ziemlich feucht. Auch im Hinblick das mit dieser Trocknungsart angeblich Bakterien und Schimmelsproen erstmal abgetötet werden. Danach wollte ich dann die Wand abbürsten, Fugen auskrazen und ausbrennen. Macht es denn Sinn, erst die Wand zu trocknen?
Ich dachte dass ich damit wenigstens erstmal die Sporenbelastung des Schimmels eindämme bevor ich mich für längere Zeit für das auskrazen der Fugen im Keller aufhalte. Nun meine Frage, sollte ich die Wand mit enem Infrarottrockner trocknen, kann es passieren das ich das Mauerwerk damit besschädige? Da eine Trocknung nur partiell möglich ist (die Geräte sind ja nicht so groß), macht es dann überhaupt Sinn? Hat schon mal jemand damit Erfahrungen gemacht?
Vielen Dank schon mal für Hinweise.
alles hat seine Zeit aber Zeit hat nicht alles (Ringelnatz)
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Claudia | 01.08.11

Du solltest erstmal hersusfinden warum der Keller nass ist. Pilze sind nicht die Ursache von Schäden, sondern ein Symptom. Die Sporen sind überall, und wenn etwas da ist, was abbaubar ist, dann kommen die Pilze, wenn Temperatur und Feuchtigkeit im passenden Bereich sind.
Bei nassen Kellern sind zuerst Dachrinnen und Fallrohre auf Funktionstüchtigkeit und Durchgängigkeit zu prüfen. Bei alten Kellern sollte, wenn das Problem neu auftritt, überlegt werden, ob kürzlich am Haus oder in der Nachbarschaft bauliche Veränderungen stattgefunden haben. Beispielsweise kann es passieren, dass beim Aufgraben der Strasse für eine Leitung das lästige Grundrohr der Dachentwässerung zerschnitten wurde, und der Graben geschlossen wurde, ohne das Rohr zu flicken - dann staut es bei etwas mehr Regen zurück und der Keller ist plötzlich nass, weil der Nachbar weiter unten vor ein paar Wochen seinen Elektroanschluss in die Erde hat Verlegen lassen.

Ein IR-Trockner hilft, wenn überhaupt, nur solange er läuft. Bei von aussen zufliessendem Wasser hilft er gar nicht.
Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe! Nicht für das, was Du verstehst!
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Jens Paulsen | 01.08.11
Stimmt, erstmal die Ursache finden
dann Ursache abstellen.
Kurzfristige Abhilfe schafft oft schon das Streichen der Wände mit Sumpfkalk.

Die Lösung ist verhältnismässig günstig und man verbaut sich nicht den Weg der evtl. notwendigen Sanierungsmassnahmen.

Das auskratzen der Fugen ist sinnvoll, diese sollten dann mit Luftkalkmörtel neu verfugt werden und die Wände dann mit Luftkalkmörtel satt verputzt werden.

Grüsse Thomas
Suche nicht nach Fehlern, suche nach Lösungen. Henry Ford
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NEW.... | Th. Kehle | 01.08.11

Vielen Dank für die Antwort, dann werde ich wohl erst die Ursache suchen müssen bevor ich Maßnahmen ergreife. Die Dachentwässerung ist neu und Baumaßnahmen in der näheren Umgebung sind mir keine bekannt. Ich vermute (wir waren während der Regenperiode im Urlaub), dass das Regenwasser die Kellertreppe runtergelaufen ist, die ist nicht überdacht. Ich dachte nur um des Schimmels einigermaßen Herr zu werden, dass ich versuche den Keller zu trocknen, da der Schimmel sich doch sonst immer wieder ausbreitet. Bei der momentanen Luftfeuchtigkeit wird der Keller wohl auch nicht so schnell trocknen. Nochmal vielen Dank
alles hat seine Zeit aber Zeit hat nicht alles (Ringelnatz)
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Claudia | 01.08.11
gegen
Schimmel und Pilze (nicht EHS und andere Kaliber) gebe ich immer einen Ratschlag: Ausschwefeln mit Schwefelstäbchen für Gewächshäuser. Das tötet an der Oberfläche fast alles ab. Du wirst es an der frischen Luft bemerken !
Ich mache das bei meinem Bruchsteinkeller, durch den jedes jahr der Brunnenüberlauf dahinblätschert, seit fast 15 Jahren - mit Erfolg.
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
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Olaf aus Sachsen | 02.08.11

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