Kalk - allgemeine Fragen

26.06.2013 Vogelsang



Hallo,
ich mache einfach mal dafür einen neuen Beitrag auf, da es in meinem anderen Beitrag um so viel verschiedene Sachen geht. So ist es übersichtlicher und vielleicht für andere interessierte auch besser zu finden.

Also, ein beliebter und guter Werkstoff für unsere "alten Häuser" scheint ja Kalk zu sein.

Vielleicht mag jemand mal die Unterschiede zwischen den verschiedenen Kalken erklären. Ich kenne z.B. aus dem Baumarkt hydraulischen Kalk (HK80). Seit heute weiß ich auch, dass es da Weißkalkhydrat gibt. Was gibt es noch alles? Und vor allem: Was nimmt man am besten wofür? Also für Putz, zum Fugen, zum Mauern,...oder zum Mauern doch Zement?
Und welche Kalke muss man ablöschen, welche einsumpfen, welche kann man einfach so verarbeiten?
Und wann brauche ich noch andere Zuschläge?

Vielen von Euch mögen diese Fragen dumm vorkommen, aber mir fehlt da leider noch die Erfahrung und das würde ich gern ändern.

Vielen Dank im Voraus!
Gruß,
Sepp



Kalk



Statt einer Antwort:
http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/mediapool/88/885822/data/Kalk_oder_Zement_oder_beides_1_.pdf



Kurz und bündig:



Ohne an dieser Stelle konkrete Empfehlungen zur Verwendung bestimmter Kalkputze bzw. Kalke geben zu wollen bzw. zu können, möchten wir nachfolgend ein paar grundsätzliche Erläuterungen (ohne Gewähr) geben.



Kalkputze

Kalkputze sind nach der DIN V 18550 in der Putzmörtelgruppe P I zusammengefasst.

Unterschieden werden:

+++ Luftkalkputz bestehend aus Sumpfkalk und Sand (P I a)
+++ Wasserkalkputz bestehend aus Kalkhydrat und Sand (P I b)
+++ hydraulischer Kalkputz bestehend aus hydraulischem Kalk und Sand (P I c)


Die Eigenschaften von Kalkputzen hängen im Wesentlichen davon ab, in welchen Anteilen Kieselsäure, Tonerde oder Eisenoxid im Kalk enthalten sind. Weiterhin sind die Art, Körnung und Zusammensetzung (Fraktionierung) des Sandes entscheidend.
Darüber hinaus ist von Bedeutung, ob außer Kalk und Sand auch noch weitere Zuschlagsstoffe wie Puzzolane (z. B. Ziegelmehl oder Trass) bzw. sogenannte "verarbeitungsfördernde Zusätze" beigemischt sind.

Puzzolane reagieren zusammen mit dem Kalkhydrat und Wasser hydraulisch. Dabei bilden sich kristalline Verbindungen, die die Gefügedichtigkeit sowie die Festigkeit erhöhen.
Zu den "verarbeitungsfördernden Zusätzen" zählen z. B. wasserrückhaltende Stoffe, Luftporenbildner und Verarbeitungsmittel.

In Anhängigkeit von der Zusammensetzung des Kalkputzes ergeben sich unterschiedliche Eigenschaften, die hinsichtlich der Verwendbarkeit entscheidend sind.



Kalkarten

Je nach Höhe des Anteils der v. g. Stoffe unterscheidet man folgende Kalkarten:

+++ Luftkalk - ohne hydraulische Bestandteile
+++ Kalkhydrat - mit sehr geringen bis geringen Anteilen an hydraulischen Bestandteilen
+++ hydraulischer Kalk - mit geringen bis mittleren Anteilen an hydraulischen Bestandteilen
+++ hochhydraulischer Kalk - mit hohen Anteilen an hydraulischen Bestandteilen




Luftkalk

Unter Luftkalk ist Sumpfkalk, also nass gelöschter Branntkalk zu verstehen, der keine hydraulischen Eigenschaften besitzt und nur durch die Karbonatisierung, d. h. die Anlagerung von Kohlendioxid erhärtet.
Luftkalke sind sehr feinteilig. Sie ergeben einen sehr geschmeidigen und ergiebigen Putzmörtel mit einem hohen Porenvolumen, erhärten nicht unter Wasser und binden nur sehr langsam unter ständigem Luftzutritt ab.
Erst vollständig carbonatisierter, d. h. mit dem Kohlendioxid in der Luft reagierter Kalk ist wasserunlöslich.
Luftkalkputze und -mörtel erreichen nur recht geringe Festigkeiten (bis etwa 1 N/mm²).
Was den Trocknungsprozess von Luftkalkmörtel betrifft, ist zu sagen, dass die Erhärtung des Bindemittels im Mörtel recht langsam von der Oberfläche nach innen erfolgt.
Unter Zufuhr von Kohlendioxid (CO2) und geringer (Luft)Feuchte (H2O) bildet sich aus dem Kalkhydrat (Ca(OH)2) schließlich Kalkstein (CaCO3) und Baufeuchte (H2O).
Die Geschwindigkeit der Karbonatisierung ist im Wesentlichen von der Menge des zur Verfügung stehenden Kohlendioxids abhängig. Dieses dringt in die Mörtelporen ein und wandelt sich dort mit der Feuchtigkeit (Anmachwasser + ausscheidendes Hydratwasser) zu Kohlensäure (H2CO3) um.
Eine geregelte Lüftung und Temperaturen im normalen Bereich sind unbedingt erforderlich, damit dieser Prozess optimal ablaufen kann.
In früheren Zeiten wurden Kokskörbe als CO2-Quelle aufgestellt. Heute greift man eher auf Gasbrenner zurück. Keinesfalls sollten jedoch schwefelhaltige Brennstoffe zum Einsatz kommen, denn dann bilden sich unweigerlich schweflige Säuren, die wiederum zur Umwandlung des Kalkes in alles zerstörenden Gips zur Folge hätten!
Negativ wirken sich einerseits ein zu langsames Austrocknen bei niedrigen Temperaturen oder eine zu geringe Lüftung aus, denn durch einen Feuchtigkeitsstau wird das Eindringen des Kohlendioxids erschwert bzw. behindert. Andererseits sind aber auch eine zu schnelle Austrocknung durch zu hohe Umgebungswärme (oder gar Bestrahlung, z. B. durch Infrarotstrahler), zu starker Luftzug (z. B. durch Ventilatoren oder Gebläse) und / oder zu stark saugender Untergrund schädlich.

Während der Erhärtung des Mörtels wird sowohl das Anmachwasser als auch das durch die chemische Umsetzung frei werdende Wasser an die Raumluft abgegeben. Daher sind neu geputzte Räume anfangs feuchter als gewohnt.
Diese höhere Luftfeuchte ist jedoch prinzipiell bei einer allmählichen Fortsetzung des Aushärtungsprozesses hilfreich; aber nur, wenn die Putzoberfläche nicht mit Beschichtungen oder Anstrichen "abgesperrt" wird.



Kalkhydrat

Unter Kalkhydrat ist trockengelöschter Kalk zu verstehen, der je nach Kennzeichnung (Weißkalk = CL 90, CL 80, CL 70 oder Dolomitkalk = DL 85, DL 80) mindestens zu 70 bis 90 % aus Calciumhydroxid besteht und in erster Linie durch die Karbonatisierung erhärtet. In Abhängigkeit von der Reinheit des Kalkes reagieren 10 - 30 % hydraulisch.
Im Vergleich zum Luftkalk liegen die Festig- und Frostbeständigkeit etwas höher.
Das Porenvolumen, die Geschmeidigkeit und die Ergiebigkeit nehmen jedoch im gleichen Maße ab.



hydraulischer und hochhydraulischer Kalk

Unter hydraulischem und hochhydraulischem Kalk ist trockengelöschter Kalk zu verstehen, der je nach Kennzeichnung (hydraulischer Kalk = HL 2, HL 3,5 - hochhydraulischer Kalk = HL 5) aus Calciumhydroxid und hydraulischen Stoffen besteht.
Die Anteile des freien Kalkes betragen mindestens:

8 M-% beim HL 2
6 M-% beim HL 3,5
3 M-% beim HL 5

Hydraulische und hochhydraulische Kalke erhärten auch unter Wasser, je nach Zusammensetzung bereits wenigen, u. U. sogar nach etwa ein bis drei Tagen. Sie sind wasserunlöslich, erreichen Festigkeiten von 2 bis 3,5 (hydraulischer Kalk = HL 2, HL 3,5) bzw. bis zu 5 N/mm² (hochhydraulischer Kalk = HL 5) und haben unter den Kalken die höchste Frostbeständigkeit.
Hochhydraulische Kalke HL 5 kommen in ihren Eigenschaften dem Zement am nächsten.
Sofern diese Kalke aus natürlichem Kalkstein und Mergel bestehen und bei Temperaturen unter 1.250 °C gebrannt worden sind, nennt man sie "natürliche" hydraulische Kalke (NHL).
Sofern die Zugabe geeigneter puzzolanischer und hydraulischer Stoffe 20 % nicht übersteigt, kann das Produkt als NHL-P bezeichnet werden.

Noch eine Besonderheit:
Kalke mit puzzolanischen oder latenthydraulischen Zusätzen (z. B. Trass) erhärten vergleichsweise langsam. Die hydraulische Erhärtungsreaktion dieser Stoffe kann dabei aber auch nur ablaufen, wenn ein entsprechender "Anreger" (hier der Kalk) vorliegt. Wichtig ist außerdem, dass die Reaktion weder durch zu niedrige Temperaturen noch durch Wassermangel unterbrochen werden darf.

Und wichtig zu wissen!
Aufgrund der geltenden normativen Anforderungen können bei den hochhydraulischen Kalken = HL 5 auch sehr kalkarme Produkte als Kalk bezeichnet werden. Diese HL 5 - Kalke haben dabei oft einen relativ hohen Zementanteil.
Selbiges gilt auch für die zu den HL 5 - Kalken zählenden Trasskalkbindemittel, in denen Kalk kein Hauptbestandteil ist.



bilderte Quelle:
http://www.meisinger-ingenieurleistungen.de/index.php/bauberatung/83-kalkputze-und-kalkarten-kleine-aber-feine-unterschiede


i. V. Dirk Meisinger



Sehr interessant!



Hallo,
Eure Beiträge sind sehr interessant und sehr aufschlussreich, vielen Dank dafür!

Aber ich stehe immernoch vor der Lösung meines eigentlichen Prblems:

1.: Was nehme ich als Fugenmasse (aussen) für die Giebelwand meiner 100 Jahre alten Backsteinscheune?

Irgendeinen Fertigmörtel bzw Fertigfugenmasse? Wenn ja, welche ist gut?

Oder Zement?

Oder Kalk? Welchen? Einfach zu bekommen wäre hydraulischer Kalk (HK80) und Weißkalkhydrat. Ist einer davon geeignet? Und den dann einfach mit Sand mischen? Normalen Mauersand, oder sollte es gewaschener sein?

Mischungsverhältnis?

Irgendwelche Zuschläge?

2.: Welchen Mörtel nehme ich, um meine Dachziegel wieder zu verschmieren bzw die alte Verschmierung auszubessern?

Oder ist das alles reine Geschmacksache?

Mag sein, dass sich dieser Beitrag teilweise mit meinem vorher begonnenen Beitrag überschneidet. Ich bitte Euch, das zu entschuldigen.

Viele Grüße,
Sepp



Kalk



Manchmal frage ich mich wozu ich mir die ganze Mühe mache.



Schade



Schade, dass mein Beitrag irgendwie falsch verstanden wurde. Ich habe mich über die guten Ausführungen wirklich gefreut und fand deinen Link sehr informativ.

Aber so leid es mir tut, ich bin kein Ingenieur, sondern am Bau ein Laie.
Ich brauche da halt konkrete Ansagen, wie man es am besten macht.

Vergleiche es mal damit: Wenn ich Dir jetzt eine allgemeine Abhandlung über Drehmaschinen schraube, weißt Du danach auch nicht, mit welcher Vorschubgeschwindigkeit man ein Grauguss-Werkstück mit Durchmesser 200mm plandrehen muss, oder?

;-) Nix für ungut!



wenn



Du es so genau zu Kalk wissen willst - dann solltest Du Dich auch über Zement informieren. Denn "... oder zum Mauern doch Zement?" ist dann doch wieder völlig ohne Bedarf an Detailwissen. Es ist auch schwierig, berufliche Grundlagen in wenigen Sätzen jedesmal für neu gestellte allgemeine Laienfragen passend zu formulieren -- deshalb hält Georg die Seite vor. Wir geben aber gern zu detailprblemen Auskunft - dazu sind aber mehr Hintergrundinfos und ein oder mehrere Fotos von Vorteil, denn aus der Ferne können wir nur raten. Also Foto hochladen, Problem beschreiben und dann auf mehrere Antworten warten. Auch wir haben nicht jeden Tag Muße/Zeit, hier zu schreiben :-)



Kalk



Oh, Mann.
Da kommt die Frage: "Kalk- allgemeine Fragen".
Die beantwortet man.
Dann beschwert sich der Fragesteller, man sei zu unkonkret und er brauche" halt konkrete Aussagen wie man es am besten macht"
Bin ich Hellseher?
Lesen Sie die beiden ersten Anworten, da stehen die grundsätzlichen Informationen drin mit denen Sie eigene Entscheidungen treffen können.
Oder Sie werden KONKRET!



Dein Vergleich mit dem Drehteil...



... ist gar nicht so schlecht...
Ohne Kenntnis des Rohmaterials, dem zu erziehlenden Resultats, der Kenntnis des zur Verfügung stehenden Werkzeuges und den Fähigkeiten der ausführenden Person ist ein Output in Form des optimalen Vorschubs wohl auch nicht möglich...

MfG,
sh



Wie gesagt....



Ich hatte ja um allgemeine Infos gebeten. Habe ich bekommen. Finde ich super und habe mich dafür bedankt.

Dann wurde ich konkreter:
1.: Was nehme ich als Fugenmasse (aussen) für die Giebelwand meiner 100 Jahre alten Backsteinscheune?

2.: Welchen Mörtel nehme ich, um meine Dachziegel wieder zu verschmieren bzw die alte Verschmierung auszubessern?

Noch konkreter?

Fotos kann ich gern nachreichen. Und was für Hintergrundinfos?

Viele Grüße,
Sepp



Kalk



1. PII CS II oder NM 5 (Kalkzementmörtel)
2. Dachdeckermörtel von der nächsten ELG oder vom Fachhändler.



Danke



Besten Dank, ich werde mich darüber schlau machen und es mir ggf. beschaffen.

Ich habe irgendwo im Forum einen anderen Beitrag von Dir gelesen, wo Du zum Verfugen, allerdings von Natursteinen einen selbstgemischten Mörtel aus Weißkalkhydrat und gewaschenem Sand empfielst. Ist das bei meinen Fugen auch denkbar? Oder eher ungünstig?



Besondere Fragen ...



... können i. d. R. nur mit hinreichender Genauigkeit beantwortet werden, wenn die die zur Meinungsbildung und Empfehlungsaussprechung erforderlichen Informationen vorliegen.

In disem Fall wäre es z. B. wichtig zu wissen, um was für Steine es sich handelt (stark saugende bis nicht saugende), welcher Mörtel für die Vermauerung verwendet worden ist, ob die Fassade(n) Schlagregenbeanspruchungen ausgesetzt ist / sind, welche Farbe der Fugenmörtel haben soll usw. und so fort.
Sofern der Bauherr nicht die zur Beschreibung der v. g. Parameter erforderlichen Fachkenntnisse hat, sollte er eine Sachverständige Person zu rate ziehen, die sich mit der Situation vor Ort vertraut macht.

i. V. Dirk Meisinger



In welchem Thread möchtest...



... Du denn jetzt 'ne Antwort? Du kannst nicht erwarten, dass alle fleißigen Helfer hier ständig um Dein Problem herumhopsen...
Für allgemeine Kalkfragen hast Du jetzt erstmal eine Menge Input...

Zu 1. Nimm geeignete Sackware, wenn Du es selber machen möchtest, bring dem freundlichen Händler ein paar Proben von den Ziegeln und dem bröckeligen und auch dem intakten Fugenmaterial mit...

Zu 2. Nimm geeignete Sackware, wenn Du es selber machen möchtest, bring dem freundlichen Händler ein paar Proben von den Ziegeln und dem bröckeligen und auch dem intakten Fugenmaterial mit...

Klingt komisch, ist aber so...

MfG,
sh



Tippspiel



Vor 100 Jahren war zum Verfugen in der Gegend ein Kalkmörtel, basierend auf Bremer Muschelkalk, Standard. Der war leider oft von sehr schwankender Qualität, was sich an vielen alten Backsteinhäusern im Oldenburgischen sofort sehen lässt.
Ob am Gut Vogelsang noch der alte Originalmörtel vorhanden ist, oder ob ein späterer, ungeeigneter Mörtel sich schon wieder aus den Fugen verabschiedet hat, können wir nicht wissen. Brauchbare Rohstoffe gibt es weniger im Baumarkt als eher im Baustoffhandel, die Wahl der richtigen Mörtelmischung hängt aber auch von der Art der Backsteine ab.

Wer soll den Mörtel denn überhaupt verarbeiten? Als Laie kann man sich zwar viel aneignen, aber Verfugen geht doch schon eher in Richtung Königsdisziplin, zumindest wenn es gut aussehen und lange halten soll.

Es ist durchaus begrüßenswert, sich selber an diverse Arbeiten am Haus heranzutrauen, aber vor blindem Aktionismus sollte auch ein wenig Gebäudeforschung und eingehende Beschäftigung mit der Materie stehen. Es gibt hier im Forum sehr viel zu lesen, wenn man die richtigen Suchworte eingibt, es gibt Bücher und es gibt Menschen, die einfach nur Spaß an alten Häusern haben und ihre Erfahrungen gerne weitergeben.
Über die IgB könntest Du jemanden finden, der Dir erstmal vor Ort weiterhelfen kann:
http://igbauernhaus.de/die-igb-in-ihrer-naehe/landkarte/?L=1



Kalk



In welchem thread habe ich das empfohlen?
In welchem Zusammenhang, für welches Problem an welchem Bauteil?



Kalk



Hallo

Fugen aussen: Solubel SP 20 oder SP 50

Dachfirst: Solubel SP 20 oder SP 50 mit Dachshaarzusatz

Allgemein:
Kalk gibt es seit 1000en Jahren auf dem Bau … der wurde immer besser und immer mehr Erfahrungen kamen hinzu … und das Wissen und die Wertschöpfung blieben im Handwerk udn in Kleinunternehmen …

dann kam die "Industrialisierung" (die uns schon in der Schule als Segen verkauft wurde und wird - wie so manch anderes) und es ging dann m.E. den Bach runter mit der Qualität des Baustoffes und der anderen Baustoffe, denn DANN wurde Geld verdient und mit Qualität macht man das nicht … das ist keine Phrase sondern Fakt … gehört aber nicht hier her, wie manch e finden

Grundlegendes über Kalke bei Wikiped, oder Körndel Kalk oder auch solubel etc.

lassen Sie sich nicht von tollen Sachen ködern … die gab es nämlich früher auch nicht … aber damals haben die Sachen ewig gehalten … aber heutzutage muss der Bauherr dafür kämpfen und wissen was er macht und will … denn andererseits kann es sein, dass er nichts nachhaltiges Zeug bekommt … Halbwertszeit = Gewährleistungsfrist

Kalk, Lehm, Holz, Stein, Ton (Ziegel), Glas, Eisen, Wasser … trocknen Luft … fertig
;-)

… take Bau easy … 

Florian Kurz



zu



"Und was für Hintergrundinfos?" standen oben die Fragen schon,
wie es am Objekt möglichwerweise aussehen kann - folgendes Foto - deshalb mehr Infos/Bilder !

- ansonst Weißkalkhydrat, Mauersand (o-4), einen Schuß Zement (1:5:15) - und die Steine (was für welche ?) gut säubern und vornässen, Fassade dann beschatten.

_Dachziegel ohne Zement - Kalk+Sand (1:3), Sackware zu teuer ! Hat früher auch gehalten, irgendwann muß es aber mal erneuert werden. Aber nicht bei 35° und Sonnenschein ! Besser 15° und Regenwetter (da sieht man gleich mögliche Risse, wenn man schon am Dach arbeitet).



warum denn



immer dieser "Zement" …

schon Jesus hat am Kreuz gesagt:

"… denn sie wissen nicht, was sie tun … "

Florian Kurz



nun



warum nicht in einer Außenfuge ? - Zumindest steht ein Großteil der Bauten (mit Zement) der Römer, die Jusus ans Kreuz brachten, noch immer (:-)).



Römerzement



Naja, ich bin kein gelernter Maurer, aber ich gehe mal stark davon aus, dass der Römerzement von Zusammensetzung und Eigenschaften her nicht den heute verkauften Qualitäten entsprach. Ich habe mal gelesen, die "nördlichen" Bauten der Römer wie die Porta Nigra und die Thermen in Trier und die Ulpia Trajana in Xanten sind mit Puzzolan-Kalkmörtel, also so etwas wie wir heute als Trass kennen, gemauert.

Alte ("weiche") Backsteine und sehr harter moderner Zement-Fugenmörtel, da sähe ich Probleme in Zusammenhang mit Feuchtigkeit und Frost. Warum kein Hydraulischer Kalk statt Zement?



Kalk



Also es ist so das beim Fugen ein Homogener Fugmörtel verwendet werden soll,da ein alter feldbrand nicht die druckfestigkeit hat wie ein heutiger Industie-Feldbrandstein

unter diesem Link findet ihr wichtiges zum Baustoff Kalk

http://www.kalk.de/index.php?id=10



Solubel SP 20 /Sp 50



für Innenverstriche eventl. für Dach - First außen nein.

Mit Grüßen
Danilo



Solubel



Es gibt von Solubel doch sogar extra einen dezidierten Verfugmörtel.

Nur: Wie bekommt ein privater Bauherr den nach Norddeutschland???



in dem man den Händler fragt



In Hamburg Hansa Bautenschutz
Solubel liefert auch direkt.
http://www.solubel.de/Vertriebshaendler.php



Sehr schön. :-)



Es freut mich, dass hier jetzt doch eine sehr interessante, aufschlussreiche und freundliche Diskussion entstanden ist!

Es sind ja nun schon einige Vorschläge gefallen, was ich nehmen könnte. Ich werde nachher mal Fotos hochladen, vielleicht kann der ein oder andere daran die Art der Steine und des alten Mörtels erkennen.

Prinzipiell scheinen die Meinungen ja in Richtung Putz aus Weißkalkhydrat zu gehen. Ob man Zement, HK80 oder anderes dazumischt, scheint ein verbreitetes Streitthema zu sein...

Die Sachen von Solubel hatte ich mir auch schon angesehen. Klingt ja gut, aber ist auch wirklich teuer. Für ca. 100 m² Giebel kommt da sicher einiges zusammen. Die Fugen sind sehr tief raus. Und die Beschaffung geht bestimmt auch nicht von heute auf morgen.

Ich würde da lieber selber mischen, wenn ich zu einem vergleichsweise guten Ergebnis komme.

Das Verfugen wird von zwei Bauhelfern gemacht, die schon viel gemauert, geputzt und gefugt haben. Allerdings größtenteils mit "modernen" Materialien. Aber vorgestern haben die meinen Lehmputz in der Küche gemacht und das Ergebnis überzeugt!

Viele Grüße,
Sepp



Fotos



So, hier mal zwei Fotos der Giebelwand. Vielleicht kann ja jemand etwas damit anfangen.

Wo ich das Foto gerade sehe: Woher kommt es, dass manche Steine so "ausgewaschen" bzw "aufgefressen" aussehen?



Und noch ein Foto



Bei diesem Bild sind die ausgewaschenen Steine, die ich meine.



Kalk



Am wichtigsten ist ein Foto auf der man die gesamte Giebelwand sehen kann.



Ausgewaschen



so wie es aussieht ist hier mit einem Zementschleierentferner gearbeitet worden bzw durch Falsches Sandstrahlen die Brandschicht zerstört worden so das der Stein keine Festigkeit mehr aufweist und mit der Witterung zerfällt



@ohs-reno



Danke für den Tip. Aber das kann ich mir kaum vorstellen. Ich habe das Objekt vor 2 Jahren gekauft und wir haben bisher noch nichts mit der Wand gemacht. Und dass vorher jemand versucht hat, etwas zu renovieren oder sanieren, glaube ich auch nicht. Das Haus war vorher noch im alten Familienbesitz, wurde aber die letztn 30 Jahre nicht bewohnt, sondern nur noch der Hof bewirtschaftet. Ich glaube nicht, dass sich jemand diese Mühe gemacht hat...
Andere Möglichkeiten?



Giebel



Hier Bilder vom Kompletten Giebel



Kalk



Ich halte das für sehr alte, handgeschlagene Ziegel aus einem Ringbrandofen mit den typischen Abwitterungsspuren. Die zerstörten Ziegel müssen ausgetauscht werden. Anscheinend ist der Mörtel sehr bindemittelarm, im nicht frostgefährdeten Bereich deshalb besser mit einem Kalkmörtel (MG I) M 1 oder einem MG II M 2,5 arbeiten. Im Sockelbereich bleibt es bei MG II M 5.
Zum Trauf- und Sockelbereich brauche ich das Foto.

Viele Grüße



Giebel



Und nochmal ein größerer Teilausschnitt.
Im oberen Bereich sind die Fugen noch ziemlich gut. Unten herum sieht es da leider anders aus.



Danke



Wie alt können die Ziegel denn sein?
Das dazugehörige Wohnhaus ist Baujahr 1912. Kann auch sein, dass die Scheune älter ist...

Die kaputten Steine werden natürlich ausgetauscht. Ich habe zum Glück noch welche. An manchen Stellen wurde auch schonmal mit "modernen" Ziegeln und Zement ausgebessert. Das passiert mir sicherlich nicht!

Kannst Du denn anhand der Bilder einen konkreten Vorschlag für einen Mörtel geben?
Weißkalkhydrat anmischen? Oder doch besser aufgrund der diversen Zuschläge Solubel? Oder selber noch Zuschläge einmischen?

Wir sind auf dem richtigen Weg. :-)



Kalk



Genauer geht es nicht, das sind die genauen Bezeichnungen nach DIN. Ein Fachhändler kommt mit den Nummern klar.
Die Verschleißspuren deuten auf Versalzung des Mauerwerkes hin.
Die Ziegel sind vermutlich älter als 1912, kann sein das sie wiederverwendet wurden. Um diese Zeit wurde Massenware nicht mehr per Hand geschlagen, das wurde von dampfgetriebenen Strangpressen erledigt. Genaueres kann man durch das Format erfahren. Damals hatte sich das "Reichsformat" (25 x 12 x 6,6 cm)allgemein durchgesetzt.

http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/mediapool/88/885822/data/Geschichtliches_zum_Mauerziegel.pdf



Mauerziegel



Vielen Dank für die Hinweise zu den Mauerziegeln. Auch dieses interessante PDF werde ich mir gründlich durchlesen.

Ich hatte noch nicht gesehen, dass Du die Bezeichnungen für die vermutlich geeigneten Mörtel gepostet hattest, sorry.

Diese Mörtel kann ich also als Sackware beim gut sortierten Baustoffhändler beziehen. So weit so gut.
Aber, um es nicht zu einfach zu machen ( ;-) ) und wenn ich aufgrund der Menge und vermutlich auch des Preises lieber selber mischen möchte: Welche Bestandteile sind genau in diesen Putzen enthalten?
So weit bin ich selber gekommen:

MG I M 1
Sollte doch ein Kalkmörtel sein, richtig?
Aber welcher Kalk (Weißkalkhydrat, oder etwas anderes?), welcher Sand (gewaschener Mauersand 0-4?)
Sind in den Fertigmischungen noch Zuschläge, auf die man nicht verziechten sollte?

MG II M 2,5 und MG II M 5.
Sollte Kalk-Zementmörtel sein, richtig?
Sonstige Fragen und Vermutungen siehe oben.

Danke im Voraus!



Mörtelrezept



Du kannst den Mauermörtel (MGII, M 2,5) auch mit Hydraulischem Kalk 1:3 mit Sand mischen, also kein Zement, nur für den Sockel (MGIIa, M 5) die Mischung 2:1:8 Hydraulischer Kalk:Zement:Sand nehmen.

Ist jetzt aber nur der Tipp eines Laien und Selbermachers, der sich jedoch in der Praxis bei vergleichbarem Mauerwerk gut bewährt hat und vom Baufachmann abgesegnet ist.



HK



Danke für die Antwort.
Ist die Meinung hier allgemeingültig, dass ich hydraulischen Kalk verwenden kann/soll, oder lieber eine andere Kalksorte?



Nagut nagut nagut...



Kalkhydrat und hydraulischer Kalk sind zwei Paar Schuhe... Ein paar Rezepte:
... machst Du so:

Kalkmörtel MG I:
1/3 Weißkalkhydrat/Sand (0/4)

Kalkzementmörtel MG II(a):
2/1/6-8 Weißkalkhydrat/Zement/Sand (0/4)

Wenn Dir danach gelüstet, dann schmeiß' noch ein paar Löffelchen Borax und/oder zwei Eiweiß oder auch ein Pfund Magerquark mit rein...

Ein paar Experimente werden Dir nicht erspart bleiben... Fehlschläge auch nicht...

MfG,
sh



Kalk



Und vielleicht noch etwas Zucker, ein bisschen Backpulver,...Ochsenblut wäre auch gut.
Das war jetzt Antwort Nr. 40.
Mal sehen was noch so für Geistesergüsse kommen.



@SH



Vielen Dank, SH! Das war genau die Antwort, die ich brauchte. Jetzt kann ich endlich loslegen!

@Herrn Böttcher: Auch Ihnen vielen Dank.
Warum hat man bei Ihnen eigenltich das Gefühl, dass Ihre Antworten oft sarkastisch sind? Ich ziehe meinen Hut vor Ihrem Fachwissen. Und auch davor, dass Sie es mit uns teilen. Aber mitunter bekommt man das Gefühl, dass Sie das nur sehr ungern tun und es nicht nachvollziehen können, wie jemand nicht über das gleiche Wissen verfügen kann, wie Sie es tun. Als (Noch-)Laie auf dem Gebiet freut man sich über jeden ernstgemeinten Ratschlag und Vorschlag. Wenn man nicht weiß, wie ernstgemeint ein Beitrag von Ihnen ist, oder man nur Teilinformationen bekommt, macht es einem das nicht ganz leicht.



Kalk



Es ist sehr schwer nicht sarkastisch zu werden wenn man ein einfaches Thema so breittritt. In der Zeit hätten Sie wohl schon den halben Giebel verfugen können.
Übrigens sind auch Zucker und Natron Bestandteile mancher Kalkputze, genauso wie Fruchtsäuren und andere Sachen. Ochsenblut wurde früher ab und an verwendet.
Es gibt nur einen Unterschied zu Ihnen:
Die Leute die so was zusammenmischen wissen genau warum sie das tun und wie sie es tun, also wieviel und in welcher Konfiguration hineinkommt.



Du wirst noch an dem...



... Thema verzweifeln, wenn nicht sogar scheitern...
Nicht umsonst haben sich die tradierten Methoden der Kalkverarbeitung in manchen Namenslinien manifestiert... Ich nenne hier mal den Musiker Paul Kalkbrenner und den Kabarettisten Oliver Kalkove...

Viel Glück...

MfG,
sh



Einfach?



Naja, ich finde das Thema nicht so einfach, wie Sie, Herr Böttcher. Sie scheinen etwas in der Richtung studiert zu haben und sich seit vielen Jahren damit zu befassen. Als Neuling ist es nicht so einfach.

Natürlich hätte ich den Giebel schon halb fertig haben können, aber nicht ohne das passende Material.
Na klar, ich hätte mir einfach die Sachen von Solubel bestellen können, 1000 € bezahlen und 8 Tage warten können. Aber auch dann hätte ich jetzt noch nicht angefangen, da das Material noch nicht da wäre.

Und ich kann auch einfach in einen Baustoffhandel gehen und mir "irgendeinen" Putz als Sackware holen. Einen Händler, der diverse Kalkputze auf Vorrat hat, gibt es bei mir nämlich leider nicht.

Also frage ich, wie ich am besten einen passenden Mörtel anmische hier in einem Fachforum.
Und ich habe nun ja auch einige Antworten, aus denen ich mir etwas "zusammenmischen" werde.

Welchen Fehler habe ich Ihrer Meinung nach denn gemacht? Dass ich kein fundiertes Fachwissen über das Thema "alte Häuser und geeignete Baumaterialien" besitze?

Freundliche Grüße,
Sepp



was willst du wirklich?



Scheinbar keinen Rat sondern nur eine Bestätigung das selbst mischen besser ist.
Die Erfahrung kannst du hier aber nicht vermittelt bekommen. Keiner hier kennt wirklich die Bedingungen vor Ort noch den Kalk den du zu kaufen gedenkst und auch nicht den Sand den du bekommen wirst.
Ergo wirst du sehr wahrscheinlich nur den billigeren Mörtel haben. Der bessere könnte dann schon die fertige Sackware für 2,99/40kg aus dem Baumarkt sein.



Sackware



Den geeigneten Kalkmörten für 2,99 pro Sack würde ich sofort kaufen.
Aber leider sind die Baumärkte und Baustoffhändel, bei denen ich hier bislang danach gefragt habe, keiner einen Kalkmörtel als Fertigware.



Kalk



Langsam gewinne ich den Eindruck Sepp will nicht verfugen, Sepp will diskutieren.



Preise…



Wenn der Meister aller Klassen mal seinen Keller verlassen würde, dann würde er vielleicht merken, dass seine Preisangaben entweder seit ca. 20 Jahren nicht mehr gelten oder dass er als Meister aller Klassen Rabatte bekommt, von denen selbst Großkunden beim Baustoffhandel nur träumen können.

@Sepp: Hast Du mal bei "Große Beilage" nachgefragt?
(ist kein Eintrag auf der Speisekarte eines Restaurants, sondern ein Baustoffhandel)
Lass Dir von jemandem, der etwas davon versteht, ausrechnen, was Du alles für Dein Projekt brauchst, eröffne ein Konto beim Baustoff-Fachhandel (die beraten übrigens üblicherweise auch fachgerecht) und lass Dir ein Angebot über den Kram inkl. Lieferung auf die Baustelle machen.
Mit ein bisschen Verfugen ist es ja nicht getan…



für 2,99



gibt es natürlich Kalk-Zement.
Bauhaus hat hier in Leipzig von Baumit Kalkputz an Lager. War glaub ich 7,90 der Sack.



diskutieren?



Herr Böttcher, ich suche hier nur nach Antworten.
Für`s diskutieren sind Sie zuständig. Ich bin mir sicher, dass Sie einer derjenigen sind, die mir diese Antworten geben kann. Stattdessen geben Sie mir -sicherlich durchaus fachkundige- Teilantworten und tun so, als wäre es total unnormal, dass ich als Laie damit nicht klar komme. Wer genau diskutiert hier nun gern?
Naja, aber nichts für ungut. Ein Forum ist ja auch eine Diskussionsplattform, also haben wir beide nichts falsch gemacht. ;-)

De Meinweg: Vielen Dank für den Tip. Ich werde es bei Beilage mal versuchen. Bislang hatte ich es bei BauKing (der Baustoffhandel, nicht der Baumarkt) und bei Bergmann reletic erfolglos versucht. Ich bin guter Dinge, dass ich nächste Woche entweder geeignete Sackware oder aber die Zutaten für mein ganz persönliches Fugenmörtelrezept zusammenbekomme.
So ein Zauber kann das ja gar nicht sein. Ich habe mir heute die Fugen nochmal angesehen. Wenn man damals eines im Überfluss hatte, dann scheinbar Sand. Denn die Fugen sind, glaube ich, zu 90 % daraus. :-)



wie stellst du dir das vor?



Hier mal in drei Beiträgen die Ausbildung als Maurer vermitteln? Wo du nicht mal bereit bist paar Dokumente richtig zu lesen?
Üblicherweise muss man für das Wissen was Herr Böttcher vermittelt. Geld zahlen.
Richtiges Werkzeug ist auch noch wichtig.
So einfach geht es
http://www.youtube.com/watch?v=4N6Vx9I4rUY
mit dem Verfugen.



Nun hackt doch...



... nicht aufeinander 'rum...
Der Fragesteller hat genug Input um zu überlegen, ob er sich an eine eigene Mischung herantraut oder denn doch auf Werktrockenmischung zurückgreift.

@De Meinweg:
Weiter oben war die Frage nach tradierten Rezepten aus der Römerzeit gekommen. Hierzu gab es neulich bei Spiegel-Online einen Artikel, der Link steht anbei...

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/ausgegraben-das-geheimnis-des-roemischen-betons-a-905389.html

MfG,
sh



Kalk



http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/mediapool/88/885822/data/Beton.pdf

http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/mediapool/88/885822/data/Zemente_1_.pdf

Falls sich jemand etwas nachhaltiger mit der Problematik befassen möchte.

Viele Grüße



es war nicht bauhaus sondern hornbach



wo ich den Kalkputz gesehen habe.

@Sebastian
Ich geb dir ja recht. Wenn wir aber anfangen diejenigen dumm zu machen, die uns mit grundlegenden Infos versorgen, wird es hier ähnlich spaßig wie bei den bauexperten.
Als Amateur freue ich mich über Beiträge von Leuten wie Georg oder anderen Fachleuten.



Leipzig oder Rom



Hallo

Es soll ja ein Leipziger Allerlei geben … 

ein … "Römisches" kannte ich nicht …

Der heutige "Zement" hat mit dem "cementium" von damals so viel zu tun, wie Knochenflöten mit Synthesisern … 
… so wie auch die von den Römern eingesetzten "Kalkveredelungsmaterialien" nichts mit den Industriellen Quaksalbereien von heute … nur die Namen verheissen Qualität … wie die Titulierung in DIN - Zeichen, die auch Ähnliches versprechen …

So wie Kalk nicht gleich Kalk ist - ist auch Sand nicht gleich Sand … und Handwerk nicht gleich Handwerk …

Mir wird ja hier von einigen gerne "Phrasendrescherei" vorgeworfen … mag sein, dass ich gerne flapsig hinterfrage oder manchem hier versuche mit einem anderen oder kritischen Blick auf die Segnungen der Baumafia eine etwas andere Sichtweise zu eröffnen … aber aus den ganzen Ratschlägen und Antworten kann nur Georg hier Fakten bringen … mit denen ich zwar seltenst übereinstimme … aber die Grundlage seiner Ratschläge ist tief und real … 
andere dreschen zwar keine Phrasen aber trocken Stroh

Handwerkliches Mauern mit Kalk (oder anderen Materialien) bedarf nicht nur der Recherche im Netz, die richtige Auswahl an Grundstoffen sondern auch und vor allem: Erfahrung in der Handhabe … was bei vielen hier einfach fehlt und auch teilweise aus "Sparsamkeit" ignoriert wird … da kann dann auch eine Verwendung von "Trass", Zement, bestem Sumpfkalk, qualitätsvollem Sand und oder den Produkten von Solubel (als Beispiel) kräftig in die Hose gehen …

Meine Devise: Risiko minimieren – Qualität maximieren … vor allem bei Aussenbauteilen (Fassaden) und Bauteilen in Verbindung mit Holz (Fachwerk), denn die Fehler sind oft erst dann wieder sichtbar, wenn schon im Inneren alles im Argen ist …

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(Vorsicht Phrase! ;-)

Florian Kurz



Kalk



Ich habe mir jetzt im Baustoffhandel die von Euch empfohlene Sackware und auch die Materialien für die vorgeschlagenen Mischungsverhältnisse angefragt. Sobald ich das Angebot habe, wird entschieden, wie wir es machen.
Ich werde Euch gern über das Ergebnis der Verfugarbeiten unterrichten, wenn Interesse besteht.
Viele Grüße,
Sepp