Giebelwand in Holzbauweise, ausgemauert (Halbes Fachwerk) - nachträglich dämmen

Hallo Zusammen,

ich plane das Dach über einen Teilbereich um ca. 1,30 m anzuheben und auf der Garage zwei Kinderzimmer herzustellen. Das Obergeschoss soll samt neuem Dachgeschoss optisch hervortreten. Die neue Konstruktion (auch über der vorhandenen Giebelwand) soll in Holzständerbauweise hergestellt werden. Die Giebelwände im OG bestehen aus 14er Holzelementen (Schwelle, Pfosten und auch Schrägen), welche mit 11,5 cm Steinen (teils HLZ, teils Porenbeton) ausgemauert wurden. Aussen ist eine Verkleidung aus Faserzementplatten angebracht.

Ich hatte mir nun überlegt, Innen OSB-Platten auf die Konstruktion zu schrauben und die Fugen und Anschlüsse an aufgehende Bauteile zu verkleben. Ausserdem soll innen eine Installationsebene (nachträglich gedämmt) errichtet werden, welche mit GK verkleidet wird. Die vorhandenen Schindeln aussen möchte ich demontieren lassen. An die bestehenden Holzkonstruktion möchte ich außen 80 mm starke Hölzer montieren und dazwischen eine Dämmung klemmen. Darauf Holzfaserplatten 40 mm und ein offener Putz. Der Aufbau soll dampfdifussionsoffen sein. Der Dampfdiffusionswiderstand soll von innen nach außen fallen.

So sieht es laut U-Wert_Rechner aus. Ich weiss die Wand und der Putz sind nicht optimal dafiniert, aber ich denke es reicht.

Hinsichtlich des Putzes benötige ich noch ein offeneres System, habe noch nichts richtiges gefunden. Wenn das einen kleineren sd-Wert hat, sollte so nichts passieren mit Tauwasser, oder. Vielleicht kann mir hier jemand ja was nennen.

Ich wäre aber froh, wenn hier ein absoluter Fachmann bestätigen könnte, dass ich mit einem geeigenten Oberputz die Fassade so ausführen könnte oder wenn nötig mir auch klipp und klar sagt, dass das so nichts wird. Danke für Eure Mithilfe.

Gruß Lakai
Wenn, dann richtig.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 19.06.12

Giebelwand in Holzbauweise, ausgemauert (Halbes Fachwerk) - nachträglich dämmen


hier noch die Berechnung von U-Wert-Net, habe es nicht geschafft, sie in den ersten Beitrag zu integrieren
Wenn, dann richtig.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 19.06.12

Theorie und Praxis bei einer Außenfassade


Gleich vorweg: der "absolute Fachmann" bin ich nicht - ich wage dennoch eine Antwort, da mich ein Detail auf Deinem Foto nachdenklich macht und ich mir persönlich einen Grundsatz verinnerlicht habe:

Egal mal welchen Putz Du nimmst und mit wieviel Biozide Du den anreichern möchtest. Früher oder später wird die verputzte WDVS-Fassade die gleiche Optik bekommen wie der Stromverteilerkasten vor dem Haus. Offensichtlich gedeihen Algen recht gut vor Ort.

Grundsätzlich würde ich die Fassade von der Dämmung trennen und hinterlüften.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de
lehm lassn und lehm - Naturfarben und Baubiologie
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Natural Naturfarben Shop | | 19.06.12

eine


Dämmung zu hinterlüften macht wenig Sinn, wenn, dann sollte man den Wetterschutz der Dämmung hinterlüften. Aber auch ein dicker Kalkputz auf Armierungsgewebe (gesamt 3-4 cm) hat diesbezüglich ein anderes Verhalten als die üblichen Kratz- und Scheibenputze. Meine Fasade steht jetzt 10 Jahre und nur an einzelnen Putzvorsprüngen hat sich etwas "Begrünung" gezeigt, aber nach 15 Jahren werde ich ohnehin mal wieder zum Pinsel greifen.
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 19.06.12

Fassade hinterlüften ...


... damit meine ich ja nicht, die Dämmung zu hinterlüften. Eine vorghängte, hinterlüftete Fassade - also getrennt von der Dämmung - ist weniger anfällig für Schäden.

Grüße

Frank
lehm lassn und lehm - Naturfarben und Baubiologie
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Natural Naturfarben Shop | | 20.06.12

Fassade-Bilder aus der Bilddatenbank: